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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Braunülen, Blutabnehmen, Blasenkatheter - Was ist Krankenpflege?



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RS-USER-Bärentöter
09.02.2005, 20:00
Original geschrieben von Claudi
Nun ja - Wenn ich eine Vene punktiere und etwas injeziere, kann es ziemlich schwerwiegende Folgen haben, wenn ich einen Fehler mache (aufgrund meiner guten Ausbildung :-p ), da das Medikament pronto wirkt. Lege ich eine Braunüle hänge ich auch was an - es wird also direkt etwas in den Blutkreislauf gegeben. Nix dagegen - wenn die Ausbildung entprechend ist. Auf Intensiv ist das ganz normal - aber es hängt nicht umsonst eine Fachausbildung dran. Therapie ist definitiv die Aufgabe des Arztes. Dafür hat der Mensch viele Jahre studiert. Er ordnet an, die Pflege führt deligierte Arbeiten ggf. aus (es gibt sogar eine Vorschrift, wo sich ein Arzt erst davon überzeugen muss, dass besagte Pflegekraft wirklich die fachliche Quali hat).
Jemand sagte es schon: Pflege basiert hauptsächlich auf den ATL. Wenn diese rein pflegerischen Aufgaben gewissenhaft durchgeführt werden, kann man sehr viel erreichen (weiß ich noch von der Onkologie) - auch ohne, dass man therapeutisch tätig wird.


Man meint fast, dieser Beitrag kursiert irgendwo im Netz. Ich habe ihn jedenfalls schon so oft gehört.
Ich und viele meiner KollegInnen fordern ja nicht, daß die Pflege jetzt alle unsere Aufgaben übernimmt, da mißversteht ihr mich. Aber ich habe es auch schon erlebt, daß das Pflegepersonal aus Bequemlichkeit oder Scheuen vor Verantwortung jede anspruchsvolle Tätigkeit abgeben will und sich trotz dreijähriger qualitativ anspruchsvoller Ausbildung sich freiwillig auf Aufgaben beschränkt, die jeder Hilfsschüler nach einem Vierteljahr auch beherrscht. Diese ganzen Theorien über Pflegeziele etc. werden ja nicht angewandt, die Pflegeanamnese macht oft die jüngste Schülerin.
Wie gesagt, ich bin überall immer sehr gut mit den Pflegenden klargekommen und bin mir auch nicht zu schade, im Dienst mal auf die Glocke zu gehen etc. Aber ich wehre mich gegen so inhaltslose Hülsen wie "Therapie ist Sache des Arztes". Ärzte und Schwestern sind ein Team und keine nebeneinander her (teilweise auch gegeneinander) werkelnden Gruppen.

RS-USER-gonzo
10.02.2005, 01:03
Original geschrieben von Hörbird
Seit wann entscheidet ein Arzt über z.B. in dem Fall Windelhosen ?? nicht nur ein "einfacher" hausarzt sondern gleich ein urologe bei einer meiner pat..

und was das wundmanagment angeht nun ja da denke ich sollte man es zusammen mit dem arzt machen da einige verbandstoffe ja medikamente sind wenn ich mich recht entsinne.

was die kosten ankeht, viele ärzte scheuen sich comfeel oder ähnliches zu verordnen, das ein beta-salbenverband die dreifache behanlungsdauer hat was unschön für den pat. ist und finanziel auf das gleiche herauskommt verstehe ich bis heute nicht.:rolleyes: :rolleyes:

RS-USER-Bärentöter
10.02.2005, 01:46
ja aber ein Hausarzt der Comfeel o.ä. verordnet kann das nicht vor der Kasse rechtfertigen... und zahlt es selber... o tempora o mores

RS-USER-gonzo
10.02.2005, 01:54
Original geschrieben von Bärentöter
ja aber ein Hausarzt der Comfeel o.ä. verordnet kann das nicht vor der Kasse rechtfertigen... und zahlt es selber... o tempora o mores ähhh bitte was.:eek: :confused:

warum das nicht?

RS-USER-Claudi
10.02.2005, 15:13
Original geschrieben von Bärentöter
Man meint fast, dieser Beitrag kursiert irgendwo im Netz. Ich habe ihn jedenfalls schon so oft gehört.


Tut mir leid. Aber dies ist das einzige Forum, das ich besuche. ;)
Vielleicht liegt es daran, weil es wahr ist. :-p

Wenn sich manche auf relativ einfache Ausführungen beschränken und keine Verantwortung übernehmen mögen, kann es natürlich auch einfach an der Persönlichkeit (kein Selbstvertrauen etc.) liegen. Oder eben daran, dass man nur noch die Brötchen verdient, aber nicht mehr aus Überzeugung in der Pflege arbeitet.
Ich habe selbst auch oft genug Blut abgenommen, Braunülen gelegt etc. - einfach weil es manchmal schnell gehen muss. Leider habe ich festgestellt, dass es - sobald man es einmal ausnahmsweise gemacht hat - automatisch auf die Pflege abgewälzt wird. Nach dem Motto "aber gestern hast du doch auch". Schön. Gestern hatte ich vielleicht auch die Zeit oder es war angesagt. Dieses "Ausnutzen" ist möglicherweise auch der Grund, warum manche ungern solche Tätigkeiten übernehmen möchten. Wo ist denn der Arzt, der auch mal pflegerische Tätigkeiten (die ja angeblich jede Hilfskraft kann ;) ) übernimmt und mal kurz den Patienten lagert, während die Schwester mit der Braunüle über den Flur rennt? Ja - die gibt es. Ich habe in 20 Jahren zwei davon getroffen. ;)

RS-USER-Bärentöter
10.02.2005, 15:30
Original geschrieben von Claudi
Wo ist denn der Arzt, der auch mal pflegerische Tätigkeiten (die ja angeblich jede Hilfskraft kann ;) ) übernimmt und mal kurz den Patienten lagert, während die Schwester mit der Braunüle über den Flur rennt? Ja - die gibt es. Ich habe in 20 Jahren zwei davon getroffen. ;) [/B]

also ich mach durchaus mal kleine Dinge, dazu bin ich mir nicht zu schade; alleine lagern würde ich allerdings nicht, weil ich es nicht wirklich kann.

Hörbird
10.02.2005, 15:39
Original geschrieben von Bärentöter
also ich mach durchaus mal kleine Dinge, dazu bin ich mir nicht zu schade; alleine lagern würde ich allerdings nicht, weil ich es nicht wirklich kann.

Finde ich eine sehr ehrliche Antwort von Bärentöter, ich wünschte es gäbe mehr Ärzte die den Mumm dazu hätten.
Ist tatsächlich so, das viele Ärzte eine Station mit Vollpflege vollpumpen, und wenn man ihnen sagt, das reicht, schauen sie Dich vorwurfsvoll an und meinen plump: " Wieso, das bißchen waschen und lagern, das geht ja schnell, usw...."

Es gehört sehr wohl Ahnung dazu, und eine richtige Anwendung (man denke an die Schlaganfallpat.) bewirkt wahre Wunder (Bopath, Kinästhetik...), allerdings sind diese auch etwas zeitaufwendiger und werden leider zu selten von den Pflegenden benutzt !

Guedeltubus
14.02.2005, 10:36
da ich auf gleich auf arbeit muss hab ich leider nicht den ganzen thread gelesen, verspreche aber es nachzuholen.

Bei uns ist es so geregelt:
s.c., i.m. -> Pflege
i.v. -> eigentlich Ärzte, oft aber schwestern -> Spritzenschein
Blutabnahme, ab 2. Ausbildungsjahr die Schüler (wenn sie es im Unterricht hatten) und demnach auch die Schwestern/Pfleger und nur selten die Ärzte (z.B. auf der Onkologie überwiegend die ärzte)

Wir haben es so gelernt, dass z.B: die BE eine ärztliche Tätiglkeit ist, die an das Pflegepersonal abdelegiert werden kann. Wenn der Arzt sich von der Eignung der Pflegekraft überzeugt hat.
Ich habe schon von vielen Schwestern gehört die hier im "Osten" gelernt haben (auch die BE) und dann "in den westen" gegangen sind. DOrt haben die ärzte ihnen das auch genehmigt. DIe anderen schwestern haben dann wohl auch desöfteren komisch gegut und meinten sie fühle sich als was besseres. Es ist doch aber so das sie es gelernt hat (und wir lernen es immer noch), warum soll sie es dann nicht auch machen?

SchwesterA
24.02.2005, 10:49
Das ist ne interessante Diskussion, hab sie leider jetzt erst gesehen, weil mir mein kleines Zahnmonster derzeit etwas die Zeit raubt.... ;)

Ich glaube, viele Pflegende haben ein Problem mit ihrer "Rolle", weil die Tätigkeiten nicht wirkich richtig festgelegt sind, sondern von Klinik zu Klinik und manchmal sogar von Station zu Station variieren. Ich hab bisher in 3 verschieden Häusern gearbeitet (inklusive Ausbildung) und hab viele verschiedene Dinge erlebt: Dort wo ich gelernt habe, hat das Pflegepersonal Magesnonden gelegt - und zwar immer, also haben wir´s gelernt. Blutabnehmen dagegen war durchweg als ärztliche "Arbeit" deklariert (ausser Int.) - also haben wir´s nicht gelernt. Das mal als Beispiele. Im nächsten Haus "durften" wir beides - kam mir leicht blöd vor zusagen, "kann ich nicht", obwohl das sogar die Schüler konnten.... In meinem nächsten Haus machen wir keins von beiden - da kommt zum Magensonde legen teilweise sogar der Chefarzt... ABER: Er hat für Ausnahmefälle das Blutabnehmen durch Pflegepersonal genehmigt, aber das muss es bleiben.

Ws ich für ein Problem halte ist die oft recht ,maue Anerkennung, dessen, was wir tun: Ich war mal auf nem Geburtstag unter lauter Lehramtsstudenten und wurde gefragt, was ich studiere - als ich geantwortte hab, ich bin Krankenschwester, hat kein Mensch mehr mit mir geredet... Sowas führt dazu, dass sich Pflegende selbst nicht mit Selbstbewusstsein begegnen können, fühlt man sich doch in vielen Dingen degradiert. Immer wird erwartet bzw. erwartet von sich selbst, dass man sich absichern muss - sehr oft scher sehr sinnvoll, grade wenn es um Medikamente geht, aber macnhmal auch blödsinnig. Einen Blasenkatheter ärztlich anordnen zu lassen,ist manchmal sicher nötig, aber ich bin der Meinung, dass ne qualifizierte Fachkraft Inkontinenz sehr wohl selbst erkennen kann oder ne Blasenentleerungsstörung - sind doch etwas näher an den Pat. dran als die Docs.
Pflegediagnosen, Pflegeanamnesen, Pflegeplanungen werden, grade von "älterem" Pflegepersonal als "lästig" empfunden, weil Schreibkram, weil neu. Und wenn die, die das dem "Nachwuchs" vermitteln sollen, damit schon nicht klarkommen und es nicht weitergeben - wie sollen es die Azubis lernen und als selbverständlich in ihren Arbeitsablauf intgrieren? Ich persönlichempfinde ne Pflegeplanung und die Dokumentation manchmal auch als nervig, weil es doch etwas Zeit kostet, aber für mich wiegen die Vorteile mehr. Grade erlebt: Ich ahb letzte Woche 3 Nachtdienste aushilfsweise gemacht - nach fast 10 Monaten "Abstinenz". Die Übergaben an die NW sind ja oft recht lahm und mir sind zeilweise wichtige PFLEGERISCHE Infos nicht gegeben worden (wie oft lagern? Inkontinent?). Und da waren die (von der PDL "verordneten") Pflegeplanungen Gold wert. Oder hätte ich nachts ne Kollegin anrufen sollen, weil mir der Lagerungsrhythmus eines Pat. nicht klar war?!
Das Bild, das von uns Pflegenden herrscht wird bestimmt durch Bettpfannen, Hintern wischen, lagern, Essen geben, Kaffee trinken.... Wir versuchen das zu kompensieren, indem wir mehr Verantwortung und Anerkennung - die kriegen wir aber nicht durch´s Blutabnehme. Sondern nur wenn wir selbst unsre Arbeit aufwerten und professioneller machen. Dazu gehört für mich unter anderem eine gute Zusammenarbeit mit dem ärztlichen Personal, das lernen muss, dass Lagern und Waschen und Mobilisieren und Wickel... auch zur Therapie gehören. Nur Menschen, die sich gut versorgt fühlen, könnenen Therapie positiv annehmen.
bei uns im Haus klappt das recht gut, aber vielleicht liegt das daran, dass es sehr klein ist. Dem Pflegepersonal wid viel vertrauen entgegengebracht, wenn es bereit ist, sich fortzubilden. Wir haben eine Schwester für´s Wundmanagement, die sih schwere, chronische Wunden anschaut und IN ABSPRACHE mit dem Arzt die Therapie festlegt. Wir Schwestern werden geschult, die Insulindosen selbst festzulegen und tun das auch. Im Gegenzug dazu nehmendie Docs ihr Blut selbst ab... ;)

Puh, lang geworden, hoffe, Ihr versteht, was ich sagen wollte. Mit dem Abstand, den ich durch meine Babypause jetzt hab, seh ich einiges anders. Ab Mai werd ich wieder arbeiten (evt. sogar voll), binmal gespannt, ob und wie schnell ich wieder in die Tretmühle gerate...

Gruss,

SchwesterA mit Zahnmonster

Abendstern
27.02.2005, 04:58
Ich hab nicht alles mitgelesen - aber ich denke das es doch im Bereich des Möglichen liegt das die Pflegekraft dies Dinge auch durchführen könnte .
Ich fang um 6:00 mit dem Dienst an - pat werden um 6:30 geweckt und sind auch noch nüchtern . Wenn man ein wenig geübt ist in diesen Dingen könnt man bei der "Bettenrunde" neben den Vitalzeichen auch Blutentnahmen durchführen (Dauert 5min).
Blasenkatheter hab ich immer selber gelegt (nach Anordung)
Einen Zugang zu legen sollte nach ein paar Versuchen auch zügig gehen .
Natürlich kann man so nicht ohne weiteres in den Pflegeablauf einbinden da oft Zeit und Personal knapp sind . Aber wenn man diese Aufgaben ein wenig Aufteilt (nur die Nüchtern-BB und Routine-BB durch den Arzt z.B) morgens mit einbinden würde. Wir als Schwestern rennen den Blutentnahmen nicht ständig hinterher weil der Arzt in OP ist etc.
Braunülen könnte man Nachts legen (Zugang para - AB muss laufen - 3:00 morgens) - wenn ich die Zeit hab , warum soll ich um diese Zeit den Doc holen ?
Auch wenn viel anders denken - ich finde , aus pflegerischer Sicht, es ist machbar .

Gruß vom Stern

@Claudi - natürlich , da stimm ich dir voll und ganz zu - die Ausbildung dazu sollte natürlich erfolgen . Bei allem was ich am pat mache muss ich mir im klaren sein was für Konsequenzen für den Pat haben kann wenn man fehlerhaft arbeitet . Ohne Aubildung oder eine gute Fortbildung sollte man es auch nicht machen .

Guedeltubus
28.02.2005, 11:54
zum Thema Flexülen oder wie ihr sagt Braunülen :D:
Bei uns machen das immer die Ärzte. AUch nachts um 3. Wobei dann meistens die Schw. sagen die infusion kann auch ncoh bis früh um 7 warten.
Ich denke auch das ein großteil der schw. (bei den schülern siehts da schon anders aus) das gar nicht machen wöllten. Aus dem einfachen grund das sie dann wieder mehr arbeiit auf sich zu kommen sehen. Denn dann wäre es wieder so, dass die docs sagen sie haben grad keine zeit die schw. solls selbst machen. Zumindest im unserem Haus ist die einstellung der ärzte oft so, dass wenn man ihnen einmal was gutes tut sie das sehr oft wieder erwarten und der Ausnahmefall zur Routine würde.

folken_vanehl
12.03.2005, 16:58
Hallo! Ich bin neu hier!
Ich selbst bin Fachschwester in der Onkolgie. Als ich mit meinen neuen Erkenntnissen auf die Station kam und anfing Patienten über Blutungs- oder Infektionsgefahr aufzuklären. hörte ich bei meinen Versuchen meine Kollegen zu motivieren immer den gleichen Satz "Das ist Arztaufgabe".
Das bringt mich zu der Überlegeung das ich alle diese bescheuerten Laborwerte nur so zum Spass in meiner Ausbildung gelernt habe.
Ich denke es gibt Aufgaben im stationären Alltag die sich nicht genau in pflegerisch oder ärztlich unterscheiden lassen! Einige meiner Kollegen ziehen mit, Blutentnahmen, Viggo legen, Portnadeln legen sind bei uns zur Routine geworden. So verhält es sich auch mit dem Blick auf die Laborwerte. Das ganze hat auch einen Grund, wir arbeiten zum Teil mit so unwissenden Ärzten auf meiner Station denen müssen wir sagen was sie anordnen sollen.
Zum Thema Pflegediagnosen fällt mir ein, wir arbeiten damit! Es sind nicht viele, nicht mal ein Bruchteil von denen die es gibt auf der Welt um die Pflege in ein einheitliches Bild zu bekommen. Im Grunde ärgert es mich das meine Kollegen immer wieder diesen einen blöden Satz sagen "Das ist Arztaufgabe"!
So viel zum Thema! Auf bald...

evil*little*devil
13.03.2005, 19:38
Hab zwar das ganze Thread nicht gelesen, aber mich stört es ziemlich, das KS in Deutschland so wenig mit ärztlichen Dingen zu tun haben. Ich bringe doch nicht diese ganzen drei Jahre Ausblidung hinter mich, in der ich Diagnosen, Symptome und sogar Medis mit ihren Nebenwirkungen verinnerlichen muss, um dann nur mit Grundpflege zu tun zu haben. Und in der ambulanten Pflege gibt es soviele Dinge, um die sich ein Arzt nicht schert. Und im KH wurde mir immer gesagt, alles was ich gezeigt bekomme und unter Aufsicht durchführe darf ich machen. Ich hab immer alles mögliche getan, um mal Blutentnahmen zu machen, Braunülen zu legen und die Infusionen zu betreuen. Im KH wird doch immer seltener eine Pflegeplanung o. ä. geschrieben,bei diesen kurzen Aufenthalten.

Naja however, in Deutschland gibt es momentan leider wenig Möglichkeiten als KS weiter zu kommen. Hätte ich doch nur in der Schweiz gelernt. Da kann man wählen, ob man 3- oder 5 Jahre lernt. Ist es in den USA nicht ähnlich??

Intensivling
21.03.2005, 13:52
Ähm ... Also wir machen das meiste auch ohne direkte Anordnung ... *hust* ... das heißt es steht im Therapieplan bei Bedarf drinne, ich entscheide aber wann der Bedarf eintritt. ...

So Sachen wie z.B. Blutentnahme, Braunülen, DK sowieso, Magensonden und dergleichen machen wir grundsätzlich alleine !

i.V. Injektionen mache ich persönlich nur bei nicht direkt Kreislaufwirksamen Medikamenten wie Lasix, MCP, ACC, Torem und so ... alles darüber nur nach schriftlicher Anordnung vom Arzt.

Dieser Satz wurde überarbeitet zum Verständnis !

RS-USER-hhe
30.03.2005, 22:37
Original geschrieben von Intensivling
i.V. Injektionen mache ich persönlich nur nicht Kreislaufwirksame Medikamente wie Lasix,


Nebenwirkungen gem. Roter Liste:

n Unerwünschte Blutdrucksenkung
o In Extremfällen: Kreislaufkollaps (insbes. am Anfang, vor allem b. älteren Patienten




MCP,


Nebenwirkungen gem. Roter Liste:

Nach hochdos. i.v. Gabe: Blutdrucksteigerungen. Herzrhythmusstör. wie supraventrikuläre Extrasystolen u. ventrikuläre Extrasystolen, Tachykardie, Bradykardie bis hin zum Herzstillstand. Nach mehrtäg. Behandl. ataktische Stör. mögl.




ACC,

Nebenwirkungen gem. Roter Liste:

Herz, Kreislauf (g) Tachykardie und Blutdruckabfall (Einzelfälle) (s. g Immunsystem)




Torem
´

Nebenwirkungen gem. Roter Liste:

kardiale u. cerebrale Ischämien, Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt, Angina pectoris, ...


Ist nur 'ne Packungsbeilage - schon klar - aber was lernen wir daraus?

-> nicht kreislaufwirksam gibt's nicht!

:D ,

hhe

RS-USER-SchwesterM
01.04.2005, 14:19
Hey hhe,

du hast zwar recht, mit dem was du schreibst, hast aber meiner Meinung nach den anderen Beitrag falsch verstanden, er schreibt,

er spritzt alles, außer den kreislaufwirksame Sachen, die er dann aufzählt.

oder sehe ich das falsch ?

M.

P.S. was bleibt denn dann noch übrig ?

RS-USER-DerMike
01.04.2005, 14:28
Sorry SchwesterM,


Original geschrieben von Intensivling


[...]

i.V. Injektionen mache ich persönlich nur nicht Kreislaufwirksame Medikamente wie Lasix, MCP, ACC, Torem und so

ich verstehe es auch so, dass er die hier spritzt (und so hat es auch hhe verstanden)...




... alles darüber nur nach schriftlicher Anordnung vom Arzt.

... und den Rest auf Anordnung.

Reanimator
01.04.2005, 15:47
Original geschrieben von Intensivling
Ähm ... Also wir machen das meiste auch ohne direkte Anordnung ... *hust* ... das heißt es steht im Therapieplan bei Bedarf drinne, ich entscheide aber wann der Bedarf eintritt. ...

So Sachen wie z.B. Blutentnahme, Braunülen, DK sowieso, Magensonden und dergleichen machen wir grundsätzlich alleine !

i.V. Injektionen mache ich persönlich nur nicht Kreislaufwirksame Medikamente wie Lasix, MCP, ACC, Torem und so ... alles darüber nur nach schriftlicher Anordnung vom Arzt.

Also Lasix und MCP wie auch ACC haben schon einen extremen Einfluss auf die Lebenserwartung eines Patienten. :D
Was gibst du denn selbst auf Anweisung z.b. nicht?

Das geht doch sowieso nur auf Anordnung - völlig egal ob Einzelfallentscheidung oder Daueranweisung. Also ist da sowieso der Doc (hauptsächlich) verantwortlich, deiner "Durchführungsverantwortung" tust du schon genüge, wenn du im Falle eines Falles den Arzt anpiepen lässt.

Weil ich es als Krankenpfleger ja auch gelernt habe, mal ein Einwand von mir:
Das Legen eines DK (gerade beim Mann) kann erhebliche Schädigungen hervorrufen, das wenigste ist da noch eine Blasenentzündung. Also ich lege lieber eine Viggo als das zu machen, ganz ehrlich.

RS-USER-Claudi
01.04.2005, 16:09
Original geschrieben von Reanimator


Weil ich es als Krankenpfleger ja auch gelernt habe

also langsam schaffst du mich. Eine Ausbildung als Rettungsassisten, als Fotograf und als Krankenpfleger...
Das sind ja gleich 3 Berufe auf einmal.....

Reanimator
01.04.2005, 16:37
Naja, ich muss zugeben daß ich die Krankenpflege nach 2 Jahren abgebrochen habe zugunsten des Rettungsdienstes (und weil ich meinen Zivildienst nicht erst mit 24 machen wollte)
:D:D:D