Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ramadan und die Notaufnahme.
Michael72
14.08.2011, 11:46
Dann ist die Psychologie wahrscheinlich eine Pseudowissenschaft...
Wie soll ich mit jemandem diskutieren, der den Unterschied zwischen Emotion und Gefühl nicht kennt?
Gefühle haben eine physische Grundlage und ihr physiologisches Korrelat kannst du messen. Der Vergleich hinkt also.
Gegen die These, dass Glauben ein rein subjektives Gefühlserlebnis darstellt (falls du das implizieren wolltest) habe ich auch nichts. Für die Existenz geistiger Wesenheiten außerhalb des Gehirns gibt es derzeit keine Hinweise. Wenn man sich mit Spekulationen zufrieden gibt, dann kannst du natürliches an alles glauben einschl. dem Osterhasen (ähnlicher Evidenzlevel).
Michael72
14.08.2011, 13:24
Gefühle haben eine physische Grundlage und ihr physiologisches Korrelat kannst du messen. Der Vergleich hinkt also.
Das bedeutet dann also, dass Du Deinem Partner Deine Liebe mit ein paar biochemischen Parametern und einem MRT beweisen kannst?
Da wird eine ganze Religion als "Mist" deklariert, regelrecht als "Idiotentum" abgestempelt. Die Ärzte der Zukunft ...
Diese Diskussion ist doch immer müßig. Seine Religion so krampfhaft zu verteidigen, ist genauso sinnlos, wie zu versuchen jemandem seinen Glauben auszureden. Die Einen glauben halt dran, Andere nicht.
Den Vergleich von Gefühlen und Religion, nur weil sich beides angeblich nicht nachweisen lässt (was auch nur halb stimmt), halte ich allerdings auch für Quatsch. Jedes Kind kann Trauer, Freude und Ärger empfinden, während es ohne seine Eltern niemals auf die Idee kommen würde an Gott zu glauben.
Da wird eine ganze Religion als "Mist" deklariert, regelrecht als "Idiotentum" abgestempelt. Die Ärzte der Zukunft ...
nicht der Zukunft, der Gegenwart ...
Der Atheist ansich ist halt intolerant.
Alzheimer
14.08.2011, 19:30
@ Solara
Deine Aussage zeugt allerdings auch nicht gerade von Toleranz, es sei denn du meinst deine Äußerung ironisch.
Ich bin Atheist und kann trotzdem gut damit leben, dass andere an Gott glauben. Bei mir persönlich hört das Verständnis allerdings auf, wenn jemand wegen seiner Religion seine Arbeit nicht so macht wie sonst üblich und die Kollegen es ausbaden dürfen. Bei uns in der Abteilung gibt es z.B. 2 Kollegen die Freitag um 12:00 h in die Moschee gehen und die anderen Kollegen dürfen die Arbeit dieser Kollegen mitmachen. Es soll jetzt zumindestens dafür gesorgt werden, dass sie an einem anderen Tag länger bleiben. Mal sehen wann das kommt.
Mich würde aber auch mal interessieren wie die Leitung reagieren würde, wenn ein Christ sagt, dass er am So keinen Dienst machen kann, weil er in die Kirche muss oder wenn ein Jude am Sa nicht arbeiten kann, wegen des Sabbats.
WackenDoc
14.08.2011, 19:40
An sich würde es doch passen, wenn der muslimische Kollege dann eben vermehrt Sonntage oder auch an christlichen Feiertagen Dienste machen würde und dafür eben Freitags und an seinen Feiertagen frei bekommt.
Da könnte doch sogar ne Win-Win-Situation bei raus kommen.
(Vergleichbar mit mir als Single vs. Familien- ich bin froh, dass ich günstiger Urlaub machen kann, wenn ich nicht zur Hauptreisezeit frei nehme und die sind froh, dass einer weniger zu den Schulferien frei haben will.)
Aber ich muss auch sagen, dass ich echt ein Problem mit unserem TE hab.
Ich mein, weder der Ramadan noch Dienste kommen aus heiterem Himmel. Ist ja nicht so, dass man das nicht rechtzeitig planen könnte.
Aber dafür hätte er mal ehrlich sein und rechtzeitig die Karten auf den Tisch legen müssen.
Außerdem finde ich den Text- ähm ich nenn es mal merkwürdig geschrieben mit diesem ganzen "Ich hab die OÄ und die anderen Kolleginnen manipuliert".
Mal davon abgesehen, dass ich noch nicht mal weiss, was er mit diesem Thead beweckt hat. Ging es um einen Erfahrungsbericht, ging es drum, herauszufinden, wie andere das regeln, ging es drum Mitleid zu erregen oder Bewunderung für die "Opfer" einzuheimsen?
Kackbratze
14.08.2011, 20:30
Werbung für eine eigentlich tolerante Religion, welche von manchen praktizierenden Religionsmitgliedern leider pervertiert wird.
Diese Diskussion ist doch immer müßig. Seine Religion so krampfhaft zu verteidigen, ist genauso sinnlos, wie zu versuchen jemandem seinen Glauben auszureden. Die Einen glauben halt dran, Andere nicht.
Den Vergleich von Gefühlen und Religion, nur weil sich beides angeblich nicht nachweisen lässt (was auch nur halb stimmt), halte ich allerdings auch für Quatsch. Jedes Kind kann Trauer, Freude und Ärger empfinden, während es ohne seine Eltern niemals auf die Idee kommen würde an Gott zu glauben.
Das ein Kind ohne die Eltern nicht an Gott glauben würde ist schlichtweg falsch - zumindest wenn du mit "Gott" irgendeinen Gott meinst. Jedenfalls gibt es meines Wissens keine Kultur in der es nicht irgendeine Art von Religiösität gibt - sei es nun Allah, Gott, Buddah oder auch nur Mutter Erde. Der Drang des Menschen an irgendetwas übernatürliches zu glauben ist also offensichtlich sehr, sehr tief in uns verankert (und vermutlich eine der wenigen Eigenschaften, die uns Menschen substanziell von Tieren unterscheidet).
Ansonsten gibt es genügend Dinge in unserem alltäglichen Leben, die sich auch heute noch nicht hinreichend naturwissenschaftlich beweisen bzw. erklären lassen. Ob es nun sinnvoller ist zu Glauben, es gäbe eine wissenschaftliche Erklärung die nur noch nicht gefunden wurde oder an eine höhere Macht zu glauben, lasse ich mal dahin gestellt. Ich sehe jedenfalls keinen zwingenden Grund, der dagegen spricht, dass es einen Gott gibt.
Jetzt bleibt natürlich die Frage, warum man doch religös ist: Religion gibt einfach vielen Menschen einen Halt und eine Richtschnur für das Leben. Ich persönlich fände den Gedanken, dass man nach dem Tod einfach nur Tod ist ziemlich unerträglich. Und viele atheistische Moraltheorien halte ich - zumindest wenn man sie bis in die letzte Konsequenz durchdenken würde - für wenig überzeugend. Natürlich kann man hier auch z.B. die ganzen Kriege die im Namen einer Religion angezettelt wurden anführen. Aber nur weil ich an Gott glaube, entbindet mich das - meiner persönlichen Einstellung nach - nicht von meiner eigenen Verantwortung.
Zusammenfassend denke ich, dass es viele gute Gründe gibt (Kultur, moralische Stütze, der eigene Glaube, dass es dort etwas gibt), an einen Gott zu glauben - ob das für den jeweils einzelnen ausreicht, muss jeder für sich entscheiden. Nur diese Entscheidung alleine macht weder einen schlechteren noch einen besseren Menschen aus jemand, aber zumindest für viele kann der Glaube eine Hilfe auf diesem Weg sein.
Ob es nun einen Gott gibt oder nicht weder wir in letzter Konsequenz wohl erst nach dem Tod erfahren, aber wenn man seinen Glauben unter den Aspekten, die ich hier geschildert habe, lebt, hat man in jedem Fall nur gewonnen.
Da wird eine ganze Religion als "Mist" deklariert, regelrecht als "Idiotentum" abgestempelt. Die Ärzte der Zukunft ...
Ja stimmt, ich sollte mich wohl auch hinsetzen und von mulitkultureller Bereicherung schwadronieren, weil das ja von allen hier so prima umgesetzt wird.
Tue ich aber ums verrecken nicht.:-meinung
Ja stimmt, ich sollte mich wohl auch hinsetzen und von mulitkultureller Bereicherung schwadronieren, weil das ja von allen hier so prima umgesetzt wird.
Tue ich aber ums verrecken nicht.:-meinung
Verrat mir doch mal bitte dein Geburtsdatum. Dann gibts von mir einen braunen Kittel zum Geburtstag (:
Kackbratze
14.08.2011, 22:47
So, damit wäre das auch erledigt.
Wer von euch übernimmt denn die Dienste an den christlichen Feiertage wie Ostern, Pfingsten, Weihnachten und gesteht den gläubigen Kollegen da ihre freien Tage zu?
Kackbratze
14.08.2011, 22:54
Du spielst also kein MtG?
Michael72
15.08.2011, 00:25
Du spielst also kein MtG?
Ich hab' die Karten mal gesammelt, das waren noch Zeiten :-))
Alphaglukosidase
15.08.2011, 15:43
Weil irgendjemand vorhin schrieb, es hätte jemand Medikamente im Ramadan verweigert usw: Ich dachte immer, dass Kranke und Schangere und Kinder (?) usw. von der Fastenregelung explizit ausgenommen wären, wenn ich das richtig verstanden hätte??!!
So wenig ich persönlich mit jeglicher Religion anfangen kann, so fand ich doch immer diese Einschränkungen der Fasten"pflicht" als sehr sinnvoll und vernünftig!
Alzheimer
15.08.2011, 17:45
An Weihnachten, Ostern etc. ist jeder mal dran. Man kann Wünsche angeben und wird dann eingeteilt. Dabei interessiert es keinen ob jemand Christ ist oder nicht.
In meinem alten Haus hat ein muslimischer Kollege am 24.12. gearbeitet und hat dafür am 31.12. frei gehabt. das ist dann ja auch ok und ein gegenseitiges geben und nehmen. Wenn man allerdings seine Religion, Familiensituation o.a. vorschiebt um nur Vorteile zu bekommen ist das daneben. Man sollte dann auch den Kollegen mal entgegenkommen.
An Weihnachten, Ostern etc. ist jeder mal dran. Man kann Wünsche angeben und wird dann eingeteilt. Dabei interessiert es keinen ob jemand Christ ist oder nicht.
In meinem alten Haus hat ein muslimischer Kollege am 24.12. gearbeitet und hat dafür am 31.12. frei gehabt. das ist dann ja auch ok und ein gegenseitiges geben und nehmen. Wenn man allerdings seine Religion, Familiensituation o.a. vorschiebt um nur Vorteile zu bekommen ist das daneben. Man sollte dann auch den Kollegen mal entgegenkommen.
Mmh, einer Freundin geht es anders, sehr gläubig aber ohne Kinder.
Muss an Weihnachten, Ostern, Pfingsten und wieder Weihnachten arbeiten.
Äußerst sich nicht zum Glauben weil privat und bekommt so jeden christl. Feiertag ab.
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