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RS-USER-Bärentöter
18.11.2007, 20:58
ein Zeuge Jehovas kann nicht in einem medizinischen Beruf arbeiten. Wenn doch, gehört er rausgeworfen!
Fallobst
18.11.2007, 21:48
Wobei ein Moslem ja auch nicht Anhänger einer einer manipulativen Sekte ist, sonder einer Weltreligion anhängt, zumal Schweinefleisch auch nicht unbedingt ein lebensnotweniges Medikament ist,,,
El Mosquito
18.11.2007, 23:26
@Bärentöter
Wieso ?
Fallobst
18.11.2007, 23:33
Öh eins zum klären.... Ist Weibszeug unter ääääähhh Zeugen Jehovas unter uns?
RS-USER-DocMezzoMix
19.11.2007, 01:00
Original geschrieben von Fallobst
Wobei ein Moslem ja auch nicht Anhänger einer einer manipulativen Sekte ist, sonder einer Weltreligion
Ist das eine nicht das andere????
Die Zeugen Jehovas sind meines Wissens älter als das Protestantentum... und wie Religionen Menschen manipulieren braucht man auch nach dem 11.September keinem mehr erklären.
Aber da waren die Moslems ja nicht die ersten, die Missionieren wollten oder Hexen verbrannten.
Fallobst
19.11.2007, 01:46
Nun ja aber Glaube ist ja das eine... und wenn ich mich nicht irre haben die Zeugen in D-Land ja nicht aus Spass aberkannt bekommen sich Kirche nennen zu dürfen. Und lt. Wikipedia "[...]ausgehenden 19. Jahrhundert in den USA durch Charles Taze Russell gegründete[...]"
RS-USER-opus
19.11.2007, 20:49
Original geschrieben von Bärentöter
ein Zeuge Jehovas kann nicht in einem medizinischen Beruf arbeiten. Wenn doch, gehört er rausgeworfen! Nein.
Wenn er einem Patienten eine adäquate Behandlung verweigert, dann erst bekommt er ein Problem und dabei ist dann ziemlich gleichgültig, welche Rechtfertigungen er anführt.
Als Orthopäde oder Augenarzt kann ich mir jemanden aus diesem Verein aber problemlos vorstellen.
RS-USER-Katja
19.11.2007, 21:05
Also mal im Ernst: Hier gibt es Kliniken, in denen fast nur Jehovas Witness-Anhänger arbeiten. Vorteil: Da arbeiten Chirurgen, die tatsächlich blutsparend operieren...
Anästhesisten oder Transfusionsmediziner werden die eher nicht, das ist halt so und stört mich auch nicht. Wir haben relativ viele Patienten, die JW sind, und was sie an sich zulassen ist recht unterschiedlich und sollte auch mit jedem vorher ausdiskutiert werden - ohne daß die anderen Glaubensgemeinschaftsmitglieder dabei sind, dann ändert sich manche Ansicht nämlich doch mal, besonders wenn man verspricht, daß die anderen es nicht erfahren. Sonst fliegen sie unter Umständen nämlich aus ihrer Kirche (ob ich das persönlich für einen Verlust halte ist dabei unwesentlich).
Was sie im einzelnen akzeptieren ist unterschiedlich - die einen sagen ja zu Albumin, nein zu EKs, einige sind pro Cellsaver, andere sagen, auch das sei Blut, das den Körper verlassen hat...
Es gibt halt mehr als eine Wahrheit ;)
RS-USER-DerDings
20.11.2007, 01:24
Original geschrieben von Katja
einige sind pro Cellsaver, andere sagen, auch das sei Blut, das den Körper verlassen hat...
DA konnt ich dann wirklich nur noch mit dem kopf schütteln als ich bei der letzten famulatur noch um 16:00 im op saß, auf wunsch der beutelratte "just in case", weil die zeugin auch auf den cellsaver verzichten wollte. die gute hatte eine art informationsschreiben dabei in dem auch deutlich festgehalten wurde das blut das "außerhalb des körpers gelagert" wurde nicht akzeptabel ist. wenn dann der cellsaver abgelehnt wird muss ich mich fragen ob mein pils das auf der theke auf den kellner wartet jetzt auch plötzlich ein lager ist...
RS-USER-gonzo
20.11.2007, 02:16
Original geschrieben von DerDings
muss ich mich fragen ob mein pils das auf der theke auf den kellner wartet jetzt auch plötzlich ein lager ist... :D :D
sorry für das off topic
RS-USER-Bärentöter
25.11.2007, 02:20
Original geschrieben von El Mosquito
@Bärentöter
Wieso ?
Zeugen Jehovas lehnen Essentials der Medizin ab. Insofern haben sie in einer wissenschaftlich und menschlich orientierten Medizin nichts zu suchen. Basta!
Man höre sich den pseudowissenschaftlichen Schwachsinn an, den diese Typen offiziell absondern!
Diese Menschen sind in der Medizin so fehl am Platze wie Stalinisten im Vatikan!
El Mosquito
25.11.2007, 13:31
Dann frage ich mal andersherum, wäre ein Christ der essentials der Medizin ablehnt als Arzt geeignet ?
Fallobst
25.11.2007, 14:06
Nein, natürlich genauso wenig! Aber der christliche Glaube an sich lehnt ja erstmal garnix ab... Aber ich weiss schon wo du jetzt hin willst in dieser Diskussion.
RS-USER-Elektro-Dengel
25.11.2007, 15:11
Original geschrieben von Fallobst
Nein, natürlich genauso wenig! Aber der christliche Glaube an sich lehnt ja erstmal garnix ab... Aber ich weiss schon wo du jetzt hin willst in dieser Diskussion.
Abgesehen, davon, dass nicht die Evolution, sondern der liebe Gott uns geschaffen hat und ähnliche Späße.
Religion und Schulmedizin sind in meinen Augen nicht vereinbar. Natürlich kann man gläubig sein und trotzdem ein guter Mediziner sein. Was machen denn Ordensschwestern un Krankenhäusern und Altenheimen? Man muss das halt strikt voneinander trennen. So mehr sag ich als gottloser Atheist da jetzt nicht dazu!
El Mosquito
25.11.2007, 15:22
*grins*
Eben, Religion ist Privatsache und keine Entschuldigung.
Original geschrieben von El Mosquito
Dann frage ich mal andersherum, wäre ein Christ der essentials der Medizin ablehnt als Arzt geeignet ?
Zeugen Jehovas sind doch Christen... :)
Abgesehen davon denke ich, wem der Glaube im Berufsleben Probleme bereitet, der wird sich wohl nicht für diese Karriere entscheiden.
El Mosquito
26.11.2007, 09:06
ARRGH :-keule recht hast du Schim,
also streiche in meinem Post Christ setze Katholik.
RS-USER-Katja
26.11.2007, 18:50
Original geschrieben von Schim
Abgesehen davon denke ich, wem der Glaube im Berufsleben Probleme bereitet, der wird sich wohl nicht für diese Karriere entscheiden.
Eben. Und dieses "Die haben doofe Ansichten, die dürfen nicht Arzt werden" finde ich kein Argument. Wenn Doofsein vom Arztwerden ausschließen würde hätten wir noch mehr offene Stellen... :rolleyes:
Und solange sie es schaffen, Beruf und Glaube so zu trennen, daß dabei keiner zu Schaden kommt und sie gute Arbeit machen - was soll's? Wenn sie nicht nachts um drei an meiner Bereitschaftsdienstzimmertür stehen und mit mir über Gott sprechen wollen ist mir erstmal egal, woran jemand glaubt, solange derjenige seine Arbeit gut macht.
Bei praktizierenden Satanisten im OP würde ich mir mehr Sorgen machen...:-p
RS-USER-Küchenhexe
02.01.2008, 01:18
Ich wärme den Thread mal auf...
Original geschrieben von Bärentöter Zeugen Jehovas lehnen Essentials der Medizin ab.
Ich bin ja auch muffelig, wenn die Guten mich morgens wecken (auch wenn man viel Spaß mit denen haben kann, wenn man mal sarkastisch drauf ist ;) ), aber:
Zeugen Jehovas lehnen Essentials der Medizin für sich selbst ab. Und des Menschen Wille ist sein Himmelreich... solange es ihn selbst betrifft und keinen anderen in seinen Rechten und seinem Befinden einschränkt.
Wenn ein Zeuge Jehovas für sich beschließt, auch im Notfall keine Bluttransfusion zu wollen, dann ist das sein Bier und in meinen Augen kein Grund, ihn nicht zu einem medizinischen Beruf zuzulassen.
Wenn er auch einem anderen gegen dessen mutmaßlichen Willen eine Transfusion verweigern würde, dann wäre das kriminell und würde (mehrfach!) gegen das Grundgesetz verstoßen! In dem Moment ist seine Religion egal - mit einem solchen Verhalten würde sich jeder, ungeachtet seiner Religion, in meinen Augen sofort für jeglichen medizinischen Beruf, in dem das relevant sein würde, disqualifizieren. Wenn aber jemand z.B. gegen jegliche Bluttransfusion ist und Logopäde wird, gibt's vermutlich eh keinen Konflikt ;)
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