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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tag 1 -A 28 / B47 -Tropenreisende



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Unregistriert
04.10.2011, 16:03
Einfach raus aus der Wertung mit der Frage...

Grübler
04.10.2011, 16:05
Es geht aber immer noch um eine "unspezifische" Gastroenteritis, nicht eine "unkomplizierte" ;-)

Deine Quelle ist aber durchaus interessant! Dennoch halte ich die Gastroenteritis in dem Zusammenhang nach wie vor _wahrscheinlicher_ ;-) (Was das IMPP als Wahrheit ansieht - da könnte die Malaria unter dem Gesichtspunkt aber leider tatsächlich stimmen :-)) ).

Vielleicht kommt da ja noch die große Auflösung durch die ML-Experten. Da bin ich jedenfalls drauf gespannt :-))

Mukozele_des_Grauens
04.10.2011, 16:12
Naja: blablabla...FIEBER...blablabla...KENIA-Urlaub...blablabla...INSEKTENSTICHE...blablabla...
Das schreit doch fast nach Malaria :)

Eben.
ABER oftmals finden sich Hinweise über längere Aufenthalte im Freien sowie in der Nähe von Wasser.
Mücke ist ja nicht gleich Mücke, auch nicht in Kenia ;-) .
Dazu fand sich aber nichts, im Gegenteil, die Dame war nur tageweise unterwegs und nächtigte brav im Hotel.
Zusammen mit der unspezifischen Klinik (unspezifisch ungleich unkomplizert ;-) ) hat sie glücklicherweise mMn "nur" den harmlosen Infekt.

pseudofischer
04.10.2011, 16:20
Eben.
ABER oftmals finden sich Hinweise über längere Aufenthalte im Freien sowie in der Nähe von Wasser.
Mücke ist ja nicht gleich Mücke, auch nicht in Kenia ;-) .
Dazu fand sich aber nichts, im Gegenteil, die Dame war nur tageweise unterwegs und nächtigte brav im Hotel.
Zusammen mit der unspezifischen Klinik (unspezifisch ungleich unkomplizert ;-) ) hat sie glücklicherweise mMn "nur" den harmlosen Infekt.

Hihi, wir werden wohl die richtige Lösung erst vom IMPP bekommen :) Solange bis die mir das Gegenteil beweisen, bin ich von der Malaria überzeugt. Und Ihr eben vom unWASAUCHIMMER Infekt :D
Lirum larum, es ist doch schön wenn man sich gesittet mit so einer Sache auseinandersetzen kann.

jsthemaster
04.10.2011, 16:38
Invasive Keime (Shigellen etc.) machen Fieber.

--> Antwort E

Zu blander Verlauf für Malaria. Keine Leberwerterhöhungen.

Unregistriert
04.10.2011, 16:51
Habe auch die Gastroenteritis genommen, aber hinter den Antworten des IMPP steckt immer eine didaktische Absicht.

Praktisch haette ich derPatientin trotz meiner Vermutungsdiagnose einen dicken Tropfen abgezwackt.

Unregistriert
04.10.2011, 18:33
ML hat jetzt auch auf unspezifische GE umgeschwenkt ;-)

pseudofischer
04.10.2011, 19:16
UNERHÖRT!!! ;-) ;-) ;-)

Grübler
04.10.2011, 19:33
Ich wollte nur mal anmerken, dass ich es sehr erfrischend finde, so nett zu fachsimpeln und diskutieren. Habe mich vor allem in diesem Thread hier teils köstlich amüsiert :-) !

Fino
05.10.2011, 01:13
Koennte mal jemand die hier diskutierte Frage mit den angebotenen Antwortmoeglichkeiten posten?

*Neugier*

Evil
05.10.2011, 09:36
Aus urheberrechtlichen Gründen dürfen Original-IMPP-Fragen im Forum leider nicht gepostet werden.

Gruß, Evil

god0t
05.10.2011, 14:39
Ich bitte um Entschuldigung.

zoe*
07.10.2011, 15:05
.. oder doch das Dengue-Fieber?! :-))

Also es sieht doch so aus:

- Reiseanamnese Kenia : spricht insb. für Malaria und Dengue-F., evtl. Hepatitis
- FieberSCHÜBE: schließt jedenfalls Typhus aus, denn hier FieberKONTINUA
- Insektenstiche: Malaria und auch Dengue-Fieber werden durch Mücken übertragen!

- Untersuchungszeitpunkt ist 23 Tage nach Beginn der Reise.
Inkubationszeiten
Malaria: quartana 21-42 Tage (sie müsste sich also hier direkt zum Beginn der Reise angesteckt haben.. unwahrscheinlich), tertiana 10-21 Tage (wäre gut möglich), tropica 10-20 Tage oder länger (wäre ebenfalls gut möglich)
Dengue Fieber: 2-10 Tage (gut möglich)
unklare GIT-Infektion natürlich auch von der inkubationszeit her gut möglich.
(zeiten lt. HEROLD Innere Medizin)

- guter AZ der Patientin.
Malaria tropica fällt hier raus, weil das die maligne Form der Malaria ist.
Malaria tertiana: Fieber mit Schüttelfrost, Kopf/ Gliederschmerzen, evtl Husten.. also etwas wie ein Grippaler Infekt, evt. auch Oberbauchschmerzen mit Ikterus etc. weil sich die Plasmodien ja in der Leber vermehren..
bei einer leichten Verlaufsform im noch frühen Stadium könnte man aber sicher diskutieren..

Dengue Fieber: lt. Herold verläuft die Mehrzahl der Infektionen (>90%) asymptomatisch oder wie ein grippaler Infekt! Passt also sehr gut dazu, dass es der Patientin ansonsten sehr gut geht.
(Es stimmt also nicht, was hier weiter oben geschrieben wurde mit dem zwangsläufig schweren Verlauf ..)

- und schließlich das unauffällige Labor:
Malaria: evtl. Transaminasen erhöht, aber das würde schon passen
Dengue-Fieber: leichte Leukopenie, Thrombozytompenie, evtl. Transaminasen hoch

Ich möchte noch anmerken, dass man
1. "bei jeder fieberhaften Erkrankung während oder bis zu 2 Jahre nach einer Tropenreise an Malaria denken und unverzüglich eine Malariadiagnostik veranlassen sollte" und dass "90% aller importierten Malariaerkrankungen innerhalb des 1. Monats nach Rückkehr aus den Tropen auftreten"

und 2. "das Dengue Fieber ist die HÄUFIGSTE Viruskrankheit, die Touristen aus den Tropen importieren" und "bei unklarem Fieber mit Tropenanamnese muss neben Malaria auch immer ein Dengue Fieber ausgeschlossen werden"

Unter Sichtung all dieser Informationen würde ich fast behaupten, dass hier ein Dengue-Fieber gemeint sein soll, denn die Inkubationszeit passt hervorragend, Tropenanamnese und Übertragungsweg (Mücke) stimmen, der Verlauf ist zu >90% asymptomatisch! (was dem unerhört guten AZ der Patientin entspricht) und hinsichtlich von Häufigkeit und Meldepflicht ist es mit Sicherheit im IMPP Katalog als prüfungsrelevant eingestuft.

Ausführlichere Infos und eine bessere Beschreibung der milden Verlaufsform finden sich auf den Seiten des Robert-Koch- Institutes :-lesen

zoe*
07.10.2011, 16:04
.. und noch ein Nachtrag: Quelle: European Centre for Disease Prevention and Control.

"There is no specific case definition for dengue. The EU case definition for “viral hemorrhagic fevers” (VHF) - Commission decision of 28 April 2008 - is used:

Clinical Criteria : Any person with at least one of the following two:

– Fever
– Haemorrhagic manifestations in various forms that may lead to multi-organ failure

Laboratory Criteria : At least one of the following two:

– Isolation of specific virus from a clinical specimen
– Detection of specific virus nucleic acid in a clinical specimen and genotyping

Epidemiological Criteria : At least one of the following:

– Travel in the last 21 days to a region where VHF cases are known or believed to have occurred
– Exposure within the last 21 days to a probable or confirmed case of VHF whose onset of illness was within the last 6 months"

Ein Punkt, der zudem an das Degue Fieber geht, ist die Beschreibung des Reisestils. Die Patientin ist keine Rucksackreisende (typisch für Malaria) sondern meist im Hotel mit nur gelegentlichen organisierten Ausflügen in die Umgebung.

Dazu habe ich nun folgendes gefunden:
"Die Crux bei Dengue ist, im Unterschied zur Malaria, daß die Überträgermücken hervorragend an die Bedingungen im urbanen Raum angepasst sind. Daraus folgt, daß Reiseziele von Geschäftsreisenden wie die Hauptstädte oder andere Großstädte sowie die Touristenressorts nicht frei von Überträgern sind. " so das institut für Medizinische Information.

Da ist nun schon ein ziemliches Detailwissen in Tropenmedizin notwendig; und wie das IMPP das letztlich sieht, steht in den Sternen. Bei denen ist es bestimmt die Hepatitis A :-keks

bella7
07.10.2011, 18:49
hi leute!
Desweiteren ist von hypersegmentierten Granulozyten die Rede. Das sind doch Neutrophile. Oder ?!? Hat man bei einer Malaria nicht eher einer Eosinophilie...