Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : NC Entwicklung nach 2016
Ich glaube es wir ein auswahlsystem Ala "Running man" geben dort seht ihr mich dann wieder, als Sub Zero beim aussieben der Kandidaten.
Willste wirklich? :-))
http://www.youtube.com/watch?v=FaqA3riikCY
Giant0777
05.07.2011, 20:36
Es wäre einfach hart, wenn man nur Einsen in der Schule haben muss, um die Chance auf einen zeitlich nahen Studienplatz zu bekommen. Denn man ist ja durchaus mit "schlechteren" Noten noch gut, es reicht dennoch nicht mehr. Es wäre einfach hart, wenn man mit 1,1-1,5 nicht einmal seinen Traumberuf erlangen kann. Wenn man gute schulische Leistungen hat, soll man auch die Möglichkeit bekommen. Aber ob dies nur 1,0lern vorbeihalten sein soll.
Gut, ich denke nicht, dass der NC je 1,0 erreicht. Und viele Unis, die ihn haben, bonieren ja einiges.
tja, angebot und nachfrage regeln nunmal den markt - ist beim nc nicht anders. ansonsten hast du ja trotzdem eine chance im adh auf einen studienplatz - wo ist also die tragik für jmd, der nur 1,3 hat und über die adh-quote ins studium kommt??
Melina93
05.07.2011, 20:37
tja, angebot und nachfrage regeln nunmal den markt - ist beim nc nicht anders. ansonsten hast du ja trotzdem eine chance im adh auf einen studienplatz - wo ist also die tragik für jmd, der nur 1,3 hat und über die adh-quote ins studium kommt??
Es ging ja darum, wie sich der NC entwickelt und da meinte man (irgendwie ja zu Recht), dass die Tendenz zu 1,0 geht. Es geht also um die Frage, ob es zu diesem Punkt kommen wird, wenn man nur noch mit 1,0 Medizin studieren kann.
medizininteressiert
05.07.2011, 20:38
Bis dahin ist Arzt ein Ausbildungsberuf.
Eine Ausbildung ist nicht wirklich so leicht, wie es oft dargestellt wird. Dabei möchte ich gar nicht sagen, dass dein Quote unbedingt das aussagt. Allerdings muss man es schon sehen, dass ein Abiturient diese in der Regel nicht hat. Die Beurteilung einer solchen wird also schwierig ;-) Vielleicht werden die Ausbildungen in Zukunft höher boniert, dass könnte schon passieren. Eine interessante Überlegung wäre ja: Erst Ausbildung, dann Studienzulassung. Doch das würde wiederum die frisch gebackenen Abiturienten benachteiligen. Es kann also gedreht und gewendet werden, wie man möchte. Was kommen wahrscheinlich wirklich in dieser Richtung kommen könnte: Erst Dienst, dann Studium. Somit wäre auch das Problem "nicht genug Freiwillige" gelöst.
Erstmal abwarten, was im WS 2012/2013 mit Oldenburg passiert.
Melina93
05.07.2011, 20:39
Aber das ist doch jetzt schon so!
Dieses Jahr muss man mit 1,5 bereits um einen Studienplatz bangen. Diejenigen die besser sind, bekommen zwar einen Platz, fraglich ist aber wo!
Allein mit 1,0 oder 1,1 hat man wirklich noch eine "Auswahl" was den Studienplatz betrifft!
Ja, leider. Gut, ich bin ja froh, wenn ich einen Platz bekomme. Ich bin da inzwischen nicht mehr wählerisch. Können sich nur einige leisten und sollen ruhig wählerisch sein. Ich nehm, was übrig bleibt:-))
Hauptsache studieren...
warum ist medizin nur so begehrt? wird doch so oft davon abgeraten...
Eine Ausbildung ist nicht wirklich so leicht, wie es oft dargestellt wird. Dabei möchte ich gar nicht sagen, dass dein Quote unbedingt das aussagt. Allerdings muss man es schon sehen, dass ein Abiturient diese in der Regel nicht hat. Die Beurteilung einer solchen wird also schwierig ;-) Vielleicht werden die Ausbildungen in Zukunft höher boniert, dass könnte schon passieren. Eine interessante Überlegung wäre ja: Erst Ausbildung, dann Studienzulassung. Doch das würde wiederum die frisch gebackenen Abiturienten benachteiligen. Es kann also gedreht und gewendet werden, wie man möchte. Was kommen wahrscheinlich wirklich in dieser Richtung kommen könnte: Erst Dienst, dann Studium. Somit wäre auch das Problem "nicht genug Freiwillige" gelöst.
Erstmal abwarten, was im WS 2012/2013 mit Oldenburg passiert.
Erst Ausbildung / (Freiwilligen-)dienst, dann erst Studienplatz?
Nah, bloß nicht, der Weg bis zum Facharzt ist schon lang genug ohne davor eine völlig NUTZLOSE (Pflege-)Ausbildung oder Freiwilligendienst absolviert zu haben. Die 3 Monate KPP reichen schon völlig aus, man muss nicht immer alles übertreiben.
Eine noch schlimmere Vorstellung (die man unseren Politikern zutrauen könnte), wäre dass die eine vierte Quote einführen für Leute die sich verpflichten, nach dem Studium eine gewisse Zeit am Land zu arbeiten (dort wo man eben Bedarf hätte) und sich sozusagen seinen Wohnort vom Staat diktieren lassen müsste.
Giant0777
05.07.2011, 20:53
Es geht also um die Frage, ob es zu diesem Punkt kommen wird, wenn man nur noch mit 1,0 Medizin studieren kann.
nein,dazu kommt es nicht. denn die nc-quote allein ist nicht massgeblich für einen studienplatz. es gibt noch die ws-quote und das adh der hochschulen. sollte die ws-quote soweit steigen, dass 16 ws nicht mehr ausreichen, wird eben die ws-anzahl erhöht. mit dem adh hat man auch die chance auf einen platz jenseits der 1,5. sicher ist es komplexer als von mir gerade kurz dargestellt und das system mag überarbeitungswürdig sein.
trotzdem ist eine schlechtere note als 1,0 kein hindernis für einen studienplatz!
Coxy-Baby
05.07.2011, 20:56
Willste wirklich? :-))
Jupp, der einzige der mir gefährlich werden könnte ist arni und der ist mit seiner Haushälterin beschäftigt......von daher freie Bahn.
Mr. Pink online
05.07.2011, 21:26
Ändern wird sich an dem Vergabesystem sobald nichts.
In Wahrheit ist es doch auch nicht so, dass nur Medizin "beliebt" ist. Tatsächlich machen inzwischen fast 50% Abitur und dementsprechend groß ist die Nachfrage auf Studienplätze. Fast alle Studienfächer beobachten einen Anstieg in den Auswahlkriterien.
Gelbes_U
05.07.2011, 22:46
Ändern wird sich an dem Vergabesystem sobald nichts.
In Wahrheit ist es doch auch nicht so, dass nur Medizin "beliebt" ist. Tatsächlich machen inzwischen fast 50% Abitur und dementsprechend groß ist die Nachfrage auf Studienplätze. Fast alle Studienfächer beobachten einen Anstieg in den Auswahlkriterien.
2016 sind die Baby-Boomer-Kiddies durch, dann geht es wieder Richtung >1,8. Außerdem wird durch div. Maßnahmen (Zuzug aus Griechenland, mehr Studienplätze, wie in den 90ern mit 12.000/a etc.) wieder eine "Ärzteschwemme" (auch wie in den 90ern...) auf strikt gedeckelte Gesundheitsausgaben zu einem weiteren Anstieg auf >2,0 führen...
medizininteressiert
05.07.2011, 22:59
vom Staat diktieren lassen müsste.
Das machen Beamten (Polizisten, Behördenmitarbeiter), Lehrer schon seit langem. Beschwerden wirst du also überall finden.
Du verpflichtest dich ja freiwillig dazu. Es sieht doch beim BW-Studium nicht anders aus. Bei vielen Studiengängen geht man zu dieser Methode über. Siehe duales Studium.
Wenn ich dafür eine Niederlassung und Praxis bekomme? Je nach Gebiet kann so eine Niederlassung doch dauern oder?
Das Konzept, welches in Halle ausprobiert wird, klingt viel versprechend. 2 Tage in der Woche. Das auf ca. 3-4 Jahre gerechnet? Ein enormer Erfahrungsschatz.
Gelbes_U
05.07.2011, 23:13
Es ging ja darum, wie sich der NC entwickelt und da meinte man (irgendwie ja zu Recht), dass die Tendenz zu 1,0 geht. Es geht also um die Frage, ob es zu diesem Punkt kommen wird, wenn man nur noch mit 1,0 Medizin studieren kann.
Es ist faszinierend... Die Menschen sind einfach im Herdentrieb gefangen: Wenn es in eine Richtung geht, kann sich keiner vorstellen, dass es bald wieder in die andere geht. Dabei war es immer so... überall. Deswegen: entspannt Euch, bald ist der Hype durch, dann wird eine andere Sau durchs Dorf getrieben und der NC geht munter nach oben.
Wir haben halt jetzt den Peak, nach Röslers Äußerungen letztes Jahr, Hype bei Anne Will etc. Und dann kommt noch eine alte Regel der BWL/VWL: Dort, wo der enge Ausgang ist, wollen alle raus - und jetzt ist es halt mal Medizin. Aber so etwas kippt - zumal ja schon absehbar ist, dass die Geburten-starken Jahrgänge (übrigens die Kinder der Geburtenstarken prä-Pillen-Generation vor 1968) bald durch sind und damit die hohen Bewerberzahlen bald Vergangenheit sind. Ist auch mit der Grund dafür, dass bald kaum noch Lehrer benötigt werden:
http://www.verwaltung.bayern.de/Anlage4000051/PrognosezumLehrerbedarfinBayern2010(Kurzbroschuere ,StandFebruar2011).pdf
(Seite 12)
Melina93, wann sind Deine Eltern geboren? 1970 oder früher nehme ich an? Dann gehörst Du genau zu den Kindern der Geburten-starken Jahrgänge - und diese Kinder sind dann eben auch zahlreich....
Das machen Beamten (Polizisten, Behördenmitarbeiter), Lehrer schon seit langem. Aber Beamte können kündigen wenn's ihnen nicht mehr passt. Wenn so ein seinerzeit eigens für die Niederlassung zum Studium zugelassener Arzt das könnte, dann wäre das System schnell ad adsurdum geführt. :-winky
Und bei der Bundeswehr kriegt man immerhin Geld dafür, dass man da die ein oder andere Entscheidung (Facharztwahl, Arbeitsplatzwahl) dem Arbeitgeber überlässt.
Du verpflichtest dich ja freiwillig dazu. Es sieht doch beim BW-Studium nicht anders aus. Bei vielen Studiengängen geht man zu dieser Methode über. Siehe duales Studium.Das ist ja nur formal freiwillig, wenn Du sonst keine Chance hast ohne Wartezeit an einen Platz zu kommen.
Der Ertrinkende schwimmt ja nicht freiwillig weil er ja theoretisch auch das Schwimmen bleiben lassen könnte, sondern er muss es tun um nicht zu Ertrinken...
Und bei der Dualen Hochschule enden Deine Verpflichtungen dem ausbildenden Unternehmen gegenüber mit dem Ende des Studiums - bei dem System der Sonderquote für Niederlassungswillige beginnen sie da erst und gehen wohl dann bis zur Rente...
Wenn ich dafür eine Niederlassung und Praxis bekomme? Je nach Gebiet kann so eine Niederlassung doch dauern oder?Also da wirst Du mal von ausgehen können, dass die dann ihre selbstverpflichteten Leute nicht auf die sowieso gefragten Kassensitze in den Großstädten und populären Fachrichjtungen verteilen, sondern raus in die Provinz schicken, wo die Kassensitze anders nicht besetzt werden können - und dann wohl v.a. als Allgemeinarzt und weniger als Neurochirurg.
Und von diesen Kassensitzen irgendwo in Mecklenburg kann jeder entsprechende Facharzt augenblicklich unter 20 verschiedenen wählen und sofort anfangen... da ist nix mit Wartezeit - im Gegenteil, die Praxen warten auf die Ärzte.
Insgasamt wieder typisch deutsche Gesundheitspolitik: Anstatt sich zu fragen wieso keiner auf diese freien Sitze will und da entsprechende Missstände korrigiert, da züchtet man sich lieber ein Kollektiv heran, das man dort hin zwingen kann, egal wie sich die familiären, monetären oder beruflichen Gegebenheiten in den 12 Jahren zwischen Studienbeginn und Facharzt oder den 30 Jahren bis zur Rente verändern.
Ist genauso wie beim AiP seinerzeit: Nachdem man festgestellt hatte, dass das Studium zu wenig Praxisbezug hatte... was tut man da? Nicht etwa den praktischen Teil des Studiums erhöhen, nein, man schustert eine "Praxisphase" hintendran, in der man praktischerweise den AiP nur gering bezahlen muss.... Murks, musste ja schiefgehen...
Probleme muss man an der Wurzel lösen und nicht am letzten Symptom! :-meinung
hulahopp
06.07.2011, 10:42
Dass der NC sinken wird, glaube ich nicht, da sich die Zahl der Abiturienten politisch gewollt weiter erhöhen wird. Die Anforderungen werden weiter sinken - aus eben diesem Grund - und damit die DN weiter sinken. Interessant wird, denke ich, die Entwicklung dadurch, dass Ausweichausbildungen wie Pflegeberufe zunehmend akademisiert werden und damit über die Idee, ein Parkstudium als Wartezeit anzuerkennen, wieder neu nachgedacht werden muss. Fände ich super, wenn in Zukunft dann vielleicht auch ein Biologie-, Chemie-, oder Biochemiebachelor als Wartezeitüberbrückung akzeptiert werden würde. Wäre für die Medizinerqualität ein echter Fortschritt.
Gelbes_U
07.07.2011, 12:24
Fände ich super, wenn in Zukunft dann vielleicht auch ein Biologie-, Chemie-, oder Biochemiebachelor als Wartezeitüberbrückung akzeptiert werden würde. Wäre für die Medizinerqualität ein echter Fortschritt.
Das kannst Du knicken. Da sind sich alle bis zum BVerfG einig. Ein Studium und dann ist Schluß mit lustig.
Trotzdem: Das Entscheidende ist die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit. Zur Zeit ist ein Hype ("Arzt ist soooooo toll") und der wird irgendwann vorbei sein ("Boah, was ein Sch...-Knochenjob, möcht ich nicht machen"). Vor zehn Jahren gab es ganau so viele Abiturienten wie jetzt und es waren nicht mal halb so viele Bewerber für ein Medizinstudium.... Und damals waren dann auch noch viele so drauf, dass sie mit Medizin angefangen haben und sich sicher waren, niemals als Arzt zu arbeiten, die wollten in die Forschung oder in die Beratung, nur nicht ans Krankenbett... Das sieht heute alles gaaanz anders aus und wird zu mehr Ärzten, weniger freien Stellen und am Ende auch zu zurückgehenden Bewerberzahlen führen.
Kackbratze
07.07.2011, 12:50
Mit einer Latenz von 6-10Jahren. Was lernt man daraus? Studienfach antizyklisch auswählen...
Medi2009
07.07.2011, 12:59
Das Entscheidende ist die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit. Zur Zeit ist ein Hype ("Arzt ist soooooo toll") und der wird irgendwann vorbei sein ("Boah, was ein Sch...-Knochenjob, möcht ich nicht machen").Und damals waren dann auch noch viele so drauf, dass sie mit Medizin angefangen haben und sich sicher waren, niemals als Arzt zu arbeiten, die wollten in die Forschung oder in die Beratung, nur nicht ans Krankenbett... Das sieht heute alles gaaanz anders aus und wird zu mehr Ärzten, weniger freien Stellen und am Ende auch zu zurückgehenden Bewerberzahlen führen.
Die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit hat sich egtl. seit Jahrzehnten nicht geändert, also warum sollte das jetzt passieren? Ärzte sind quasi die angesehenste berufsgruppe UND zeitgleich sagen die meisten Menschen "nein, sowas könnte Ich nicht, zu eklig etc."
Wie kommst du darauf, dass leute damals angefangen haben Medizin zu studieren um in die Forschung zu gehen? Ich würde sagen, jeder der das Studium auf sich nimmt,tut das primär mit dem Ziel Arzt zu werden (damals wie heute).
Naja, Zeiten ändern sich und man kann nicht immer von "damals" auf heute schließen, denn die Beingungen ändern sich: Es gibt mehr Ärztinnen, die sich auch mal ne Auszeit nehmen wollen zwecks Babywunsch, und Teilzeitstellen werden auch stärker nachgefragt.
Melina93
07.07.2011, 13:38
Mit einer Latenz von 6-10Jahren. Was lernt man daraus? Studienfach antizyklisch auswählen...
Aber das trifft doch nicht auf Medizin zu? Da ist der NC doch einfach immer schon gestiegen und gestiegen. Ich denke, daran kann sich auch nichts ändern, da Doppeljahrgänge und Wehrdienstwegfall ja zusätzlich Probleme bereiten.
Außerdem glaube ich, dass man das bei Medizin nicht mehr so pauschalieren kann, da die Unis ja verschiedene Auswahlkriterien haben und vermehrt auch den TMs berücksichtigen. Meine Berufsberaterin meinte mal, dass sie zu einer Zeit Abi gemacht hat, wo der TMS verpflichtend war. Das wäre vielleicht eine Überlegung.
Aber das trifft doch nicht auf Medizin zu? Da ist der NC doch einfach immer schon gestiegen und gestiegen.Ist er nicht. Mitte/Ende der 90er Jahre ist der bei absackenden Bewerberzahlen (die u.a. 1997 zur vorrübergehenden Abschaffung des TMS geführt haben) deutlich gesunken, teilweise bis 2,2-2,5 je nach Bundesland und im Sommersemester und das ganze bei einer Wartezeit um 8 Semester (damals noch ohne AdH, sondern 60% Note, 40% Wartezeit).
Bergauf geht es erst wieder so massiv seit AiP-Abschaffung und TV-Ä.
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