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RS-USER-DocL
08.07.2008, 19:39
Hallo Forum,


Original geschrieben von Katja

Das komische Gefühl kann sie mit Ketanest gar nicht mehr so richtig beschreiben, sie lächelt dafür freundlich...



...na wenigstens noch ein paar Glücksmomente für die Dame...Ich liebe meinen Job :D

DDie nächste geeignete Klinik hat auch die Möglichkeit einer urologischen Intervention...falls nicht müsste man überlegen, wie Weit (zeitmäßig) die nächste Klinik mit urologischer Abteilung wäre.
Aber nichts destotrotz können wir draussen nicht mehr für die Lady tun.- Was sie jetzt braucht ist jemand der die (anzunehmende) Blutung stillen kann und das zügig.
Deshalb würde ich wahrscheinlich diesen Schockraum anfahren, zzumindest zur Primärdiagnostik und initialen Stabilisierung
Die Hypotonie würde ich so lassen (--> permissive Hypotonie). Bei Bedarf kann ich ja über meine Zugänge Volumennachgeben, bzw. Katecholamine einlaufen lassen. Ebenso scheint die Oxygenierung momentan ausreichend zu sein,weshalb iocjh mopmentan keine Veranlassung sehe eine Thx-Drainage zu legen.
Anmeldung: Thoraxtrauma, Beckentrauma, Schock, z.A. weitere Verletzungen, z.A. Stumpfer Bauch, Atemstabil, z.Zt. noch nicht intubiert/beatmet, Eintreffen ca. 10 min.
Geforderte Disziplininen: UCH, Anä, ggf. AbdominalCH, ggf. HNO, evtl. Uro

MfG
DocL

RS-USER-emergency doc
08.07.2008, 21:35
Ein sehr schönes Beispiel für ein Polytrauma, daß von Scoop & Run profitiert. Meiner Meinung nach wäre hier präklinisch mit Intubation und Thoraxdrainage nur wertvolle Zeit verschwendet worden, ich muss aber ehrlich sagen, ich wüsste nicht, ob ich in der konkreten Situation auch drauf verzichtet hätte... Wir sind halt doch manchmal Gewohnheitstiere...