Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Studienplatzklage
NeverMind
17.04.2003, 09:39
1. Bin auch Kläger gewesen (ABI 2,5 hätte aber auch 3,9 sein können ist denen nämlich scheissegal) und bin durch die Klage direkt an die Master-Uni Leipzig gekommen. Also stell Dich schon mal auf ne Uni im Osten ein, dass sind nämlich für dich ab jetzt die ganz heissen Favouriten *lol* !
2. Zum 3. Semester hat mich dann gottseidank Giessen genommen, FFM lehnt grundsätzlich alles ab und Mainz natürlich auch. Wenn Du also aus Hessen kommst, hoff mal auf Giessen !
3. Giessen ROCKT und ist fast genauso fett wie FFM !
4. Das alles ist auch sehr viel Glückssache, die Tussi die meinen Antrag bearbeitet hat, sagte mir am Telefon, dass Sie bei der Bewerberauswahl nicht auf die Note schauen würde sondern nur darauf, wo der BEwerber herkommen würde. Und so hat jeder Verwaltungsangestellte glaube ich so seine Idee... Trotzdem möchte ich natürlich ohne Namen zu nennen der Frau XYZ am liebsten um den Hals fallen und ihr die Füsse küssen, dass ich angenommen wurde, denn auf Dauer suckt Leipzig irgendwie derbe ab, is aber trotzdem ne geile Stadt ! War ne schöne Zeit, aber jetzt is es noch viiiiieeeeel fetter...
mar.belle
18.04.2003, 12:27
du bist also medizinstudent?
condorito
18.04.2003, 14:20
Was macht ihr eigentlich,wenn ihr eure Wunschstelle nicht bekommt?
Mit den Füssen aufstampfen und euch einklagen,weil es euch nicht passt?Immer schön durchatmen!
Das Abitur ist die Voraussetzung,um an einer Universität studieren zu können,und zwar jedes Studienfach.
Wer sich in der Schule Mühe gegeben hat,kriegt halt schnell seinen Studienplatz,wer nicht,der nicht.So einfach ist das.
Wenn alle Studienplätze nur über Auswahlgespräche vergeben würden,dann würde nicht auf die Abinote geachtet???Alles klar,schön weiterträumen.
Wenn ich diesen Heldenschmus á la "Mut,Herz und wasweissichwas" höre,krieg ich langsam Kopfschmerzen.
Soziale Kompetenzen sind zwar wichtig und gut,primär muss man sich aber Fachwissen aneignen,und das nicht zu knapp,da hilft auch eine mitfühlende Art nix.
Wieso stimmen Mediziner eigentlich immer diese Berufungs-Arie an???
Ich hab selten aus anderen Studiengängen so was vernommen....
Und als letztes: gewöhnt euch an Ungerechtigkeit!
Oder meint ihr,alle mündlichen Prüfungen wären untereinander vergleichbar???
NeverMind
19.04.2003, 08:54
Jupp genau, das geht aber doch eigentlich aus dem Beitrag hervor oder? Es werden immer mehr Leute, die sich einklagen (in unserem Jahrgang waren es allein in Leipzig 50 !!! Ich glaube auch nicht, dass das Abitur in allen Schulen vergleichbar ist. Auf der Schule, auf der ich gewesen bin, gab es Fächer für die man physikumsähnliche Leistungen vollbringen musste um überhaupt ne 2 zu bekommen, ich weiss gleichzeitig von Leuten auf sogenannten "Wirtschaftsgymnasien" die Fächer wie WL, Rechnungswesen etc. im ABITUR hatten und die ne 1 gradezu hinterhergeschmissen bekamen, also vorsicht mit der Standardhaltung der Regelstudenten, das Abitur wäre ein allgemeingültiger Anzeiger für Leistungen, der an den Schulen des Landes immer gleich ist. Das hat auch nix mit Herzschmerz etc. zu tun sondern ist bittere Realität und findet sich an vielen Schulen in Hessen. Es gibt hier halt kein Zentral-Abi!!! Seltsam ist ja wohl auch, dass gerade die Kläger häufig bis zum Schluss im Studium dabeibleiben, während viele Regelstudenten, die ne super Note im Abi hatten und nur Medizin studieren, weil sie so ne tolle Note haben und "erst mal schauen wollen, ob das was für mich ist" nach oder vor dem Physikum, abspringen... Ist sicher nicht die Regel, aber ziemlich häufig meiner Erfahrug nach. Ich bin selbst nicht stolz auf diesen Einstieg, aber beschissen wird so oft und fast überall, und wie Du schon schreibst, das Leben ist nicht immer gerecht... :-music
condorito
19.04.2003, 13:49
Dropouts gibt es immer,ich persönlich kann dazu nix sagen,denn ich kenne überhaupt keine Zahlen dazu,also lass ich es bleiben.
Ich kann mir nur dieses Berufungsgedöns nicht mehr ziehen,denn für mich ist das keine Berechtigung für einen Studienplatz.
Hat man gute Leistungen in der Schule gebracht,kann man sich halt aussuchen,was man studiert.Wo gibt´s denn da was dran zu rütteln?Das ist in anderen Studiengängen genauso,also wieso sollte es in der Medizin anders laufen?
Und nochwas: ich lass mich sehr ungern als der totale nerd hinstellen,bloss weil ich ein gutes Abi hingelegt und mir n Jahr Schule gespart hab.Und noch viel weniger lass ich mir absprechen,dass ich ein guter Arzt werde!
Ich hab genauso wie alle anderen für meine Noten arbeiten müssen,ich kenne KEINEN,dem das alles so zugeflogen wäre.
Jeder soll so in das Studium reinkommen,wie es ihm passt;
ich finde es dennoch vermessen,davon auszugehen,dass jemand der sich zur Medizin berufen fühlt,das Studium besser packt als jemand mi nem guten Abi.
So,und jetzt könnt ihr mich steinigen!
Stroke Unit
19.04.2003, 15:33
Ich kann nur noch mal betonen daß man in Deutschland zumindest einen Platz kriegt auch nach Wartezeit ( ist zwar nicht toll aber man hat eine Chance )
Schaut Euch halt man in anderen Ländern um wie es da läuft und da ist es nicht nur bei Medizin so: da wird gleich von Anfang um gute Noten gekämpft weil die Leute wissen wenn sie in der Schule auf der faulen Haut liegen dann ist es später vorbei man kommt dann halt definitiv nicht mehr rein.
Und ich denk eben das die meisten "schlechten" Abis nicht wegen Dummheit sondern wegen Faulheit und falscher Sorglosigkeit zu stande kommen.
Erzähl mal nur in Frankreich, daß in der 13. Klasse ständig irgendwelche Parties waren- die gucken dich dann an als kämst grad vom Mond oder so- da hat einfach keiner die Zeit irgendwie zu feiern. Da ist es auch nicht so wie bei uns hier, wo der vom Lehrer durchgenommene Stoff für gute Noten in Klassenarbeiten oder Abi ausreicht. Nein da ist es schon wie an der Uni die Leute besorgen sich Zusatzliteratur und ackern so richtig weil sie sonst nicht mal das Klassenziel erreichen. Abis mit 18 von 20 möglichen Punkten ( was wohl so unserem 1.0 Abi entspricht ) werden in den 20 Uhr Nachrichten erwähnt, da gibts nämlich nur ne Handvoll davon.....
So und deswegen denk ich sollten wir alle dankbar dafür sein daß man bei uns im Prinzip immer eine Chance hat das studieren was man eigentlich will und nicht sofort gezwungen wird etwas anderes zu machen weil man von den Noten her niemals zum Eingangstest eingeladen wird.
:-meinung
Stroke Unit
@Condorito: kann Dir nur zustimmen die guten Leute haben ihre Noten nicht geschenkt gekriegt und es ist okay wenn man sie dafür belohnt.
condorito
19.04.2003, 15:50
Original geschrieben von Stroke Unit
Ich kann nur noch mal betonen daß man in Deutschland zumindest einen Platz kriegt auch nach Wartezeit ( ist zwar nicht toll aber man hat eine Chance )
Schaut Euch halt man in anderen Ländern um wie es da läuft und da ist es nicht nur bei Medizin so: da wird gleich von Anfang um gute Noten gekämpft weil die Leute wissen wenn sie in der Schule auf der faulen Haut liegen dann ist es später vorbei man kommt dann halt definitiv nicht mehr rein.
Und ich denk eben das die meisten "schlechten" Abis nicht wegen Dummheit sondern wegen Faulheit und falscher Sorglosigkeit zu stande kommen.
Erzähl mal nur in Frankreich, daß in der 13. Klasse ständig irgendwelche Parties waren- die gucken dich dann an als kämst grad vom Mond oder so- da hat einfach keiner die Zeit irgendwie zu feiern. Da ist es auch nicht so wie bei uns hier, wo der vom Lehrer durchgenommene Stoff für gute Noten in Klassenarbeiten oder Abi ausreicht. Nein da ist es schon wie an der Uni die Leute besorgen sich Zusatzliteratur und ackern so richtig weil sie sonst nicht mal das Klassenziel erreichen. Abis mit 18 von 20 möglichen Punkten ( was wohl so unserem 1.0 Abi entspricht ) werden in den 20 Uhr Nachrichten erwähnt, da gibts nämlich nur ne Handvoll davon.....
So und deswegen denk ich sollten wir alle dankbar dafür sein daß man bei uns im Prinzip immer eine Chance hat das studieren was man eigentlich will und nicht sofort gezwungen wird etwas anderes zu machen weil man von den Noten her niemals zum Eingangstest eingeladen wird.
:-meinung
Stroke Unit
@Condorito: kann Dir nur zustimmen die guten Leute haben ihre Noten nicht geschenkt gekriegt und es ist okay wenn man sie dafür belohnt.
ABSOLUT UNTERSCHREIB!
Und um das nochmal zu sagen:
ich freue mich für jeden,der genau das studieren kann,was er will!
Abba weder gute Noten noch soziale Kompetenz machen aus jemandem einen guten Arzt,sondern Talent!
hallo ihr lieben,
ihr seid hier ja fast alle ziemlich gegen das einklagen eines platzes, aber egal, ich muss jetzt dennoch meine fragen ein erneutes mal loswerden:
wie funktioniert das eigentlich mit dem einklagen eines studienplatzes?
gegen wen wird denn geklagt, gegen die zvs oder die unitaet? was fuer nen anwalt braucht man denn da?
was kostet so etwas?
gibt es aussicht auf erfolg?
wie lange dauert so etwas?
wann sollte man klagen?
was muss/sollte man beachten?
hab leider im netz bis jetzt noch nix darüber gefunden.
da es hier ja auch leute gibt, die soetwas schon gemacht haben, hoffe ich, dass wenigsten die mir helfen koennen, die anderen ......
be cool
hang loose
grüßle
NeverMind
20.04.2003, 17:07
Ich will ja auch niemandem sein ABI madig machen und ich weiss auch, dass man sich anstrengen muss, um gute Noten zu bekommen und dass das auch niemandem zugeflogen kommt, trotzdem WEISS ich aus eigenen Erfahrung das es an manchen Schulen für die GLEICHE Leistung wesentlich bessere Zensuren gitb als an anderen, zumindest in Hessen. Das es dabei stets Ausnahmen gibt ist klar und hat mit einem gute oder schlechten Arzt auch nix zu tun. Das ganze sind sowieso Erfahrungswerte und auf keinen Fall allgemeingültig soviel ist sicher...
MedGarfield
21.04.2003, 18:05
Hallo NeverMInd,
und ich dachte das dicke Auto würde deinen Eltern gehören, aber anscheinend gehört es wohl dir ;-)
Wußte gar nicht, daß du auch so ein Kläger bin. Aber so kann man sich irren. Ich dachte schon, du wärst auch einfach nur fleißig gewesen bzw. bist durch das Auswahlgespräch darein gekommen.
In meinen Augen ist das mit dem Abischnitt einfach eine Notlösung. Wenn nun auf einmal alle Leute Murmeln stapeln wollten, dürften das dann auch nur die Fleißigsten machen. Ein besseres System gibt es eben leider nicht und wird hier im Forum bestimmt auch in meinen Augen nicht so schnell gefunden ;-)
Wobei ich das mit den Klagen nicht ganz so verstehen kann. Es soll doch wirklich eine Menge Geld kosten, so um die ca. 10.000 Euro, hat mir mal ein fertiger Arzt erzählt. Dann mache ich doch wirklich lieber erst eine Ausbildung und fange dann an. Wenn man wirklich in diesem Beruf arbeiten möchte, dann ist es doch egal, ob man nun drei Jahre früher oder später angefangen hat. Ich selbst habe im April 2000 Abi gemacht, danach gleich Pflegepraktikum und habe dann im August einen Platz in Happy Giessen bekommen. (Giessen ist wirklich ok, auch wenn viele das nicht sagen). Und wenn ich ehrlich bin, bereue ich es teilweise sogar, daß ich gleich angefangen habe und nicht einfach mal ein Jahr Lernpause oder so hatte. Bin nämlich fest davon überzeugt, das man irgendwann einfach die Lust am Lernen verliert. So geht es mir jedenfalls. Bin zwar jetzt scheinfrei, mache dann aber Physikum hoffentlich leider erst nach 6 Semestern :-( Ich hätte wohl nicht geklagt, wenn ich keinen Platz bekommen hätte. Wobei man soll ja nie nie sagen.
Allgemein meine ich, daß jeder selbst dafür verantwortlich ist, was er macht und wie er an den Platz gekommen ist. Das manche eben leider auf der Strecke bleiben bzw. es einfach kein System gibt, was wirklich 100 prozentig gerecht ist, ist wohl die traurige Wirklichkeit. Daran läßt sich wohl nix ändern.
Wünsch allen einen guten Start ins neue Semester
Also, ich finde diese Klagerei schon ganz schön unfair denen gegenüber, die sich keine 5000 Euro Anwaltskosten leisten können. Ist doch wie in den USA: Da gewinnt nicht der, der im Recht ist, sondern der mit dem dicksten Geldbeutel (siehe OJ Simpson ;-) ) Ich finde so etwas gehört einfach verboten, und daß dafür die Unis mehr selbst auswählen dürfen. Dann könnten auch mehr zum Zuge kommen, die keine sooo tolle Abinote haben, aber dafür motivierter sind.
Wer sich einen Studienplatz kaufen will, kann doch nach Budapest gehen, oder?
Original geschrieben von Carrot
Also, ich finde diese Klagerei schon ganz schön unfair denen gegenüber, die sich keine 5000 Euro Anwaltskosten leisten können. Ist doch wie in den USA: Da gewinnt nicht der, der im Recht ist, sondern der mit dem dicksten Geldbeutel (siehe OJ Simpson ;-) ) Ich finde so etwas gehört einfach verboten, und daß dafür die Unis mehr selbst auswählen dürfen. Dann könnten auch mehr zum Zuge kommen, die keine sooo tolle Abinote haben, aber dafür motivierter sind.
Wer sich einen Studienplatz kaufen will, kann doch nach Budapest gehen, oder?
Hi Carrot!
Um das mit der Klage klarzustellen:
dazu braucht man keinen Anwalt. Wer juristisch etwas bewandert ist und sich eingehend im Netz informiert hat, kann das auch sehr gut alleine machen. Die Kosten reduzieren sich dann dabei auf Porto und Kosten beim Verwaltungsgericht. Das hat dann nichts mit dickem Geldbeutel zu tun (Antrag auf einstweilige Anordnung kostet vor dem Verwaltungsgericht je nach festgelegtem Steitwert ca. 50 € ).
Original geschrieben von Ich1978
wie funktioniert das eigentlich mit dem einklagen eines studienplatzes?
gegen wen wird denn geklagt, gegen die zvs oder die unitaet? was fuer nen anwalt braucht man denn da?
was kostet so etwas?
gibt es aussicht auf erfolg?
wie lange dauert so etwas?
wann sollte man klagen?
was muss/sollte man beachten?
hab leider im netz bis jetzt noch nix darüber gefunden.
Ich empfehle jedem, der mit dem Gedanken, einen Studienplatz einzuklagen, spielt, sich folgende Seite mal anzuschauen:
http://www.asta.uni-hamburg.de/service/klage.html
Hier kriegt ihr geholfen :)
ja, und das funktioniert wirklich ganz gut...auch ohne Anwalt!
Kenne auch Leute, die das gemacht haben...
Und so schlimm sind die Bedingungen wirklich nicht dadurch...
durch das Physikum dünnt sich das ja sowieso aus.
Also, ich finde das gut, wenn sich Leute für etwas einsetzen, was sie wollen!!
Und wenn man das halt unbedingt machen will. Manchmal hat das ja auch andere Gründe als bloße Faulheit, daß man kein Traumabi hat. Wir wissen alle, daß das nicht immer ganz gerecht ist.
Ein bißchen weniger Arroganz würde manchen nicht schaden! :-meinung
Christoph_A
23.04.2003, 22:59
Also,nennt mich ignorant,aber diese Klagereidiskussion nervt mich langsam-wer lamentieren kann,kann auch warten,oder sich eher auf seinen Hintern setzen! Mich frägt momentan auch keiner,ob ich die Sonne genießen will oder nicht,ich muß auch meine Arbeit machen.
Froschkönig
23.04.2003, 23:22
Original geschrieben von Christoph_A
Mich frägt momentan auch keiner,ob ich die Sonne genießen will oder nicht,ich muß auch meine Arbeit machen.
Ja...die Sonne würd ich auch gern genießen...
Aber trotzdem :
Denk mal zurück...wenn Du Deinen Studienplatz nicht so bekommen hättest, wie es passierte....ich kann bestimmt jeden verstehen, der da genervt ist, was unternehmen will etc....
abgesehen davon ist es eine Sache, sich nach Ablehnung mal zu informieren, was einem für möglichkeiten bleiben und eine andere, wirklich vor Gericht zu ziehen.
In meinem Innersten nerven mich ja diese Debatten auch...aber nur, weil ich mir den Luxus leisten kann, daß sie mich schon lange nix mehr angehen.....
Das einzige, was mich bezüglich "Klagen" und "ZVS" WIRKLICH nervt...ist, daß alles schon Millionenmal da war und NIEMAND auf den SUCH-Button klickt....
In Hoffnung auf Besserung in Zukunft ...
...und viel Glück für Giersig
Der Frosch
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