Anmelden

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Miniumfrage: Studienplatzklagen



Seiten : 1 [2] 3

medi93
24.07.2011, 18:39
Du kannst mir nicht erzählen, dass in jeder Vorlesung bei euch 50 Leute zu viel sind und auf dem Boden sitzen müssen. Wenn doch, dann ist das einfach eine Ausnahme, die es in allen Bereichen des Lebens gibt und wo man halt einfach mal Pech hat. (Deswegen muss man ja nicht gleich zu weinen anfangen) Die Kapazitäten werden bei einer Studienplatzklage sehr genau ermittelt, solch grobe Fehlbestimmungen sollten auf eine minimale Anzahl an Universitäten zutreffen und dementsprechend nicht besonders repräsentativ für alle deutschen Bildungseinrichtungen sein. Natürlich sind die Hörsäle gut gefüllt, und das ist auch gut so!
Ich kann nur nochmal betonen, dass die Gesamtheit der Studienplatzklagen langfristig der Schlamperei der Universitäten entgegenwirken und somit alle Studienplatzbewerber unterm Strich profitieren.
(Nicht wieder falsch verstehen: Der Umstand ist deswegen noch lange nicht optimal, dass Bewerber außerordentliche, finanzielle Mittel aufwenden müssen um die Universitäten zur Ausschöpfung ihrer Kapazitäten zu bewegen.)

PAIng
24.07.2011, 18:47
Sag das mal den 50 Leuten, die bei uns im Hoersaal regelmaessig auf dem Boden sitzen muessen, weil sich in etwa so viele reingeklagt haben...

Das ist in anderen Studiengängen am Anfang auch nicht anders - das lichtet sich dann aber schnell. Wegen der paar starken Jahrgänge jetzt größere Hörsääle zu bauen, wär n ganz schöner Hammer - in 10 Jahren sind die Kinder der damals schon geburtenstarken 60er Jahrgänge durch, dann würden die leer stehen. Von daher: Da kann man schon mal hin und wieder am Boden sitzen... Mich hat es nicht gestört und würde es auch nicht wieder stören. :-meinung

konstantin
24.07.2011, 19:47
Fangt erstmal mit dem Studium an, dann sehen wir weiter... Eins ist ja wohl klar: Im Sinne der Studenten oder der Fakultaeten werden die Kapazitaeten ganz sicher nicht nach oben korrigiert...

Elena1989
24.07.2011, 20:00
Ich denke, es geht eher nicht um die Größe vom Hörsaal. Wenn's danach ginge, wäre bei uns noch ein bisschen Platz.
Das Problem sehe ich eher in so Dingen wir Präpkurs, Praktika etc. Wir waren zu 10. an einer Leiche, im Situskurs mit den Zahnmedizinern sogar zu 13. Und im Eigenstudium haben wir uns dann mit dem andern Kurs zu 20. eine Leiche geteilt.
Also ganz ehrlich, da hat man nicht mehr sehr viel von und da nützt es auch nix, wenn einem irgendeien Berechnung aufzeigt, dass da doch noch Platz für einen 11. oder 12. Studenten an einer Leiche ist.

Ich habe nichts gegen Leute, die sich eingeklagt haben. Dennoch finde ich, man muss mit dieser Kapazitätsrechnerei wirklich vorsichtig sein. Denn mehr Studenten wirken sich dann doch, wie Konstantin schon sagte, auch zum Nachteil aller aus.

umbrella89
24.07.2011, 20:30
Also 2.000 Euro sind schon sehr wenig. Kann ich mir kaum vorstellen.
Darf ich fragen, welche Rechtschutzversicherung soviel dazu gezahlt hat? Wieviele Unis hast du denn verklagt?


Also wie schon gesagt ist es NICHT abhängig von der Versicherung, sondern der Klauseln, die im Vertrag erfüllt sein müssen (welche das sind, musst du dir selbst raussuchen bzw. beim Anwalt nachfragen...). Die 2000€ kommen durch die Selbstbeteiligung... da jede Klage gegen eine Universität ein eigener Rechtsstreit ist! Wenn deine Selbstbeteiligung niedrig ist, dann kostets eben auch nicht so viel!
ABER: Ich hab drei Jahre auf einen Platz durch das Einklageverfahren gewartet... das sollte man nicht vergessen! Dadurch, dass immer mehr Universitäten die Kapazität nutzen und sich mehr und mehr Leute einklagen möchten, kann es einem passiern 15.000€ in den Sand zu setzten und NICHTS davon zu haben, außer des Empfangens einer Absage nach der anderen (sehr unschön und drückt unfassbar aufs Gemüt!)... also darauf würde ich nicht mehr vertrauen!!!

Giant0777
24.07.2011, 20:50
Dadurch, dass immer mehr Universitäten die Kapazität nutzen und sich mehr und mehr Leute einklagen möchten, kann es einem passiern 15.000€ in den Sand zu setzten und NICHTS davon zu haben, außer des Empfangens einer Absage nach der anderen (sehr unschön und drückt unfassbar aufs Gemüt!)... also darauf würde ich nicht mehr vertrauen!!!

deshalb ist ein einklagen eben auch nicht der weg, den man raten sollte. formal ist es nunmal ein rechtsstreit mit offenem ende. und das kann auch bedeuten, dass man leer ausgeht. ärgern kann man sich darüber, aber mehr bleibt einem nicht ( ausser vllt. ne menge anwaltskosten ). es ist doch ein wenig, wie mit der diskussion zum quereinstieg - es gibt hier und da immer wieder ganz schlaue, die das system zu überlisten glauben. und da hier posten und ratschläge oder erfahrungen nicht glauben.

aber schön, dass es für dich geklappt hat. ich finde übrigens auch nicht, dass du mir einen studienplatz weggenommen hast. viel spass im studium!:-meinung

PAIng
24.07.2011, 21:01
Fangt erstmal mit dem Studium an, dann sehen wir weiter...

Soll ich nun sagen "und Du werd erstmal fertig"? Das mit den Hörsäälen finde ich wirklich etwas übertrieben.

Bei allen Praktika ist die Sache natürlich eine andere - und Leichen sowie Präpplätze kann auch keiner unbegrenzt herzaubern...

medi93
25.07.2011, 08:04
"Fangt erstmal mit dem Studium an" klingt für mich leicht provokant, aber ich verzeih s dir mal, du wolltest wahrscheinlich damit sagen, dass wir diese Erfahrung erstmal selber machen müssen, um anschließend darüber urteilen zu können.

Insgesamt bleibe ich bei meiner Argumentation, doch ich muss schon zugeben, dass mir das genaue Verfahren mit dem die vermeindliche Kapazität der Universität ermittelt wird nicht ganz genau bekannt ist. Es muss ein für alle noch erträgliches Mittelmaß gefunden werden, um eine angemessene Lehrqualität (genug Leichen etc.), aber dennoch eine Platzzahl nahe am Limit zu erreichen.

Zur Studienplatzklage würde ich dennoch solange raten, solange sie erfolgsversprechend ist. Das Risiko trägt letztlich jeder für sich selbst. Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied und die langfristige Wirkung zeichnet sich ab, umso weniger Erfolg die Leute mit ihrem Klagen haben, desto näher bewegen sich die Universitäten an ihrer Kapazitätsgrenze, was solange sinnvoll ist, solange diese Grenze vernünftig ermittelt wird.

Mr. Pink online
26.07.2011, 17:19
Bei uns waren es definitiv zu viele Leute im Präpkurs. In den Vorlesungen sitzen die Leute auch regelmäßig auf dem Boden. Hat mich nicht groß gestört, weil ich ab dem 1. Semester einfach nicht mehr hingegangen bin. Bei den Pflichtpraktika ging es mir aber schon kräftig auf die Eier. 11 Leute an einer Leiche. Da hat man nichts mitgenommen. Ein Prof hatte drei Leichen zu beträuen, sprich etwa 30 Studenten. Zugegeben: würde man die Kläger wegrechnen wäre die Situation wahrscheinlich auch nicht wirklich besser. Allerdings- und das zeigt mein Beispiel ja eindrücklich- die Kapazitätenrechnung ist ein absoluter Firlefanz und entbehrt, zumindest hier in Freiburg, jeglicher Intelligenz. Das Problem "Kläger" erledigt sich aber vermutlich in der Klinik.
An der Stelle der Uni, würde ich die Anzahl der verklagten Plätze in einem Nachrückverfahren vergeben. Das nimmt den Klägern den Wind aus den Segeln.

medi93
26.07.2011, 17:45
scheitert aber vermutlich an den Gesetzen :-?

fatali
26.07.2011, 23:45
ach leute, die uni vergibt doch absichtlich nicht alle plätze, damit eben die kinder von ärzten, die kein gutes abi haben, dennoch medizin studieren, um dann irgendwann die praxis zu übernehmen. die ärzteschaft sorgt halt für ihren eigenen nachwuchs.

das ganze gibt es schon so lange und könnte locker bundesweit von heute auf morgen beendet werden, wenn man wöllte, und eben alle plätze vergibt, die es auch geben sollte.

anders ausgedrückt: es nimmt niemand jmd. die plätze weg, weil diese plätze halt eh schon für die reicheren bürger reserviert sind.
so ist das halt mal: mit geld kommt man fast überall weiter. welch wunder. :-nix

und 10 leute an einer leiche hatten wir auch - ich fand es völlig ok. muss ja nicht jeder andauernd präppen, sondern konnte man die zeit zum diskutieren, lernen oder schwätzchen halten nutzen.

medi93
27.07.2011, 07:21
So ein Schwachsinn fatali.

Ein Müll der seines Gleichen sucht. Selbstverständlich werden keine Plätze für "reichere" reserviert oder wie stellst du dir das in der Praxis vor? Wieso meinst du schicken all diese Ärzte ihre Kinder nach Ungarn, Lettland oder Prag? Bitte bitte bitte stelle keine solchen dämlichen Vermutungen auf, wenn du sie nicht belegen kannst. Glaubst du man muss dann einen Einkommensnachweis an die Uni schicken und kriegt einen Platz angeboten?
Manche Leute...

not sure if trolling...

>< ( ( ( ( ( ( *>

prot
27.07.2011, 08:02
Ein Student einer Privatuni hat mal erzählt, dass es zumindest dort zu zugeht.

Ob das auf die öffentlichen Uni's auch zutrifft,...glaub mal eher nicht. Aber wer weiß das schon so genau...

medi93
27.07.2011, 10:24
@prot : Nur weil ein Student einer Privatuni das mal erzählt hat, stimmt das noch lange nicht. Das ist in etwa das Phänomen wie bei manchen ausländischen Unis: Beispiel Prag

Viele die den Test in Prag bestanden haben, behaupten er sei "sehr schwer" "kaum zu schaffen" "man sollte sich keine großen Hoffnungen machen"
etc. und im Endeffekt ist es ein ganz normaler Test, der Nawis abprüft. Manche Menschen wollen sich dadurch einfach selber aufwerten. Ähnlich in Graz. Diese Tests werden dann dämonisiert und man klopft sich auf die Schulter, wie gut man doch sei, dass man das geschafft hat.
Und ich berichte hier nicht von einem Einzelfall, sondern von Aussagen die man nahezu in jedem Prag, Graz betreffenden Thread findet.

aber zurück zum Thema:

ich bin immernoch nicht sicher, ob das hier wirklich ernst gemeint ist.

Einerseits beschweren sich die Leute über die Auswahl über die Abinote, schön und gut. Die Abinote ist also nicht der richtige Weg Studenten auszuwählen. Ok. Jetz kommen sie mit Theorien, dass Plätze für reiche freigehalten werden, weil sie selbst nicht gut genug für ein studium in Deutschland sind. Eine Ausrede. Genau wie bei den Privatunis: "Ich hatte sogar die böse Oberschicht als KOnkurrenz und konnte mich trotzdem durchsetzen, man bin ich gut schau dir das an"

@prot: "ein Student von einer Privatuni" , als Privatunis kommen dann doch eigentlich (wahrscheinlich) nur Witten und die Paracelsius in Frage. Wie wir alle hoffentlich wissen, wählen diese Unis in einem komplexeren Verfahren aus. Die Paracelsius hat einen Aufnahmetest, hier ist kein "wir halten Plätze frei für Reiche" Erstens haben alle, die sich da bewerben ienigermaßen Geld und zweitens gibt es keinen Studenten der ohne Test reingekommen ist.

Also bleibt noch Witten: In Witten ist das Auswahlverfahren sehr umfangreich. Auch hier bewirbt sich nur die Oberschicht. wenn man sich das ansieht haben sich da mehr als 1000 Leute für 42 Plätze beworben, was heißt, dass sie es mit Sicherheit nicht nötig haben Plätze für noch reichere freizuhalten.


Wie komme ich eig jetzt auf Privatunis???^^ Da herrscht doch gar kein Leichenmangel oder sonst was? Es geht doch um die bestochenen bösen Staatlichen ;)
(WAS ABSOLUTER BLÖDSINN IST)

langewartezeit
28.07.2011, 13:29
ach leute, die uni vergibt doch absichtlich nicht alle plätze, damit eben die kinder von ärzten, die kein gutes abi haben, dennoch medizin studieren, um dann irgendwann die praxis zu übernehmen. die ärzteschaft sorgt halt für ihren eigenen nachwuchs.



Hmmm, mein Vater ist auch Arzt, ich werde nach dem Studium (+Assistenzzeit) seine Praxis übernehmen und ich warte ganz normal und brav wie jeder andere auch. Ich denke, solche Vorurteile sind nicht angebracht!

Mr. Pink online
28.07.2011, 13:42
wär dein vater der prof. xy von der uniklinik xy, müsstest du vllt. nicht so lange warten ;-)

langewartezeit
28.07.2011, 16:27
Das kann ich nicht beurteilen ;-).

Jedoch wurde hier auf Ärztekinder angesprochen- und bei denen ist das gewiss nicht so

medi93
28.07.2011, 16:29
Wie stellt ihr euch das praktisch vor? Das EINZIGE was EVENTUELL mit Glück funktionieren kann ist, wenn du ein Auswahlgespräch hast, dass du dann zufällig eine bekanntschaftliche Beziehung zum Gesprächspartner hast...

Alles in andere geht nicht!!! Und jeder vernünftige Prof. wird da nichts riskieren.

Mr. Pink online
28.07.2011, 19:15
auswahlgespräch z.b., losverfahren, studienplatzklage, weiss der geier wo die überall ihre Finger im Spiel haben. Ich bezweifel, dass sowas oft vorkommt, aber dass es vorkommt, davon bin ich überzeugt.

fatali
28.07.2011, 21:10
man muss doch nur zwei und zwei zusammenzählen.
wenn irgendeine uni etwas gegen die klageverfahren hätte, die ihr ja selber geld kosten, dann würden von heute auf morgen jeglicher versuch über das gericht scheitern. da diese plätze also offen gelassen werden - und ja, das kann man nirgendwo nachlesen, welch wunder ^^ - kann man daraus schliessen, dass das eben so sein soll. oder welche alterntive erklärung habt ihr? versuchter sparzwang kann es ja nicht sein, wenn das gericht die vermeintlichen lücken jedes jahr neu füllt. oder glaubt irgendwer, dass vielleicht das nächste jahr niemand mehr klagt?
ich kenne auch genug ärzte kinder, die eben nicht gewartet haben, sondern den gang übers gericht machten. ich vermute fast, dass sogar die mehrzahl der kläger ärztekinder sind.
das wär doch mal nen interessanter poll :-wow

aber ich verstehe schon, dass das manchen nicht ins liberale-linke weltbild passen mag, hehe. welch gemeine ungerechtigkeit.