RS-USER-Rippenspreizer
10.11.2006, 11:38
Wenn Dich das Ganze so interessiert; wieso hast Du dann nicht die Anästhesie als Weiterbildung gewählt? Oder bist Du mit dem PJ noch nicht fertig?
Die ein- oder andere anästhesiologische Frage kann hier sicherlich beantwortet werden, aber wir sind kein ausgewiesenes Fachforum für Anästhesie mit dem Anspruch auf Diskussionen im Facharztbereich. Ein entsprechendes Internetforum ist mir momentan auch nicht bekannt.
Im Grunde sind die "Probleme" der klinischen Praxis bei uns ähnlich wie im echten Leben; Anästhesie ist ein Erfahrungsfach und natürlich fliessen persönliche Erlebnisse, der eigene Wissensstand, aber auch die klinischen Bedingungen und Richtlinien verschiedener Fachgesellschaften in die alltägliche Arbeit eines jeden Anästhesisten ein. Das ist sehr individuell und so wird Dir jeder/jede Anästhesist/in eine eigene Arbeitsweise zeigen, die alle für sich genommen sicherlich oftmals zum Ziel führen.
Es gibt viele gute Wege, eine Narkose zu führen; leider auch ein paar schlechte... Oft entwickelt sich nach einigen Jahren ein "Bauchgefühl", welches zwar kaum einer "evidenzed based" Prüfung standhalten würde, aber oft den Narkotiseur vor schlimmen Katastrophen bewahrt. Zusätzlich entwickelt sich das fachwissen um die Anästhesie- und Intensivmedizin kontinuierlich weiter. Was gestern noch richtig & gut war, kann morgen schon böse und verdammt sein. (Stichwort Succi oder N2O-Narkosen)
Diese Individualität macht auch vor Chefärzten nicht halt. Es kann durchaus passieren, dass eine komplette Abteilung kein Trapanal zur Einleitung verwenden darf, weil der Chef vor 25 Jahren mal einen reanimationspflichtigen Kreislaufeinbruch damit erlebt hat. Dienstanweisungen und SOP´s füllen die Postfächer des kleinen Weiterbildungsassistenten verdächtigerweise nach größeren Kongressen. Und und und...
Sorry, es gibt keinen roten Faden. Anästhesie und Narkoseführung hält sich nicht an einen roten Faden; Guidelines unterliegen einer globalen Studienleidenschaft und Dienstanweisungen oftmals den persönlichen Vorlieben des Abteilungschefs. Und deshalb wirst Du nie eine einzige richtige Antwort auf Deine Fragen finden.
Der Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Anästhesisten ist oftmals weniger sein medizinisches Knowhow sondern vielmehr seine Erfahrung und die Art, mit den interindividuellen Schwankungen verschiedener Einflussgrößen flexibel umzugehen.
:-meinung
Daniel
Die ein- oder andere anästhesiologische Frage kann hier sicherlich beantwortet werden, aber wir sind kein ausgewiesenes Fachforum für Anästhesie mit dem Anspruch auf Diskussionen im Facharztbereich. Ein entsprechendes Internetforum ist mir momentan auch nicht bekannt.
Im Grunde sind die "Probleme" der klinischen Praxis bei uns ähnlich wie im echten Leben; Anästhesie ist ein Erfahrungsfach und natürlich fliessen persönliche Erlebnisse, der eigene Wissensstand, aber auch die klinischen Bedingungen und Richtlinien verschiedener Fachgesellschaften in die alltägliche Arbeit eines jeden Anästhesisten ein. Das ist sehr individuell und so wird Dir jeder/jede Anästhesist/in eine eigene Arbeitsweise zeigen, die alle für sich genommen sicherlich oftmals zum Ziel führen.
Es gibt viele gute Wege, eine Narkose zu führen; leider auch ein paar schlechte... Oft entwickelt sich nach einigen Jahren ein "Bauchgefühl", welches zwar kaum einer "evidenzed based" Prüfung standhalten würde, aber oft den Narkotiseur vor schlimmen Katastrophen bewahrt. Zusätzlich entwickelt sich das fachwissen um die Anästhesie- und Intensivmedizin kontinuierlich weiter. Was gestern noch richtig & gut war, kann morgen schon böse und verdammt sein. (Stichwort Succi oder N2O-Narkosen)
Diese Individualität macht auch vor Chefärzten nicht halt. Es kann durchaus passieren, dass eine komplette Abteilung kein Trapanal zur Einleitung verwenden darf, weil der Chef vor 25 Jahren mal einen reanimationspflichtigen Kreislaufeinbruch damit erlebt hat. Dienstanweisungen und SOP´s füllen die Postfächer des kleinen Weiterbildungsassistenten verdächtigerweise nach größeren Kongressen. Und und und...
Sorry, es gibt keinen roten Faden. Anästhesie und Narkoseführung hält sich nicht an einen roten Faden; Guidelines unterliegen einer globalen Studienleidenschaft und Dienstanweisungen oftmals den persönlichen Vorlieben des Abteilungschefs. Und deshalb wirst Du nie eine einzige richtige Antwort auf Deine Fragen finden.
Der Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Anästhesisten ist oftmals weniger sein medizinisches Knowhow sondern vielmehr seine Erfahrung und die Art, mit den interindividuellen Schwankungen verschiedener Einflussgrößen flexibel umzugehen.
:-meinung
Daniel