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silver tabby
10.02.2005, 04:16
Zum Thema Arbeitszeiten...

Ich habe schon den neuen 41 Wochenstunden-Vertrag bekommen, natürlich bei gleichem Gehalt wie die Kollegen mit 38,5h...

Auf ICU wird Schichtdienst gearbeitet, da fallen natürlich keine Überstunden an. Und wenn man am Wochenende die offiziellen 12,75 h arbeitet und durch personelle Engpässe, unerfahrene Kollegen (mein Gott, dass ich nach 8 Monaten so grosskotzig klinge... Sorry!) Tagdienst haben und man dann nach Nachtdienst noch schnell mit dem blutenden Patienten in die Gastro fahren darf zur ÖGD, weil die Kollegin damit ws. überfordert wär und der Funktions-OA leider mal wieder keinen Bock hat, fallen halt die vier extra Stunden unter den Tisch... Denn im Schichtbetrieb macht man ja keine Überstunden!
*seufz*

Und dementsprechend gehe ich, weil noch zu jung (Blöd wenn mna sein Studium in 6 Jahren durchzieht!!!) monatlich mit 1700€ netto nach Hause...

Tja, da werden auch noch die Leute bestraft, die zügig studiert haben und noch lange ihre ARbeitskraft zur Verfügung stellen!
*kopfschüttel*

Und auch wenn`s im ersten Moment viel erscheint für manchen, mit Fortbildung (z.B. DIVI) oder in meinem Fall Fachkundenachweis RD wirds ganz schön eng, wenn man noch Altlasten aus dem Studium mitbringt...

Ergo: Personalwohneheim (immerhin 16,5 Quadratmeter, direkt neben der Gemeinschaftsküche, mit gemeinschafts-Klo und Dusche...) und den RD wohl erst frühestens im Herbst...

Allerdings hat Benni recht, Verhungern tut man nicht, andere Berufsgruppen bekommen wesentlich weniger...

Ach ja... allerdings würde wohl kaum jemand mit ner Mandelentzündung noch Nachtdienste machen... irgendwie sind wir Ärzte echt zu blöd... :(
:peace:

Xaxis1
10.02.2005, 07:45
Original geschrieben von gonzo
wie in was für ein gruppen zimmer?:eek:
und wenn der bereitschaftsdienst so ist das ich die einrichtung/haus nicht verlassen darf würde ich mir die ganze zeit die ich anwesend bin bezahlen lassen!!!

etweder ich habe frei oder ich arbeite.

bereitschaft wo man tel. abrufbereit ist so wie wir es bei uns evtl. einführen wollen wäre was anderes.

Ja, diese Auffassung vertrete ICH auch - muß deshalb kaum welche machen, eigentlich KEINE :D

Bin die einzige Krankenschwester dort, Rest Erzieherinnen, Kinderpflegerinnen... mundtote :-(

In einem *achsohygienischen* Gruppenzimmer, das tagsüber von unseren 5 schwerst mehrfach behinderten Kids bevölkert ist - die auch "nebenan" schlafen, bei so Rigipswänden... man fühlt sich wie im Zoo, wenn man tatsächlich kurz einschläft und wieder aufwacht *g

DerBlinde
10.02.2005, 08:52
Original geschrieben von gonzo
...bereitschaft wo man tel. abrufbereit ist so wie wir es bei uns evtl. einführen wollen wäre was anderes.

Na super! ;) Als Beispiel kann ich die Transplantations-Rufbereitschaften anführen. Die werden von der DSO bezahlt, aber nur noch bis Mitte des Jahres. Erfolgt kein Einsatz, erhält man als Pauschale 23 Euro brutto. Dafür muß ich mich die gesamte Nacht zur Verfügung halten, damit ich bei Bedarf innerhalb von 15 Minuten in der Klinik bin. Erfolgt ein Einsatz, gibt es eine Pauschale von 46 Euro brutto. Bei einem Einsatz, der selten unter 6 Stunden liegt, ist das ein Stundenlohn von unter 5 Euro netto, da sämtliche Zusatzsteuern greifen.
Als ich vor knapp einem Jahr umgezogen bin, habe ich mir von der studentischen Jobvermittlung drei Jungs schicken lassen. Der minimale Stundenlohn lag bei 15 Euro netto pro Person! Soviel dazu...

Arbeitszeit... Wir arbeiten keine Schichtdienst. Auch nicht auf Intensiv. Wenn man die normalen Dienste (also ohne Transplantationsdienste) rechnet, kommt eigentlich jeder bei uns auf deutlich über 100 Stunden im Monat. Rechnet man die tägliche Arbeitszeit hinzu, kommt man statistisch bei einer 7-Tage-Woche auf durchschnittlich 14 Stunden pro Tag. Auch nicht von schlechten Eltern. Und da ist noch nicht einmal die Feierabendforschung dabei.
Ich habe nichts dagegen viel zu arbeiten. Es macht auch (meistens) Spaß. Aber ich finde, ich habe endlich Anspruch darauf, adäquat entlohnt zu werden!

RS-USER-gonzo
10.02.2005, 14:25
echt übel blinder, ich glaube die stationsärzte werden genau wie viele andere im gesunheitssystem nur ausgebeutet.:mad: :mad:

oder anders ausgedrückt: hätten wir alle doch was vernüpftiges gelernt.:o :o ;)

silver tabby
11.02.2005, 03:22
Original geschrieben von DerBlinde
Ich habe nichts dagegen viel zu arbeiten. Es macht auch (meistens) Spaß. Aber ich finde, ich habe endlich Anspruch darauf, adäquat entlohnt zu werden!

Dem kann ich eigentlich nix mehr hinzufügen!!!:peace: :peace:

Dr.Benni-Baer
21.02.2005, 09:49
Also mal vorneweg:

Finde es ja echt gut, kontrovers zu diskutieren, aber als subversiv muss ich mich nicht unbedingt titulieren lassen! Finde Selbstkritik ist ein hohes Gut der sozialen Gesellschaft...

Nun nochmal meine Meinung:

Erstens:
Ja, ich finde dass man als Assistent/Stationsarzt nicht angemessen entlohnt wird! Ja, mir wäre es auch lieber, wenn es mehr Geld dafür geben würde! Nein,: Es kann nicht sein, dass derart viele Überstunden geprügelt werden müssen... Da kannn kein Mensch mehr mit Freude seinem Beruf / seiner Berufung nachgehen und stets gute Arbeit leisten!

Zweitens:
Nein, man muss keinen Hunger leiden und man kann auch von dem Geld, das man verdient ein vernünftiges Leben bestreiten!
Ja, Anerkennung findet der Arztberuf leider auch nur noch sehr begrenzt, wobei ich das Gefühl habe, als ob sich das in kletzter Zeit wieder bessern würde, oder? Wer daran (Haupt-)Schuld trägt? Man lese unter "Drittens"...

Drittens:
Statt immer überall die Fehler zu suchen, sollte man tatsächlich doch immer erst mal in den eigenen Reihen MITsuchen! Und was finden wir? Generationen von Ärzten, die VOR uns das System mit Patienten gemeinsam gnadenlos ausgebeutet haben! Relikte davon existieren immernoch in Form eineiger Chefs, die Millionen scheffeln und zumindest einen Gutteil dessen an die "Unteren" verteilen müssten... Schließlich wird von jenen die "Medizin" gemacht! Es läuft auch in anderen Berufsgruppen ähnlich! Wirtschaftsbosse, Politiker, Sportler... Muss ein Fußballer Millionen verdienen? Muß Michael Schumacher hunderte von Millionen auf seinem Konto haben? Müssen für "führenede" wirtschaftspositionen unsägliche Abfindungen gezahlt werden? MUSS DAS ALLES SEIN??? Auch das ist Polemik... ich weiß... Aber DA wäre Geld zu sparen, dass man umverteilen müsste...

Natürlich muss sich da was ändern, aber warum nicht erst mal im eigenen Haus aufräumen, bevor ich andere berufsgruppen abstempeln muss wie Lehrer oder was weiß ich wen???

RS-USER-Rippenspreizer
21.02.2005, 17:25
Original geschrieben von Dr.Benni-Baer
Statt immer überall die Fehler zu suchen, sollte man tatsächlich doch immer erst mal in den eigenen Reihen MITsuchen! Und was finden wir? Generationen von Ärzten, die VOR uns das System mit Patienten gemeinsam gnadenlos ausgebeutet haben! Relikte davon existieren immernoch in Form eineiger Chefs, die Millionen scheffeln und zumindest einen Gutteil dessen an die "Unteren" verteilen müssten... Schließlich wird von jenen die "Medizin" gemacht! Es läuft auch in anderen Berufsgruppen ähnlich! Wirtschaftsbosse, Politiker, Sportler... Muss ein Fußballer Millionen verdienen? Muß Michael Schumacher hunderte von Millionen auf seinem Konto haben? Müssen für "führenede" wirtschaftspositionen unsägliche Abfindungen gezahlt werden? MUSS DAS ALLES SEIN??? Auch das ist Polemik... ich weiß... Aber DA wäre Geld zu sparen, dass man umverteilen müsste...

Alte Kommunisten-Sau :D <---- DAS HAT DER RS ARBEITER & BAUERNRAT GELESEN, DER ZUSTÄNDIGE POLITOFFIZIER MELDET SICH BEI IHNEN!!!!

Wird mal Zeit, dieses Forum politisch zu säubern und dem roten Arbeiterpöbel Einhalt zu gebieten!
"Verteilung der Gelder" - wo kommen wir denn da hin?! Demnächst wird noch verlangt, leistungsbezogen bezahlt zu werden, was?

(Oha, da sieht die Anästhesie im Vergleich zum Chirurgen aber alt aus :eek: :-p )

DerBlinde
21.02.2005, 19:02
Original geschrieben von Rippenspreizer
Oha, da sieht die Anästhesie im Vergleich zum Chirurgen aber alt aus :eek: :-p

Wo kommen wir denn dahin, wenn auf einmal Kaffee-Trinken bezahlt wird??!! :-p :D :grins:

RS-USER-fruehgriller
21.02.2005, 20:07
Original geschrieben von DerBlinde
Wo kommen wir denn dahin, wenn auf einmal Kaffee-Trinken bezahlt wird??!! :-p :D :grins:

Tja, wenns dann nach Stückzahlen bzw Litermengen geht, können die meisten Gasmänner ja schon mit 40 in den Ruhestand:D :D

Mal im ernst von der anderen Seite betrachtet:

Als RA mit 2 Kindern und etwas Dienstalter kann man schon recht gut Leben. Und hier ist doch wenigstens der Feierabend im großen und ganzen geregelt. So oft kommen Trsp über den Feierabend hinaus nicht vor, und die kann mann dann ja abfeiern.

Diesen Threat sollte sich mal einige RA durchlesen, bevor sie die große Klappe riskieren, und sich für die Vorbilder der Nation halten.

Aber gegen mehr Gehalt hätte ich (genauso wie alle anderen) nix einzuwenden.:D

RS-USER-Rippenspreizer
23.02.2005, 21:48
Kommunisten & Sozialisten, folgt diesem Weg! (http://www.rippenspreizer.com/forum/showthread.php?s=&threadid=4170)

Neoimperialistisches Pack klickt bitte hier! (http://www.spindoktor.de/)

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Prost Genossen!