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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wege in die nicht-kurative Medizin



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CorPulmonale
02.08.2011, 18:17
Hab für Forschung aber leider die Doktorarbeit im falschen Fach gemacht.. und wie gesagt, ich kenne so einige Leute, deren Arbeitsstelle als wiss. Mitarbeiter ziemlich unsicher ist und die nur immer wieder befristete Verträge bekommen und wieder neu bangen müssen. Das ist nichts für mich - auch wenn mir das Forschen an sich Spaß gemacht hat.

LasseReinböng
02.08.2011, 18:45
Wie wärs dann mit Laboratoriumsmedizin, Mibi ?

WackenDoc
02.08.2011, 19:16
Vielleicht bist du einfach in der falschen Klinik. Es soll Abteilungen geben, wo es bessere Arbeitsbedingungen gibt.
Du brauchst ja eh für so ziemlich jedes Fach klinische Erfahrung. Für MiBi mein ich 1 Jahr Innere.

Mano
02.08.2011, 19:34
Denk doch nochmal über die klinischen Fächer (fast) ohne Patientenkontakt nach: Radio, Mibi aber auch Patho.
Gerade Patho entspricht eigentlich genau dem, wie du deine Wunschstelle beschreibst: Kein Patientenkontakt, keine praktischen sondern rein intellektuelle Tätigkeit, geregelte Arbeitszeiten... Ich gebe zu, dass ich mir nach meinem Patho-Kurs eigentlich auch nicht vorstellten kann, Pathologe zu werden - aber ich vermute schon, dass das Fach seinen eigenen Reiz hat, wenn man sich erstmal ein wenig drauf einlässt.
Falls du ein Händchen fürs Unterrichten hast wäre ja evtl. auch das etwas.
Oder du schaust gleich viel weiter über den Horizont Medizin und bewirbst dich (ggf. nach nem Praktikum oder ner berufsbegleitenden Weiterbildung) auf eine Stelle die lediglich ein abgeschlossenes Studium vorraussetzt, aber keinen speziellen Studiengang. Für Philosophen, Historiker und viele andere Sozialwissenschaftler gibt es ja (fast) keine Stellen die explizit für diese Absolventen ausgeschrieben sind. Trotzdem finden die meisten Jobs - soweit ich weiß ist das in den USA sogar eher die Regel, dass man "irgendwas" studiert und dann ganz woanders arbeitet. Also vielleicht einfach mal schauen, wo diese Leute unterkommen und sich auch dort bewerben!

netfinder
02.08.2011, 19:54
In der Radio muss man aber u.U. sonographieren und Patienten stechen und so weiter...^^
und in der Patho hat man staendigen Patientenkontakt...

Bille11
02.08.2011, 19:59
..
und in der Patho hat man staendigen Patientenkontakt...

zumeist aber nur organ- &/oder scheibchenweise.. :-)) die sprechen immerhin nicht mehr.

tinimar
02.08.2011, 20:33
Medizinjournalismus was man da genau macht weiß ich zwar nicht aber sicher nix am patienten und ohne dienste..und Unternehmensberatung kann man auch als Mediziner machen..

Feuerblick
02.08.2011, 20:44
Medizinjournalismus ist ohne journalistische Vorkenntnisse (freie Mitarbeit in Verlagen oder bei Zeitungen) nur dann irgendwie zu bekommen, wenn man fachlich-klinisch Erfahrungen mitbringt. Gibt leider nicht so viele Stellen und Bewerber mit entsprechender Erfahrung werden bevorzugt genommen. Mit Glück ist es aber machbar... :-nix

LasseReinböng
02.08.2011, 22:28
Bei Medizinjournalismus sollte man finanziell nicht auf den Job angewiesen sein, sonst wirds hart.

Relaxometrie
02.08.2011, 22:32
Medizinjournalismus wird halt leierkastenartig immer aufgezählt, wenn es um Fragen nach alternativen Tätigkeitsfeldern geht. Nur die Antwort, wie man in das Gebiet reinkommt, wird dann nie genannt.
Nur um das klarzustellen: mir liegt es völlig fern, in den Medizinjournalismus gehen zu wollen. Aber ich könnte mich immer darüber totlachen, mit was für einer völligen Ahnungslosigkeit vom Geschehen dieses Arbeitsfeld immer wieder vorgeschlagen wird.

LasseReinböng
02.08.2011, 22:49
Nur um das klarzustellen: mir liegt es völlig fern, in den Medizinjournalismus gehen zu wollen. Aber ich könnte mich immer darüber totlachen, mit was für einer völligen Ahnungslosigkeit vom Geschehen dieses Arbeitsfeld immer wieder vorgeschlagen wird.

Das liegt sicherlich an den Medien, die einem weiß machen wollen, daß soundso viele Mediziner entweder ins Ausland oder in die Altnerstivberufe xyz abwandern, u.a. in den Medizinjournalismus.

Diese Masche läuft schon seit Jahren, irgendwann glaubt es dann auch der letzte Trottel. Die Ärzteorganisationen wie MB und HB sind natürlich auch nicht ganz unschuldig daran.

Relaxometrie
02.08.2011, 22:55
In dem Fall der immer wiederkehrenden Medizinjournalismusempfehlung denke ich weniger, daß "die Medien" da schuld sind. Daß viele Ärzte ins Ausland oder in alternative Gebiete abwandern, ist ja Fakt.
Ich halte die Medizinjournalismusempfehlung eher für Ahnungslosigkeit der Leute, die das empfehlen. Klingt halt so, als ob man eine leicht zu erreichende Alternative parat hätte. Dabei ist es wohl eher so, wie Feuerblick geschildert hat: nicht unmöglich, aber ohne Spezialkenntnisse auch nicht leicht zu erreichen.

LasseReinböng
03.08.2011, 13:17
Ich denke aber, daß das Thema Aus- und Abwanderung maßlos übertrieben dargestellt wird. Angeblich jeder 2. Absolvent landet später nicht in der kurativen Medizin - wer's glaubt...

GOMER
03.08.2011, 13:30
Wer geregelte Arbeitszeiten und viel Zeit zu Hause sucht, ist auch im Consulting falsch. Wenn man in der Medizin bleibt, scheint mir das aber ganz gut in der Arbeitsmedizin zu gehen, dafür brauchts 24 Monate Innere.

Feuerblick
03.08.2011, 16:44
Bei Medizinjournalismus sollte man finanziell nicht auf den Job angewiesen sein, sonst wirds hart.
Das kann man so pauschal auch nicht sagen... aber als frisch Approbierter ohne nennenswerte Vorkenntnisse wäre es schon Glück, ein Volontariat zu bekommen (das ist dann etwa so gut bezahlt wie früher das AIP). Und danach verdient man sich halt keine goldene Nase. Zum Leben reicht es aber, würde ich mal sagen.:-nix
@Relaxo: Ich glaube, dass die Bedingungen da früher auch deutlich einfacher waren. Da konnte man schon mal ein Volo ergattern, wenn man seinen Namen fehlerfrei zu Papier bringen konnte. Das hat sich heute (in allen Sparten des Journalismus) doch verändert... Unmöglich ist es indes nicht :-)

Haru
04.08.2011, 22:58
was mich schon immer mal interessiert hat :

wie kommt man eigentlich an einen job in der pharmaindustrie ?

kann man da was direkt nach dem examen finden ?