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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Neuropathischer /Orthopädischer Bauchschmerz!?



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Evil
04.09.2011, 10:35
Was ich mich nun frage, ist ob die Sellink-U auch etwas bringt wenn gerade nichts "eingeklemmt" ist. Denn unter der akuten Symptomatik sich ewige Minuten ins MRT zu legen kann so gut wie vergessen, dat klappt nicht. (abgesehen von terminlicher Unvorhersehbarkeit)
Ein unauffälliger Befund schließt nichts aus, das stimmt schon, evtl sieht man aber trotzdem eine wegweisende Peristaltikstörung.

Praia-do-Forte
10.10.2011, 07:06
Hallo, noch zur Rückmeldung.
Also das Hydro-MRT hat leider (?) keinen wegweisenden Befund erbracht.
Nun ist es aber so dass die Schmerzanfälle so wie sie gekommen sind vor wenigen -Wochen auch wieder verschwunden sind. Was bleibt ist ein großes Fragezeichen...
Es wurde auch eine extra Einstellung der Galle/-Abfluß gemacht. Es zeigten sich Konkremente die (überraschenderweise?) an der kranialen Seite hingen. Der Radiologe meinte aber dass die ganze Symptomatik eher nicht für einen Abgang von Konkrementen / Grieß gesprochen hätte, und er erwartet hätte dass man im Sono bei den akuten Vorstellungen im Krkhs etwas gesehen hätte.

Na ja, wie auch immer, es bleibt ein Rätsel (das hoffentlich nicht wieder kommt)

Ex-PJ
16.10.2011, 17:59
Hallo Praia
Ich erinnere mal kurz an mein letztes Posting in diesem Thread:
"Vorschläge hat es doch schon gegeben.
Als erstes sollte nochmal ein Kontrollsono gemacht werden durch einen erfahrenen Untersucher und ohne Zeitdruck.
Insbesondere, wenn Pat. > 40J, dann auch Colo und ggf. CT Abdomen"

Auch der gute Untersucher kann schon mal Steine übersehen, wenn a) die Bedingungen nicht optimal sind, z.B. durch Meteorismus b) er Stress z.B. relative zeitliche Knappheit hat
oder c) er gestört wird, z.B. durch Telefonanruf während der Untersuchung
--> daher im Zweifelsfall Wiederholung der Untersuchung (möglicherweise auch durch anderen Untersucher)
, da 1) nicht-invasiv 2) relativ wenig aufwendig 3) kostengünstig

Praia-do-Forte
17.10.2011, 07:49
Ja, Du hast ja Recht. Hab nur noch mal berichtet was der Radiologe dazu sagte. (Aber der sitzt auch eher ruhig in seinem Kämmerlein und muss nicht in der NA zwischen Tür und Angel schallen.... ;-) )

jigaboo
17.10.2011, 21:54
Eindeutig Morbus Fabry. Glaubts mir, ich bin der Schmerzpapst.

dantheg
19.10.2011, 01:30
Wie standen denn die Beschwerden mit Nahrungseinnahme bzw Schlucken zusammen? Konnte sie während der Schmerzattacke noch normal Trinken oder Speichel schlucken oder war das mit mehr Schmerzen verbunden? Und hat sie während der Attacke jemals Nitro bekommen und wenn ja mit welchem Erfolg? Wurde während der Gastro auch Biopsien vom Ösophagus genommen oder nur vom Magen? Epigastrisch ist zwar ein wenig tief aber an Ösophagusspasmen (weniger Achalasie oder eosinophile Ösophagitis) könnte man denken. Ein Breischluck oder Ösophagusmanometrie während einer Attacke wäre dann sinnvoll.

Generell, bei einer so selten auftretenden und vor allem mit (noch) keiner signifikanten Labor auftretenden Symptomatik wird man lange suchen müssen bevor man was findet. Und wenn man was findet muss man sich sehr sicher sein ob es auch tatsächlich ätiologisch ist. Zumindest meine bisherige Erfahrung.

Ein Paar weitere anamnestische Angaben wären allerdings hilfreich (Familie (Sichelzell?), Sozial (Kokain?), Vorerkrankungen (GERD?), OPs (schon mal am Bauch operiert?), Gyn (regelmäßige Zyklen?) usw).

Praia-do-Forte
19.10.2011, 11:48
Danke für´s weitere Mitüberlegen!

@Jigaboo: Also M.Fabry wird ja gern man als "Dran denken!"-Verdachtsdiagnose aus dem Hut gezaubert wenn einem sonst nix mehr einfällt, aber von der Symptomatik hab ich jetzt noch keinen wegweisenden Zusammenhang gesehen. Glaube fast Dein Einwand war als Scherz gemeint?

@Dantheg: Zeitlich konnte kein fester Zusammenhang zu Essen/Trinken ausgemacht werden. Wenn man es statistisch festhalten würde, wäre tendenziell am häufigsten ein kürzerer Abstand nach dem Essen zu erkennen. Es kamen aber auch Abstände von vielen Stunden vor.
Es wurden unter den Schmerzen des öfteren p.o.-Analgesien versucht, dabei ergab sich keine Symptomatik. Schlucken war nicht behindert.
Nitro hat keiner versucht.
Soweit ich weiß keine Biopsien vom Ösophagus. Der sah wohl auch völlig unauff. aus.
Das Problem von aufwändigeren Untersuchungen UNTER Schmerzen seh ich in der zeitlichen Unvorhersehbarkeit.
Familienanamnese nichts wegweisendes, sozial unauffällig, Z.n. Sectio, Gyn unauff. An Gastrointest. Anamnese wenige Nahrungsmittelunverträglichkeiten, selten Reflux.

Praia-do-Forte
10.03.2012, 10:13
Kleiner Nachtrag:
Gallenblase (mit vielen kleinen Steinen) raus, Patient geheilt!
(Indikation wurde gestellt nach erneuter Schmerzsymptomatik >24 h, im Krkhs dann leichter Ikterus)

netfinder
10.03.2012, 12:53
Und die Gallenblase mit ihren vielen Steinen hat man im Sono nicht gesehen?

Praia-do-Forte
10.03.2012, 13:56
Das war ja mal so, mal so gesehen worden. Manche sahen Steine, manche Sludge, manche gar nix.
(Je nach Untersucher, Gerät und Fachrichtung....)
Der Radiologe sah sie natürlich im MRT, konnte sie aber auch nicht 100 % mit der Anamnese zusammen bringen. Er sagte aber immerhin, wenn sich DD nix anderes fände, würde er die GB rausnehmen lassen...