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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Anstellung als Neuling für nur wenige Monate möglich?



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Brutus
31.05.2011, 10:54
Also, ich kenne mehrere Kollegen, die direkt zu Anfang eine 75%-Stelle angetreten haben, weil sie gerade an ihrer Diss geschrieben haben. Das wurde auch so von den Chefs akzeptiert. Ich würde aber auf keinen Fall sagen, dass Du nur ein paar Monate bleiben willst. Einfach in / zum Ende der Probezeit kündigen und gut ist. Und wenn es da gefällt, bleibste einfach da...

Poro
02.06.2011, 21:50
Bei mir ist es zwar auch noch ein Jahr hin bis zum Examen, aber bei mir wird es so ähnlich sein. All die Dinge, die ich gerne machen möchte (wie z.B. Aufbaustudium, Reisen und restliche private Planung;)) würden auch nicht vor September/Oktober anfangen. Aber natürlich habe ich auch keine finanziellen Reserven um mal 4 Monate nichts zu machen... da hatte ich auch schon gedacht, einfach halt nur für kurze Zeit in der Klinik zu arbeiten.
Ihr habt natürlich Recht in Bezug auf Einarbeitung, keine Anerkennung usw. Aber für mich z.B. ist es noch eine gute Möglichkeit herauszufinden, ob das wirklich das Wahre für mich ist mit einem Vollzeitjob z.B. in der Chirurgie. Denn das PJ ist bei mir aktuell zumindestens nicht wirklich realistisch in Bezug auf das, was mich bald erwartet mit Diensten usw.

Ansonsten haben einige Freunde zunächst ein paar Monate als OP-Assistenz gearbeitet (so im Schnitt vielleicht 20h/Woche).
Dann kenne ich noch jemanden, der als Prüfarzt gearbeitet hat.

kra-
08.12.2012, 10:44
*Ausgrab*

Da sich die Sache mit der Diss in Luft aufgelöst hat (*sigh*) bin ich nun für knapp 3 Monate für eine Vollzeitstelle zu haben. Habe vorgestern mit einer Honorararztagentur telefoniert: deren freundlicher Mitarbeiter riet mir von einem Start auf Leiharztbasis ab (!). Grund war, dass man als Neuling erstens sowieso das schwächste Glied in der Kette sei. Zweitens würde man auf diese Weise in Kliniken kommen, bei denen sowieso schon Land unter ist. Und drittens sei man man den Kollegen als temporärer Mitarbeiter mit deutlich besserem Gehalt nicht wirklich beliebt. Alles in allem also eine ungünstige Kombination. War trotz des Versuches, mir irgendwelche Coachinglessons zu verkaufen, von der ehrlichen Antwort sehr überrascht - schließlich wollen die ja eigentlich Geld mit einem verdienen.

Werde nun also irgendwie versuchen, ein kurzzeitiges Angestelltenverhältnis in Vollzeit anzustreben. Falls hier jemand Tipps für Südniedersachsen/Nordhessen hat... nur her damit, gerne auch per PN.

PS: Der nette Herr berichtete mir übrigens weiterhin von einer Assistenzarztschwemme, vor allem aus Osteuropa/Griechenland kommend. Gerade für Berufseinsteiger sei es deshalb inzwischen schwieriger geworden, Stellen zu bekommen ("They took our jobs!!!!"). Hab das jetzt zum ersten mal gehört. Ob das wohl mit den Bewerbungscoachinglessons zusammenhängt, die er mir verkaufen wollte? ;-)

EntenFreundin
08.12.2012, 11:15
PS: Der nette Herr berichtete mir übrigens weiterhin von einer Assistenzarztschwemme, vor allem aus Osteuropa/Griechenland kommend. Gerade für Berufseinsteiger sei es deshalb inzwischen schwieriger geworden, Stellen zu bekommen ("They took our jobs!!!!"). Hab das jetzt zum ersten mal gehört. Ob das wohl mit den Bewerbungscoachinglessons zusammenhängt, die er mir verkaufen wollte? ;-)

Nein, das ist wirklich so. Ich hab es schon mal erlebt, dass es bei einer Bewerbung nur mich und eine Assistenzärztin aus Osteuropa gab und er hat obwohl er mir zuvor Interesse signalisiert hatte (und ich mir so gut wie sicher war, das klappt) denn trotz schlechterer Sprachkenntniss die aus Osteuropa genommen. Begründung; Sie hat schon 2 Jahre Berufserfahrung und er kann die gleich hinstellen zum Dienste machen und muss sie nicht erst einarbeiten.
Gerade im Umland von Großstädten ist es so, dass die aus den Städten wenn die dort nichts bekommen, erstmal ins Umland gehen und denn bei der nächsten Gelegenheit sich in die Stadt zurück bewerben. Die Folge ist, dass die im Umland fast nur Anfänger bekommen, die einarbeiten und denn sind sie wieder weg.
Und die aus Osteuropa sind in der Regel dankbar, überhaupt in Deutschland arbeiten zu können und bleiben denn auch in dem Haus.
So seh ich das.

Ich versuche seit längerem mich mit einer aus mehreren Gründen schlechten Ausgangsposition als Anfänger in Fächern zu bewerben, in denen ich keine nennenswerte Vorerfahrung habe. Und obwohl immer alle von Ärztemangel reden, find ich das schwieirig etwas zu bekommen. Zumindest dann, wenn man örtlich nicht alles mitnimmt, sondern nur das, wo man auch sich auch wirklich vorstellen kann, zu leben.
Wahrscheinlich muss ich mich wenns so weiter geht demmnächst überall bewerben... Wobei ich in ländlichen Regionen denn in den Gesprächen oft als erstes gefragt werde, was mich denn aus der Großstadt dort hin zieht (das interessiert manche noch VOR Motivation für das Fach, Lebenslauf, Noten, etc.)... Und wenn man da eigentlich gar nicht hin will, das bekommen die denn auch relativ schnell mit... Da nehmen sie doch lieber den anspruchslosen Osteuropäer, der froh ist überhaupt eine Stelle zu bekommen und wo keine Gefahr besteht, dass der sich in einem halben Jahr wieder verabschiedet !

Wie soll man denn auch als Großstädter denen auch glaubhaft vermitteln, dass man auf einmal so gerne 500 km von der Heimat entfern auf dem Land leben möchte ? - Das glauben die einem als junger kinderloser Großstadtmensch doch nie im Leben !

Anne1970
08.12.2012, 11:29
Schau doch mal im Klinikum Fulda:schoene Stadt zum Leben ...zwischen KS und Frankfurt a M gelegen...mit ICE Bhf
1200 Betten-Haus alle Fachrichtungen ausser Auge und Haut...(auch Patho) , elektr Zeiterfassung, unterschiedliche Dienstmodelle
Gute Innere Rotation (mit Kardio, Nephro,Gastro, Rheuma... ne Onko gibts auch) fundierte ITS-Ausbildung etc...
:grins:
LG Anne

Mano
08.12.2012, 18:26
Habe eine Zeit lang mit der selben Überlegung gespielt (auch wenn ich mich aus verschiedenen Gründen dann dagegen entschieden habe).
Mir ist ein Fall bekannt, wo jemand vom Innere-Chef seines PJ-Hauses explizit für wenige Monate eingestellt wurde. War dabei im Interesse beider, da der Bewerber eine Chirugie-Stelle in aussicht hatte und der Chef eine mehrmonatige Krankheitsvertretung brauchte. Eingearbeitet war der PJler ja bereits.

Also möglich ist das sicher - musst halt nur die passende Abteilung finden.

Könnte mir vorstellen, dass man gerade in der Chirugie in kleinen Häusern ganz gute Chancen hätte. Die suchen immer jemand. Und um im OP Harken zu halten oder in der Ambulanz zu nähen und Röntgen-Scheine auszustellen braucht man keine große Einarbeitung. Dort wo ich Famulaturen/ Praktika gemacht habe war es jedenfalls meist so, dass einige wenige Altassistenten wirklich Ahnung hatten und der Rest weitgehend auf Anweisung handelte. Zumindest wenn man im Studium Chirugie nicht so weit irgend möglich ausgeklammer hat dürfte das also machbar sein...