RS-USER-Brutus
04.03.2011, 12:56
Ich nehm mal an, bei diesem schummrigen Licht konnten bisher noch keine Zugänge gelegt werden, oder? Aber ihr werdet dann ja im RTW routinemässig zwei gelegt haben.
Frage an die Freundin: Hat die Patientin etwa abgetrieben mit Hausmittelchen??? Seifenabort? Nein, dafür sind die Parameter zu stabil.
Oder Schwangerschaft -> Thrombose -> Embolie -> CVI mit Epi?
Oder...
Bin ja gespannt, was da rauskommt.
Gute Nacht!
Richtig! Im RTW mit vernünftigem Licht war es dann kein Thema eine grüne Viggo auf dem Handrücken zu versenken. 500ml RL dran und die Überwachung wieder dranbasteln. Die Freundin erklärt noch einmal, dass die Patientin gestern auf der Toilette einen Blutkoagelabgang gehabt habe, die leicht verstärkte Blutung im Anschluß habe aber schnell wieder aufgehört. Danach habe man sich hingelegt und heute morgen sei alles gut gewesen.
Aber the WINNER is: Emergency Doc!!!
Ich habe vor Prostituierten ja einen Heidenrespekt. Wer sowas macht, braucht schon eine ganz gehörige Portion an Selbstschutzmechanismen, um Psyche und Soma zu trennen.
Ich hatte einmal eine Patientin aus dem Milieu, die ebenfalls kollabiert war und auf Schmerzreize keine Reaktion zeigte. Ich fasse den Leuten auch gerne direkt auf den Augapfel um Schmerz-/Berührungsreize zu setzen. Sie war die einzige bisher, die das anstandslos ohne die geringste Reaktion über sich ergehen liess, obwohl sie eigentlich wach war, wie sich später herausstellte. Denn als ich zu ihr sagte sie bräuchte sich keine Sorgen zu machen, ich würde sie ins Krankenhaus mitnehmen, sie müsse nur die Augen öffnen, tat sie dies prompt und lief mit uns in den RTW.
Von daher sollte man durchaus auch damit rechnen, daß die Patientin im RTW zu sich kommen könnte, und das Ganze eine Art "Fluchtversuch" o.ä. ist. Von daher würde ich die Kollegin eher nicht mitnehmen. Welche sinnvolle weitere Information sollte sie auch bieten, außer denen, die sie schon gegeben hat?
Die Freundin ist im NEF mitgefahren, war also nicht im RTW anwesend. Als die Patientin gemerkt hat, dass wir aus dem Laden raus waren und uns ruhig mit / über sie geredet haben, hat sie die Augen aufgemacht und sich erst etwas zurückhaltend, dann, als sie gemerkt hat, dass wir sie mitnehmen, auch etwas aufgeschlossener mit uns unterhalten. Wir haben sie dann zwar wirklich erst in der Gyn-Ambulanz vorgestellt mit V.a. stattgehabtem Abort am Vortag, aber sie ist dann sehr schnell von den Gynnies in die Neuro/Psychiatrie geturft worden.
Ich fand es nur bemerkenswert, dass eine junge (24j) Frau sich böse in die Nasenscheidewand kneifen lässt, ohne eine Schmerzreaktion zu zeigen, und dann im RTW wieder vollkommen adäquat zu reagieren. Da möchte man sich wirklich nicht vorstellen, was in diesem Kopf und der "Seele" alles vorgeht...
Frage an die Freundin: Hat die Patientin etwa abgetrieben mit Hausmittelchen??? Seifenabort? Nein, dafür sind die Parameter zu stabil.
Oder Schwangerschaft -> Thrombose -> Embolie -> CVI mit Epi?
Oder...
Bin ja gespannt, was da rauskommt.
Gute Nacht!
Richtig! Im RTW mit vernünftigem Licht war es dann kein Thema eine grüne Viggo auf dem Handrücken zu versenken. 500ml RL dran und die Überwachung wieder dranbasteln. Die Freundin erklärt noch einmal, dass die Patientin gestern auf der Toilette einen Blutkoagelabgang gehabt habe, die leicht verstärkte Blutung im Anschluß habe aber schnell wieder aufgehört. Danach habe man sich hingelegt und heute morgen sei alles gut gewesen.
Aber the WINNER is: Emergency Doc!!!
Ich habe vor Prostituierten ja einen Heidenrespekt. Wer sowas macht, braucht schon eine ganz gehörige Portion an Selbstschutzmechanismen, um Psyche und Soma zu trennen.
Ich hatte einmal eine Patientin aus dem Milieu, die ebenfalls kollabiert war und auf Schmerzreize keine Reaktion zeigte. Ich fasse den Leuten auch gerne direkt auf den Augapfel um Schmerz-/Berührungsreize zu setzen. Sie war die einzige bisher, die das anstandslos ohne die geringste Reaktion über sich ergehen liess, obwohl sie eigentlich wach war, wie sich später herausstellte. Denn als ich zu ihr sagte sie bräuchte sich keine Sorgen zu machen, ich würde sie ins Krankenhaus mitnehmen, sie müsse nur die Augen öffnen, tat sie dies prompt und lief mit uns in den RTW.
Von daher sollte man durchaus auch damit rechnen, daß die Patientin im RTW zu sich kommen könnte, und das Ganze eine Art "Fluchtversuch" o.ä. ist. Von daher würde ich die Kollegin eher nicht mitnehmen. Welche sinnvolle weitere Information sollte sie auch bieten, außer denen, die sie schon gegeben hat?
Die Freundin ist im NEF mitgefahren, war also nicht im RTW anwesend. Als die Patientin gemerkt hat, dass wir aus dem Laden raus waren und uns ruhig mit / über sie geredet haben, hat sie die Augen aufgemacht und sich erst etwas zurückhaltend, dann, als sie gemerkt hat, dass wir sie mitnehmen, auch etwas aufgeschlossener mit uns unterhalten. Wir haben sie dann zwar wirklich erst in der Gyn-Ambulanz vorgestellt mit V.a. stattgehabtem Abort am Vortag, aber sie ist dann sehr schnell von den Gynnies in die Neuro/Psychiatrie geturft worden.
Ich fand es nur bemerkenswert, dass eine junge (24j) Frau sich böse in die Nasenscheidewand kneifen lässt, ohne eine Schmerzreaktion zu zeigen, und dann im RTW wieder vollkommen adäquat zu reagieren. Da möchte man sich wirklich nicht vorstellen, was in diesem Kopf und der "Seele" alles vorgeht...