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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vertrauen in die Medizin/Pflege etc?



Schwester Rabiata
13.05.2005, 07:19
Hi....

wie sieht das bei euch aus?
So selber als Patient... kein mulmiges Gefühl dabei?

Durfte jetzt 2 Wochen stationär auf ner Neuro liegen (aber zum glück nicht im eigenen Haus) und hab festgestellt, da muss man schon kerngesund sein.... :-/

Da gab es schon mal falsche Medis... grobe Fehleinschätzungen von Seiten der Ärzte.... unsinnige Anordnungen, Verwechslungen....
Und wenn man da nicht firm ist, selber mit aufpasst... na toll :-(

Die Pflege war einfach toll, muss ich sagen.

Also ich hab mir fest vorgenommen in Zukunft gesund und ganz zu bleiben, auf dass ich nie mehr in einen OP, in einen RTW oder sonst was muss :-)

Rabiata

RS-USER-Claudi
13.05.2005, 09:06
Da ich aufgrund meiner Kenntnisse nicht "blind" vertrauen muss, hab ich keine Probleme damit. Eher im Gegenteil - ich kann mir ggf. den Doc oder das Krankenhaus aussuchen (wer kann das schon). Und wenn ich denn mal wieder im Krankenhaus liege (natürlich im eigenen - da weiß man wenigstens wer wirklich etwas kann und wessen Einschätzung man eher skeptisch betrachten sollte), werde ich zumindest ausgesprochen zuvorkommend behandelt. Nach meiner letzten Op hatte ich z.B. das Gefühl, man hätte jedes meiner Haare einzeln sortiert und dafür gesorgt, dass es mir auch ja gut geht...
Hab dann bei Einsichtnahme meiner Akte gesehen, dass da "Vorsicht! Krankenschwester!" stand. :D

Wenn man mal (in der Hausarztpraxis) an einen nicht wirklich guten Arzt gerät :-p kann man sich eins grinsen und den Doc wechseln. Eine Möglichkeit, die dem unbedarften Normalbürger schwer fällt, da er nicht weiß, wie er einen Arzt einschätzen soll.

Schwester Rabiata
13.05.2005, 09:14
Ja, nachdem ich mich dann "geoutet" hatte, lief es auf einmal bedeutend besser :-)

Aber eigenes Haus kommt für mich nicht in Frage, da die

- beim Personal anscheinend keine Schweigepflicht kennen und ich zumindest manches lieber für mich behalte

- mir die Kollegen die Arbeit ans Bett bringen würden und ich keine Ruhe hätte

Kommt natürlich auch immer auf die Erkrankung selbst an...
hab im eigenen Haus entbunden, da Risikoschwangerschaft, Frühgeburt und wir ein Perinatalzentrum haben.
Da ging mir Bobbels Sicherheit vor.


Rabiata

RS-USER-SchwesterM
13.05.2005, 23:16
Bisher ist mir die Erfahrung, Patient zu sein, erspart geblieben, aber es ist für mich eine absolute Horrorvorstellung, mich hier irgendwo im Landkreis in einen RTW oder eine Klinik zu legen !


Ich bin überzeugt davon, daß ich eine absolut schreckliche Patientin wäre, wahrscheinlich vor allem den Ärzten gegenüber (von wegen Händedesinfektion und so), will es lieber nicht testen !

Brauche recht lange, bis ich einem von den Weißkitteln vertraue, die hätten es sicher nicht leicht mit mir ! (oder ich mit ihnen)


Das eigene Haus hat Vor- und Nachteile.
Da man mich sowieso überall kennt, würde ich es wahrscheinlich sogar bevorzugen, weil ich da die Pappenheimer eben auch kenne.

Zum Glück bin ich privatversichert und kann mir das KH aussuchen, sind ja hier auch nahe an der Schweiz ...

RS-USER-rettungshamster
14.06.2005, 09:06
So ein ähnliches Thema hatten wir ja (glaub ich) bereits schon mal...ich sag mal so :)
Jede Klinik kann froh sein wenn sie mich als Patient wieder los wird :-p

Chaostante2
15.06.2005, 07:04
Zu dem Thema steht für mich eins fest:

Eigenes Haus ja- aber nicht auf jede Station.

Da ich in dem Haus wo ich arbeite auch seinerzeit meine Ausbildung gemacht hab kenn ich ja nun auch die Arbeitsabläufe, die Kollegen und die Ärzte (letztere zwar nur noch zum Teil, Personalfluktuation lässt grüssen) auch von den anderen Stationen. Und man weiss auch was klappt und was gerne mal schiefläuft. Klar, wenn man als Kollege im eigenen Haus irgendwo stationär liegt wird sich besonders Mühe gegeben dass nichts schiefläuft, seh ich ja auch an unserer Station, wenn jemand vom Personal liegt. Aber mal ganz ehrlich: Sollte man sich nicht für andere Patienten, die nicht wissen was Sache ist genauso (Entschuldigung für den Ausdruck) den Arsch aufreissen? Und dafür sorgen dass nichts schiefläuft?

Ich selbst bin nur ein einziges Mal zu dem Vergnügen gekommen selber Patient zu sein, aber das mehr oder weniger freiwillig zur TE. War aber damals in nem "fremden" Haus und kann mich an sich nicht beklagen. Auch ohne dass man dort wusste dass ich "vom Fach" bin.

Was meinen Hausarzt angeht muss ich sagen, dass er sich- meine ich jedenfalls- mittlerweile damit abgefunden hat dass er mit mir net den Hannes machen kann. Gehe schon seit ewigkeiten zu ihm hin und hab eigentlich nicht (mehr) den Eindruck dass er mir was vom Pferd erzählt. Zumal ich meistens ganz genau weiss was ich will, zumindest was Überweisung etc. angeht und er dann halt nicht mehr soviel nachdenken muss ;)

folken_vanehl
12.08.2005, 17:36
Hallo,
ich war schon mal Patient im eigenen Haus! Ich sage wenn es sein muss dann gerne wieder dort, aber nicht auf jeder Station!
Meine eigenen schon gar nicht, aber das liegt daran das es die Onkologie ist und einen Tumor muss ich nicht haben! Wenn es jedoch so wäre dann auch "gerne" auf meiner Station!

Jambe
12.08.2005, 18:04
ich würde mich sicher nicht von jeder Station aufnehmen lassen, aber von vielen (bekannten) schon. Man weiß auf jeden Fall, was auf einen zukommt - im Gegensatz zu den Menschen, die von außerhalb kommen und sich erst ein Bild machen müssen.
Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass man durchaus mehr einbezogen wird, wenn es um Erklärungen, Therapievorschläge usw. geht. ;)