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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Worte, die Patienten nicht verstehen



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RS-USER-Katja
07.06.2007, 23:04
Original geschrieben von superharry
Die deutsche Sprache sollte immer helfen. Also warum net mit den Pat. deutsch sprechen, auch wenn man sich mit dem Kollegen oder Arzt austauscht
Wenn mit Dir jemand ueber den Grimmdarm spricht, weiss Du dann, was er meint ;) Die deutsche Sprache hilft nicht immer; alles was Du nach "Krebs" sagst, wird in der Regel nicht mehr verstanden.

(okay, *hier* hilft die deutsche Sprache in der Regel eh nicht, sondern englisch, spanisch, cantonesisch oder mandarin, manchmal auch russisch)

RS-USER-fwpbl
07.06.2007, 23:44
Original geschrieben von superharry
Die deutsche Sprache sollte immer helfen. Also warum net mit den Pat. deutsch sprechen, auch wenn man sich mit dem Kollegen oder Arzt austauscht

Wäre ja nur schön wenn das KH-Personal, besonders manche Ärzte, die Deutsche Sprache beherschen würde und ich die Übergabe nicht, auf Grund meiner fehlenden Russisch Kenntnisse, mit Händen und Füßen machen muß... :rolleyes:

RS-USER-Küchenhexe
08.06.2007, 00:01
(Deutsche) Sätze, die Patienten gar nicht gut (oder gar gerne!) verstehen:

"Das wird Ihre Krankenkasse Ihnen garantiert nicht bezahlen!"

"Es gibt keinen Grund, das bei Ihnen zu machen."

"Sie müssen dringend mit dem Rauchen / dem Saufen/ ... aufhören, weil..."

"Nein."

"Sie müssen die Packung komplett verbrauchen. Bitte hören Sie nicht früher mit den Tabletten auf, nur weil es nicht mehr weh tut."

"Gehen Sie bitte heute noch zu Dr. XXXX!"

Notarztindikation
08.06.2007, 16:03
Letztens, Einweisung vom Hausarzt mit Bluterbrechen:
Sani: "Wie schlimm ist es?"
Pat: "Sehr schlimm."
S: "Wie lange haben Sie das schon?"
P: "Lange."
S: "Wie lange? Stunden? Tage?"
P: "Sehr lange."
Sani: "Wie lange haben Sie das schon?"
Pat: "Lange."
Angehörige: "Das kommt von der Operation."
S: "Wie lange ist denn die Operation aus?"
A: "Sehr lange."
S: "Und wann waren Sie das letzte Mal bei der Kontrolle?"
A: "Schon lange nicht mehr."
...

Brauchbare Zeitangaben hatten wir die ganze Fahrt lang nicht bekommen. Ich glaub' die zwei wussten nicht einmal welches Jahr wir haben. Gott sei Dank bin ich gefahren...

RS-USER-Katja
08.06.2007, 22:43
Original geschrieben von Notarztindikation

Brauchbare Zeitangaben hatten wir die ganze Fahrt lang nicht bekommen. Ich glaub' die zwei wussten nicht einmal welches Jahr wir haben. Gott sei Dank bin ich gefahren...
Noch schlimmer finde ich die Variante: "Das war nach der Hochzeit von unserm Mattis... oder war das davor? Noch vor Tante Annas Beerdigung? Auf jeden Fall war Schnee draußen..."
Das hilft so gar nicht weiter, wenn man nicht zufällig Familienmitglied ist :rolleyes:

RS-USER-Claudi
09.06.2007, 07:37
@ Katja: Das kommt mir bekannt vor!



Auch kein Einzelfall:
"Sollen wir Angehörige benachrichtigen?"

"Ja, den Kalle..."

"Ähm, Kalle ---- "

"Na, den Kalle eben!!"

"Wer ist denn Kalle?"

"Au Mann (rollt mit den Augen), mein Bruder natürlich!"

"Ah so. Wohnt der mit Ihnen zusammen? Gleiche Telefonnummer?"

"Nee - natürlich nicht! Glauben Sie wirklich, ich wohne mit meinem erwachsenen Bruder zusammen?"

"Gut. Wie ist denn die Telefonnummer von Kalle?"

"Die hab ich nicht dabei......." :rolleyes:

Rettungszwergin
10.06.2007, 06:54
Thema: diese Medikamente müssen Sie ab jetzt immer nehmen. Unbedingt.

Also, Einsatzstichwort: Atemnot, Schmerzen in der Brust, kaltschweißig
Pat. gibt an, er habe seit ein paar jahren eine künstliche Herzklappe.
Doc. "Welche Medikamenete nehmen Sie denn?"
Pat. " Na keine keine zur zeit."
Doc. " Das versteh ich nicht. Sie sagten doch sie hätten eine künstliche Herzklappe?"
Pat. "Ja, das stimmt. Aber ich setze die Medikamente immer wieder mal ab. Das tut mir ganz gut."
Doc. "Und ihr hausarzt weiß davon ?"
Pat. "Nee, der kennt sich da nicht aus."
Doc. "und welche Klappe wurde ersetzt?"
Pat. "Das weiß ich nicht."

Wir mussten uns arg zusammenreissen, um nicht alle verständnislos drein zu schaun. Klar Ärzte können nicht wissen, was ihren Patienten gut tut......

RAIA
12.06.2007, 19:47
Chipkarte - habe oft schon die ec-karte oder auch in seltenen fällen die mitgliedkarte vom kaufhof bekommen .... am besten kommt man geben sie mir mal bitte ihre aok-karte oder sowas


können sie wasser lassen ? - erstmal guckt der patient dich an und oft sagen sie auch: "nein ich muss grad nicht" oder " nein aber ich müsst mal auf toilette "

RS-USER-emergency doc
12.06.2007, 21:56
Gut ist auch sowas wie:

Arzt:"Sie haben einen offenen Unterschenkelbruch, ich nehme Sie jetzt auf, und wir operieren Sie jetzt gleich!"
Patient:"Hmm... das kommt jetzt ein bisschen schnell, das passt mir im Moment gar nicht. Kann ich nicht noch eben nach Hause und eine Tasche packen?"

:-keule

[ed]

folken_vanehl
13.06.2007, 08:18
Erst gestern erlebt.

Pflege: Haben sie Schmerzen?
Patient: Nein, aber...
Pflege: Klare Frage, klare Antwort! Haben sie Schmerzen?
Patient: Nein, aber...
Pflege: Aber was?
Patient: Der Rücken tut weh.

Ich bin so froh sie heute nicht zu sehen, die 3 Tage haben gerreicht. Mal abgesen davon hat sie auch nicht verstnden das man mit einer BWK Fraktur liegen bleiben soll und sich nicht auf die Bettkante setzt. GRRR!

Ich muss dringend an meinen Russischkenntnissen arbeiten.

RS-USER-emergency doc
13.06.2007, 22:03
Erst heute erlebt:
"Ich hab Diabetes und Zucker!"
:-keule

[ed]

Chaostante2
20.06.2007, 20:51
Auch immer wieder gut:

"hatten Sie heute Stuhlgang?"
"Nein, ich bin mit Stöcken gelaufen"

Immer wieder faszinierend ist auch die Tatsache, daß es Patienten gelingt, wenn man mit ihnen dann zur Station kommt und sie in ihr Zimmer "einweist" ganz kariert zu gucken, Fragezeichen im Gesicht und von sich geben: "Wie? Ich muss hier bleiben?????"

Auch schon gehabt:

"Kann ich nicht in eine Reha?"
"Nein, sie dürfen ihr Bein ja nicht belasten!"
"Ja, aber ich möchte in eine Reha!"
"Aber nicht direkt nach dem Krankenhaus, sie müssen erst ein paar Wochen nach Hause, bis sie ihr Bein wieder belasten dürfen."
"Ja, aber ich will doch in eine Reha!!!"
So ging das Spielchen denn noch ne Weile weiter..... was soll man da noch sagen...
:-keule

RS-USER-Claudi
21.06.2007, 08:19
Original geschrieben von Chaostante2

Auch schon gehabt:

"Kann ich nicht in eine Reha?"
"Nein, sie dürfen ihr Bein ja nicht belasten!"
"Ja, aber ich möchte in eine Reha!"
"Aber nicht direkt nach dem Krankenhaus, sie müssen erst ein paar Wochen nach Hause, bis sie ihr Bein wieder belasten dürfen."
"Ja, aber ich will doch in eine Reha!!!"
So ging das Spielchen denn noch ne Weile weiter..... was soll man da noch sagen...
:-keule
was da ganz häufig hilft, ist die Frage:
"Ja, warum wollen sie denn in eine Reha?"

Bei der Antwort, geht einem dann meist ein Licht auf - nämlich, dass man aneinander vorbei geredet hat. :-p

RS-USER-Elektro-Dengel
21.06.2007, 12:34
Original geschrieben von Claudi
was da ganz häufig hilft, ist die Frage:
"Ja, warum wollen sie denn in eine Reha?"


Antwort: "Na, weil ich doch unbedingt in die Reha will!"

molti
21.06.2007, 13:20
lieber apoplex
ich bin gerade auf dieses Forum gestoßen und muss dir leider mitteilen das am Bau kein Bier mehr verkonsumiert wird, da die Unfallgefahr zu hoch ist.
Übrigens im august bin ich drei Jahre am Bau und hab noch kein Bier an der Baustelle getrunken, obwohl es mir mehrmals vom KUNDEN angeboten wurde.

molti
21.06.2007, 13:28
mein Vater war beim Kurarzt und wurde gefragt woher er die blauen Flecken am Unterschenkel den herhabe, er wollte ernsthaft antworten da hat mich meine Frau verschmissen.
Die waren natürlich vom Insulin spritzen

RS-USER-emergency doc
02.07.2007, 13:47
Gestern um 2:30 nachts im Dienst (!)
Patientin mit Zeckenbiss am Oberschenkel, kleines winziges Ding, reizlose Hautumgebung.
Ich habs entfernt, da fragt mich die Patientin doch: "Muss ich jetzt aufpassen wegen meiner Kinder?"
Ich: "Wie jetzt?"
Pat.:"Ja, daß ich die nicht anstecke..."
:-keule :-keule :-keule

[ed]

RS-USER-DocMezzoMix
02.07.2007, 14:44
Mein Favorit am Telefon:

Guten Tag hier ist der Ärztliche Bereitschaftsdienst (+Ort)
"Ich muss mal de Notarzt bestellen!"

Um was geht es den?
"Ich brauch de Nodazzt"
Wenn sie mir kurz erklären warum, werde ich ihnen gerne kompetente Hilfe zukommen lassen
"Ey der Hilde geht's schlecht"
Was bedeutet denn schlecht, erklären sie doch bitte genauer: Hat sie Schmerzen, erbricht sie???
"Ey ih möcht den Notazzt bestellen!"
(Bei ca. 350 Gesprächen pro Schicht ist man dann schon einwenig weichgenervt)
Guter Mann, das hier ist nicht der Pizzaservice oder Neckermann, wenn sie mir genau beschreiben was Hilde fehlt, werde ich dafür sorgen dass ihnen kompetente Hilfe zukommt. (Bei unserem dummen Klientel manchmal noch die erläuterung: Bei einem Wasserrohrbruch hilft ihnen der Elektriker doch auch nicht)

"Au Mann (Beschimpfung) die Hilde kotzt seit 3 Tagen und ihr ist schlecht"

Gut vielen Dank, damit kann ich etwas anfangen (jetzt kommt meine Oberlehrernummer), ich werde Ihnen einen Kollegen des Ärztlichen Bereitschaftsdienst vorbeischicken, der kommt dann innerhalb (je nach Lage) innerhalb der nächsten 1,5-2Stunden und schaut nach Hilde.

"Anderthalb Stunde?? Aber ich hab doch ein Notarzt bestellt!!!"

Den können sie gerne bestellen, der kann Hilde nur nicht helfen.
Ein Notarzt ist ein Spezialist, der kommt wenn sie mit ihrem 3er BMW mit 150 an einen Baum geknallt sind oder einen Herzkreislaufstillstand haben, der kann aber bei Übelkeit nicht helfen...

Danach kommt noch das "Namensgespräch"

Wie ist denn der Nach bzw. Familienname?

Hilde Müller

Aha, und der Vorname???

In welchem Stockwerk wohnen sie denn???

Oben

Also im 18Stock?

Ne, im 2ten.

RS-USER-Siebenschläfer
02.07.2007, 19:24
Original geschrieben von Katja
"Medikamente" sind auch nur Dinge, die man verschrieben bekommt. Und wenn's pflanzlich ist, ist es automatisch ungefaehrlich (genau, deswegen soll man Gingkopraeparate auch eine Woche vor SPA absetzen...)
Als ich in der Anästhesie arbeitete, haben mich meine Kollegen immer verspottet, wenn ich sie darauf hingewiesen habe, dass Gingko nicht ganz ungefährlich ist...


Heute geschehen:
- Angehöriger am Telefon: "Mein Vater hat für seinen letzten Spitalaufenthalt eine Rechnung für xx bekommen. Er hat aber nie... blabla..."
- Mit Ach und Krach gelingt es mir ihn zu unterbrechen: "Entschuldigung, Eeeeentschuldigung wie heisst Ihr Vater denn?"
- Angehöriger: "xxxx yyyyy. Er hat nie... blabla... Frechheit... blabla... *Schimpfwörter der untersten Schublade*"
- Ich: "Entschuldigung. Ich kenne Ihren Vater nicht, bei mir war er nie hospitalisiert."
- Angehöriger: "Das ist mir schnurzegal. Es ist eine riesige Unverschämtheit... blabla..."

Soviel zum Verstehen der Muttersprache...