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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fixation von Desorientierten Patienten



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RS-USER-Katja
13.04.2006, 17:32
Original geschrieben von Guedeltubus
IABP = intraaortale Ballongegenpulsation

oder ich kenne es auch als

intraarteriellen Bloodpressure...
Ersteres :)
Und um die Buchstaben korrekt unterzubringen IintraAortale Ballon Pumpe.

RS-USER-Möhre
13.04.2006, 18:54
und damit der advocat langsam mal seine aufgabe beginnen kann .... diese frage ist unvollständig .... was ist mit ausgangsbeschränkung ???? es geht doch nicht nur darum, daß wir nachbeatmete in´s renngeschirr packen, damit sie sich nicht selber entschnorcheln .... also in meinem bereich ... was ist mit den ausgangsbeschränkungen, die wir den leuten auferlegen ??? bettseitenteile nennt sich das neudeutsch .... bettgitter ist ehrlicher ...... und was ist mit den kleinen vorwiegend doch blauen pillen, damit der mensch ruhig schlafen kann ??? wie haltet ihr es damit ????

folken_vanehl
13.04.2006, 19:13
Die medikamentöse Fixation ist dann doch der übliche Weg! Das scheint den Kollegen auch leichter zu fallen. Ist auf alle Fälle eine Beobachtung die ich in meinem Haus gemacht habe. Einige haben bei den ersten Anzeichen von Unruhe schon die Tavor exp in der Hand.

RS-USER-Möhre
13.04.2006, 19:31
Original geschrieben von folken_vanehl
Die medikamentöse Fixation ist dann doch der übliche Weg! Das scheint den Kollegen auch leichter zu fallen. Ist auf alle Fälle eine Beobachtung die ich in meinem Haus gemacht habe. Einige haben bei den ersten Anzeichen von Unruhe schon die Tavor exp in der Hand.

yep, genau das ist es .... aber auch das ist fixierung ... hat hier schon mal jemand den richter gefragt, ob das in ordnung geht ????? oder verzichten wir drauf, weil wir dafür keine handfesseln brauchen ???

folken_vanehl
16.04.2006, 16:56
Da wird natürlich kein Richter gefragt weil das von den meisten gar nicht als Fixation erkannt wird.

Shanaria
16.04.2006, 20:18
Kann es ja auch nicht... schließlich wird Tavor etc. in den meisten Häusern als Bedarfsmedikation geführt und da schließt der Begriff allein schon die fixierende Wirkung der Medis aus.. schließlich ist ja ein Bedarf zum decken da...Ich halte auch nichts davon die Leute beim geringsten Anzeichen von Unruhe ins Nirvana zu beamen und sie als Zombis rumlaufen zu lassen.. aber wenn sie drei Tage lang nicht geschlafen haben, dann bin ich bereit, nach ärztlicher Rücksprache, ihnen etwas zu geben, weil mir die Gefahr einen kompletten Zusammenbruchs einfach zu groß ist.

RS-USER-Möhre
17.04.2006, 18:48
Original geschrieben von Shanaria
Kann es ja auch nicht... schließlich wird Tavor etc. in den meisten Häusern als Bedarfsmedikation geführt und da schließt der Begriff allein schon die fixierende Wirkung der Medis aus.. schließlich ist ja ein Bedarf zum decken da...Ich halte auch nichts davon die Leute beim geringsten Anzeichen von Unruhe ins Nirvana zu beamen und sie als Zombis rumlaufen zu lassen.. aber wenn sie drei Tage lang nicht geschlafen haben, dann bin ich bereit, nach ärztlicher Rücksprache, ihnen etwas zu geben, weil mir die Gefahr einen kompletten Zusammenbruchs einfach zu groß ist.

Na das ist doch Wasser auf die Mühle des Advokaten ... Es kann keine fixierende Medikation sein, weil es Bedarfsmedikation ist ??? Wundervoll .... Deine guten Absichten in allen Ehren, und ich agiere da nicht anders, aber ob ich den armen Menschen in´s Renngeschirr packe, ihn an´s Bett nagle oder seinen Willen breche, in dem ich ihn vergifte, und nichts anderes tust du in dem Moment mit den blauen Pillchen, macht Null unterschied .... irgendwie fällt es uns nur leichter .... und macht uns weniger Probleme, weil wir wollen ja nur helfen ....:-keule

Shanaria
23.04.2006, 20:07
Na dass ich über die bisherige Handhabung nicht glücklich bin, muss ich ja nicht noch betonen, aber wie. bitte, soll ich nach zwei Tagen frei reagieren, wenn ich in den Dienst komme, meinen Bezugsbewohner wie folgt vorfinde: 3 Tage praktisch nicht geschlafen, angesichts einer infausten Prognose (Hypopharynxkarzinom mit Metas) Todesangst, wegen des Tracheostomas und des Kosakoff aber nicht in der Lage auf beruhigende Gespräche einzugehen, adäquat zu reagieren, nicht alleine im Zimmer sondern mit einem anderen Bewohner, der durch seine Grunderkrankung nicht nur dreimal wöchentlich frühmorgens für die Dialyse vorereitet werden muss und auch noch ne Nachteule ist.. zu dem konsequenten Schlafentzug kommt nun auch noch mangelnde Konzentration, die ihm das Essen und trinken quasi unmöglich macht, eine PEG wurde sowohl seinerseits, als auch seitens seiner Betreuerin abgelehnt. Dieser Mensch sitzt also nun im Rolli vor mir, guck mich mit angsterfüllten Augen an und formuliert im Pseudoflüstern die Worte "Hilf mir!".. Was würdest DU tun? Ich habe ihm eine Tablette gegeben, ja, und er hat geschlafen, ganze 18 Stunden, ja und er hat am nächsten Tag wieder gegessen und getrunken und war für Gespräche wieder bereit... ich glaube nicht, daß ich den gleichen Erfolg gehabt hätte, wenn ich es hätte einfach so weiter laufen lassen. :mad:

RS-USER-Möhre
24.04.2006, 15:47
Original geschrieben von Shanaria
[Was würdest DU tun? Ich habe ihm eine Tablette gegeben, ja, und er hat geschlafen, ganze 18 Stunden, ja und er hat am nächsten Tag wieder gegessen und getrunken und war für Gespräche wieder bereit... ich glaube nicht, daß ich den gleichen Erfolg gehabt hätte, wenn ich es hätte einfach so weiter laufen lassen. :mad: [/B]

ich hätte es nicht anders gemacht, und ich mache es auch nicht anders .... aber das ist eine andere situation ... und dann muß auch die frage gestattet sein: warum muß so etwas so lange dauern ??? was haben wir dann für kollegen, das es mit den uns anvertrauten menschen soweit kommen kann ??? sind die des eigenständigen denkens nicht mehr mächtig ???

RS-USER-rettungshamster
24.04.2006, 18:32
Original geschrieben von Möhre
was haben wir dann für kollegen, das es mit den uns anvertrauten menschen soweit kommen kann ??? sind die des eigenständigen denkens nicht mehr mächtig???

Es ist, wie mit so vielem im Leben....immer wieder komme ich auf zwei grundlegende Dinge zurück: Vertrauen und Respekt gegenüber den Menschen der vor uns steht

Und wenn diesen zwei Dingen keinerlei Beachtung geschenkt werden, kann man reden was man will - es interessiert dann einfach nicht mehr. :(

Shanaria
25.04.2006, 19:29
Respekt und Würde des anderen zu sehen, ich glaube, daß ist einer der Gründe warum wir alle mit dieser Ausbildung angefangen haben und es ist im täglichen Stress schwer genug dieses Ziel nicht zugunsten von Etat und Zeitersparnis aus den Augen zu verlieren..

Warum das solange gedauert hat? Tja.. die Kollegen haben sowohl die Kompetenz, als auch das Wissen, aber sie haben Angst vor der Verantwortung, Angst davor ihre Entscheidung vor irgendwem rechtfertigen zu müssen...ich glaube deswegen haben sie solange gewartet..bei uns herrscht das Klima der Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes vor.. es liegt über jeder Handlung und es geht sogar soweit, daß Patienten, die nen miesen AZ haben aus dem Bett gezerrt weil sie ja alle 2 Tage mobilisiert werden sollen ( vom Bett in die liegende Position des Pflegestuhls).. und da stell ich mich halt quer.. aber ich hab auch gut lachen.. ich hab eh nur nen befristeten Vertrag...aber ich hoffe, daß wir bald ne andere Heimleitung kriegen..oder ich nen anderen Job...

RS-USER-Möhre
26.04.2006, 09:22
...aber ich hoffe, daß wir bald ne andere Heimleitung kriegen..oder ich nen anderen Job... [/B][/QUOTE]

was auch immer du findest ..... ich hoffe, du bleibst so, wie du bist .... gibt viel zu wenige davon !!!!!

Shanaria
28.04.2006, 20:41
jetzt werd ich aber langsam rot.. dankeschön..:kiss: ..nee ich lass mich nicht mehr verbiegen.. bin jetzt 36 Jahre alt und hab mit meiner Einstellung schon meine Mentoren im Krankenhaus zur Verzweiflung getrieben.. und es war mir immer wieder ein Hochfest ;) ...

RS-USER-Möhre
29.04.2006, 16:50
Original geschrieben von Shanaria
jetzt werd ich aber langsam rot.. dankeschön..:kiss: ..nee ich lass mich nicht mehr verbiegen.. bin jetzt 36 Jahre alt und hab mit meiner Einstellung schon meine Mentoren im Krankenhaus zur Verzweiflung getrieben.. und es war mir immer wieder ein Hochfest ;) ...

Was dann wieder zwangsläufig die Frage aufwirft: was waren das für Mentoren ??? :mad:
Aber: Du brauchst doch nicht langsam rot werden .... vollkommen okay, wenn dDu es auch schnell wirst .... ;)

Shanaria
02.05.2006, 09:54
Original geschrieben von Möhre
Was dann wieder zwangsläufig die Frage aufwirft: was waren das für Mentoren ??? :mad:
Aber: Du brauchst doch nicht langsam rot werden .... vollkommen okay, wenn dDu es auch schnell wirst .... ;)

Ach normalerweise bin ich nicht so der Rot-werde-Typ...würde sich in der Psychatrie wohl auch nicht so gut machen.. lach.. und was meine Mentoren angeht.. tja.. Wenn dann so tolle Anweisungen kommen, wie "Du musst endlich lernen Patienten anzutreiben und auch mal im Redefluss zu unterbrechen" dann kannst Du Dir mein etwas ambivalentes Verhältnis zum einen oder anderen Vertreter ja gut vorstellen.. grins.. wobei NICHT ALLE MENTOREN so waren, dass will ich auch mal betonen..:D

RS-USER-Möhre
02.05.2006, 12:06
ich stelle immer wieder fest, wie gesegnet ich ausgebildet wurde .... bei meinem lehrer durften die patienten sogar ausreden .... und ich bekam einen auf den deckel, wenn ich sie unterbrochen habe ......:cool:

Shanaria
02.05.2006, 21:05
Wie ? Ausreden? Zu Wort kommen lassen? Am Ende vielleicht auch noch wichtige Informationen erhalten??? :eek: ..aber wir HABEN DOCH KEINE ZEIT!!!!!;)