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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vorlernen vor Studienbeginn?



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Michael72
28.05.2011, 15:25
Die ablehnende Grundhaltung der anderen Beiträge könnte z.T. auch daher rühren, dass das Lernen vorklinischer Inhalte aufgrund des so empfundenen stumpfen Auswendiglernens reine Qual ist. Ein breiter aufgestelltes math.-naturwissenschaftliches Verständnis hätte hier vielleicht Wunder gewirkt.

Lieber Galenos,

sicher kannst Du in Deiner unendlichen Weisheit den angehenden Erstsemestern erklären, wie man sich folgenden beispielhaften und in einem Testat geprüften Sachverhalt aus der Häm-Synthese mathematisch-naturwissenschaftlich aneignet, statt ihn stumpf auswendig lernen zu müssen:

Hydroxymethylbilan wird durch Abspaltung von NH4+ zu Uroporphyrinogen III umgewandelt. Dann werden durch die Uroporphyrinogen-Decarboxylase 4 CO2 abgespalten und es entsteht Koproporphyrinogen III.

Ich bin gespannt auf Deine Erklärung!

Ferner wirst Du wohl der Einzige sein, der es für natürlich hält, dass ein Abiturient ohne Studienerfahrung im Rahmen seines Vorlernens eine solche Detailtiefe erreicht.

Galenos
28.05.2011, 17:18
Zunâchst ein herzliches Dankeschôn fûr die konstruktiven Antworten an alle!

Ein medizinischer Ratschlag von mir: Euer Lebensstil, nâmlich auf abweichende Meinung mit einer solchen Inbrunst niedriger menschlicher Regungen zu antworten, ist sicherlich ungesund - lifestyleadjustment ist das Stichwort.

Michael, ich versage es mir einmal, auf die bioenergetischen Grundlagen und konstruktiven Beschrânkungen der Enzymevolution einzugehen, die verstândlich werden lassen, warum die Evolution der Vertebraten genau diese Biochemie hat entstehen lassen - ich fûrchte dafûr haben ohnehin nur Leute einen Sinn, die auch vorgelernt haben!
Denn Dein Beitrag wirft doch ein interessantes Argument auf: Wenn der Lernerfolg wenigstens teilweise nur direkt mit der aufgebrachten effektiven Lernzeit zusammenhângt, entschârft man die Vorklinik doch ganz gut durch ein halbes Jahr Extralernzeit, was ja der Ehrenrunde entspricht, die ein nicht kleiner Teil der Studenten sowieso in der Vorklinik drehen muss.

Eure Betrachtung lâsst ja ohnehin vôllig außer Acht, dass das Lernen keine statische Fâhigkeit ist, sondern sich entsprechend nach Training und Gebrauchszustand verbessert/verschlechtert. Ein halbes Jahr warmgelaufen und schon sprintet man durch die Vorklinik, um im Bild zu bleiben.

Aber im Gegensatz zu all den Hatern kann ich sagen, suum cuique!

Coxy-Baby
28.05.2011, 18:04
Ein medizinischer Ratschlag von mir: Euer Lebensstil, nâmlich auf abweichende Meinung mit einer solchen Inbrunst niedriger menschlicher Regungen zu antworten, ist sicherlich ungesund - lifestyleadjustment ist das Stichwort.

Aber im Gegensatz zu all den Hatern kann ich sagen, suum cuique!

Ymmd, ganz ehrlich den meisten ist das völlig egal was du schreibst, die lachen eh nur drüber, dass einzig blöde ist halt wenn potentielle-Studenten den Senf glauben den du schreibst.
Apropos, da schreibst du so schön schwülstig und hochtrabend und machst mit deinem letzten Satz alles zunichte....Denglish+Latein=leicht Asi

Aber da du Son toller bist kriegst du noch nen :-keks Polly.

Coxy-Baby aka the Hater

Kackbratze
28.05.2011, 18:19
Aber nicht wieder auf dem Meeresgrund, dann muss ich immer weinen! :-heul

Galenos
28.05.2011, 19:32
Mann ist das lâcherlich. Jemand stellt im offenen Raum eine Frage, ich antworte darauf meine Meinung und dann kann sich jeder mal an mir sein Mûtchen kûhlen - wie? StarkeModeration, wirklich.

Abschliessend bleibt mir nur zu sagen, dass ich im allgemeinen Zweifel an der Redlichkeit dieser versammelten Figuren, die zu derartigen virtuellen Gewaltausbrûchen gegen andersdenkende fâhig sind, was die wahrheitsmâssige Beantwortung von Fragen angeht anmelden darf.

Ein letztes Wort zum Dr.Cox-Fan, der sich gerade gefiel in seinem erbarmungslosen Kampf gegen Minderheiten: die Zeiten, wo sich genau das wieder gegen Leute wie dich richtet, kônnten wir schneller wieder haben als dir lieb ist ;-)

Feuerblick
28.05.2011, 19:45
Was hättest du denn gerne moderiert, Galenos? Dir ist schon aufgefallen, dass du mit deiner doch sehr vehement als einzige Wahrheit vorgetragenen Meinung ein klein wenig allein dastehst, oder? Ich weiss nicht wirklich, woher du deine Weisheit nimmst, aber die Tatsache, dass hier auch User geantwortet haben, die ihr Studium erfolgreich beendet haben, einen Doktortitel ihr Eigen nennen UND in einem guten Job arbeiten, spricht doch irgendwie dafür, dass Vorlernen nicht unbedingt nötig ist. Denn die Stellensituation ist heute selbst an begehrten Unikliniken in fast allen Fächern sehr gut. Und eine anspruchsvolle Doktorarbeit bekommt derjenige, der sich um eine ebensolche rechtzeitig kümmert und bei potentiellen Doktorvätern vorspricht. Die wenigsten werden bei einem Doktoranden eine fachliche Prüfung abhalten oder gar Testatnoten der Vorklinik sehen wollen. Vielleicht einfach, weil man als Hochschullehrer sehr gut beurteilen kann, was am Lehrstoff sinnvoll und was Ballast ist. Für eine anspruchsvolle Doktorarbeit benötigt man in der Regel "Inselwissen" und nicht Kenntnis über den gesamten Kosmos der Medizin.
Wenn dein Anspruch ist, dass du alles bis ins kleinste Detail begreifen und lernen möchtest, dann ist das sicher eine gute Sache. Trotzdem ist es dadurch noch lange keine allgemeingültige Wahrheit. Je eher du das begreifst, desto eher wirst du im Berufsleben klarkommen. Da werden dir nämlich sehr viele Pragmatiker begegnen - auch unter deinen Vorgesetzten - die deine Geringschätzung gegenüber ihrer mangelhaften Grundlagenbildung sicherlich nicht freundlich aufnehmen werden. Und lass dir noch eines gesagt sein: Es gibt sogar Chefs, die einem Einserstudenten zu allererst mal praktisch überhaupt nichts zutrauen, einen Besserwisser hinter diesen Noten vermuten und ihn daher nicht mit Kusshand einstellen.
In diesem Sinne...

Jemine
28.05.2011, 19:57
Ein letztes Wort zum Dr.Cox-Fan, der sich gerade gefiel in seinem erbarmungslosen Kampf gegen Minderheiten: die Zeiten, wo sich genau das wieder gegen Leute wie dich richtet, kônnten wir schneller wieder haben als dir lieb ist ;-)

Der Satz geht ein klitzekleinwenig am Thema vorbei und meiner Meinung nach arg unter die Gürtellinie. (an dieser Stelle z.B. sehe ich Moderationspotential, hattest ja bemängelt, dass die Mods nicht genug moderierend tätig werden...)

Den Rest haben die anderen ja schon kommentiert.
Wer gerne alles wissen will, kann das ja durchaus versuchen/anstreben aber die These ist doch etwas gewagt, dass alle, die diesen Anspruch nicht haben, die absoluten Loser sind. Kannst dich ja mal unter deinen Dozenten umhören, wie viele von denen zu ihrer Studentenzeit so vorgegangen sind.

Rico
28.05.2011, 20:31
Und eine anspruchsvolle Doktorarbeit bekommt derjenige, der sich um eine ebensolche rechtzeitig kümmert und bei potentiellen Doktorvätern vorspricht. Die wenigsten werden bei einem Doktoranden eine fachliche Prüfung abhalten oder gar Testatnoten der Vorklinik sehen wollen. Ich würde sogar behaupten, dass bei einem potentiellen Doktorvater, der sich Vorklinikstestatnoten zeigen lässt bei dem Doktoranten getrost sämtliche Alarmglocken schrillen dürfen - so ein Einstieg verheisst wenig Gutes und könnte mit Persönlichkeitszügen seitens des Doktorvaters assoziiert sein, die der Doktorand als nicht immer zu seinem Vorteil gereichend empfinden könnte...
Vor allem: Je "anspruchsvoller" das Thema, desto weiter weg ist es ohnehin von dem, was an der Uni gelehrt wird... entsprechend wenig aussagekräftig sind spezifische Noten über die gelehrten Inhalte.

gnuff
28.05.2011, 20:43
Hallo Galenos!

Ich empfehle Dir dringend Deinen umgänglichen Stil und Dein erfrischendes Benehmen beizubehalten und unbedingt so im Arbeitsleben weiter zu machen. Das wird ein voller Erfolg! Viel Spass noch...:-top

Feuerblick
28.05.2011, 21:38
@Jemine: Den letzten Absatz hatte ich glatt überlesen... daher jetzt leicht verspätet:

@Galenos: Schüsse unter die Gürtellinie sind hier nicht nur nicht erwünscht sondern zeugen erstens von schlechtem Diskussionsstil und zeigen zweitens, dass dir die Argumente ausgehen. Also bitte sachlich bleiben und nicht beleidigen - und sei es noch so subtil.
Danke!

Michael72
29.05.2011, 14:43
Michael, ich versage es mir einmal, auf die bioenergetischen Grundlagen und konstruktiven Beschrânkungen der Enzymevolution einzugehen, die verstândlich werden lassen, warum die Evolution der Vertebraten genau diese Biochemie hat entstehen lassen - ich fûrchte dafûr haben ohnehin nur Leute einen Sinn, die auch vorgelernt haben!

Nun, da Du offensichtlich über dieses Wissen zu verfügen scheinst, würde es mich freuen, wenn Du es auf den von mir weiter oben geschilderten Sachverhalt anwenden würdest. Nicht aus Polemik sondern aus ehrlichem Interesse daran, wie Du diese Nummer noch drehen willst.