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RS-USER-opus
16.07.2004, 21:49
Leute, ihr verzettelt euch ein wenig, die Situation ist wesentlich komplexer, als daß man sie in wenigen Schlagworten beschreiben könnte.

Zunächst haben wir einen Teufelskreis auf mehreren Ebenen. Zum Beispiel: hohe Arbeitslosigkeit - geringes Volkseinkommen - geringe Binnennachfrage - hohe Arbeitslosigkeit.... Jeder Eingriff beschleunigt die Spirale nur, wie gerade jetzt, wo die Industrie versucht, die verbliebene Arbeit auf weniger Schultern zu verteilen, zusammen mit Lohnverzicht. Daß bestimmte Parteien hierzu bereits heftig genickt haben, zeigt leider, daß ein Regierungswechsel in zwei Jahren die Probleme eher noch verschärfen wird.

Und wer ist schuld? Man darf nicht übersehen, daß Wirtschaftspolitik nicht in Berlin gemacht wird, sondern in diversen Chefetagen in Deutschland und der Welt. Nicht die Regierung stellt Leute ein, sondern die Industrie. Wenn man aber lieber in Billiglohnländer produzieren läßt, was sich vor allem dadurch rechnet, daß der Transport praktisch kostenfrei erfolgt, dank weitgehender Subventionen, weil sonst machen es die andern.....
Und die Randbedingungen, das machen doch die Politiker? Nein, der Staat ist längst erpreßbar geworden. Und dann lagert man sowieso aus...

Und was kann man machen? Die soziale Schere öffnet sich weiter und weiter. Hartz ist notwendig, weil für anderes ist bald kein Geld da. Hartz ist aber ungerecht, weil viele sind unschuldig in der Situation und wenn jetzt auch Kapital und Vorsorgen der besseren Vergangenheit angerechnet werden, während der, der nicht gespart hat, gleich volle Leistungen bekommt, dann ist das irgendwie auch nicht in Ordnung. Außerdem entziehen wir noch mehr Geld den Konsumentenkassen und die Binnennachfrage sinkt weiter.

Eines ist wohl klar, die Durststrecke wird noch lang sein.

Hüten sollten wir uns aber wirklich vor billigen Parolen auf Bildzeitungsniveau:

@Hoffi: Nein, viele, die arbeiten wollen, finden keinen Job. (Auch wenn manche andere schon könnten...)

@Rambo: Diäten sind zu hoch? Weißt du was der Vorstand der Deutschen Bank verdient, nein, ich meinte bekommt? Oder der Herr Schrempp von DaimlerChrysler, der gerade Lohnverzicht von seinen Leuten verlangt?
Kannst du mir verraten, warum ein Wirtschaftsfachmann Minister werden soll, wenn er schon jetzt nur soviel bekommt, wie anderswo gerademal im mittleren Management?
Ich gebe dir zwar Recht, daß das immer noch viel Geld ist, aber vermutlich sind in diesem Segment alle Löhne etwas übertrieben. Wenn du aber nur Diäten senkst, bekommst du keine Fachleute mehr in die Regierung, sondern nur noch Tagelöhner.

und die Ökosteuer: Autofahren verursacht Kosten. Wenn du die wieder noch weiter auf Subventionen verlagerst, zahlst du die auch über deine Steuern, es ist nur ungerechter. Und weil der Verkehr dann zunimmt, zahlst du noch mehr. Außerdem subventionieren wir unter anderem gerade den Abbau von Stellen, die in Niedriglohnländer verlagert werden, das geht nämlich nur auf, wenn der Transport praktisch nichts kostet, siehe oben...
Drum ist die Ökosteuer schon ziemlich wichtig.

So, hat jetzt jemand eine Lösung? Wachstum ankurbeln? TollesSchlagwort, nur bei entsprechenden Arbeitslosenraten gibt es kein Wachstum, weil keine Binnennachfrage, siehe oben...
Außerdem, wieviel Wachstum wollen wir eigentlich? Kaufen wir dann alle doppelt so viele Autos und Kühlschränke? Und wieviel Arbeitsplätze entstehen dann, oder werden die Unternehmen nicht doch lieber weiter rationalisieren? Wie damals, als es ihnen noch gut ging?





Alles nicht so einfach.

Rescuerambo
16.07.2004, 22:10
Original geschrieben von opus
Diäten sind zu hoch? Weißt du was der Vorstand der Deutschen Bank verdient, nein, ich meinte bekommt? Oder der Herr Schrempp von DaimlerChrysler, der gerade Lohnverzicht von seinen Leuten verlangt?
Kannst du mir verraten, warum ein Wirtschaftsfachmann Minister werden soll, wenn er schon jetzt nur soviel bekommt, wie anderswo gerademal im mittleren Management?
Ich gebe dir zwar Recht, daß das immer noch viel Geld ist, aber vermutlich sind in diesem Segment alle Löhne etwas übertrieben. Wenn du aber nur Diäten senkst, bekommst du keine Fachleute mehr in die Regierung, sondern nur noch Tagelöhner.


Richtig...


und die Ökosteuer: Autofahren verursacht Kosten. Wenn du die wieder noch weiter auf Subventionen verlagerst, zahlst du die auch über deine Steuern, es ist nur ungerechter. Und weil der Verkehr dann zunimmt, zahlst du noch mehr. Außerdem subventionieren wir unter anderem gerade den Abbau von Stellen, die in Niedriglohnländer verlagert werden, das geht nämlich nur auf, wenn der Transport praktisch nichts kostet, siehe oben...
Drum ist die Ökosteuer schon ziemlich wichtig.

:confused:

Der Verkehr nimmt auch ohne Ökosteuer zu, weil es teurer ist, Fracht mit der Bahn zu verschicken als mit dem LKW



So, hat jetzt jemand eine Lösung?

Auch auf die Gefahr hinauf Bildzeitungsniveau zu rutschen:

Lohnnebenkosten senken, damit mehr geauft wir, es geht ja nicht nur um autos oder Kühlschränke, alle Konsumgüter regen die Wirtschaft an...

Hätte ich mehr Geld in der Tasche, würde ich mir auch einiges Zulegen...

RS-USER-opus
16.07.2004, 22:36
Stimmt soweit schon...


Der Verkehr nimmt auch ohne Ökosteuer zu, weil es teurer ist, Fracht mit der Bahn zu verschicken als mit dem LKW

Das liegt aber gerade an der Subvention des Straßenverkehrs. Außerdem geht es ja nicht nur um die Frage des Verkehrsträgers, sondern auch darum, ob bestimmte Transporte überhaupt volkswirtschaftlich sinnvoll sind. Beispiel, beim Urlaub an der Ostseeküste fand ich in Kühlungsborn im Supermarkt die gleiche Frischmilch aus Schwäbisch Hall, die ich zu Hause trinke. Und da oben gab es auch Kühe. Oder, in intensiver Radiowerbung weist ein Chip-Hersteller der Region Pfalz darauf hin, daß er nur heimische Kartoffeln aus der Pfalz verwendet (hat jetzt jemand an Elektronik gedacht?). Das ist ja schon mal gut. Er verschweigt jedoch, daß Waschen und Schälen in Süditalien passiert, das heißt, die Kartoffeln reisen zweimal über den Brenner. Ist das volkswirtschaftlich sinnvoll? Wohl kaum, es wäre es auchnicht ökonomisch, wenn der LKW seine Kosten auch selber aufbringen würde, aber dazu gibt es zuviel Dumping in Europa.

Und dann habe ich auch kein Mitleid mit den Leuten, die einen Benzinverbrauch von 10l/100Km für normal halten. Auch hier hätte die Ökosteuer Impulse geben können. Aber solange sich immer mehr SUVs verkaufen lassen, scheinen die Benzinpreise ja noch nicht wirklich ein Problem zu sein.


Lohnnebenkosten senken, damit mehr geauft wir, es geht ja nicht nur um autos oder Kühlschränke, alle Konsumgüter regen die Wirtschaft an...

schon richtig, nur geht das wieder zunächst auf Kosten der Staatskasse, und der Staat ist der größte Auftraggeber......

Was ich sagen will, ist, daß es keine schnellen Lösungen gibt, die Durststrecke wird noch lang sein. Die Ansätze stimmen aber schon. Auf jeden Fall müssen die Subventionen durchforstet werden, nach den Dingen, die wirklich keinen Sinn machen. Und dann müssen wir Arbeit eher verteilen, so weit es geht.

Vor allem handeln wir uns größte Probleme ein, wenn die sozialen Unterschiede mit Gewalt vergrößert werden, und das ist im Moment der Trend. Die Wirtschaft regelt nach Shareholder-Value, nicht nach Gemeinnutzen. Das ist ihr gutes Recht, aber eine Regierung sollte andere Maßstäbe anlegen. Noch ist sie davon nicht ganz abhängig, aber wie lange noch?

RS-USER-Hoffi
16.07.2004, 23:34
Original geschrieben von Rescuerambo
Der Verkehr nimmt auch ohne Ökosteuer zu, weil es teurer ist, Fracht mit der Bahn zu verschicken als mit dem LKW [/B]

richtig. die konsequenz kann nur sein, den schienenverkehr (nicht die bahn!) von der ökosteuer zu befreien und kraftstoff für die strasse und den luftverkehr reell zu verteuern (2€ für Diesel und 2,5€ für Benzin wäre doch mal was, dann könnte die Bahn auch mithalten.)

Rescuerambo
17.07.2004, 07:18
Original geschrieben von Hoffi
richtig. die konsequenz kann nur sein, den schienenverkehr (nicht die bahn!) von der ökosteuer zu befreien und kraftstoff für die strasse und den luftverkehr reell zu verteuern (2€ für Diesel und 2,5€ für Benzin wäre doch mal was, dann könnte die Bahn auch mithalten.)

Nur das dann die deutschen Speditionen den bach runter gehen würden, weil sie denn international nicht mithalten könnten, oder ihre riesigen LKW- Tanks dann im Ausand befüllen würden...

Ganz zu Schweigen was der"Normalsterbliche" dazu sagen würde...

Also weiter an der Benzinschraube zu drehen ist kompletter Humbug!!!!
Für den Literpreis, den wir in Deutschland haben, bekommt man in den USA 3-5 Liter....(genaue Zahl weiß ich im Moment nicht)

Ich bin eher der Meinung, etwas mit den Bahnpreisen runter (Mittlerweile fliegt man ja günstiger von Hamburg nach Frankfurt...)

RS-USER-Hoffi
17.07.2004, 07:44
ich denke nicht das es verkehrt ist weiter an der Benzinpreisschraube zu drehen. dies müsste nur europaweit geschehen. wenn man in der gesamten eu gleich viel zahlen würde, dann hätten die deutschen spediteure auch keine wettbewerbsnachteile. in meinen augen ist das private auto ein luxusgut (wenn auch ein recht alltägliches) und luxusgüter dürfen ruhig etwas teurer sein.

und das fliegen ist eh zu billig geworden. das liegt aber auch an vollkommen sinnfreien steuerbefreiungen für flugzeuge. würden die fluggesellschaften die selben kraftstoffsteuern zahlen wie der bodengebundene verkehr, dann wären diese wahnsinnspreise auch nicht mehr machbar.

deine forderung nach niedrigen bahnpreisen ist auch schön und gut und populär, doch wie willst du das finanzieren? die bahn ist das einzige verkehrsmittel, das ihren fahrweg selbst finanzieren muss, das ist teuer und schlägt sich auch auf die preise nieder. ich denke das sich die kostenrelation zugunsten der bahn verschieben sollte --> also die einführung von höheren steuern für den strassenverkehr (mineralölsteuer, kfz-steuer) die konsequeten einführung von autobahngebühren und bei bedarf auch von gebühren auch hochfrequentierten landstrassen. zum vergleich, die bahn zahlt zwischen 5 und 10 euro pro kilometer, warum sollte man als pkw fahrer nicht auch 15-30 cent pro kilometer zahlen? mit solchen maßnahmen würde die bahn gar nicht mehr so teuer sein, wenn man vergleicht.

und letztendlich kommen höhere spritpreise allen zugute, durch eine sauberere umwelt und gesündere atemluft.

Rescuerambo
17.07.2004, 08:01
ALso Autobahngebühren ja, wie in den meisten anderen Ländern auch, am besten als Vignette für K'rad, PKW, PKW +Hänger und LKW...

Busgelder erhöhen, so das die richtig wehtun (wie in anderen EU-Ländern)

Und wird die Bahn nicht Subventioniert ???

Sind die 5 Euro pro Zug, oder pro Wagen, oder Pro Person ????

Und wie gesgat, der Verschwendung von Steuergeldern ein Ende setzen...
(So wurden z.B. 3 Monate bevor das alte Bauministerium abgerissen wurde, an jedem fenster Marmorfensterbänke eingebaut... und die blieben auch drin!!!!)

RS-USER-Hoffi
17.07.2004, 08:08
gebühren per vignette bringen nichts, weil man da nur einen betrag pro jahr zahlt und dann fahren kann. ich bin dafür das tollcollect system, sobald es funktioniert, auf alle fahrzeuge auszuweiten. und dann sollte der kilometer auch nicht zu billig sein.

die 5 bis 10 € bei der bahn sind pro zug und kilometer, also jeder zug zahlt pro kilimeter diesen trassenpreis. die bahn bekommt mittlerweile relativ wenig subventionen, schließlich soll sie ja an die börse, und dann muss sie auf eigenen beinen stehen, der strassenverkehr ist stärker subventioniert als die bahn.

Rescuerambo
17.07.2004, 08:18
Aber dann müsste Tollcollect auch für ausländische KFZ greifen...
Weil sonst wär es ungerecht...

Oder wie in Frankreich und Italien mit Mautstellen

Dynamike
17.07.2004, 10:30
Original geschrieben von Rescuerambo
Aber dann müsste Tollcollect auch für ausländische KFZ greifen...

Tut es!

=> Informationen zu Toll Collect (http://www.bmvbw.de/Lkw-Maut-.720.htm) (Quelle: Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (http://www.bmvbw.de/))

RS-USER-Claudi
10.08.2004, 14:36
um noch einmal kurz auf das ursprüngliche Thema zurückzukommen: Es gibt endlich den aktuellen Gesetzestext - wenn es so bleibt, wird tatsächlich die ganze Kaltmiete für angemessenen Wohnraum (also max. 45-50 qm für einen Single) gezahlt. Von den 345,- müssen also "nur" noch die Nebenkosten, die sonstigen laufenden Kosten und was sonst noch so zum Leben, Bewerben etc. anfällt gezahlt werden. Immerhin ein Lichtblick. Trotzdem finde ich es ungerecht, dass Leute, die sich 30 Jahre lang gemacht haben und dann wegen Konkurs der Firma ihren Job verloren und aufgrund ihres Alters keine Chance auf dem Arbeitsmarkt mehr haben in den gleichen Topf mit den "Keine Lust auf Schule - Lehre - Arbeit etc - Leuten" geworfen werden. Naja.

Das erste "Opfer" gibts auch schon: Wie ich am Wochenende erfahren habe, hat sich ein junger Kerl (30 Jahre) umgebracht, nachdem man ihm die Kündigung zugestellt hat. Hintergrund: Schwerbehindert (50 %) aufgrund einer ziemlich heftigen Colitis ulcerosa - mit anderen Worten kaum eine Chance auf dem Arbeitsmarkt, weil niemand einen Mann einstellt, der die halbe Arbeitszeit auf dem Lokus verbringt. Er hat 10 Jahre in dieser Firma gearbeitet - dann hat man ihn an die Luft gesetzt - angeblich wegen Arbeitsmangel. Ob die Reaktion, sich deswegen vor den nächsten Zug zu werfen, möglicherweise etwas überzogen war, wage ich nicht zu beurteilen. Es zeigt mir aber deutlich, wie sehr manche Menschen von Existensängsten bzw. Panik befallen werden, wenn sie ihren Job verlieren.

RS-USER-Hoffi
10.08.2004, 14:54
Original geschrieben von Claudi
um noch einmal kurz auf das ursprüngliche Thema zurückzukommen: Es gibt endlich den aktuellen Gesetzestext - wenn es so bleibt, wird tatsächlich die ganze Kaltmiete für angemessenen Wohnraum (also max. 45-50 qm für einen Single) gezahlt. Von den 345,- müssen also "nur" noch die Nebenkosten, die sonstigen laufenden Kosten und was sonst noch so zum Leben, Bewerben etc. anfällt gezahlt werden.

davon kann man ja noch relativ gut leben...

RS-USER-Hypnos
10.08.2004, 15:30
Ne, ne, Hoffi...

Das macht alles relativ wenig Sinn, was Du hier so postulierst...es sei denn Du bewirbst Dich um einen Posten als Parteibuchbesitzer unter Gerhards Fittichen...:D :D :D

Also, zunächst mal forderst Du höhere Spritpreise europaweit...schöne Forderung, wird sich nur niemals durchsetzen lassen, weil es in anderen europäischen Staaten eben wirtschaftlich besser läuft als bei uns.

Insofern führen höhere Energiepreise nur zu einer weiteren Verarmung der Gesellschaft, was wiederum einen weiteren Einbruch der Kaufkraft zu Folge hätte, was wiederum zu gesteigerten Arbeitslosenzahlen führen würde (die ja Deiner Meinung nach alle nur nicht arbeiten wollen (mal müde über diese Ressentiments lächelt)), was letztendlich zu noch weniger Beitragszahlern führt, was wiederum letztendlich zu einem Zusammenbruch des Sozialsystems führen wird. Also nicht wirklich schlüssig.

Wenn Du ein privates Auto als Luxusgut klassifizierst, so mußt du all denjenigen Arbeitnehmern, die tagtäglich auf ihr Auto zwecks Aufsuchen der Arbeitsstelle angewiesen sind, mal erläutern, daß sie von nun an auf ihr Luxusgut verzichten müssen...lässt sich auch wohl nur schwerlich machen...
Klar, du könntest jetzt sagen, kein Problem, müssen wir halt den öffentlichen Nahverkehr ausbauen, NUR: von welchem Geld??? Abgesehen davon ist Deutschland noch immer ein Flächenstaat, in dem es nie möglich sein wird, gänzlich auf Individualverkehr zu verzichten. Nicht, daß Du mich falsch verstehst: ich bin durchaus kein Verfechter des Automobils, noch dazu, weil ich in Münster wohne und dort meiner Ansicht nach ein hervorragendes Beispiel von ÖNV und Fahrradtourismus herrscht...
Aber auch ich bin als Berufspendler auf das Auto angewiesen, da mich der Weg zur Arbeit so 30 min kostet, mit dem öffentlichen Nahverkehr jedoch 2h!!! Und dann möchte ich mal denjenigen sehen, der anstelle von 1h täglichem Arbeitsweg freiwillig 4 in Kauf nimmt. Kann nicht im Sinne des Erfinders sein, oder?

Gut, Du könntest sagen: zieh doch um, aber das ist kein wirklich gutes Argument, denn es gibt durchaus Gründe, weshalb ich das weder kann noch möchte.

Dann führst Du als Begründung für die Diäten der Politiker deren Unbestechlichkeit ins Feld. Genau das ist aber eben nicht garantiert. Sicherlich kann man nicht behaupten, daß jetzt alle Politiker bestechlich sind, und es wird auch keine aussagekräftigen Studien zu diesem Thema geben (ausser in Italien glaube ich)... Aber wie du schon ganz richtig sagst, es ist nur ein kleines Häufchen Politker für uns tätig, und da finde ich die Anzahl der Bestechlichkeiten, Affären etc. schon ganz unverschämt hoch. Davon ab haben es die Politiker seinerzeit als einzige geschafft, das Grundgesetzt zu ändern, um sich selbst eine ausserordentliche Diätenerhöhung zu ermöglichen...komisch oder????

Wenn diese Herren mal mit der gleichen Initiative die Wiedereinführung der Volksabstimmungen befürworten würden (die uns ja laut GG auch (noch) nicht möglich sind), dann wären uns auch so einige vollkommen überflüssige Diskussionen wie z.B. die Rechtschreibreform erspart geblieben, die dieses Volk, genau wie Hartz IV einfach NICHT WILL. Nur, ich glaube, das ahnen auch die Politiker, und genau deswegen setzen sie sich nicht für mehr Selbstbestimmung des Volkes ein.
Man könnte fordern: Schluß mit der staatlich verordneten Legasthenie:D :D :D

Tatsache ist, die Produktiviät Deutschlands muss steigen, ganz gleich, wie.
Da frage ich mich dann auch, wie hoch die Produktivität der Bundesagentur für Arbeit ist...
Und mir ist auch bewußt, daß das gesamte Gesundheitswesen nur eine sehr geringe Produktivität hat (denn wir sorgen allerhöchstens dafür, daß wir arbeitende Bevölkerung schneller wieder in den Produktionsprozess einbinden können), allerdings ist der Großteil unserer Patienten nicht mehr am Produkionsprozess beteiligt, somit sind auch wir im eigentlichen Sinne nicht wirklich produktiv...

Alles in allem viele Probleme, die wir nicht wirklcih hier in einem Thread lösen können, aber zu Diskussionen bin ich immer gern bereit:-)

So long
Hypnos

RS-USER-Claudi
10.08.2004, 15:35
Original geschrieben von Hoffi
davon kann man ja noch relativ gut leben...
stimmt, für 'n Stück Brot wirds schon noch reichen... :-p

Kommt drauf an, wie hoch die Nebenkosten sind. Wenn ich mal wieder mein bescheidenes Beispiel anführen darf, da würden unter dem Strich 150 Euro bleiben für Essen, Kleidung, waschen, Bewerben, Arztkosten, Fahrkosten und Rücklagen, die man ja bilden soll . ;)

Ja ich weiß, in Afrika...... :-p

RS-USER-DerDings
10.08.2004, 15:49
was single angeht:
also ich lebe von ~270 € im monat... 20€ bringe ich da noch zur seite, monatlich...
und davon zahle ich mir auch kleidung usw.
und ich bin immer noch fest der überzeugung das ein gesunder mensch einen job findet, wenn er wirklich einen sucht, muß halt auch was die ortswahl angeht flexibel sein...

RS-USER-Hoffi
10.08.2004, 15:54
Original geschrieben von Hypnos
Ne, ne, Hoffi...

Das macht alles relativ wenig Sinn, was Du hier so postulierst...es sei denn Du bewirbst Dich um einen Posten als Parteibuchbesitzer unter Gerhards Fittichen...:D :D :D


Um Gottes willen nein! Wenn Gründe ich meine eigene Partei!!!



Also, zunächst mal forderst Du höhere Spritpreise europaweit...schöne Forderung, wird sich nur niemals durchsetzen lassen, weil es in anderen europäischen Staaten eben wirtschaftlich besser läuft als bei uns.


Du setzt gesunde Wirtschaft mit niedrigen Spritpreisen gleich? Interessant. Es stimmt das die kleinen Länder wie Luxenburg gut am Sprit verdienen und das es denen gut geht, aber jedes europäische Land hat im Moment mit schweren Strukturproblemen und Reformen zu kämpfen. Im Moment liegt Deutschland weit hinten, das liegt aber auch an der Reformunwillugkeit.



Insofern führen höhere Energiepreise nur zu einer weiteren Verarmung der Gesellschaft, was wiederum einen weiteren Einbruch der Kaufkraft zu Folge hätte, was wiederum zu gesteigerten Arbeitslosenzahlen führen würde , was letztendlich zu noch weniger Beitragszahlern führt, was wiederum letztendlich zu einem Zusammenbruch des Sozialsystems führen wird. Also nicht wirklich schlüssig.


auch eine sehr interessante Argumentationskette. Nur glaube oich nicht das eine Erhöhung der Spritpreise für den Individualverkehr zu einer weiteren Verarmung führen würde, sondern nur zu einem sinnvolleren Verbrauch der Ressourcen.



Wenn Du ein privates Auto als Luxusgut klassifizierst, so mußt du all denjenigen Arbeitnehmern, die tagtäglich auf ihr Auto zwecks Aufsuchen der Arbeitsstelle angewiesen sind, mal erläutern, daß sie von nun an auf ihr Luxusgut verzichten müssen...lässt sich auch wohl nur schwerlich machen...

da habe ich kein Problem mit meine Meinung zu vertreten. Niemand zwingt sie auf ihr Auto zu verzichten, vielleicht muss man nur im Gegenzug auf Zigaretten oder den Urlaub verzichten.



Klar, du könntest jetzt sagen, kein Problem, müssen wir halt den öffentlichen Nahverkehr ausbauen, NUR: von welchem Geld???

von dem welches die uneinsichtigen Autofahrer in die Steuerkassen einzahlen und von den Mehreinnahmen, die aus den Umsteigern resultieren.


Abgesehen davon ist Deutschland noch immer ein Flächenstaat, in dem es nie möglich sein wird, gänzlich auf Individualverkehr zu verzichten. Nicht, daß Du mich falsch verstehst: ich bin durchaus kein Verfechter des Automobils, noch dazu, weil ich in Münster wohne und dort meiner Ansicht nach ein hervorragendes Beispiel von ÖNV und Fahrradtourismus herrscht...

Es ist auch mir klar das man nicht komplett Deutschland mit ÖPNV abdecken kann, nur man sollte auch der Zersiedelung der Landschaft entgegen wirken. Wer aufgrund des günstigen Baulandes weit aufs Land zieht, der sollte auch bereit sein für den täglichen Arbeitsweg mehr zu zahlen.



Aber auch ich bin als Berufspendler auf das Auto angewiesen, da mich der Weg zur Arbeit so 30 min kostet, mit dem öffentlichen Nahverkehr jedoch 2h!!! Und dann möchte ich mal denjenigen sehen, der anstelle von 1h täglichem Arbeitsweg freiwillig 4 in Kauf nimmt. Kann nicht im Sinne des Erfinders sein, oder?

Gut, Du könntest sagen: zieh doch um, aber das ist kein wirklich gutes Argument, denn es gibt durchaus Gründe, weshalb ich das weder kann noch möchte.


Ich denke das man ein oder zwei Stunden pro Richtung schon unterwegs sein kann, wie du oben schon gesagt hast, Deutschland ist ein Flächenland. Wer die Zeit sparen will, kann sich ja das Auto als Luxusgut gönnen.



Dann führst Du als Begründung für die Diäten der Politiker deren Unbestechlichkeit ins Feld. Genau das ist aber eben nicht garantiert.

Die ist nirgends garantiert. Ich finde die Diäten der Politiker nicht besonders hoch, Manager in vergleichbaren Positionen verdienen ungleich mehr.


Wenn diese Herren mal mit der gleichen Initiative die Wiedereinführung der Volksabstimmungen befürworten würden (die uns ja laut GG auch (noch) nicht möglich sind), dann wären uns auch so einige vollkommen überflüssige Diskussionen wie z.B. die Rechtschreibreform erspart geblieben, die dieses Volk, genau wie Hartz IV einfach NICHT WILL. Nur, ich glaube, das ahnen auch die Politiker, und genau deswegen setzen sie sich nicht für mehr Selbstbestimmung des Volkes ein.
Man könnte fordern: Schluß mit der staatlich verordneten Legasthenie:D :D :D


Ich finde Volksabstimmungen gefährlich, dann würden so wichtige (und von dem Volk eben auch nicht gewollte) Reformen wie Hartz IV nicht durchgeführt werden, was zur Folge hätte das Deutschland noch weiter den Bach runtergeht. Wir brauchen in der Politik weniger sinnlose Debatten und Versuche es allen recht zu machen. Mit welchem Recht mischen sich die Gewerkschaften in die politischen Diskussionen ein? Nur um zu blockieren? Damit es weiter Berg ab geht?



Tatsache ist, die Produktiviät Deutschlands muss steigen, ganz gleich, wie.

Eine Möglichkeit wäre die Macht der Gewerkschaften einzudämmen und Unternehmer ihren Job ohne profilierungssüchtige Gewerkschafter und Betriebsräte machen zu lassen.

Mir fällt dazu noch folgende Anzeige aus dem aktuellen Spiegel ein:

(Spiegel Nr. 33, Seite 79)

RS-USER-Hoffi
10.08.2004, 15:56
Original geschrieben von DerDings
was single angeht:
also ich lebe von ~270 € im monat... 20€ bringe ich da noch zur seite, monatlich...
und davon zahle ich mir auch kleidung usw.
und ich bin immer noch fest der überzeugung das ein gesunder mensch einen job findet, wenn er wirklich einen sucht, muß halt auch was die ortswahl angeht flexibel sein...

dito, ich habe zwar etwas mehr zur Verfügung komme aber auch mit etwa 360 € gut zurecht. Und wüsste noch einige wo ich sparen könnte.

RS-USER-DocMezzoMix
10.08.2004, 16:00
So, ich Senf jetzt auch mal dazu:

Ich finde 345€ im Monat nicht zu wenig. Man kann davon durchaus leben, nicht im Luxus, und man muss sich auch 2mal überlegen, ob man sich "etwas" kauft, doch es reicht durchaus aus um nicht betteln zu müssen. (Was sowieso niemand muss, und i.d. Regel nur ein erneutes Zusatzeinkommen ist). Solange sich Sozialhilfeempfänger leisten können, auch nur eine Flasche Korn oder eine Schachtel Zigaretten zu kaufen, erhalten sie zuviel. Dass das Arbeitslosengeld etwas höher ausfällt ist durchaus in Ordnung, es dient ja einer übergangsphase.
Ich finde allerdings, es muss sich lohnen zu arbeiten, d.h. dass was ich als Lohn erhalte, muss verhältnismässig weitaus höher liegen, als dass, was mir der Start schenkt.
Ein Problem bei der Arbeitslosigkeit ist, dass viele Menschen zu bequem geworden sind. "Wenn ich einen Job annehmen soll (alleine diese Sätze die ich in letzter Zeit auch in NICHT Bildzeitungsreportagen regelmässig höre) muss ich mindestens XY verdienen, der Job muss angenehm sein, zwischen 8und16Uhr und max. 3km von meinem Wohnort weg..."
z.B. Frankreich sucht händeringend Facharbeiter für den Bau, komischerweise wird diese Lücke nicht geschlossen, obwohl wir ja durchaus genug Fachkräfte hätten.
Der wirklich einzige Nahteil den eine weitere Verringerung der ALHi hat, ist eine verringerung der Kaufkraft, die sich wiederum nicht negativ auf die Wirtschaft auswirken. Leider ist es tatsächlich so, dass nicht jeder wieder einen Job findet, es könnten aber mehr sein, es gibt genug Branchen im In und auch Ausland die vom Spezialisten bis zum Hilfsarbeiter alles Suchen und niemanden finden.
Das ich nicht verhungere und arbeit bekomme ist meiner MEinung nach nicht Job des Staates, sondern mein eigener...

Zur Ökosteuer sage ich nur:
Typisch deutsch, lieber irgendwo ein neues Gesetz erarbeiten und reglementieren,als innovationen und positives zu fördern.
Aber da gab es ja bereits einen Thread zu.



Desweiteren ist es natürlich korrekt, dass es momentan sehr viele Sinnlose Verschwendungen gibt (Bund der Steuerzahler lässt grüßen) allerdings halte ich es für völlig falsch, an den Diäten oder Gehältern der Politiker herumzukürzen, denn, wie hier schon jemand postete, sonst findet sich bald überhaupt kein Fähiger mehr, der diesen Job machen will, und die Anzahl der Trottel in der Regierung (die wir leider auch alle mitgewählt haben (nein, es gilt nicht als Ausrede, wenn man garnicht gewählt hat)

RS-USER-Hypnos
10.08.2004, 16:08
Original geschrieben von Hoffi
Um Gottes willen nein! Wenn Gründe ich meine eigene Partei!!!



Du setzt gesunde Wirtschaft mit niedrigen Spritpreisen gleich? Interessant. Es stimmt das die kleinen Länder wie Luxenburg gut am Sprit verdienen und das es denen gut geht, aber jedes europäische Land hat im Moment mit schweren Strukturproblemen und Reformen zu kämpfen. Im Moment liegt Deutschland weit hinten, das liegt aber auch an der Reformunwillugkeit.

Sicherlich nicht JEDES! Die skandinavischen Länder zum Beispiel stehen wesentlich besser da, als wir. Auch Maggie Thatcher hat es lange auf ihrem Posten ausgehalten, und die Engländer stehen wirtschlaftlich mittlerweile besser da, als wir. (Vom Gesundheitssystem mal abgesehen)


auch eine sehr interessante Argumentationskette. Nur glaube oich nicht das eine Erhöhung der Spritpreise für den Individualverkehr zu einer weiteren Verarmung führen würde, sondern nur zu einem sinnvolleren Verbrauch der Ressourcen.

Das ist auch keine Frage, ob DU das glaubst, sondern das, was Dir jeder Verkehrswissenschaftler schon morgens im Halbschlaf schlüssig runterbeten kann...

da habe ich kein Problem mit meine Meinung zu vertreten. Niemand zwingt sie auf ihr Auto zu verzichten, vielleicht muss man nur im Gegenzug auf Zigaretten oder den Urlaub verzichten.

Hör doch mal mit den blöden Zigaretten auf.... Abgesehen davon, daß ich Rauchen auch nicht sonderlich appetitlich finde, hat das ja schon polemische Züge hier... Abgesehen davon fehlen Dir dann die Steuereinnahmen durch die Tabaksteuer...auch blöd, was?

von dem welches die uneinsichtigen Autofahrer in die Steuerkassen einzahlen und von den Mehreinnahmen, die aus den Umsteigern resultieren.

Du hast keine Mehreinnahmen durch Umsteiger, weil durch gesteigerte Nutzung auch ein gesteigerter Investitionsbedarf besteht. So einfach ist das ja alles eben nicht.

Es ist auch mir klar das man nicht komplett Deutschland mit ÖPNV abdecken kann, nur man sollte auch der Zersiedelung der Landschaft entgegen wirken. Wer aufgrund des günstigen Baulandes weit aufs Land zieht, der sollte auch bereit sein für den täglichen Arbeitsweg mehr zu zahlen.

Ok, war der Versuch der ostdeutschen Plattenbauten wohlmöglich doch ein weitsichtiger Versuch zur Erhaltung des Standorts Deutschland???


Ich denke das man ein oder zwei Stunden pro Richtung schon unterwegs sein kann, wie du oben schon gesagt hast, Deutschland ist ein Flächenland. Wer die Zeit sparen will, kann sich ja das Auto als Luxusgut gönnen.

Jo, Hoffi, dann will ich Dich mal als Familienvater sehen, wenn Du nach ca. 13 Stunden wieder Dein trautes Heim errreichst und dann auch noch für Frau und Kinder 100% Leistung erbringen sollst...viel Spass dabei...aber du leidest ja dann für Deutschland:-)


Die ist nirgends garantiert. Ich finde die Diäten der Politiker nicht besonders hoch, Manager in vergleichbaren Positionen verdienen ungleich mehr.

...und sind auch bestechlich...


Ich finde Volksabstimmungen gefährlich, dann würden so wichtige (und von dem Volk eben auch nicht gewollte) Reformen wie Hartz IV nicht durchgeführt werden, was zur Folge hätte das Deutschland noch weiter den Bach runtergeht. Wir brauchen in der Politik weniger sinnlose Debatten und Versuche es allen recht zu machen. Mit welchem Recht mischen sich die Gewerkschaften in die politischen Diskussionen ein? Nur um zu blockieren? Damit es weiter Berg ab geht?

Weil man in den Hochphasen der industriellen Revolution einsehen musste, daß man Politik und Firmenbossen allein eben auch nicht das Ruder überlassen konnte, da daß zu einer Ausbeutung der Arbeitnehmer führte. Ausserdem, lieber Hoffi, leben wir in einer Demokratie...da ist Meinungsäusserung nun mal erwünscht...auch von Seiten der Gewerkschaften...


Eine Möglichkeit wäre die Macht der Gewerkschaften einzudämmen und Unternehmer ihren Job ohne profilierungssüchtige Gewerkschafter und Betriebsräte machen zu lassen.

Genau. Nieder mit den Rechten der Arbeitnehmer...Hoffi, ist nicht Dein Ernst, oder??? Das gabs doch alles schon mal.


Mir fällt dazu noch folgende Anzeige aus dem aktuellen Spiegel ein:

(Spiegel Nr. 33, Seite 79)

s.o.

RS-USER-Hoffi
10.08.2004, 16:19
Du hast keine Mehreinnahmen durch Umsteiger, weil durch gesteigerte Nutzung auch ein gesteigerter Investitionsbedarf besteht. So einfach ist das ja alles eben nicht.

Man müsste ja auch erst dann Investieren wenn die Züge, Busse und Bahnen voll ausgelastet sind, bzw die Gelder vom Strassenbau in den Nahverkehr umzuleiten.


Jo, Hoffi, dann will ich Dich mal als Familienvater sehen, wenn Du nach ca. 13 Stunden wieder Dein trautes Heim errreichst und dann auch noch für Frau und Kinder 100% Leistung erbringen sollst...viel Spass dabei...aber du leidest ja dann für Deutschland:-)

Man kann ja dann auch umziehen ;) oder Fahrgemeinschaften bilden, dann wirds Autofahren auch billiger.


Weil man in den Hochphasen der industriellen Revolution einsehen musste, daß man Politik und Firmenbossen allein eben auch nicht das Ruder überlassen konnte, da daß zu einer Ausbeutung der Arbeitnehmer führte. Ausserdem, lieber Hoffi, leben wir in einer Demokratie...da ist Meinungsäusserung nun mal erwünscht...auch von Seiten der Gewerkschaften...

Meinungsäußerungen ja, Erpressungsversuche seitens der Gewerkschaften sollte allerdings nicht hingenommen werden.


Genau. Nieder mit den Rechten der Arbeitnehmer...Hoffi, ist nicht Dein Ernst, oder??? Das gabs doch alles schon mal.

Nicht nieder mit den Rechten der Arbeitnehmen, die sind durch Gesetze genug vorhanden und geschützt. Ich finde es nur Schwachsinnig, das jede Überstunde, jede zusätzliche Schicht von einem Betriebsrat genehmigt werden muss und das der dafür auch noch von der Firma für nichts tun bezahlt wird. Die Gewerkschaften haben zuviele Rechte. Als Unternehmer sollte man selbst über Löhne und Arbeitszeiten, soweit sie mit dem Gesetz vereinbar sind, entscheiden dürfen.