Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vorfälle in Berlin
folken_vanehl
06.07.2006, 13:21
Freiheitsentziehende Maßnahmen nur auf ärztliche Anordnung! Wir sagen es den Ärzten wenn sich ein Patient selbst oder fremdgefährdert ist und dann folgt die Anordnung so geht es Hand in Hand.
LG Folken
RS-USER-Bärentöter
06.07.2006, 14:05
Original geschrieben von folken_vanehl
Freiheitsentziehende Maßnahmen nur auf ärztliche Anordnung! vielleich ist das in .at anders geregelt.
topolina
06.07.2006, 16:27
ja schon auf ärztliche anordnung, gerade was privatspitäler, altenheime ect. betrifft. aber meistens, gerade auf normalstation, hast du keinen arzt zur hand der dir schnell mal eine unterschrift gibt...wenn gefahr im verzug ist...bevor dem patienten was passiert...du...wenn der am tubus und am zvk reißt, weck ich in der nacht keinen arzt. aber wir sind da immer abgesichert und können uns im extremfall auf die ärzte verlassen, bzw. die ärzte verlassen sich auf uns.....
Original geschrieben von topolina
con, spatzilein...blöde frage...aber bei dir stehen intensivpatienten hoffentlich nicht auf...also bei mir nicht.....;) , propofol tut wohl....wie hast du das gemeint mit der türe?
Keine Angst, Mausilein :-p , bei mir steht auch keiner auf, der nicht soll. Ich steh da ja mehr auf Dormicum. Anders ist es auf unserer Inneren Intensiv letzte Woche gewesen. Ein polytoxikomaner Patient ist denen mit Wahnvorstellungen weggelaufen und stand plötzlich auf einem Dach und wollte runterspringen.
Tür? Bei Dir ist die Tür der Station doch auch zu, oder? Da die Tür auch als Brandschutztür gedacht ist, ist die "feuerfest" ausgestattet. Durch diese Ausstattung ist die Tür so schwer, das sie mit der Hand nur schwer zu öffnen ist. Daher der Türöffner. Ein Motor macht die dann auf und zu.
Zur Fixierung und den Bettgittern. Die meisten Angehörigen unserer Patienten sind recht einsichtig, wenn die Oma oder so fixiert oder mit Bettgittern versorgt werden muss. Wie in D üblich, ordnet prinzipiell ein Arzt die Fixierung oder ein Bettgitter an. In Wahrheit fixieren wir erst und holen uns die Unterschrift später, so wie bei Dir (tubuszupfen). Ich denke aber das wir auf Intensiv da schon in einer anderen Position sind als die Kollegen auf den Allgemeinstationen.
RS-USER-rettungshamster
23.07.2006, 22:28
In meiner Branche gehört es ja quasi zum Tagesgeschäft, dass der ein oder andere Bewohner mal den akuten Freiheitsdrang bekommt. Ist ja auch soweit in Ordnung.
Weglaufen kann man nicht verhindern, es sei denn der Pat./ Bew. ist fixiert oder befindet sich in einer geschlossenen Abteilung (Gerontopsychiatrie / Psychiatrie). Aber selbst bei letzterem ist man nicht 100%ig davor gefeit, dass der Mensch dann doch mal nen Schuh macht.
Kurzes Beispiel: Ein Bewohner der geschlossenen Abteilung wird zu einer Familienfeier nach Hause abgeholt. Da die Angehörigen zu bequem sind die Oma wieder zurück zu fahren, stecken sie diese in ein Taxi. Nicht gerade verantwortungsvoll wenn man mich fragt.
Auf meiner Station und in meiner Schicht sind auch schon unzählige gegangen. Den Abgang bekommt man nur in den seltenen Fällen zeitnah mit. Wenn dann doch, dann gehe ich schon mal durch das Haus und such nach ihm/ihn. Oder wenn ein sachdienlicher Hinweis von einem Dritten kommt, dann auch mal in der unmittelbaren Umgebung vor meiner Einrichtung.
Aber im Regelfall gilt bei uns: Ist der Bewohner außerhalb des Hauses, ist es Sache der Polizei diesen zu suchen.
Und auch wenn es strange klingt, aber man bekommt es auch schon mal überhaupt nicht mit, wenn einer weg ist. Bekam auch schon mal einen Anruf von einem wildfremden Menschen der mich gefragt habe ob wie eine Frau XY bei uns im Hause hätten, da er sie im Rollstuhl an einem Straßencafé aufgegriffen hätte.
Oder plötzlich steht Nachts um halb Drei die Polizei am Haupteingang und bringt die eine im Nachthemd bekleidete Bewohnerin zurück, bei welcher man 20 Minuten vorher noch im Zimmer zwecks Rundgang war.
Angehörige / Außenstehende können nicht erwarten das ihre Lieben 24h/Tag eine Pflegekraft wie einen Schießhund an ihrer Seite haben. Das lässt der Personalschlüssel gar nicht zu. Restrisiko bleibt daher immer! Es sei denn, es handelt sich um Menschen mit entsprechenden unterbringungsähnlichen Maßnahmen - da sollte es nicht vorkommen.
Was diese elektronische Fuss -oder Handgelenksfesseln betrifft, so will ich mich noch nicht dazu äußern.
saddamski
23.07.2006, 23:04
Man sollte erstmal das Wort Fussfessel streichen.
Man neigt ja auch dazu zu sagen dass der Patient fixiert wurde und nicht dass man den Patienten angekettet hat.
Es geht dabei doch grundsätzlich um eine Arbeitserleichterung für das Personal und eine zusätzliche Sicherung für den Patienten.
Natürlich muss das Personal noch immer ein Auge auf den Patienten haben. Das ist hier wohl jedem klar und darüber braucht man auch nicht diskutieren.
Aber wie schon geschrieben gibt es hin und wieder einfach Situationen wo man es nicht mitbekommen dass der Pat. stiften geht, der vor 20min. noch im Bett lag.
Da wäre es schon Sinnvoll wenn es einen Alarm geben würde, wenn ein Pat. mit einer solchen Markierung z.B. die Station verlässt oder einigen sonstigen Bereich.
Meiner Meinung nach müsste wegen diesem System auch nicht zusätzlich mehr Personal eingestellt werden.
Der Pat. wäre so oder so abhanden gekommen. Man bekommt nur frühzeitig eine Rückmeldung dass es soweit ist. Die Zahl der Vorfälle würde sich wegen so einem System mit sicherheit nicht erhöhen, aber wahrscheinlich auch nicht verringern. Soll es ja aber auch gar nicht.
Mit der selben Personalzahl muss ja auch jetzt gearbeitet werden. Nur dass es keinen Alarm gibt wenn der Pat. stiften geht, sondern es erst später bemerkt wird. Fakt ist aber, dass der Pat. weg ist.
Vorteil beim Alarmsystem ist dabei ganz klar, dass man die frühzeitige Rückmeldung bekommt und rechtzeitig reagieren kann, während man ansonsten ja nur noch die Polizei informieren kann(nach dem kurzen suchen).
Wie gesagt, so ein System wäre als Ergänzung anzusehen.
Und sind wir mal ehrlich..die arbeit bleibt doch die gleiche. Nur dass man es mitbekommt wenn der Pat. auf den Weg nach draußen ist.
Mehraufwand würde es nicht geben. Man könnte höchstens mit dem Argument "Was ich nicht weiss, macht mich nicht heiss" argumentieren.
Dann sollte man sich allerdings fragen ob man den richtigen Beruf ergriffen hat.
Tobias
RS-USER-rettungshamster
23.07.2006, 23:17
Original geschrieben von saddamski
Da wäre es schon Sinnvoll wenn es einen Alarm geben würde, wenn ein Pat. mit einer solchen Markierung z.B. die Station verlässt oder einigen sonstigen Bereich.
Das mag ja sein das da ein stückweit Erleichterung drin stecken würde. Aber wie soll das in der Praxis umgesetzt werden ?
Piepston beim verlassen des Haupteinganges ? Was wenn der Bewohner / Patient Besuch von einem Angehörigen bekommt und dieser ihn zum Spaziergang etc. mit nach draußen nimmt ? Dann piepst es ja auch. Müssen sich dann alle abmelden ? Wird dann das Gerät durch die Pflegekraft entsichert ? Fragen Fragen Fragen
Nicht das ich dieses System gleich in den Dreck ziehen will, nur ich seh in meiner Arbeit das Problem darin, dass ich im Spätdienst mit einer Pflegehilfskraft alleine bin und 37 Leute zu versorgen habe. Und wenn an einem schönen Wochenende die Angehörigen zum Besuch kommen und die Lieben ausführen wollen, bin ich allein mit dieser Maßnahme, nennen wir sie mal "entsichern" über längere Zeit im gesamten beschäftigt. Da kommt man sich doch nach gewisser Zeit vor wie eine Schließe in der JVA, oder nicht ?
Und welche Bereiche müssten dann alle markiert sein - wenn ich da allein an meine Einrichtung denke, kommen mir zig Möglichkeiten in den Sinn den Laden zu verlassen (und zwar nicht durch den Haupteingang).
Welcher Träger würde diese (mit Sicherheit große) finanzielle Investition tätigen ?
saddamski
24.07.2006, 01:13
Die Praxisumsetzung wäre nicht so einfach, wie ich es vielleicht geschrieben habe. Zumal in der Praxis Vorfälle/Situationen auftreten die man vorher nicht komplett oder nur schwer abschätzen kann.
Ich bin jetzt bei dem Thema auch nicht wirklich von einer Durchsetzung ausgegangen sondern habe das geschrieben weil ich das unter "Träume" abarbeite ;)
Mich interessieren solche Technologien einfach, deshalb mein Kommentar dazu. Ist eigentlich nichts mehr als Träumerei.
Die Art der Alamierung kann eigentlich recht vielfältig sein. Piepton, Piepser, SMS, automatischer Anruf. Das kommt wohl immer ganz auf die örtlichen Gegebenheiten an. Wann wo und wie ein Alarm ausgelöst wird hängt ja auch immer von der örtlichen Situation und dem Patienten ab.
Aber die Gebäude haben ja meistens einen systematischen aufbau. Da ist es bestimmt möglich bestimmte "Bezirke" zu ziehen.
z.B. Patientenraum, 1/4 oder 1/2 Strecke vom Flur. Der ganze Flur, Treppenhaus/Aufzug.
Das System ist natürlich keine Alarmanlage im klassichen Sinne. Lücken wird es immer geben. Das System kann man ja quasi bis ins unendliche "Dicht" machen und es würde immer noch Wege geben.
Wenn der Bewohner Besuch hat wird sich dieser für gewöhnlich doch anmelden, bzw. abmelden wenn er mit dem Angehörigen spazieren geht oder?
Ansonsten könntet Ihr ja auch jetzt schon denken dass der Pat. ansonsten wieder abgehauen wäre.
Ob der Alarm durch den Besuch oder durch eine Pflegekraft entsichert wird ist eine gute Frage.
Ich denke ja dass jetzt schon bescheid gegen wird, wenn ein Angehöriger mit dem Pat. spazieren geht. Da könnte man auch als Pflegekraft das Gerät entsichern. Oder der Besucher macht es. Ist größtenteils auch eine Frage der Bedienung. Da es aber nur 2 Zustände gibt(Alarm an/Alarm aus), könnte man die Bedienung recht einfach gestalten.
Ich kenn mich in den Zeiten nicht aus: Von wann bis wann ist Spätdienst? Kommt es da oft vor dass Angehörige den Patienten mit zum spazieren nehmen?
Aber gut, selbst wenn...ich geh davon aus dass der Pat. dann eh "abgemeldet" wird. Einfach den Patienten mitnehmen dürfte ja nicht drin sein :grins:
Da kommt natürlich wieder die Frage der Bedienung ins Spiel. Es darf nicht viel Aufwand sein, gerade dann nicht wenn man nur zu 2 auf einer Station ist.
Aber ein Beispiel könnte sein, dass der Alarm über einen Pieper kommt.
Jetzt sagt der Angehörige dass er mit seinem Papa spazieren geht, die Pflegekraft hat aber keine Zeit das Gerät zu entsichern. Also geht Papa spazieren, löst Alarm aus und auf dem Pieper steht der Name von dem Pat. Da die Pflegekraft ja aber weiß, dass der Pat. in Begleitung ist kann man den Alarm ignorieren.
Hm..ja..man mag sich vorkommen wie eine Schließe in der JVA, aber Techniken die nur Vorteile bringen gibt es nicht ;) Ich denke wichtig ist eben, dass das ganze Bedienbar bleibt. Viel Aufwand darf es nicht sein.
Wie fühlst du dich denn wenn du einen Patienten suchen musst, die Polizei plötzlich mit dem Pat. vor der Tür steht oder du der Polizei bescheid sagen musst dass ein Pat. weg ist?
Keine Ahnung wie hoch die Kosten wären. Ob die jetzt hoch oder niedrig wären, ist ja dabei relativ. Zahlen würde das letztendlich der Versicherte, wie bei allen Investitionen in dem Bereich.
Aber um die ganzen Fragen wirklich sinnvoll zu beantworten müsste man sich richtig Gedanken dazu machen, in die Infrastruktur und Gegebenheiten einarbeiten. Das Posting von mir war eher ein kurzer Ergus aus meinem Hirm was mir in den 3min. eingefallen ist :)
Würde man das Projekt wirklich angehen würden noch eine ganze Menge anderer Probleme auftauchen.
Technisch, rechtlich, migrationstechnisch etc.
Geht ja schon bei der Frage los wie man den Patienten "markieren" soll.
Armband kann man abmachen. Mechanisch befestigen hat eher was von Fussfessel und fände ich persöhnlich auch nicht so toll(Problem liegt dabei eher zwischen den Ohren. Ich asoziere damit direkt die dicke Stahlkugel am Fuss von Verbrechern.)
Aber wie gesagt, war quasi nur ein Brainstorming :grins:
Tobias
El Mosquito
24.07.2006, 14:16
Kurze einschub von der sonnigen Seite der Pyrinäen:
Bis zum Jahresende sollen in allen Krankenhäusern der Region de Murcia (also nicht nur in der Hauptstadt) alle Patienten mit einem Armband mit Name, Geb-Datum und Strichcode versehn werden, von Ortungsmechanismen war heute im Radio jedoch nicht zu hören.
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Patientenortungsgerät
Wieviele von euch haben den einen Sicherheitsdienst in der Einrichtung ?
Muss ja nicht alles die Pflege machen.
RS-USER-rettungshamster
24.07.2006, 15:19
Original geschrieben von El Mosquito
Wieviele von euch haben den einen Sicherheitsdienst in der Einrichtung ?
Ich bin mein eigener Sicherheitsdienst :grins:
El Mosquito
24.07.2006, 18:26
Original geschrieben von rettungshamster
Ich bin mein eigener Sicherheitsdienst :grins:
Na denn :o
Morgen mal ne 36KV ausser WaKa mitnimmt und Hamster zum OLT mitbring :grins:
RS-USER-Küchenhexe
24.07.2006, 18:33
Original geschrieben von El Mosquito
Kurze einschub von der sonnigen Seite der Pyrinäen:
(kurzer Blick aus dem Fenster)
Du bist in Deutschland??? :cool: :D :D :D
El Mosquito
24.07.2006, 19:31
üsch bin überall und niergends :D
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