Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Überlastung durchs Studium -> körperliche Symptome?
Relaxometrie
24.06.2011, 09:53
Ich arbeite in der Chirurgie, hier kommt man hin und wieder auch erst nach 12 oder mehr Stunden mal dazu, sich was zwischen die Zähne zu schieben, und hier nimmt keiner signifikant ab.
Wobei die Ernährung der klinisch tätigen Ärzte meiner Beobachtung nach aber sehr stark zu wünschen übrig lässt und nicht zur Nachahmung empfohlen ist: man ißt hier mal ein halbes Patientenessen, welches (natürlich unangetastet) übrig geblieben ist, nimmt sich dort mal etwas aus den leider reichlich aufgestellten Süßigkeitenschalen, oder rennt schnell mal in die Kanatine/Mensa, wo das Essen auch meist eher bescheiden ist. Was man dann nach Feierabend ißt/trinkt ist garnatiert in vielen Fällen nicht viel besser. Daher ist meine Vermutung, daß viele Ärzte nur deswegen nicht signifikant abnehmen, weil sie sich mit kalorienreichem Schrott vollstopfen.
Bei jemandem mit einem gesunden Eßverhalten kann es schon sein, daß man in einer neuen Situation (Studium) erstmal abnimmt. Das ist aber keine Entschuldigung dafür, es bei diesem Zustand zu belassen. Während des Studiums hat man definitiv die Möglichkeit dazu, mit überwiegend gesunder Ernährung satt zu werden. Wer das nicht schafft, macht etwas falsch, oder muß -wie Lava sagte- an seinen Prioritäten schrauben.
-Julchen-
24.06.2011, 13:57
@Angeletta: Also ich hab im ersten Semester auch ziemlich viel abgenommen, einfach, weil ich das Semster und den Präpkurs als extrem anstrengend und stressig empfunden hab. Damals hab ich auch überlegt, dass ich das zweite Semester mal noch abwarte und wenn es da nicht besser geworden wär, hätte ich das Studium wohl abgebrochen, da das einfach kein Zustand war!! Ich hätte das auch keine 6 Jahre lang so durchgehalten! Vor Klausuren sind solche Symptome meiner Meinung nach normal, wenn sie nicht zu ausgeprägt sind. Ich muss mich am abend vor der Klausur auch zwingen,w as zu essen, da ich vor Aufregung fast nichts runterbring:-oopss
Aber du solltest dir wohl schon überlegen, ob du das weiterhin so durchziehen willst und kannst! Gut ist das definitiv nicht!!
Angeletta
24.06.2011, 18:49
Sorry, aber das ist ja wohl mal der allergrößte Schwchsinn, den ich je gehört habe. :-wand
Was bist du denn so aggressiv?
Ich möchte mir Zeit beim Essen lassen, bin Pendlerin (ja, ich weiß, selbst schuld, aber bezahl mal eine schöne Altbauwohnung in Köln...), habe nicht jeden Tag Geld für die Mensa und möchte am liebsten frisch kochen.
Zudem bin ich, wenn ich nach Hause komme, ziemlich fertig, habe noch Haustiere und einen Freund, was mir wichtig ist.
Dass ich Medizin durchziehen will, steht vom jetzigen Zeitpunkt aber ohne Zweifel fest.
Feuerblick
24.06.2011, 18:52
Nun, man könnte sich ja auch für "zwischendurch" etwas zu essen mit in die Uni nehmen, oder? Gesünder wäre es...
Ist nicht jedermans Sache, mach ich auch nicht. Aber ich nehm trotzdem zu.. mag wohl an dem Essen zuhause liegen :-))
Und Angeletta, mach dir mal keinen Stress. Viele hörens nicht gerne wenn man sich übers Abnehmen beschwert ;D
Feuerblick
24.06.2011, 18:59
Naja...wenn man ein paar Jahre mit derart unregelmäßigem Essen zugebracht und ernstliche Magenprobleme entwickelt hat, hat man das Bedürfnis, anderen diese Erfahrung zu ersparen... Soll ja auch nur ein kleiner Tipp sein.
Das Studium sollte nämlich nicht krank machen - das macht der Beruf noch früh genug...
Keenacat
24.06.2011, 19:05
Was bist du denn so aggressiv?
Ich möchte mir Zeit beim Essen lassen, bin Pendlerin (ja, ich weiß, selbst schuld, aber bezahl mal eine schöne Altbauwohnung in Köln...), habe nicht jeden Tag Geld für die Mensa und möchte am liebsten frisch kochen.
Zudem bin ich, wenn ich nach Hause komme, ziemlich fertig, habe noch Haustiere und einen Freund, was mir wichtig ist.
Dass ich Medizin durchziehen will, steht vom jetzigen Zeitpunkt aber ohne Zweifel fest.
Mit anderen Worten, du hast dermaßen hohe Ansprüche ans Essen, dass du dir das Essen an der Uni selbst unmöglich machst (mal abgesehen vom Geld). Und irgendwie stehen Haustiere und Freund dem Essen auch im Weg oder wie?
Zugegeben, jeden Tag belegte Brote ist kulinarisch eingeschränkt, aber es gibt definitiv ausreichend Möglichkeiten, sich zuhause Essen vorzubereiten (auch bei Zeitknappheit), es transportabel zu verpacken und sich in irgendner Vorlesung zwischen die Kauleisten zu transferieren.
Davon abgesehen kann man selbst hohe Ansprüche an Qualität, Preis und Frische der Nahrung auch in der Uni erfüllen, wenn man will:
Verschiedenste Salate (insbesondere mit Kartoffeln, Nudeln oder Hülsenfrüchten aus der Dose) sind schnell zusammengeschmissen, auch nachm Rumtragen in der Frischhaltedose noch appetitlich und machen satt. Brote kann man sich wirklich äußerst variabel zusammenstellen und sich nen Berg Gemüsesticks zum knabbern zu machen dauert 5 Minuten. Und wenn doch mal ein wenig mehr Zeit ist, bietet der Backofen so viele Möglichkeiten, Futter in transportfähiger Form herzustellen... :-love
Nur um das mal festzuhalten, es liegt offensichtlich NICHT am Studium, das du nicht ausreichend isst, sondern an dir.
In solchen Momenten ist es dann Zeit, sich mal zu fragen, was dahinter steckt. Insbesondere als zukünftige Ärztin, deren Job nach dem Examen nicht unstressiger wird. :-?
Und Angeletta, mach dir mal keinen Stress. Viele hörens nicht gerne wenn man sich übers Abnehmen beschwert ;D
Das liegt alles nur daran, dass wir fett und neidisch sind oder wie? O_o
Hast recht, hat sicher garnichts damit zu tun, dass es sich beim Problem von Angeletta um einen sicherlich sowohl objektiv schädlichen als auch subjektiv belastenden Zustand handelt, dessen Lösung wünschenswert ist und dessen Abgrenzung zu echten Pathologien des Essverhaltens möglicherweise auch in die Hände eines Spezialisten gehört.
Ich brech ab, ehrlich.
Dann brech ab, viel Spaß dabei.
Also, *räusper*, ich habe häufig Dienst, wenn die Kantine zu ist. Woher krieg ich dann was zu essen? Ich koch mir zuhause was! Und wenn ich weiß, dass ich in den nächsten 4 Tagen was zu Beißen brauche, ohne groß was dafür tun zu müssen (nach dem Nachtdienst hab ich auch keine Lust, was zu kochen), dann mache ich mir eben einen Auflauf oder einen Eintopf oder sowas. Das reicht meist für 3 bis 4 Tage. Du hast einen Freund? Perfekt! Warum kocht der nicht für dich? Meiner macht das.
PS: Nachtdienste machen manchmal aggressiv.
Medi Freak
26.06.2011, 15:04
wieso macht ihr sie blöd an? statt sie drauf hinzuweisen, macht ihr sie irgendwie runter...find ich nich schön...mit dem essen ist es doch wie mit dem schlafen....wenn es an einem bzw. an beidem mangelt, ist man weniger leistungsfähig...sie muss einfach ihr essverhalten möglichst b a l d ändern, sonst kann sies nicht lange durchhalten.
viel erfolg und viele grüße
Willen_braucht_man..
26.06.2011, 15:58
vermutlich ist "lava" einfach mit dem goldenen löffel im mund geboren. bei dem ganzen fun und spaß den sie im studium hatte. :-top dein weitblick für andere lebenssituationen und unterschiedliche menschenschläge ist wirklich bemerkenswert.
Bensona!
26.06.2011, 16:14
Während dem Lernen auch täglich Sport, kann wohl die ganzen "Stressproblemchen" durchaus lösen..
Colourful
26.06.2011, 17:21
Während dem Lernen auch täglich Sport, kann wohl die ganzen "Stressproblemchen" durchaus lösen..
Finde ich auch! Das sollte man WIRKLICH machen, das hilft ungemein. Wobei ich täglich aufgrund von Verletzungsrisiko (ja, ich bin die, die 100km in der Woche läuft, wenn sie jeden Tag Sport macht) nicht schaffe.
Ansonsten, wie Keencat und Lava das schon schrieben - kreativ vorbereiten! Das gewöhne ich mir jetzt auch schon an - gesunden, ausgewogenen Salat mit Allem (auch Eiweiß : Hülsenfrüchte, Tofu manchmal Käse) zur Uni zu nehmen, Apfel, Banane dazu, Brot, Gemüsestick. Fertig.
Das dauert bei mir auch höchstens zehn Minuten.
LG!
P.S. Ich arbeite auch nebenbei und schreibe meine Diss, und trainiere meistens wie blöd - und bin auch manchmal ganz schön müde. Schaffen tue ich das trotzdem. ;-)
WackenDoc
26.06.2011, 17:37
Ich sach mal so- das Essverhalten von Angeletta ist zumindest auf keinem guten Weg. Dass angeblich keine Zeit ist, ist wohl eher eine Ausrede. Und darauf haben ja die anderen User hingewiesen.
Das hat doch mit Fertigmachen nichts zu tun.
Keenacat
26.06.2011, 17:58
vermutlich ist "lava" einfach mit dem goldenen löffel im mund geboren. bei dem ganzen fun und spaß den sie im studium hatte. :-top dein weitblick für andere lebenssituationen und unterschiedliche menschenschläge ist wirklich bemerkenswert.
Man muss also mit "dem goldenen Löffel im Mund" geboren sein, um während des Studiums vernünftig zu essen, und wer Spaß am Studium hatte muss irgendwie beschränkt sein. Und wenn man feststellt, dass es wirklich ausreichend Zeit gibt, um zu futtern, wenn man denn will(!), ist man beschränkt.
Deine Meinung ist hiermit notiert und zur Kenntnis genommen. Bitte nimm davon Abstand, sie erneut zu äußern, danke.
Re "Ihr seid so gemein, macht sie nicht fertig!!einself":
Was auch immer es in euren Augen mit fertigmachen zu tun hat, jemanden drauf hinzuweisen, dass mangelnde Nahrungsaufnahme über lange Zeiträume nicht wirklich befriedigend mit Zeitmangel erklärbar ist - sollen wir ihr alternativ lieber den Kopf tätscheln und sagen "Es ist doch alles guuuuuuut, mach dir keine Sorgen!"? :-oopss
Als würde es nach dem Studium magisch besser werden.
Newsflash: Eine Vollzeitstelle frisst sicher mehr Zeit als die meisten Semester Studium. Was tut sie dann? Das Essen einstellen?
Angeletta
26.06.2011, 18:11
Ja, ich nehme mir demnächst Obst und Gemüse mit in die Uni, versprochen.
Und jetzt bitte entweder back 2 topic oder ein anderes Opfer zur Kompensation von Zeigefinger-Moralapostel-Auslebewünschen suchen.
WackenDoc
26.06.2011, 18:13
Ich glaub, mit Moralapostel hat das wenig zu tun. Die meisten werden sich vor allem Sorgen um dich machen.
So ein Essverhalten hält man nämlich nicht allzu lange durch. Und später im Job wird es nicht gerade einfacher, sich gesund zu ernähren. Von dem her wäre es wichtig, dass du schon im Studium entgegen steuerst.
Willen_braucht_man..
26.06.2011, 18:31
@ krüppelkatze: Man führt nicht mehr genug Selbstgespräche heutzutage. Man hat wohl Angst, sich selbst die Meinung zu sagen. jean giraudoux
@ angeletta:
alles zu seiner zeit. das wird sich legen. ich würde das nicht überbewerten. vermutlich einfach nur eine reaktion auf zuviel neues und ungewohntes. du findest deinen persönlichen rhytmus und umgang mit der zeit.
Keenacat
26.06.2011, 18:38
ZOMG ein Zitat. Ich bin so gedemütigt. :-keks
Wem die Eloquenz fehlt, sich gewählt auszudrücken, dem stehen immer Zitate von größeren Geistern zur Verfügung, im Zweifel auch völlig ohne Zusammenhang. Keenacat
Angeletta:
Wir überhäufen dich mit Tipps, wie man es sich erleichtern kann, gut und ausreichend zu essen, und du schimpfst uns Moralapostel. Na danke. Wenn du eh keine Tipps willst, ist ein Forum ggf. der falsche Ort, um sein Essverhalten auszubreiten.
Angeletta
26.06.2011, 18:40
Der Ton macht die Musik.
Für die Tipps bin ich aber dankbar.
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