Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bewerbung für neue Stelle als Pädiater: Fragen...
Hallo,
da sich meine Freundin beruflich und auch örtlich neu orientiert hat, plane ich irgendwann in den nächsten Monaten gleiches zu tun. Denn Fernbeziehung suckt.
Ich bin seit März berufstätig und habe für meine 1. Stelle eigentlich schon geplant zumindest ein Jahr voll zu machen... Daher wäre der Stellenwechsel also für März/ April 2012 geplant.
Jetzt wird mir von einigen Seiten geraten, mich a) jetzt schon zu bewerben und b) sich in den in fragekommenden Kliniken doch einfach samt Bewerbungsunterlagen persönlich vorzustellen.
Ist das jeweils ratsam? Gerade letzteres finde ich etwas komisch, auch wenn ich die Gründe, die dafür sprechen nachvollziehen kann.
Übrigens bin ich Pädiater, also eine Fachrichtung, in der die Stellensituation nicht so atemberaubend ist.
Und noch eine andere Frage: Welche Unterlagen packe ich in die Bewerbung für die 2. Stelle? Auch die Famulatur- und PJ-Zeugnisse?
Darüber hinaus find ich es gruselig meinem aktuellen Chef schon nach weniger als 1 Jahr zu beichten, dass ich die Klinik verlasse... Oh man, schrecklich, zumal es mir eigentlich gut gefällt und ich sicher noch ein bißchen bleiben würde unter anderen Umständen.
Grüße und danke für Antworten.
haweee
Landouzy
13.11.2011, 15:27
Hallo Hawee,
bezüglich des Zeitpunktes der Bewerbung ist schwer was zu sagen, wenn Du "unbedingt" ein Jahr an Deiner alten Stelle voll machen willst. Unter Umständen bekommst Du, wenn Du Dich bereits jetzt bewirbst, ein früheres Angebot.
Deine b)-Frage verstehe ich nicht ganz. Wenn Du Dich bewirbst und eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhältst, stellst Du Dich doch sowieso persönlich vor? Oder meintest Du einfach Bewerbungsunterlagen einpacken und an der Klinik vorbeischauen ohne sich vorher schriftlich beworben zu haben.
Als Unterlagen würde ich vielleicht ein Zwischenzeugnis von Deiner jetzigen Stelle und die PJ-Zeugnisse reinpacken, Famulaturzeugnisse dann nicht unbedingt, aber das ist sicherlich Geschmackssache.
Liebe Grüße,
Landouzy
Oder meintest Du einfach Bewerbungsunterlagen einpacken und an der Klinik vorbeischauen ohne sich vorher schriftlich beworben zu haben.
Genau das meinte ich! Empfehlenswert?
Vielen Dank für deine Rückmeldung... Über weiter würde ich mich freuen.
Grüße
haweee
Landouzy
13.11.2011, 19:01
Weiß nicht, ich würde es eher auf die konventionelle Art und Weise machen. Aber vielleicht haben ja andere auch auf diese Art Erfahrungen ???
Wünsch Dir viel Erfolg, aber mit etwas Erfahrung sollte es eigentlich kein Problem sein, eine Stelle zu finden.
Gruß,
Landouzy
Nochmal paar Fragen zur Bewerbung auf die zweite WB-Stelle:
Soll ich hier auch kurz paar Fakten zu der Klinik geben, an der ich bis dato gearbeitet hab? Quasi um darzustellen, wo ich fachlich stehe und was ich bis dato alles gemacht habe? Tu mich ziemlich schwer damit ein einigermaßen stimmiges Anschreiben zusammenzubasteln.
Vielleicht auch nochmal die Frage an die anderen hier: Famulaturzeugnisse rein in die Bewerbung (2. Stelle!)??
Danke Leute.
dreamchaser
22.11.2011, 17:49
Ob du persönlich vorbeigehst hängt sicher auch davon ab, wo du hinwillst. Wenn du eine Stelle in München suchst, dann solltest du baldmöglichst anfangen zu schauen und auch erwägen, persönlich vorbeizugehen. Dann allerdings auch Zeit mitbringen, bzw. kurz bei der Sekretärin anrufen, wann der Chef denn da ist und Zeit hat.
Ich habe bei meiner zweiten Stelle keine Famulaturzeugnisse reingelegt, habe mich nur mit den PJ-Zeugnissen beworben (habe kein Zwischenzeugnis gefordert, wollte nicht, dass jemand die Idee hat, ich würde mich bewerben). Gibt es evtl. jemand in der Klinik (ein OA), dem du anvertrauen kannst, dass du gehen willst? Wenn ja, dann frage diesen doch, ob du seinen Namen angeben kannst, damit die neue Klinik Auskünfte über dich erhalten kann. Ich würde jetzt anfangen, eine neue Stelle zu suchen - evtl. könntest du ja einen Monat vorher dort anfangen.
Im Anschreiben solltest du kurz die Stationen, auf denen du gearbeitet hast erwähnen und angeben, welche Untersuchungsverfahren du v.a. erlernt hast.
Viel Erfolg bei der Suche!
stennadolny
22.11.2011, 21:38
München ist stationär-pädiatrisch aber nicht so der Brüller. Weder an der Uniklinik LMU noch in Schwabing, Harlaching kann ich wenig sagen.
MDK sucht gerne da.
Kackbratze
22.11.2011, 21:48
MDK sucht gerne da.
Wenn DER MDK gemeint ist, der sucht meist längere Berufserfahrung.
stennadolny
22.11.2011, 22:18
Nicht in München. Jedenfalls pädiatrisch.
Nein, ich will nicht nach München. Danke erstmal für die Tipps. Weitere sind gern Willkommen.
so, da ich in einer ähnlichen Situation bin wie der Threadsteller hänge ich meine Frage hier einfach mal ein:
ich muss mich ebenfalls örtlich neu orientieren wegen der Familie und habe noch einen Vertrag in meinem jetzigen Haus bis August dieses Jahr. Da es jetzt nur wenige Kinderkliniken in der Region gibt, möchte ich mich jetzt schon bewerben und ggf eben schon vor September dort anfangen (Kuendigungsfrist 6W zum Quartalsende, wenn ich den Tarifvertrag richtig verstehe, wobei mein Chef wahrsch. auch einer Auflösung zustimmen wuerde). Schaut man sich Bewerbungen aus der Wirtschaft an, so schreiben die das oft in das Anschreiben hinein - ist das in der Medizin auch möglich/ueblich? Also in etwa "Mein gewünschter Eintrittstermin wäre der 1.9. oder später, ggf. wäre jedoch auch ein frueherer Termin möglich."
Was denkt ihr?
Warum nicht? Ich hab's für die erste Stelle auch so ins Anschreiben gesetzt. Der potentielle Chef hat sicherlich mehr 'Lust' mit Bewerbern zu sprechen wo er bzgl. dieser organisatorischer Fragen bescheid weiß.
dreamchaser
08.01.2012, 12:11
Unbedingt den Termin, zu dem du in dem neuen Haus anfangen willst, ins Anschreiben packen. Der Chef muss ja wissen, ob dein gewünschter Termin mit dem Termin, zu dem die Stelle frei wird, übereinstimmt. Je nach Interesse wird er dich ggf. im Vorstellungsgespräch nochmal fragen, ob du zu einem früheren Termin bei ihm anfangen könntest.
danke fuer die antworten! werde es so machen.
Inzwischen hat sich etwas ergeben: Ich habe das Angebot einer neuen Stelle, aber schon zum 01.03.12!! Tatsächlich habe ich im 1.WBJ eine Kündigungsfrist von 1 Monat zum Monatsende. Es könnte also klappen. Aber: Ich kann mich einfach nicht dazu durchringen, so kurzfristig meinen Chef und meine Kollegen stehen zu lassen. Bin an nem kleinen peripheren Haus, wo es leider so schnell keinen Nachfolger auf dem Markt gibt. Grundsätzlich fühle ich mich dort auch wohl. Es sind private Gründe.
Doofe Situation.
Was meint ihr dazu? Ich müsste echt superkurzfristig alles stehen und liegen lassen und fühle mich damit einfach unwohl.
Freue mich über Kommentare!
@Hawee
Verstehe deine Bedenken, aber manchmal muss man sich selbst der nächste sein...
Du warst ja dann fast ein Jahr da und hast gute private Gründe (Fernbeziehung). Ich denke, damit kannst Du bei Chef und Kollegen guten Gewissens "beichten". Du kannst ja auch dazusagen, dass es nicht an der Klinik und den Kollegen liegt und es Dir schwerfällt, weil Du gern dort arbeitest, sondern einfach an Deinem Privatleben. Bei uns ist jemand sehr Nettes aus denselben Gründen direkt mit Ende der Probezeit gegangen, alle waren traurig aber haben die Gründe sehr gut verstanden.
Und ja, man sollte auch mal an sich selbst denken. :-)
LG
Ally
dreamchaser
22.01.2012, 10:47
Es dankt dir auch keiner, wenn du da bleibst und deshalb dein Privatleben aufgibst oder weiter eine Fernbeziehung führst. Und wer weiss, wann du wieder eine solche Chance bekommst. Es gibt Dinge, mit denen man immer wieder bei den Kollegen rechnen muss und diese auch kompensieren muss und eben nicht vorwurfsvoll sein sollte - manche gehen weg, andere fallen wegen Schwangerschaft aus. Das ist der Gang der Dinge und mal stehst du auf der einen Seite, mal auf der anderen Seite - deshalb sollte man immer Verständnis aufbringen.
Ich hatte damals auch Bedenken (war immerhin 4 Jahre an dem Haus und überall einsetzbar) - und gerade meine Kollegen haben sich für mich gefreut und mir alles Gute gewünscht, mit den Vorgesetzten habe ich mich auch im Guten getrennt und könnte dort sogar wieder arbeiten, wenn ich wollte. Und je früher du es sagst, desto besser können sie planen.
Danke für die Meinungen. Grundsätzlich stimme ich euch zu. Ich werde deshalb morgen das Gespräch mit meinem Chef suchen. Aber die kurze Wechselfrist ängstigt mich auch etwas. "Je früher du es sagst, desto besser können sie planen": Das wird natürlich knapp. Bin ja jetzt schon auf den fast letzten Drücker, aber hab ja erst am Freitag Bescheid bekommen.
Naja, manchmal muss man Dinge riskieren - auch wenn ich noch ein wenig hin- und hergerissen bin. Ich werde euch morgen berichten. Über weitere Meinungen freue ich mich sehr!
Viele Grüße und schönen Abend.
dreamchaser
22.01.2012, 18:51
Wenn du es morgen sagst, ist es immerhin noch eine Woche früher als du müsstest. Und früher ging ja nicht. Da müssen sie durch.
Ich habe selbst gerade einen Wechsel hinter mir (nach 4 Jahren). Anfangs habe ich mich darauf gefreut. Als ich mich von allen verabschieden musste war es nicht schön und auch jetzt denke ich oft zurück und vergleiche immer mit meinem alten Haus. Ich hoffe, dass es bald besser wird, wenn ich die Leute hier besser kennenlerne.
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