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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hämatologische / Zytogenetische Remissionen bei Leukämie



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Rugger
13.05.2003, 23:41
Original geschrieben von FataMorgana
Na ja, jetzt erst mal EOD für heute, oder? Bierchen genießen, und dann gute Nacht... ;-) EOD???
Aber ansonsten: vollste Zustimmung! Gute Nacht!

R.

FataMorgana
13.05.2003, 23:43
Original geschrieben von Rugger
EOD???

End of discussion. Hatte vergessen, dass Du ja nicht so der Computerfreak bist. Der Ausdruck stammt glaube ich aus dem Usenet.

Rugger
14.05.2003, 00:09
Original geschrieben von FataMorgana
Ja klar, das ist ja der Witz bei der Geschichte (CML). Nur so kann es zur Translation eines bcr-abl-Fusionsproteins kommen. Ok, bevor ich mich jetzt endgültig in die Falle haue, eine letzte Sache:
wie kommt es eigentlich, das es anscheinend gehäuft zu einer Fusion an der bcr- abl - Stelle kommt? (Sonst würde es ja nicht so gehäuft zu CML kommen und Glivec würde wohl kaum auch noch bei anderen Neoplasien wirken - was es tut!) Wie groß ist die statistische Wahrscheinlichkeit, daß es öfters zu Fusionen an dieser Stelle kommt - verschwindend gering, würde ich vermuten, bei der Anzahl von Genen....
Woran liegt es also?

Rugger

FataMorgana
14.05.2003, 00:14
Hey, hatten wir nicht EOD vereinbart? Bin leider jetzt auch ziemlich hacke, da es nicht mein erstes Bier war.

Nur so viel: BCR bedeutet "breakpoint cluster region". Scheint also eine Art Prädispositionsstelle für Chromosomenbrüche zu sein. Aber warum? Keine Ahnung. Lass uns morgen weiter diskutieren...

Witzbold
14.05.2003, 01:08
also eine familiäre häufung bei cml gibt es glaube ich so gut wie gar nicht (ausnahme z.b. die juvenile cml, die leute haben dann aber meistens neurofibromatose).

die rezidive müssten dann tatsächlich durch noch vorhandene entartete zellklone zustande kommen - was ja auch nicht wundert - man untersucht in der zytogenetik schliesslich stichprobenartig, statistische hunderprozentigkeit also ausgeschlossen.

die frage, warum die chromosomen genau an der stelle brechen und warum gerade diese beiden produkte ausgetauscht werden, habe ich mir auch schonmal gestellt. irgendwie schweigen sich die bücher darüber beim thema translokation aus. allerdings muss das m.E. schon etwas mit einer teilhomologie der chromosomenregionen zu tun haben, so dass v.a. in der metaphase strangbruch und austausch an der (oder besser den, es gibt ja mehrere) stelle auftritt.

nacht, :-sleppy

Rugger
14.05.2003, 07:52
@FataMorgana: Sorry, hätte vielleicht betonen sollen, daß es vollkommen ausreicht, wenn wir heute weiterdiskutieren! :-blush
Original geschrieben von Witzbold
allerdings muss das m.E. schon etwas mit einer teilhomologie der chromosomenregionen zu tun haben, so dass v.a. in der metaphase strangbruch und austausch an der (oder besser den, es gibt ja mehrere) stelle auftritt.Ja, so in etwa habe ich mir das auch schon erklärt... Melde mich, wenn ich etwas genaueres dazu finde!

Rugger

FataMorgana
14.05.2003, 08:03
Moin Rugger,

na, auch wieder wach und nüchtern? Ich schau auch noch mal in ein Buch wegen der "Sollbruchstellen".

Rugger
14.05.2003, 09:22
Original geschrieben von FataMorgana
na, auch wieder wach und nüchtern?Klaro...

Ich schau auch noch mal in ein Buch wegen der "Sollbruchstellen". Also, ich habe mal ein wenig im Netz gestöbert... und bin leider nicht wirklich fündig geworden. Bei Nature scheint es ein paar Artikel dazu zu geben, die jedoch leider kostenpflichtig sind. Was ich allerdings gefunden habe, war eine gute Seite zu den von FataMorgana erwähnten zytogenetischen Methoden mit Bildbeispielen, die ihr hier (http://knm1.ibe.med.uni-muenchen.de/tumorzytogenetik/atlasleuk/atlasakutext.htm) findet. Außerdem habe ich eine E- Mail- Adresse zu einer CML- Studie gefunden, die hier bei uns an der Uni läuft. Werde die einfach mal löchern.

Rugger

Pünktchen
14.05.2003, 10:16
@rugger
ich hab noch nen VL-Skript zur CML ....hier (http://www.uni-rostock.de/fakult/medfak/kim/hema/vows0203/030117_CMPD.PDF)

Rugger
14.05.2003, 15:38
Original geschrieben von Rugger
Außerdem habe ich eine E- Mail- Adresse zu einer CML- Studie gefunden, die hier bei uns an der Uni läuft. Werde die einfach mal löchern.Also, ich habe mal 'ne Mail dahin geschrieben und prompt eine Antwort bekommen mit dem Angebot, einfach mal dort anzurufen - was ich natürlich auch direkt gemacht habe (ich war schwer begeistert!). Es handelte sich zudem auch noch um den Forscher aus Mannheim, um dessen Papers es in meinem Referat in erster Linie geht...
Ich versuche jetzt mal, seine Antwort so genau als möglich wiederzugeben:
zum einen haben die Philadelphia- Translokationen ganz einfach einen gewaltigen Proliferationsvorteil gegenüber nicht malignen Zellen, so daß es zur Ausprägung der CML kommt. Desweiteren gibt es auf Molekularbiologischer Ebene natürlich auch gewisse Mechanismen, die eine Neuaneinanderlagerung an bestimmten Stellen einfach bevorzugt (u.a. passende Basenpaarung, kein Frame- Shift etc.), neben anderen Faktoren, die jedoch noch nicht vollkommen aufgeklärt sind. Die Zellen, die eine Neuaneinanderlagerung zeigen, bei der es einfach nicht passt, erliegen dann einfach der Apoptose.
Letztlich also wohl doch eine "zufällige" Aneinanderlagerung, wobei die Mechanismen, welche eine solche begünstigen, noch nicht vollkommen aufgeklärt sind.

Rugger

Dr. Sziget
12.10.2005, 18:29
Moin allerseits,
ich bruete auchgerade ueber Onko und hab da mal ne Frage:
Es geht um den Unterschied AML und CML (bzw. analog dazu ALL und CLL)
Aus welchen Zellen geht denn nun was genau hervor. Bis dato bin ich soweit:_

AML: fruehe myeloisch determinierte Vorläuferzelle
CML: hämatopoetische Stammzelle

wo liegen denn hierbei die Unterschiede fuer die Folgen der Krankheit und wo liegt der Unterschied zwischen beiden Zellen (abgesehen davon, dass sich die Stammzelle selber reproduzieren kann ? )

und wenn wir schon dabei sind ;-) warum wird das myelodysblastische Syndrom nicht zu den myeloproliferativen Erkrankungen gezählt ??

Danke fuer eure Antworten

tillbaka från Sverige
Dr. Sziget

actin
17.11.2006, 22:11
Hallo FataMorgana, ich hab gerade diesen Thread gelesen und wüsste gern mehr über das, worüber Du Dich hier mit Rugger unterhalten hast. Könntest Du mir , bitte, Literatur dazu nennen? Gibts es dazu ein Buch, das auf dem neuesten Stand ist, oder muss ich zu Fachzeitschriften greifen?

FataMorgana
21.11.2006, 17:28
Hallo FataMorgana, ich hab gerade diesen Thread gelesen und wüsste gern mehr über das, worüber Du Dich hier mit Rugger unterhalten hast. Könntest Du mir , bitte, Literatur dazu nennen? Gibts es dazu ein Buch, das auf dem neuesten Stand ist, oder muss ich zu Fachzeitschriften greifen?

Nein, ein Buch gibt es wohl kaum, da die Entwicklung auf diesem Gebiet momentan zu rasant ist. Für den Einstieg würde ich folgenden Artikel empfehlen:
http://www.bloodjournal.org/cgi/reprint/105/7/2640

actin
22.11.2006, 00:59
@FataMorgana: Vielen Dank. Ich habe den Artikel gerade kurz überflogen und werde ihn morgen genauer lesen.