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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Studienbeginn mit 38 - Rentenfrage



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seeme
07.08.2011, 14:00
scheinbar hast Du aber bis jetzt auch keinen Pfennig einbezahlt - Du fängt also in jeden Fall sehr spät damit an - was machst Du denn wenn Du nicht Medizin studierst? Was ich da so raushöre sieht das auch nicht so rosig aus - also was ist es dann für eine Alternative -
Mir kommt es so vor als ob Du die letzten 37 Jahre die Rente völlig verpennt hast und nun gedacht hast als Arzt kannst Du in 20 Jahren Deine Altersvorsorge retten - das kannst Du nicht - aber mit jeden anderen Job auch nicht mit dem Du erst jetzt anfängst

Snappy01
07.08.2011, 14:20
Verpennt ist nicht richtig. Wie schon eingangs erwähnt leigt es an anderen Umständen, die es aber hier sehr intim werden lassen, was ich eigentlich so nicht wollte.

Viele andere Berufe, wo man 2500 netto Verdient? Klingt für mich etwas weltfremd jetzt....

McDübel
07.08.2011, 14:29
Ich zahle etwa 1300 in Rentenkassen ein pro Monat

...und den ganz normalen anderen Wahnsinn, wie Miete, Nahrung etc. zahlst du auch aus eigener Tasche und gehst dabei noch ganz entspannt nebenbei Medizin studieren?? :-notify

Das nenn ich doch mal nen anständig bezahlten Nebenjob...so muss das sein! :-((

@Threadersteller: Du wirst dich wohl einfach entscheiden müssen, ob du im hier und jetzt leben möchtest, also mit allem was du gerne machst (incl. Medizinstudium) und später dann evtl. einfach nur ein "normales" Auskommen hast...oder du gehst ab sofort kein Risiko mehr ein und tust weiterhin das, was du auch immer tust (ich hoffe, irgendwas wirds ja wohl sein :-nix) und hast dafür ein bisschen mehr nachher im Alter, sofern du denn auch hoffentlich! ein akzeptables Alter erreichst....:-meinung

Relaxometrie
07.08.2011, 14:32
Verpennt ist nicht richtig. Wie schon eingangs erwähnt leigt es an anderen Umständen, die es aber hier sehr intim werden lassen, was ich eigentlich so nicht wollte.
Es ist uns ja auch völlig egal, was Du bisher gemacht hast. Nur solltest Du Dir ehrlich beantworten, ob Du aus den Umständen, die Dich bisher nichts in die Rente einzahlen lassen haben, und aus denen heraus Du bisher noch keine Ausbildung gemacht hast (klingt zumindest so......oder liegt eine abgeschlossenen Berufsausbildung vor?) weitgehend heraus bist, oder ob Du noch mitten im Chaos steckst? Kinder? Alleinerziehend? Oder nur für Dich selbst verantwortlich? Ich habe im Studium so manchen älteren Kommilitonen erlebt (sowohl männlich, als auch weiblich), der das "Lebenschaos" im Studium weiterhin nie verlassen hat und das Studium nach vielen vielen Semestern geschmissen hat.
Insofern solltest Du Dir zumindest ehrlich überlegen, ob Du Dich konzentriert dem Studium widmen kannst, oder ob es nicht doch sinnvoller wäre, eine kürzere Ausbildung zu machen, die dann aber auch erfolgreich beendet wird.
Was bzgl. der Rente lohnender ist, ist natürlich ein Rechenexempel:
Jetzt eine schnellere Ausbildung abschließen mit der Aussicht auf einen eventuell geringeren Verdienst und eine geringere Rente
vs
Weitere ca. 8 Jahre (noch hast Du ja keinen Studienplatz) ohne jegliche Einzahlung in eins der Rentensysteme und dann eventuell eine etwas höhere Rente, weil Du mehr einzahlst, als Du es in einem anderen Beruf machen würdest.

Mich würde die Aussicht auf weitere 8-10 Jahre Nichteinzahlen nervös machen.

Herzkasperl
08.08.2011, 13:34
...und den ganz normalen anderen Wahnsinn, wie Miete, Nahrung etc. zahlst du auch aus eigener Tasche und gehst dabei noch ganz entspannt nebenbei Medizin studieren?? :-notify

Das nenn ich doch mal nen anständig bezahlten Nebenjob...so muss das sein! :-((



So ist der Plan.... Sollte aber klappen, hab den idealen Studentenjob - der in der Ausbildungszeit aber auch locker mit MKG konkurrieren kann :-)
Miete, Essen, Kleidung sind bei mir etwa 1000€ - ziemlich wenig für München. Insgesamt werde ich damit, so der Plan, fast keine Steuern zahlen und außerdem keine Verluste bei der Rente haben, das ist mir wichtig. Der Rest ist mir egal. Die Zeit mit dicken Autos hab ich hinter mir - eine gewisse Altersreife hilft auch manchmal.

Spark
12.08.2011, 13:50
Ich denke bei dieser Ausgangslage würde ich eines NICHT tun: die Studienfrage von der Rente abhängig machen. Ist Deine Rentenaussicht denn besser wenn Du es so lässt wie es jetzt ist? Also das betrachte mal nur nach allgemeiner Berufsmotivation.

Wenn Du dann Arzt werden solltest, musst Du mit dem Wuchern was Du hast und dabei Prioritäten setzen. Den goldenen Weg wird es nicht geben, und Du sanierst Deine Rentenbilanz NICHT durch diesen Beruf (daher sollte sie bei der Wahl auch keine Rolle spielen). Wenn ich es wäre, ich würde zusehen als Assi umsichtig zu leben und das beste draus zu machen, sprich:

- nicht die teuerste Grosstadt
- Vorsicht mit Konsum, teures Auto usw.
- auf jeden Fall Wohneigentum fürs Alter, gut&günstig ausgewählt (selber renovieren z.B.), hier kann man als Eigennutzer bisschen was reissen weil man den Posten Wohnen sowieso immer hat. Bei guter Haushaltsführung schaffst Du ne ETW in 10-15 Jahren
- mit Anlagen beschäftigen (gründlich!), gucken was am meisten Sinn macht, für manche ist ein solider Fond vielleicht besser als eine private AV. Oder beides, je nachdem wieviel Du monatlich abzwacken willst.

Wenn Du so irgendwie auf mietfreies Wohnen im Alter und nen Tausender im Monat nebst Erspartem kommst - ist das natürlich zum Wiehern für die ganzen 28jährigen OA-Aspiranten, aber auch nicht wenig dafür dass Du es so spät aufbauen musstest. Und viele Menschen stehen sehr viel mieser da. Und wer weiss was ein Arzt a.D. sich noch dazu verdienen kann, vielleicht hast Du Glück.

Einfach mal Realitätscheck vornehmen, die goldenen Jahre für die ganz dicke Rente oder Pension sind halt um. Mach das beste aus dem Rest, dafür musst Du Dich allerdings aktiv mit Geld beschäftigen, die sorglos-Schiene mit einzahlen und das Amt macht den Rest ist leider nicht.

Med79
13.08.2011, 17:41
Finde ich gut, dass Du Dir auch wegen der Rente Gedanken machst.
Ehrlich gesagt würde ich alle Punkte miteinbeziehen.
Wieviel Ärzte verdienen ist ja bekannt. Neulich habe ich gelesen, dass
ein Facharzt für Allgemeinmedizin durchschnittlich ca. 86.000 Euro brutto
im Jahr verdient.
Ich würde überlegen, ob du dir das Studium und den Beruf zutraust. Falls ja,
würde ich mal ein paar Bücher anfangen durchzuarbeiten, zB Physik, Chemie,
und MC Aufgaben dazu lösen. Falls du damit klar kommst, würde ich genau
berechnen, wieviel du ohne Studium bis 65 verdienen würdest und wieviel
Geld du mit Studium und Arztberuf verdienen würdest. Falls da mehr dabei
herauskommt, würde ich das Studium wahrscheinlich an deiner Stelle schon
machen. Das Problem ist allerdings, dass das Studium schon so nicht einfach ist und für Altstudenten doppelt hart, da die Gesellschaft in Deutschland zu
Außenseitern sehr hart sein kann.

McDübel
13.08.2011, 18:07
und für Altstudenten doppelt hart, da die Gesellschaft in Deutschland zu Außenseitern sehr hart sein kann.

Aha...Altstudent=Außenseiter :-notify Sehr gewagt! Kannst du das mal bitte näher erläutern?? Bin schon ganz gespannt :-nix

Spark
13.08.2011, 22:40
"Doppelt hart" ist es eher wegen Lerngewohnheiten, Begabungsunterschieden oder finanziellen Rahmenbedingungen. Nicht wegen Alter.

Stimmt schon, man muss damit klar kommen, mit Ende 30 nochmal auf Fahrrad und kleine Bude zu machen. Wer sich innerlich mit A8-Fahrern abgleicht kann sich da schwer tun.

Was anderes sind die "Schäfchen trocken, jetzt Lebenstraum"-Leute, das sind bestimmt keine Aussenseiter wenn sie einen "altersgemässen" Lebensstil weiter halten können.

Loranu
13.08.2011, 23:39
Wenns dir ums Geld geht würd ichs an deiner Stelle lassen. Willst du es jedoch wegen dem Beruf & Interesse machen wieso nicht. Letzendlich kann es dir aber hier keiner beantworten!

Plotin
14.08.2011, 09:09
@ Snappy01:

Scheiß auf deine Rente und studier Medizin. Kommt jetzt bei dir eh nicht mehr drauf an, ob du 7 Jahre normal weiter arbeitest oder studierst.

Ich hab auch keine Altersversorgung im klassischen Sinne, habe aber bald meine erste Millionen voll auf dem Bankkonto, weil ich meine geschäftlichen Beziehungen zu Pharmakonzernen immer weiter ausbaue und mich dazu noch in Gutachtertätigkeiten engagiere.

Wer im Alter auf eine herkömmliche Rente angewiesen ist, ist doch eh eine arme Sau. Dazu kommt noch, dass selbst diejenigen, die mehr als 30 Jahre lang brav in die gesetzliche Versorgung eingezahlt haben, im Rentenalter dem Risiko ausgesetzt sind, nicht die erworbenen Ansprüche auch wirklich ausgezahlt zu bekommen.

bremer
14.08.2011, 09:23
"Doppelt hart" ist es eher wegen Lerngewohnheiten, Begabungsunterschieden oder finanziellen Rahmenbedingungen. Nicht wegen Alter.

Stimmt schon, man muss damit klar kommen, mit Ende 30 nochmal auf Fahrrad und kleine Bude zu machen. Wer sich innerlich mit A8-Fahrern abgleicht kann sich da schwer tun.


Das Alter bedingen Lerngewohnheiten und Aufnahmekapazität. Es ist kein Geheimnis, dass mit steigendem Alter die fluide Intelligenz abnimmt.
Was das mit Außenseitertum zu tun haben soll, erschließt sich mir aber auch nicht.


Scheiß auf deine Rente und studier Medizin.

Ahja. Der Kater kommt ja erst am frühen Morgen.

Med79
14.08.2011, 20:55
@McDübel: Bin nicht dazu bereit, die Aussage Altstudent= Außenseiter
zu erläutern oder gar zu verteidigen, da dies in keinster Weise
meiner Meinung entspricht.
Aber ich komme eben auch ab und zu mit verschiedenen Leuten ins
Gespräch. Viele, wahrscheinlich die meisten haben hohen Respekt vor einem
Medizinstudium, egal in welchem Alter die studierende Person ist.
Aber es gibt eine beachtliche Zahl von Leuten, meist entweder Leute die
noch nie eine Uni von innen gesehen hat oder eigentlich noch viel öfter Leute die irgendwas leichtes studiert haben, die Studierende generell als faule
Säcke mit viel Zeit bezeichnen. Wenn man 23 oder 24 ist steckt man das
locker mit einem Lächeln weg, aber mit über 30 ist das schon schwieriger
wegzustecken - für die meisten zumindest.
Aber das sollte bei der Entscheidung natürlich keine Rolle spielen, da das
Studium nur ein voprübergehender Zustand ist. Bei Medizin aber natürlich länger als bei bspw. Maschinenbau. Dafür gehören Ärzte zu den
akademischen Berufen mit dem höchsten Ansehen und wohl auch
höchsten Einkommen.

McDübel
14.08.2011, 21:25
@McDübel: Bin nicht dazu bereit, die Aussage Altstudent= Außenseiter zu erläutern oder gar zu verteidigen, da dies in keinster Weise meiner Meinung entspricht. Aber ich komme eben auch ab und zu mit verschiedenen Leuten ins Gespräch. Viele, wahrscheinlich die meisten haben hohen Respekt vor einem Medizinstudium, egal in welchem Alter die studierende Person ist. Aber es gibt eine beachtliche Zahl von Leuten, meist entweder Leute die noch nie eine Uni von innen gesehen hat oder eigentlich noch viel öfter Leute die irgendwas leichtes studiert haben, die Studierende generell als faule Säcke mit viel Zeit bezeichnen.

Na hauptsache Du weißt, was du eigentlich sagen willst ;-)

Relaxometrie
15.08.2011, 09:49
Das Interesse des Threaderstellers an der eigenen Fragestellung und am Studium scheint erlahmt zu sein :-nix

Solara
15.08.2011, 10:30
Aber es gibt eine beachtliche Zahl von Leuten, meist entweder Leute die
noch nie eine Uni von innen gesehen hat oder eigentlich noch viel öfter Leute die irgendwas leichtes studiert haben, die Studierende generell als faule
Säcke mit viel Zeit bezeichnen. Wenn man 23 oder 24 ist steckt man das
locker mit einem Lächeln weg, aber mit über 30 ist das schon schwieriger
wegzustecken - für die meisten zumindest.


Für über 30jährige ist es schwerer wegzustecken, dass nicht-Studenten ihnen vorwerfen, faule Säcke mit zu viel Zeit zu sein?!?
Warum sollte das denn so sein?

Wieviele Studenten jenseits der dreissig kennst du denn überhaupt?

epeline
15.08.2011, 10:39
naja, das mit dem aussenseiter muss ja jetzt nicht so böse gemeint gewesen sein.
dass man aus der masse sticht, ist jetzt ja nicht so verwunderlich, wenn die meisten studienanfänger nun mal deutlich jünger sind. bei medizin mag es nicht so auffallen, weil durch die wartezeitquote viele anfänger älter sind als der durchschnittsabiturient. aber man fällt schon auf, allein weil man reifer ist, andere vorstellungen vom leben hat, sich eine wohnung sucht, die größer ist als ein wohnheimzimmer, evt schon kinder hat, verheiratet ist usw. alles dinge, mit denen sich die meisten 19-jährigen für gewöhnlich noch nicht auseinander gesetzt haben.

ich hatte in meiner zeit als hiwi mal einen studenten dabei, der war 56 jahre alt und im 4. vorklinischen semester. das wurde da auch von allen seiten bestaunt, ist ja nicht alltäglich.

zum te: ich würde es wohl nicht mehr machen. allerdings weiß ich ja nicht, wie deine lebensplanung so aussieht. aber da ich aus eigener erfahrung weiß, dass man irgendwann von den "kleinen brötchen" (wie oben schon: fahrrad und minibude) die nase voll hat. das passt irgendwie in meiner vorstellung für mich nicht zu einem erwachsenen leben. davon abgesehen hätte ich wie relaxo auch bammel, weitere 8 jahre nicht einzuzahlen, wie stellst du dir die finanzielle seite deines studiums vor?

Thunderstorm
15.08.2011, 11:00
Wieso meinen hier so viele, dass man, wenn man Medizin studiert, nix in die Rentenkasse einzahlen kann?
Ein halbe Stelle läßt sich mit dem Studium durchaus vereinen, wenn man flexible Arbeitszeiten hat. Und hier fließt dann auch Geld in die Rente.
Ich habe auch eine halbe Stelle: unter dem Semester arbeite ich eine viertel Stelle (= 40 Stunden pro Monat) und in den Semesterferien eine halbe Stelle + eine viertel Stelle Überstunden zusätzlich (oder mehr), so dass ich diese Überstunden unter dem Semester frei nehmen kann. Dadurch habe ich konstant das Gehalt einer halben Stelle und zahle natürlich auch in die Rente ein.
Zusätzlich ist auch noch ein wenig Geld für die private Vorsorge da.
Also alles kein Ding der Unmöglichkeit!
Daher: mach es! :-dafür

epeline
15.08.2011, 11:02
Wieso meinen hier so viele, dass man, wenn man Medizin studiert, nix in die Rentenkasse einzahlen kann?
Ein halbe Stelle läßt sich mit dem Studium durchaus vereinen, wenn man flexible Arbeitszeiten hat. Und hier fließt dann auch Geld in die Rente.
Ich habe auch eine halbe Stelle: unter dem Semester arbeite ich eine viertel Stelle (= 40 Stunden pro Monat) und in den Semesterferien eine halbe Stelle + eine viertel Stelle Überstunden zusätzlich (oder mehr), so dass ich diese Überstunden unter dem Semester frei nehmen kann. Dadurch habe ich konstant das Gehalt einer halben Stelle und zahle natürlich auch in die Rente ein.
Zusätzlich ist auch noch ein wenig Geld für die private Vorsorge da.
Also alles kein Ding der Unmöglichkeit!
Daher: mach es! :-dafür


nunja, das klingt aber so, als hättest du eine fertige berufsausbildung, was der te wohl nicht vorweisen kann, wie es sich anhört.
da ist es schon schwieriger, ausreichend neben dem studium zu verdienen.
und erwürde ansonsten eben erst mit mitte 40 überhaupt anfangen, irgendwas einzuzahlen. das ist schon heikel!

Med79
15.08.2011, 14:06
weltfremd wie ich bin, habe ich mir ehrlich gesagt über die Rente noch
keine Gedaneken gemacht. Gleichzeitig habe ich sehr hohe Ansprüche.
Ich möchte als Rentner, wahrscheinlich mit 68, mindestens 2000 Euro netto
erhalten. 1000 Euro sind mir eigentlich zu wenig.
Wieviel müsste man dann in die private Vorsorge bzw. in das Versorgungswerk
einzahlen, wenn man erst mit 37 beginnt als Assistenzarzt zu arbeiten?
Kann man auch schon als Student sinnvoll für das Alter vorsorgen?
Wieviel müsste man dann monatlich einzahlen, damit das sinnvoll ist?