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Intensivling
26.02.2004, 10:26
Schmoelzi, versuch mal einem 7 jährigen Kind in einer weltlichen schule das zu erklären. In Bayern wurde es über Klagen erreicht die Jesus Kreuze aus den Schulklassen zu verbannen und nun kommen dann Kopftücher ???
Das wäre der hohn schlechthin. Ich muss von einer Lehrerin in einer weltlichen / demokratischen Schule auch erwarten können ein weltliches Bild zu vermitteln und das geht mit Kopftuch als Ausdruck einer Religionszugehörigkeit eben nicht.

RS-USER-schmoelzi
26.02.2004, 10:30
Wenn ein Kreuz im Klassenzimmer hängen darf, dann wird wohl das Kopftuch auch kein Prolbem sein. Wenn das Kreuz verbannt wurde, dann auch das Kopftuch. Davon red ich die ganze Zeit. Klar wäre es Hohn wenn die Kreuze draußen sind, dass Kopftücher getragen werden dürfen, somit sind wir wieder bei meinem Standpunkt alles oder gar nichts.

Xaxis1
26.02.2004, 10:31
Original geschrieben von schmoelzi


Meiner Meinung nach fördert es wohl eher die Toleranz wenn Kinder möglichst früh mit anderen Religionen konfrontiert werden!

Ich finde eben NICHT, daß man sie damit "konfrontieren" muß - es reicht, wenn sie andren Religionen im "normalen" Leben begegnen.

Args ich hab leider grad net die Zeit alle Argumente aufzuführen, aber ein Anstoß noch:

Wenn allen behinderten - wie auch immer geartet - Menschen nur halbsoviel Toleranz und Verständnis entgegen käme, wie den achsoarmen Ausländern in D, dann wäre denen EINIGES geholfen !

RS-USER-schmoelzi
26.02.2004, 10:43
Original geschrieben von Xaxis1
Ich finde eben NICHT, daß man sie damit "konfrontieren" muß - es reicht, wenn sie andren Religionen im "normalen" Leben begegnen.

Okay, ich muss mich an dieser Stelle als Atheist outen, somit seh ich das wohl aus einem noch anderen Blickwinkel.

Dennoch halte ich es wichtig mit einer möglichst frühen Konfrontation - ich sag das jetzt bewusst - einen Abbau der Vorurteile gegenüber anderen Kulturen und Religionen zu erreichen. Wenn man nicht rechtzeitig darüber aufklärt, werden andersgläubige wohl immer die anderen, komischen bleiben.

Das man jetzt Ausländer besonders vorsichtig und mit über drüber Toleranz entgegen treten muss hab ich nicht gesagt, es ging mir nur darum, wenn schon Religiöse Symbole gezeigt werden, dann soll das alle dürfen.

RS-USER-schmutz
26.02.2004, 10:57
Also ich muß dem Schmoelzi zustimmen entweder alle oder keiner

Aber ich glaub, dass es einen Unterschied macht wer die religiösen Zeichen anbringt. Wenn eine Privatperson mit Kippa oder Kreuz oder einen Halbmond und Kopftuch rumläuft ist das eine Sache. Wenn vom Staat religiöse Zeichen in öffentlichen Gebäuden angebracht werden ist das eine andere Sache. Und als Lehrer/in in einer öffentlichen Schule bin ich Representat meines Dienstgebers (öffentliche Hand -> Staat).
Im Sinne der Gewaltentrennung soll der Staat keine Religion bevorzugen oder deren Symbole öffentlich fördern.

Das Hauptproblem in Frankreich war sofern ich das richtig mitbekommen habe, dass die Schuler, welche nicht christliche religiöse Symbole trugen, attakiert wurden. Daher glaub ich, ist dieses Gesetz auch von dem Standpunkt der Sicheheit für die Schüler zu betrachten.
Prinzipiel bin ich im Sinne der religionsfreiheit schon der Meinung, dass ein jeder sich deklarieren dürfen soll wie er möchte.

Soviel zu meiner Meinung die sich gegen gewachsene religiöse Strukturen auflehnt (bin aktiver Atheist)

Xaxis1
26.02.2004, 12:22
Auch gleich outen:
Ich bin keine Atheistin.

Schmoelzi: Frühzeitig ? Dann ist Grundschule auch schon zu spät :D

Toleranz "andersartigen", überhaupt andren Menschen gegneüber lernt man im Elternhaus.

Was mir auffällt: Ihr seid beide aus Ö.

Wie isses denn da so mit Ausländern ?

Wieviele Schulen gibts, in denen mehr Ausländer als Inländer sitzen ?
Wieviele Extrastunden, um den Kindern (die in D geboren wurden !!! oder schon länger als 2 Jahre hier sind..) DEUTSCH beizubringen (die Sprache des Landes, in dem sie leben, dessen "Staat" für sie einspringt...) ?

RS-USER-schmoelzi
26.02.2004, 12:35
Klar lernt man Toleranz auch im Elternhaus, aber du wirst mir nicht widersprechen, wenn ich sage die Schule und das Umfeld dort trägt auch das ihre dazu bei.
Das es in der Grundschule wohl zu spät ist, da stimm ich dir zu, aber besser spät als nie.

Es gibt auch in Ö, vorallem in den Ballungszentren Schulen in denen mehr Ausländer sitzen als Ö und es gibt auch Extradeutschstunden, selbst am Land wo vielleicht grad mal 2 Schüler pro Klasse Ö nicht als Staatsbürgerschaft angeben.

Xaxis1
26.02.2004, 12:55
Original geschrieben von schmoelzi
Klar lernt man Toleranz auch im Elternhaus, aber du wirst mir nicht widersprechen, wenn ich sage die Schule und das Umfeld dort trägt auch das ihre dazu bei.
Das es in der Grundschule wohl zu spät ist, da stimm ich dir zu, aber besser spät als nie.



So - und warum wird die Toleranz nur von den DEUTSCHEN Eltern und Schülern gefordert ? Warum nicht von den ausländischen Kindern/Eltern, daß diese sich ein wenig anpassen und in D gewachsene Gepflogenheiten akzeptieren und tolerieren ?

Warum bitte würgt es mich, wenn ich - und das sind in R nicht weniger - sichtbare Ausländer in gebrochenem Deutsch darüber reden höre, daß a) die Kids, die ich betreue, eh nix wert sind (klar, in deren Heimat geschehen mit schwerst Behinderten ganz andre Dinge als hier...) b) Frauen sexuell genötigt werden wollen ? Hab da noch einiges andres auf Lager...

Neben unsren Wohneinheiten ist ein Aussiedlerwohnheim, mehrmals wöchentlich Sondersignaleinsätze - Polizei, Feuerwehr usw...
die rufen übrigens durchaus den Notarzt, wenn ihnen nach dem Sauen übel ist, Taxi ist zu teuer und Bus zu unbequem...

Und JA, ich verallgemeinere bewußt !

Weil die wenigsten Ausländer, die ich kenne, bereit sind, sich hier wirklich einzugliedern !


Original geschrieben von schmoelzi


Es gibt auch in Ö, vorallem in den Ballungszentren Schulen in denen mehr Ausländer sitzen als Ö und es gibt auch Extradeutschstunden, selbst am Land wo vielleicht grad mal 2 Schüler pro Klasse Ö nicht als Staatsbürgerschaft angeben.

Grad mal 2 Schüler die nicht aus Ö sind ?
Gratuliere, findest in D kaum noch !!!

Es geht mir um DIE Schüler, die eine DEUTSCHE Staatsbürgerschaft haben - weil hier geboren - in deren Elternhaus aber kein Wort DEUTSCH gesprochen wird; wo die Jungs als Machos und die Mädels als nixwert aufgezogen werden !

Wir haben ein deutsches Kind türkischer Eltern in der Gruppe, schwerst behindert durch Inzest.
Die MUTTER hat es in 20 JAHREN in D NICHT geschafft, soviel Deutsch zu lernen, daß man mit ihr ein Telefonat führen kann !!

Deiner Logik nach müßt ihc jetzt türkisch lernen, oder versteh ich das falsch ?

RS-USER-schmoelzi
26.02.2004, 13:30
Original geschrieben von Xaxis1
Warum nicht von den ausländischen Kindern/Eltern, daß diese sich ein wenig anpassen und in D gewachsene Gepflogenheiten akzeptieren und tolerieren ?

Weil die wenigsten Ausländer, die ich kenne, bereit sind, sich hier wirklich einzugliedern !

Mir ging es mehr um religiöse Symbole/religiöse Freiheit als um die Sprache usw., aber auch das Thema können wir gerne weiterführen.
Ich bin auch der Meinung, dass wenn sie schon in einem anderen Land leben, auch anpassen was die Stellung der Frau betrifft und wie mit körperlich/geistig beeinträchtigten Menschen umgegangen wird, usw. Das ist mir auch sehr wichtig, nur hat das eben mit der von mir so geforderten Toleranz bezüglich religiösen Symbolen zu tun.
Nur musst du zugeben, dass das nicht nur Ausländer betrifft es gibt auch zur genüge Deutsche sowie Österreicher die einem hinterwäldlerischem Gedankengut nachlaufen. Möglicherweise nicht in diesem Ausmaß, aber doch.

Deine Verallgemeinerung kannst du nur für ich treffen, ich kenne einige Ausländer die nicht so leben wie du angesprochen hast. Damit mein ich jetzt nicht EU Ausländer sondern ehem. Bewohner Guineas bzw. aus Senegal.


Original geschrieben von Xaxis1
Die MUTTER hat es in 20 JAHREN in D NICHT geschafft, soviel Deutsch zu lernen, daß man mit ihr ein Telefonat führen kann !!

Deiner Logik nach müßt ihc jetzt türkisch lernen, oder versteh ich das falsch ?

Ja das verstehst du falsch. Wenn ich schon in einem anderen Land lebe, dann sollte ich mich doch in irgendeiner Weise verständigen können um eben ein Telefonat zu führen, Amtswege zu erledigen, uvm.. Ich fordere jetzt nicht dass sie unbedingt D können, Englisch wäre z.B. auch eine Möglichkeit, natürlich wäre D er Idealfall, vorallem nach 20 Jahren.

Ich fahre täglich in Wien mit der U-Bahn, glaub mir in manchen Wagen sind sicher auch mehr Ausländer als Ö, aber ich bin mir ganz sicher, nicht jeder davon ist ein frauenschlagender Macho der sich nur blöd aufspielt. Also nicht das du glaubst ich sehe das aus einem entfernten Blickwinkel.
Auch im RD hab ich oft mit Ausländern zu tun, wo es mit der Verständigung des öfterne Probleme gibt.

Xaxis1
26.02.2004, 15:16
Original geschrieben von schmoelzi
Mir ging es mehr um religiöse Symbole/religiöse Freiheit als um die Sprache usw.,


Wir reden tatsächlich teilweise ziemlich aneinander vorbei, bin zu global geworden, sorry !

Gut, religiöse Symbole sind okay, solange sie nicht zeitgleich aktuell für die Unterdrückung einer Minderheit stehen...
Das Kopftuch symbolisiert schlicht und einfach die Unterdrückung der Frauen durch die Männer, und es ist NICHT wirklich religiös, sondern imho ein fast astreines POLITISCHES Symbol - u.a. eben für Fanatismus (und erzähl mir nicht, daß díese Klagegeilheit net fanatisch ist - zumal die eine Frau vorher Mitglied einer radikalen islamischen Gruppe war...).

Ich bin Christ, auch ohne Kreuz um den Hals, es zählt die INNERE Einstellung, meinst net auch ?

MIR würde es halt nie einfallen, in einem muslimischen Land darauf zu klagen, ein Kreuz an die Wand hängen zu dürfen...

Es steht den Menschen, von denen ich hier rede, VÖLLIG FREI, zurück in ihr Heimatland zu gehen (nur - ojeh - sind sie da WIRTSCHAFTLICH schlechter dran als hier...). Ich empfinde es als eine Unverschämtheit des Gastlandes gegenüber; derart fordernd aufzutreten, wie es v. a. in D geschieht (da gibts net nur den Kopftuchstreit, da is der Kalifstaat usw...).

Wie ist das denn in Ö, unterrichten da Frauen mit Kopftuch an STAATLICHEN Schulen ?


Original geschrieben von schmoelzi

Nur musst du zugeben, dass das nicht nur Ausländer betrifft es gibt auch zur genüge Deutsche sowie Österreicher die einem hinterwäldlerischem Gedankengut nachlaufen. Möglicherweise nicht in diesem Ausmaß, aber doch.



Du schreibst das ganz richtig: NICHT in DIESEM AUSMASS.
Und schmoelzi, sorry, aber: Die sind STAATSBÜRGER, und für mich ist das in diesen Dingen sehr wohl ein Unterschied !


Original geschrieben von schmoelzi


eine Verallgemeinerung kannst du nur für ich treffen, ich kenne einige Ausländer die nicht so leben wie du angesprochen hast. Damit mein ich jetzt nicht EU Ausländer sondern ehem. Bewohner Guineas bzw. aus Senegal.



Gut, Tacheles: Ich hab noch vor knappen 10 Jahren Preise mit Geschichten gegen Ausländerhaß (damals war grad der "Rechtsruck" hier in D) gewonnen, mich sehr engagiert für die Eingliederung von Aussiedlern, Asylanten und Co.

Es gibt Ausländergruppen, die ich auch aus der Zeit ausnahmslos als negativ in Erfahrung habe: Kosovo-Albaner (Asylanten, die nun wirklich wieder in den Kosovo könnten, und dort mit aufbauen, statt der deutschen Soldaten...), Russlanddeutsche (die Oma hatte einen dt. Schäferhund und darum kassiert der Enkel hier Rente obwohl er erst mit 50 als Sozialfall herkam... nein, kein EInzelfall, schmoelzi - meine Einstellung hat sehr viel mit sozialem Unrecht in D zu tun !) und teilweise Rumäniendeutsche (da war ich aktiv in der Rumänienhilfe, bis nach 3 Jahren rglm Lieferungen nur noch NEUWERTIGSTE Kleidungsstücke, etc willkommen waren - hey, das konnte ich mir für mein Kind auch net leisten !).

Ich habe in einem KH in einer Art sozialen Brennpunkt gearbeitet, 2 Asylantenwohnheime um die Ecke - wie gesagt; damals noch sehr pro Integration und allen Ausländern helfen eingestellt, bin ich ein einziges mal von einem Deutschen saublöd angesprochen bzw berührt worden - im Gegensatz zu den Anzüglichkeiten (Du heut gefickt ? war eine üblihce Begrüßung !!) der Kosovoalbaner...
diese Erfahrung deckt sich mit denen, die ich nun an der Bushaltestelle machen darf, wenn cih mit den Kids unterwegs bin...
Des weiteren haben sich im Kh die Angehörigen völlig ungeniert am Essen im Essenswagen bedient, die Stationsküche ausgeräumt, sich die Leute einweisen lassen weil sie DURCHFALL haben, es kamen Leute mit seit 6 Jahren nicht behandelten Frakturen, die sich aufführten wie sonst was - wenn man wagte, was zu sagen, kam sofort die Nazi-Keule !!
"ICh sein Ausländer du mir nix tun du braune Sau/du nazi/du hitlerschlampe" u.ä.

Unsere Orthoptistin ärgert sich schwarz über 6 türk. Patienten, di von der KRANKENKASSE einen Dolmetscher bezahlt bekommen (nach 15 Jahren Deutschland !!!). Ja Mensch, dann soll er weiter schief gucken, sorry...

Wenn Du bedenkst, daß es - NOCH - in D ja einiges mehr an Deutschen als an Ausländern gibt, 2/3 aller Straftäter in Sachen Gewalt an der Schule aber Ausländer sind - was dnan ?

Na klar, die bösen Deutschen haben nicht genug fpr die armen Ausländer getan... da kommt mir echt die Galle hoch, weißt...

Es ist wirklich so, zumindest hier im Umkreis, daß Integration NICHT GEWÜNSCHT wird - die Ausländer, die es möchten, tun es !

Und da kenn ich auch einige, nur wie gesagt: Der GROSSTEIL hier ist NICHT daran interessiert, sich einzubringen und anzupassen... und DAS toleriere ich nicht mehr, ich möchte, daß meine Tochter in DEUTSCHLAND aufwächst, nicht im Multikulti !

Muß dazu sagen; die Bevölkerungsgruppe, die Du erwähnst, ist auch mir bisher seltens unangenehm aufgefallen - das sind Menschen, die die Gastfreundlichkeit in D oder Ö eben zu schätzen wissen...

RS-USER-schmoelzi
26.02.2004, 20:52
Zu allem was ich geschrieben habe/ schreiben werde möchte ich sagen das es meine Meinung ist, ich dich nicht zu überzeugen versuche und dass ich deine Meinung respektiere, selbiges dürfte für dich gelten, wenn ich dem bisher geschriebenen folge.

Ich pick mir jetzt paar Sachen raus zu denen ich Stellung neheme, kann also etwas durcheinander sein, Sorry.


es zählt die INNERE Einstellung, meinst net auch

Klar zählt die innere religiöse Einstellung auch, aber wenn man das offen zur Schau stellen will, warum nicht, zumind. mich stört es nicht.


ich möchte, daß meine Tochter in DEUTSCHLAND aufwächst, nicht im Multikulti

Was ist so schlimm dran. Ich bin durchwegs patriotisch, dennoch interessieren mich andere Kulturen und deren Lebensweise und das will ich auch an meine Kinder weitergeben. Ich sehe es als sehr wichtig an, eben von dieser Denkweise wegzugehen und sich das für einen lebenswerte aus anderen Kulturen herauszupicken. So wird dann vielleicht doch diese "Ausländer = anders, komisch - Denken" fallen. Von jedem Menschen kann man etwas lernen und das ist gut so.
Natürlich stell ich mir das stark idealisert vor, mit einem respektvollem Umgang miteinander und nicht mit einer von dir angesprochenen blöden Anquatschen.

So schlechte Erfahrungen wie du hab ich zum Glück noch nicht gemacht, da würde ich das ganze wohl auch entschieden anders sehen.


Ich empfinde es als eine Unverschämtheit des Gastlandes gegenüber; derart fordernd aufzutreten, wie es v. a. in D geschieht

wenn man wagte, was zu sagen, kam sofort die Nazi-Keule

Das sehe ich auch als großes Problem. Zu diesem Thema bin ich absolut deiner Meinung, auch in bezug auf das soziale Unrecht stimm ich dir zu. Nur wie gesagt, es gibt in D sowie in Ö auch genügend Staatsbürger die lieber als Sozialschmarotzer leben.
Ich wollte nur auf den Punkt hinaus, das ganz bestimmt nicht alle Ausländer schlecht sind.

Das zusammenleben in Asylantenheimen ist für mich ein großer Knackpunkt. Wie kann sich jemand integrieren, wenn er nur mit Leuten aus seiner alten Heimat zusammen lebt. Wie kann da der kleine Junge lernen Frauen zu respektieren, wenn er es von den Vätern nicht anders vorgelebt bekommt. Wie kann dort jemand Deutsch lernen, wenn sie sowieso nicht under Deutschen sind und somt D sprechen müssen.


Wie ist das denn in Ö
Ob Muslime mit Kopftuch unterrichten, kann ich dir nicht sagen, da bin ich leider überfragt. Jedenfalls als Schülerin ist es kein Problem. "Dank" dem rechtsruck auch in der Ö Regierung (die mit der Angst gegenüber Ausländer auf Stimmenfang geht und diese Angst auch noch ausbaut und aufbauscht) denke ich aber schon dass eine Lehrerin mit Kopftuch nicht gern gesehen ist.

Reanimator
05.03.2004, 15:34
Tja - auch ein kleines Wespennest ist eins! :D

Ich habe die Diskussionen hier mit Freude und großem Interesse gelesen bisher, nun muß ich auch noch mal meinen Senf dazugeben:
Daß man im Iran et.al. halt nicht so rumlaufen kann wie hier in D, muss jedem der da hin fährt klar sein - das ist ja auch wieder ein ganz anderes Thema, liegt an Regierungsform und Kultur etc. ICH kann mich da anpassen - andere halt nicht.
Christen haben ihre Kreuzzüge schon im Mittelalter gemacht und zwar einfach deshalb, weil hier die ökologischen und klimatischen Bedingungen schnelleres 'Wachstum' ermöglicht haben. 500 Jahre später kommen halt jetzt die Muslime dran...
Ich stelle mir oft die Frage - wenn jetzt jemand wirklich davon überzeugt ist, als Märtyrer im Paradies zu landen und da 70 Jungfrauen zu erhalten - na fein, soll ers machen zum Teufel. (Wenn ich mir ein Paradies mit 70 Jungfrauen vorstelle, ist das auf jeden Fall mal die ersten 10-15 Jahre die HÖLLE, bis du denen alles beigebracht hast :grins: )
Und was bekommen die, die sich zwar selbst gesprengt haben, dabei aber nur Glaubensbrüder mit in den Tod rissen???

So, jetzt tun mir langsam die Finger weh, ich oute mich zum Schluss auch noch: Ich bin überzeugter Buddhist.
Da habe ich auch nicht das Problem mit religiösen SYMBOLEN - die sind zwar fein, aber unnötig. Und ich habe das Om-Kara auf meinem Oberarm TÄTOWIERT - da solln se mal was dagegen machen! :D :jump: :-keks :rock:

RS-USER-DerDings
05.03.2004, 15:50
ganz kurze anmekrung von mir:

1.) in der türkei ist das kopftuch verboten - attatrük hat da eine ganz strikte trennung von religion und allem staatlichen durchgesetzt (gut - jetzt sind wieder die islamisten dran, bin gespannt wies da jetzt weiter geht - in der eu will ich sie aber ehrlich gesagt nicht - ist aber'n anderes thema :rolleyes: )

2.) ist's mir persönlich schei55egal wie jemand angezogen ist. dem spruch "kleider machen leute" konnte ich noch nie etwas abgewinnen.
gewisse grenzen sollte es aber trotz allem geben. überzogen gesporchen: der Bundespräsident von österreich/deutschland sollte nicht gerade im Fez rumrennen.

multikulti gut und recht, gefällt mir auch sehr (ich liebe london: rastas, krishnas, rotröcke, taliban und "gangsta-niggaz" - und das alles auf einem quadratmeter ;) :-p) aber wir haben auch eine kultur und die sollte nicht vergessen werden - wobei ich amerika als größere "gefahr" für unsere kultur ansehe als den islam.

RS-USER-DerDings
05.03.2004, 15:51
Original geschrieben von Trekker
Wenn ich mir ein Paradies mit 70 Jungfrauen vorstelle, ist das auf jeden Fall mal die ersten 10-15 Jahre die HÖLLE, bis du denen alles beigebracht hast


LOL
:grins: :grins: :grins:

RS-USER-schmoelzi
05.03.2004, 15:57
Original geschrieben von DerDings
multikulti gut und recht, gefällt mir auch sehr (ich liebe london: rastas, krishnas, rotröcke, taliban und "gangsta-niggaz" - und das alles auf einem quadratmeter ;) :-p) aber wir haben auch eine kultur und die sollte nicht vergessen werden

Stimmt ich voll zu! Man kann sich von überall das beste raussuchen und als inteligenter Mensch kann man auch friedlich zusammenleben.

silver tabby
05.03.2004, 16:46
Also ich habe aus Zeitmagel jetzt nur die letzten posts überflogen, kann also sein, dass ich da was wiederhole. aber man sollte bei der ganzen Debatte vielleicht nicht vergessen, dass Europa schon seit recht langer zeit christlich ist. Ich selber bin nicht getauft und habe mich gerne als Atheist bezeichnet... Wenn man aber ehrlich ist, kann man wenn man in einer christlichen gesellschaft aufgewachsen ist nicht abstreiten, dass man grosse Portionen der christlichen Auffassung als eigen bezeichnen kann.
Und ich finde es schlimm, dass in "urchristlichen" Ländern plötzlich gefordert wird, wenn andersgläubige ihre Insignien nicht in der Öffentlichkeit zur schau stellen sollen, dass dann plötzlich auch die christlichen Zeichen verschwinden müssen.
Ich meine, wenn ich in die Türkei oder in die arabischen Länder fahre, laufe ich auch nicht nackt durch die Strassen. Und wenn ich eine griechisch-orthodoxe kirche betrete zeige ich eben als Frau keine nackte Haut. Ist ja auh okay. Aber Muslime müssen sich nicht anpassen? Und jetzt mal ganz im Ernst. Manchmal sind die erzkonservativen Einstellungen ein echtes Problem: Wenn man beispielsweise eine nicht deutsch sprechende Türkin mit akutem Abdomen untersuchen soll aber zwischen dir und der Patientin befindet sich erstens der Vorhang und zweitens der Mann... Und er will nicht, dass man sie anpackt... Sorry, habe ich kein Verständnis für, zumal die "imigranten" noch wesentlich radikalere Ansichten vertreten als die jungen Leute in den muslimischen Staaten...

RS-USER-schmoelzi
05.03.2004, 17:00
Original geschrieben von silver tabby
zumal die "imigranten" noch wesentlich radikalere Ansichten vertreten als die jungen Leute in den muslimischen Staaten...

Das stimmt, hat mir auch meine Tante bestätigt, nach einem Besuch in der Osttürkei. Dort sind die Menschen schon um einiges liberaler als die Türken hier, die ca. 1970 bis 1980 nach Ö kamen. Diese Imigranten hängen noch viel mehr an alten Traditionen als Türken in der Türkei.

DerBlinde
05.03.2004, 18:14
Jetzt muß man aber den Ernst aus der Diskussion nehmen! ;) :D


Original geschrieben von silver tabby
.... Ich selber bin nicht getauft und habe mich gerne als Atheist bezeichnet...

Jaja, das Stadium habe ich schon lange hinter mir... ;)
Denn:

Früher war ich Atheist!!














Heute weiß ich, daß ich Gott bin!! :grins: ;)

RS-USER-DerDings
06.03.2004, 05:22
"Blind Almighty" oder wie ???

deine spezialität brustvergrößerungen ohne eingriff & silikon ???

Kontrolletti
06.03.2004, 09:46
Original geschrieben von Trekker
(Wenn ich mir ein Paradies mit 70 Jungfrauen vorstelle, ist das auf jeden Fall mal die ersten 10-15 Jahre die HÖLLE, bis du denen alles beigebracht hast :grins: )


naja - was will Mann aber mit 70 Geist-Jungfrauen anfangen - ohne Körper, ohne Hormone, ohne Schaden im Frontalhirn :D

Denn es ist bei den Moslems wohl dasselbe wie bei den Christen: Nur der Geist kommt ins Paradies - das Fleischliche vermodert hier auf der Erde. Von daher ist diese 70 Jungfrauen - Geschichte unglaublicher Blödsinn. :grins: