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Absolute Arrhythmie
15.06.2011, 11:07
Insbesondere da man den Härtefallantrag zwar stellt, aber deswegen trotzdem nicht sicher an der Uni "vor Ort" landen wird.

Was genau meinst du damit?

Relaxometrie
15.06.2011, 11:09
Was ist denn an Kackbratzes Aussage nicht zu verstehen?

Absolute Arrhythmie
15.06.2011, 11:34
Was ist denn an Kackbratzes Aussage nicht zu verstehen?

Warum landet man nicht automatisch an seiner Wunschuni? Mit Kind kann man doch Sozialkriterium 2 beantragen, oder welche andere Information hat Kackbratze, oder habe ich einfach eine Art schlechten Witz nicht verstanden?

Relaxometrie
15.06.2011, 11:44
Da ich keinen Studienplatz mehr benötige, kenne ich mich mit der genauen Vergabe der Studienplätze nicht mehr aus.
Aber ein gestellter Härtefallantrag bedeutet ja nicht automatisch, daß dem stattgegeben wird. Wenn der Bewerberandrang sehr groß ist, kann es halt auch sein, daß man trotz eines Härtefallantrags seinen Wunschort nicht realisieren kann. Nichts anderes wollte Kackbratze sagen.

Kackbratze
15.06.2011, 12:14
Korrekt.

Relaxometrie
15.06.2011, 12:18
Ich finde es erstaunlich, was an Deiner Ausage nicht verstanden werden kann, Kackbratze. Man gewinnt irgendwie den Eindruck, daß Wartezeitler vielleicht manchmal so lange in der Warteschleife hängen, weil sie die Vergaberegeln nicht verstehen (wollen) und die Anträge unklug ausgefüllt werden. Was nicht sein darf, das kann nicht sein :-))
Wenn man einen Härtefallantrag stellt, wird diesem doch automatisch stattgegeben? Wenn ich eine Lottoschein ausfülle und abgebe, habe ich doch automatisch ein Anrecht auf 6 Richtige?

ProfessorDrSnuggles
15.06.2011, 13:40
Alsssoooo:
Da ich schon etwas älter bin, habe ich einiges an Wartesemestern. Daher kann ich sehr wohl ohne Härtefall an der Uni meiner Wahl studieren.

Aktuell arbeite ich als Berater in VZ und werde dies auf TZ oder >20 Stunden/Woche wechseln. Ich habe absolut freie Zeiteinteilung. Dazu kommt, dass meine Lebensgefährtin, die Kindsmutter, VZ als Einrichtungsleitung einer KITA arbeitet und das Studium und den Unterhalt größtenteils sicherstellt.

Das Ganze ist schon ein wenig (!) durchdacht. :-top ...
Aber sehr spannend und riskant. Deswegen mache ich mir ja so viele Gedanken.

Evil
15.06.2011, 14:57
Wenn die derzeitige Entwicklung anhält, wird es in 6 Jahren (oder wann immer Du fertig sein wirst) wahrscheinlich deutlich mehr ärztliche Teilzeitstellen geben als jetzt. Der Ärztemangel wird sich auf absehbare Zeit nicht entschärfen, das dürfte Dir zugute kommen :-)

emergency doc
15.06.2011, 15:18
Es geht hier auch um Höflichkeit. Kein Mensch würde sich als Anfänger mit seinem Instrument in ein Orchester setzen und fröhlich in die Runde fragen "Sacht ma, wie spielt man das Ding eigentlich?". Nein, er würde zunächst spielen lernen und sich dann erst ins Orchester setzen. So ähnlich ist es hier auch... Erst Suchfunktion benutzen und die Ergebnisse auch sichten und erst wenn das nichts bringt fragen.
Naja, aber um in Deinem Bild zu bleiben: Hier ist kein Orchester sondern nur ein wilder Haufen Musikliebhaber. Da kann man schon davon ausgehen, daß man mal eben fragen kann.
Das beschriebene Bild des Eindruckes von Arroganz und eines gewissen "Abkanzel-Sports" haben übrigens viele Neulinge.

Nichts gegen FAQ, Netiquette und "RTFM", aber eine Community sollte sich auch fragen, welchen Ausseneindruck sie hinterlässt, wenn auf eine höfliche Frage eines erwachsenen Menschen so abweisend reagiert wird.
:-meinung

FEik
15.06.2011, 15:49
...zumal sich die Antwort auf diese Frage mit der Zeit verändern kann (und hoffentlich auch wird).

Feuerblick
15.06.2011, 17:29
@e-doc: Sehe ich komplett anders. Im Leben bekommt man auch nicht immer alles vor die Nase getragen. Und die zunehmende Nehmermentalität in Foren geht mir tierisch auf die Nerven! Ist übrigens nicht erst seit kurzem so, dass wir auf die Suchfunktion verweisen, bevor wir zum hundertsten Mal die gleiche Frage beantworten. Neue Fragen kann man übrigens auch in den entsprechenden alten Threads stellen...

@FEik: Ich hoffe, du erhältst dir deinen Optimismus! Es könnte sich was geändert haben in den sechs Monaten seit dem letzten Thread... ist aber doch sehr unwahrscheinlich bei so kurzer Zeit.

Evil
15.06.2011, 19:04
Naja, aber um in Deinem Bild zu bleiben: Hier ist kein Orchester sondern nur ein wilder Haufen Musikliebhaber. Da kann man schon davon ausgehen, daß man mal eben fragen kann.
Das beschriebene Bild des Eindruckes von Arroganz und eines gewissen "Abkanzel-Sports" haben übrigens viele Neulinge.
Die ursprüngliche Antwort von Feuerblick kann man eigentlich nur als höflich und nicht wirklich arrogant bezeichnen; wenn einzelne User sarkastisch werden sollten, so hast Du da eben auch einzelne aus dem von Dir so bezeichneten "wilden Haufen". Wenn wir sowas moderieren sollten (wenn es nicht gerade grob unhöflich ist), wird schnell der Ruf nach "Zensur" und "Beschneidung der Meinungsfreiheit" laut ;-)

Und bevor jetzt Fragen kommen, warum Sonnenschein2 gebannt worden ist: das hat nichts mit diesem Thread zu tun sondern schlicht mit der Tatsache, daß das ein nicht zulässiger Doppelaccount war.
Diese Diskussion hier ist, obschon kritisch gegenüber uns Moderatoren, durchaus erwünscht.

Absolute Arrhythmie
21.06.2011, 11:32
Ich finde es erstaunlich, was an Deiner Ausage nicht verstanden werden kann, Kackbratze. Man gewinnt irgendwie den Eindruck, daß Wartezeitler vielleicht manchmal so lange in der Warteschleife hängen, weil sie die Vergaberegeln nicht verstehen (wollen) und die Anträge unklug ausgefüllt werden. Was nicht sein darf, das kann nicht sein :-))
Wenn man einen Härtefallantrag stellt, wird diesem doch automatisch stattgegeben? Wenn ich eine Lottoschein ausfülle und abgebe, habe ich doch automatisch ein Anrecht auf 6 Richtige?

Härtefall ist natürlich ungleich Sozialkriterium, sorry. Mit dem Härtefall hab ich mich als Wartezeitler ohne jede Härtefallchancen nicht beschäftigt. Aber beim Sk (und mit Kind hat man ja SK2) gilt doch: wenn du es hast, hast du es... Also kleine Verwechslung meinerseits, kein Grund direkt muffig zu reagieren ;)

Jeannychen
23.06.2011, 19:28
Neben den vermeintlich guten Arbeitsbedingungen muß einem das Fach ja auch liegen. Wenn man sich also nicht für Radiologie oder Pathologie interessiert, können es halt auch die "guten" Arbeitsbedigungen nicht herausreißen.
Wobei ich das aber auch für ein Märchen haelte, daß die Arbeitsbedingungen in diesen Fächer toll sein sollen.
In der Radiologie gibt es auch Wochenend- und Nachtdienste. Die macht man als Assistent aber wohl tatsächlich erst nach einer längeren Einarbeitungszeit. Und ob man Nachtdienste überhaupt schon vor dem Facharzt macht? Keine Ahnung. Aber die alleinige bessere Dienstsituation kann einem das Fach nicht schmackhaft machen, wenn man es ansonsten ablehnt.
Und die Pathologie mag für Assistenten vielleicht ohne Nacht- und Wochenendarbeit abgehen, aber viele Pathologie-Abteilungen sind halt an Unikliniken angesiedelt, wo Du den Feierabendforschungskrampf und die Lehre mit abdecken musst, also auch kein typischer "nine-to-five-Job" zu erwarten ist.

Ein klinisches Fach, in dem es eher ruhiger zuzugehen scheint, ist die Dermatologie.
Von den Überstunden her scheinen Psychiatrie und Anästhesie noch vergleichsweise günstig zu sein.


Ich habe ein Jahr Innere gemacht, bevor ich in die Radiologie ging. Im Vergleich habe ich wirklich viel entspanntere Arbeitsbedingungen: ich kann (fast) jeden Tag püntklich gehen, muss ich nicht nach der Arbeit darüber Gedanken machen, was ich am nächsten Tag als erstes mache, damit der Laden (Station) läuft, keine nervige Angehörige etc.
Jedoch hat die Radiologie auch seine Fallen: wenn man in einem anderen und neuen Bereich rotiert, dann muss man genau so viel Untersuchungen machen, wie die anderen, jedoch braucht man viiiiiiel mehr Zeit dafür - dann kommen die Überstunden. Diese Überstunden kann ich auch ohne Probleme mit FZA ausgleichen...
Ja, Dienste mache ich auch - nach längerer Einarbeitungszeit. Ca. 1x wöchentlich ein 24h Dienst.

Insgesamt fühle ich mich in der Radiologie viel besser aufgehoben - aber ich wollte auch immer schon hin!

Lg.
Jeannychen

HorstHützel
24.06.2011, 13:42
Kann mich, was die Radiologie angeht, auch nur meiner Vorrednerin anschliessen.
"Weniger" Arbeit fällt hier im Vergleich zu den klinischen Fächern gewiss nicht an. Den däumchen-drehenden Radiologen gibt es seit den 90ern nicht mehr. ABER: die Arbeit in einem Funktionsbereich ohne den Faktor Mensch in Form von Angehörigen oder um 17.00 beginnenden CA-Visiten hat immense Vorteile. Elektive Untersuchungen / Interventionen sind in der Regel bis 16.30 gelaufen (nur unser MR läuft bis 21.00) und Notfall-CTs ab 16.30 übernimmt der Spätdienst. Sicherlich gibt es auch mal unangenehme Tage mit dem x-ten Notfall-CT, welches einem das ganze Programm durcheinanderwirft, aber das gilt größtenteils wirklich nur für das CT.
Insbesondere an den konventionellen Arbeitsplätze sind Überstunden sehr selten.
Unsere Dienste rangieren zwischen recht dröge bis hin zu nur 1h Nachtruhe. (haben eine große Stroke-Unit im Hause, aber keine seperate Neurorad)

HH