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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bauchlage.-Ein Pflegeproblem???



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RS-USER-Katja
02.09.2004, 17:05
Original geschrieben von DerDings

was ist ARDS ?
Adult oder Acute respiratory distress syndrom. Lungenversagen. Je nach Studie zwischen 30 und 60% tödlich, abhängig von den Vorerkrankungen. Nichts was man haben möchte...

Intensivling
02.09.2004, 18:56
Original geschrieben von Tempo
...Ich arbeite auf einer, im Großen und Ganzen, recht kompetenten und suffizienten Intensivstation und habe in meinen mittlerweile 12 Jahren Erfahrung eigentlich immer nur unproblematische Verläufe bei LÖ und sehr gute Verläufe bei ARDS erlebt ( überlebt haben sie alle !). :-p :-p :-p Du und Dein Haus machen mir wirklich angst!

Also ich nehme mir mal raus zu behaupten das ich ebenfalls auf einer suffizienten und kompetenten Intensivstation arbeite, aber das alle ARDS´ler das überlebt haben bezweifle ich doch irgendwie .... Ich kenne dieses Patientenklientel auch sehr gut und meine Erfahrung zeigt mir, das viele mit ARDS über kurz oder lang der schwere der Krankheit erliegen. ALLE haben bei uns nun wirklich nicht überlebt, was aber auch vielleicht damit zusammenhängt das Hirndruckpatienten etwas sensibler mit Beatmung zu handhaben sind :D:D:D

RS-USER-Katja
02.09.2004, 19:37
Original geschrieben von Tempo

Lungenödem und ARDS sind so unterschiedlich, wie Grönland und die Sahara. Und mit einem ARDS "kommt man nicht einfach so angerauscht", das entwickelt sich!

Korrekt ist sicher, daß Lungenödem und ARDS nicht viel miteinander gemein haben - aber hast Du noch nie einen Patienten angenommen, der dann was ganz anderes hatte als das, womit er angekündigt war?

RS-USER-Sahra
03.09.2004, 23:27
Ich arbeite auf einer, im Großen und Ganzen, recht kompetenten und suffizienten Intensivstation und habe in meinen mittlerweile 12 Jahren Erfahrung eigentlich immer nur unproblematische Verläufe bei LÖ und sehr gute Verläufe bei ARDS erlebt ( überlebt haben sie alle )

Hey Tempo sag mir in welchen Haus Du arbeitest und ich komme zu euch un fange bei euch an.
Ich denke ich arbeite auch auf einen recht kompetenten und suffizienten Intensivstation.Unsere Station hat einen Schwerpunkt auf ARDS Pat. wir haben fast alles war man für die max. Therapie solche Pat baráucht und trotzdem sterben ungefäh die hälfte der Pat.
Mal mehr mal weniger.

Bisher habe ich sehr gute Erfahrungen mit der Bauchlage gemacht und es ist überraschend welchen erfolg man damit haben kann.Deswegen kommen wenn Kardial möglich die meisten Pat. auf dem Bauch und wenn es sein muß mit allem was so geht(ECMO,HF;TD;und halt dem üblichen Mist)

Tempo
06.09.2004, 19:59
Moin Zusammen!
Junge, Junge! Da ist man ein paar Tage im Elsaß Urlaub machen und Wein trinken, und dann gibt es soviel Reaktion auf die ARDS - Geschichte!
Also, ich arbeite auf einer ITS bestehend aus 6 anästhesisthischen, 5 internistischen und 2 neurologischen Betten. Da wir viele Polytraumen versorgen, haben wir es manchmal ( nicht riesig oft ) mit ARDS Patienten zu tun. Die Polytraumen mit massiven Thoraxverletzungen kommen sofort in's Rotorest Bett, bei anderen beginnen wir sofort mit Bauchlagen u.Ä. Die Verläufe sind im großen und ganzen immer recht positiv - allerdings, und da habe ich mich nochmal schlau gemacht - gibt es auch Patienten, die es nicht überleben. Im letzten Jahr 3 von 25. Dennoch finde ich, daß wir das ganz gut im Griff haben!!

Back to life machine
08.09.2004, 20:38
Original geschrieben von Katja
Wir haben auch häufiger mal Patienten, für die wir nicht die Experten sind (man kann halt nicht alles über jeden Kram wissen), aber dafür gibt es dann ja Konsilarien der anderen Abteilungen, die man fragen kann?!

Hi Katja, darf ich Dich demnächst mal etwas verallgemeinernd und aus dem Zusammenhang gerissen zitieren?;) :D :D ;) :-p

RS-USER-Katja
09.09.2004, 11:56
Sicher.... Apropos, ist Pulmo-Andreas wieder da? Seine Vertretung beharrte darauf, er sei Cardiologe und weigerte sich, das Wort "Lungenemphyem" auch nur auszusprechen, geschweige denn vorbeizukommen :(

@Tempo: Bei uns landen öfters mal die Patienten mit ARDS aus anderen Häusern, unser normales Klientel ist das Gefäßwrack mit Zustand nach Herz/GefäßOP. Das sind nicht die besten EIngangsvoraussetzungen für ein dickes Lungenproblem.

Für eine Station Eurer Größe finde ich 25 ARDS-Patienten übrigens tatsächlich eine ganze Menge.

Back to life machine
09.09.2004, 13:09
Original geschrieben von Katja
Sicher.... Apropos, ist Pulmo-Andreas wieder da? Seine Vertretung beharrte darauf, er sei Cardiologe und weigerte sich, das Wort "Lungenemphyem"

Naja, die Lunge ist ja auch ein ganzes Stück weg vom Herz;)
Aber keine Angst, wir hatten heute schon wieder eine reguläre OA-Visite mit dem Professor.

RS-USER-Katja
10.09.2004, 08:02
Jepp, er war gestern mittag auch da :)

silver tabby
19.09.2004, 07:43
Hmmmm...

Nochmal zu der Frage mit der verpassten Verlegung...

schon mal versucht einen multimorbiden langzeitbeatmeten Tumorpatienten mit rezidivierenden Pseudomonas Septitiden an eine andere Klinik zu verkaufen, wenn du selbst an der Uni arbeitest..??? Viel Spass dabei!

Und ich denke die meisten Ärzte hören sehr wohl auf das was ihnen eine fitte Intensivschwester oder Intensivpfleger sagen! schliesselich sind die diejenigen, die den Patienten wirklich den ganzen Tag lang sehen! Und auch Ärzte fühlen sich bescheiden, wenn eine Patient partout nicht besser wird, egal was man versucht!!!

Gruss, die Katze

RS-USER-Katja
19.09.2004, 10:53
Original geschrieben von silver tabby

schon mal versucht einen multimorbiden langzeitbeatmeten Tumorpatienten mit rezidivierenden Pseudomonas Septitiden an eine andere Klinik zu verkaufen, wenn du selbst an der Uni arbeitest..??? Viel Spass dabei!

Geht nicht - aber wozu auch? Ein Patient wie von Dir beschrieben ist jemand, den man bestenfalls so fit kriegt, daß man ihn zur Palliativstation verlegt - aber niemand, den ich noch in die Kinderlandverschickung tun würde. Außer er liegt dadurch näher an zu Hause und seiner Familie.
Therapie hat eben auch Grenzen...

silver tabby
20.09.2004, 15:38
Original geschrieben von Katja
Geht nicht - aber wozu auch? Ein Patient wie von Dir beschrieben ist jemand, den man bestenfalls so fit kriegt, daß man ihn zur Palliativstation verlegt - aber niemand, den ich noch in die Kinderlandverschickung tun würde. Außer er liegt dadurch näher an zu Hause und seiner Familie.
Therapie hat eben auch Grenzen...


Isch ja schon guat...

wollte ja nur sagen dass es manchmal nicht so einfach ist...

aber is ja auh egal

RS-USER-Katja
20.09.2004, 22:12
Is scho recht :)

silver tabby
21.09.2004, 17:59
Danke für die Blumen!

Aber manchmal muss einfach ein wenig Polemik in eine zünftige Diskussion!!!

RS-USER-Katja
22.09.2004, 16:42
Wie heißt das immer so schön: Eine richtig gute Diskussion ist von keinerlei Sachkenntnis getrübt :D

silver tabby
25.09.2004, 21:30
*schmunzel*


wie wahr wie wahr!!!

allerdings bleibe ich dabei, dass es fast unmöglich ist, einen beatmeten Pat. für die letzten verbliebenen Wochen von Intens runterzukriegen...

*entnervtdenkopfkratz*

RS-USER-Katja
27.09.2004, 16:41
Original geschrieben von silver tabby

allerdings bleibe ich dabei, dass es fast unmöglich ist, einen beatmeten Pat. für die letzten verbliebenen Wochen von Intens runterzukriegen...


Wir haben zwar eine Palliativstation im Haus, aber die soll demnächst an die Internisten fallen... mal sehen, wie sich das entwickelt. Ich gestehe allerdings, daß wir wenig beatmete Patienten mit so absehbarem Ende haben, daß das unser Thema wäre - liegt aber mit an unserem Patientengut.

RS-USER-hhe
28.09.2004, 18:44
Um mal wieder etwas on-topic zu kommen, weise ich gerne auf einen Thread zu dem gleichen Thema in meinem Heimatforum hin:

http://forum.ml01.de/showthread.php?t=182

Literatur zum Download inklusive!

Schönen Gruß,

hhe