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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie geht man als Assistenzarzt nicht unter?



SarahT.
11.09.2011, 17:37
Wenn ich mir hier z.B. die Anästhesieabteilung ansehe, so hat die über 40 Assistenzärzte. Kardiologie: ~30 Assistenzärzte. Chirurgie: ~30 Assistenzärzte.
Vielleicht ist das eine blöde Frage, aber: Wie schafft man es, überhaupt wahrgenommen zu werden? Wie wird man da gefördert? Habe von so manchem Arzt gehört, dass er nicht mal alle Kollegen mit Namen kennt.

Ich mache mir wirklich Sorgen unterzugehen. Wie sind da eure Erfahrungen? Kleines Haus als einziger Ausweg?

Kackbratze
11.09.2011, 18:00
Man muss nicht jeden kennen und nicht mit jedem befreundet sein.

THawk
11.09.2011, 18:15
Wir sind insgesamt 60 Ärzte in der Abteilung, wie viel AA weiß ich nicht genau. Ich kenne die anderen, sie kennen mich. Don't worry.

p4uL
12.09.2011, 05:29
... dazu gibt es noch ca. 100 OP-Schwestern, 50 Anästhsie-Pflege-Kräfte, 400 Stationspflegekräfte (+ Teilzeitkräfte), die Ärzte aus den anderen Abteilungen, Oberärzte, Chefs, Korrifeen und Putzfrauen/- männer, Techniker, Verwaltungsleute, etc................

Nach ein paar Monaten hast du mind. 100 Namen gelernt. Macht doch Spass soviele neue Leute kennen zulernen. Wenn Du gut bist kennt dich bald jeder, wenn nicht, auch!!! :-D

SarahT.
12.09.2011, 12:45
Danke für eure Antworten!

Ich stelle mir aber auch unsympathischerweise die Frage, wie man da "Karriere" machen kann. Der Chef hat doch gar keinen richtigen Einblick in meine tägliche Arbeit. Ich kann mir auch z.B. in einem Fach wie Kardiologie nicht vorstellen, wo die großen Unterschiede bei den Assistenzärzten liegen sollen; ich denke, was die normale Stationsarbeit angeht, mit der man die ersten Jahre zu tun hat, dürfte es ja keine großen Unterschiede zwischen den Assistenzärzten gibt. Und wonach richtet sich nun ganz platt gefragt, wer an den Kathetertisch darf?

Muriel
12.09.2011, 12:52
Gute Vorgesetzte erkennen eigentlich ganz gut, wer "förderungswürdig" ist und wer noch mal ein bisschen auf die Weide muss. Es gibt ganz gravierende Unterschiede in der Art und Weise eine Station zu führen. Und auch wenn genau das ja nicht der Traum aller lernwilligen Assistenten ist, so ist eine gute (!) Stationsarbeit nicht nach drei Tagen zu beherrschen und bei einigen auch nach Jahren nicht. Und wer bei ungeliebten Arbeiten nicht einen vernünftigen Einsatz zeigt, der wird auch sicherlich nicht der Erste sein, der die Rosinen bekommt.

sodbrennen
12.09.2011, 14:16
Das Problem gibt's doch überall. Schau dir große Firmen an (wobei... eigentlich reicht da auch schon ein mittelständischer Betrieb, wenn du 30 schon als viel empfindest ;-)), da ist es genauso. Aber es gibt ja nicht nur den Chef, sondern auch noch Hierarchieebenen dazwischen. Und zumindest der Oberarzt sollte doch ganz gut mitbekommen, wie du dich "benimmst". :-top
Wie war's denn im Studium? Da hängt das ja auch vom Engagement ab. Wenn man will, kann sich man durch entsprechendes Engagement auch positiv (oder negativ ;-)) von der Masse abheben. Wobei es da natürlich noch nicht so wichtig ist.

Mano
12.09.2011, 16:57
"Und wonach richtet sich nun ganz platt gefragt, wer an den Kathetertisch darf?"
Ob du dich Oberarzt nennst oder nicht... :-nix Und zumindest davon gibts ja nicht mehr ganz so viele...

Miss
12.09.2011, 17:15
Wir sind auch so um die 50...die kennt der Chef schon alle ;-) und der weiß vielleicht nicht von jeden Einzelnens Schwäche und Stärke -aber er weiß schon, ob jemand grundsätzlich was kann und ob er engagiert ist (und bespricht sich auch mal mit den anderen Oberen). Keine Sorge ;-)

Lava
12.09.2011, 19:25
Junge, Junge... an was für Kliniken arbeitet ihr denn? :-(( Wir sind 16 Assistenten und 4 Oberärzte. Finde ich sehr angenehm. :-)

OK, in der Anästhesie arbeiten natürlich mehr Leute, aber die kenn ich eigentlich auch fast alle :-nix

SarahT.
12.09.2011, 22:15
Danke für eure Antworten, das ist ja beruhigend zu wissen.