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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Blutdruck und Infarkt - Fachleute gefragt!



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Düstertroll
25.08.2003, 14:26
Puh, na dann bin ich beruhigt... ;)

RS-USER-Schädelspalter
25.08.2003, 14:59
Original geschrieben von Hoffi
wo wir gerade dabei sind. gibt es noch was andereres (besseres) als fenestil gegen wespenstiche? oder habe ich mit fenestil schon das mittel der wahl aus der hausapotheke genommen?
Kühlen! Ein Bekannter hat sich tiefgefrorene Erbsen in einen Waschlappen getan, weil die sich jeder Körperregion anpassen :confused: - ich habe lieber nicht gefragt, wo er gestochen wurde ;) - aber: nach dem Auftauen nur wieder einfrieren, wenn man sie nicht mehr essen will ;)
Gegen Antihistaminka kann man übrigens leicht Allergien entwickeln, insbesondere wenn man sie als Salbe regelmäßig, großflächig oder auf geschädigter Haut anwendet (verkauft werden sie trotzdem...).
Allen wünsche ich: GUTE BESSERUNG (bei Bedarf :) )

RS-USER-schmoelzi
26.08.2003, 06:48
Pragmangelee wär auch noch was gegen Instektenstiche.

Hubschrauberfanatiker
28.09.2003, 20:49
Zum Thema Wespenstich würde ich sagen Rasierklinge und aufschneiden, dann aussaugen und abbinden:D :D

Oder war das bei was anderem:-p :-p

RS-USER-Peter Artz
29.09.2003, 01:44
Um mal wieder zum Ausgangsthema zurückzukehren...

Alle folgenden Ausführungen stellen keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit - es handelt sich lediglich um ein Fallbeispiel!


Original geschrieben von Düstertroll
So, hier mal eine wichtige Frage an alle Docs in diesem
Forum:

Die Mutter einer Bekannten hat vor kurzem einen
"stillen/auflaufenden" (?) Herzinfarkt erlitten. Ihr
Blutdruck liegt bei 217 zu 160, wobei der letzte Wert
laut meiner Bekannten nicht 100%ig sicher ist. Nun
klagt sie über ein Beklemmungsgefühl im Rücken in
der Herzgegend und über Taubheitsphasen im rechten
Arm. Wegen dem Blutdruck nimmt sie bereits seit längerem
Tabletten.

Was ist von dieser Situation zu halten, bzw. was kann
man tun? Für Infos diesbezüglich wäre ich euch sehr
dankbar!!!!


Also unter stillen/auflaufenden HI könnt ich mir vorstellen das ein Herzinfarkt gemeint ist, der eher durch eine chronische Myokardischämie (z.B. arteriosklerotische Gefäßverengung) als durch einen plötzlichen Verschluss einer oder mehrerer Herzkranzgefäße (z.B. durch Thrombus) entstanden ist.

Symptome: Beklemmungsgefühl, Schmerzen Rücken, Herzgegend und Taubheitsphasen des rechten Armes sind passend

Vielleicht ist der Infarkt auch durch den hohen Blutdruck entstanden: Herzhypertrophie --> gesteigerter O2-Bedarf --> schleichend zunehmende Myokardischämie --> HI

Zielblutdruck ist unter 130/80 anzusiedeln --> die Frage ist wenn sie Tabletten gegen ihren Blutdruck nimmt welche das sind? --> positiv wirkt sich hier ein kardioselektiver Betablocker aus, der zugleich den O2-Bedarf des Myokards senkt und so kardioprotektiv wirkt.

weitere Diagnostik: Langzeit RR, EKG, Ergometrie
Labor: LDL, HDL, gesamt. Cholesterin

würde ich jetzt als noch-nicht-Mediziner so vorschlagen

Schreib doch mal etw. mehr dazu, Düstertroll ... interessiert mich wie es weiter gegangen ist...

DerBlinde
29.09.2003, 12:19
Ein sog. stiller Infarkt ist typisch für Diabetiker. Der Infarkt wird idR nicht sofort erkannt (deswegen still), weil der Patient keine oder kaum Schmerzen hat. Das hängt aber mit der allgemeinen Nervenschädigung bei Diabetes zusammen. Der Infarkt selber wird sicher kaum durch einen kleinen Thrombus in diesem Falle verursacht worden sein, sondern IMHO eher durch eine Plaque-Ruptur bei vorgechädigten Gefäßen.
Wieso handelt es sich hier um einen stillen Infarkt? Ich denke, die Mutter war einfach zur Routine-Untersuchung. Im EKG hat man eben den abgelaufenen Infarkt und die Narbe gesehen. Da sie sich an kein spezielles Ereignis erinnern kann, hat man von einem stillen Infarkt gesprochen.
Das Einzige an Diagnostik, was ich in diesem Stadium für sinvoll halte, ist eine Coro. Labor wird keine Veränderungen zeigen, da der Infakrt ja schon etwas länger zurück liegt ;)