Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frustrations-Brief :-)
Leelaacoo
15.11.2011, 21:46
Schade, Innere ist eigentlich ein so schönes Fach...wenn mal mal Zeit für die Medizin hätte...ich glaube trotzdem, dass die vielen Innere-Frustrierten hier "ihrem" Haus zum Opfer gefallen sind und es durchaus Häuser gibt, die mit ihrem tragenden Personal besser umgehen (ich hab bei uns auch manchmal das Gefühl, die Verwaltung hat den Eindruck, wir arbeiten für die...haben demletzt Terz gemacht, dass zu viel Resturlaub übrig ist...und zu viele Überstunden...und dass wir den Urlaub doch bitte abbauen müssen vor Januar...dass 3 Stellen quasi nicht mehr besetzt werden, weil Diktion von oben und 3 Schwangere auf Abteilung sind und doch kein vernünftig denkender Mensch FREIWILLIG auf seinen Uralub verzichtet, um die Verwaltung zu ärgern und das Klinikum mit Rückstellungen zu ruinieren, ist da noch nicht angekommen. Denen wärs lieber, man würde die Ärzteschaft, die Pflege und den Rest auf 0 reduzieren, dann hätte man auch keinen Resturalub, keine Überstunden und überhaupt hätten die in dem schicken Verwaltungsgebäude - übrigens dem einzigen mit Klimaanlage - auch genug Zeit, um ihre Papiere hin- und herzuschieben und sich selbst zu verwalten).
Trotzdem leidet die Innere besonders darunter, dass Patienten in immer schnellerer Folge entlassen werden müssen, die Fallzahlen bei gleichzeitig weniger Personal von Jahr zu Jahr steigen und überhaupt bitte nie nie Geld für Therapien ausgegeben wird, das aber auf höchstem fachlichen Niveau, damit die böse zeitung nicht wieder über das KH schreibt...das ist der Tod der wirklichen internistischen Medizin. Die operativen Fächer leiden natürlich auch, aber da wird zunehmend das Abschiebepotential älterer Menschen genutzt, zu früh entlassen und Eingriffe auf zwei Termine gstreckt, um einen neuen Fall zu generieren, für die Assis sicher auch stressig...aber die eigentliche Arbeit, die operative, bleibt ja erhalten...ebenso in der Anästhesie. Ohne Narkose GEMACHT zu haben kann man auch keine abrechnen, auch wenn die Ein- udn Ausleitungszeiten immer kürzer werden...die Haupttätigkeit kann man nicht in dem Sinne antasten wie in der Inneren...da besteht sie eben vor allem aus Visite, Anamnese, Untersuchungen, Differentialdiagnostik...und ja, halt auch aus Versorgungsproblematiken. Was passiert denn in der Chirurgie zum Beispiel, wenn Omi nicht mehr heim kann, weil die Kinder sich quer stellen und sie immer bettlägeriger wird...der Case Manger der Chirurgie ruft dem CM der Inneren an und bittet um Übernahme, weil fehlbelegt. So, und der Assi in der Inneren darf dann mal Unmögliches lösen, die DRGs und oberen Grenzverweildauern im Nacken und zig solcher Patienten...was daran ist noch echte Medizin. Sicher, menschlich muss man bleiben und tut es auch...die wirklich interessanten Diagnosen werden eh fast nur ambulant gestellt, in der Klinik ist ja häufig nicht mal Zeit, den Laborwert eines Hormons abzuwarten, weil das labor dafür halt 4 Tage braucht udn der Pat. längst wieder weg sein muss, weil...achtung...oGVD erreicht....wenn die befunde eintreffen, weiss man häufig nicht mal mehr, welcher Patient das war, weil man in einer Woche 15-20 internistische Patienten durchgeschleust hat mit ca. 3000 Diagnosen und ebensoviel Papierkram. Wichtige Entscheidungen werden nur noch von OA oder CA nach unten durchgegeben, damit man sie schnellstmöglichst (am Besten noch gestern) umsetzt...warum und weshalb diese getroffen wurden, wird längst nicht mehr im Fachgespräch zu Weiterbildungszwecken kommuniziert...und gesund wird doch auch kaum einer...ich glaube schon, dass die Innere von 20-30 Jahren einfach ein komplett anderes Fach war (mein OA erzählte mir, die haben eine Patientin sage und schreibe 3 Monate da behalten, weil sie den Erfolg der Therapie beurteilen wollten...jeder Herzinfarkt lag 6 Wochen im KH...sicher kein Optimum, aber man stelle sich die damalige deutlich bessere Möglichkeut vor, tatsächlich was zu lernen!). Die Kardiologie ist die einzige Disziplin, die sich an die operativen Fächer hängt...für den Assi heißt es aber nicht, hey, ich lerne Echo, ich sehe viele spannende Rhythmusstörungen, sondern: Aufnehmen, Blut abnehmen, Aufklären, Schleuse ziehen, Brief schreiben...während die WeiterbildungsBEFUGTEN (aber längst nicht mehr Weiterbilder) schön ihre Katheter wie am Fließband schieben.
Ich bin kurz vor dem FA Innere, aber nur, weil ich von den fast 6 Jahren 3 Jahre auf ITS sein konnte...und das ist auch der einizige Bereich, der mir noch menschlich und medizinisch tragbar erscheint...wärs nicht so, wär ich längst weg...und das, obwohl unsere Klinik nicht annährend solche furchtbaren Arbeitsbedingungen bietet wie die geschilderten...
Schade...ein Abgesang an das schöne, breite, fordernde Fach...
LG Lee
Und WAS ich tue ist noch nicht einmal interessant. Nicht im geringsten. Funktion? Vergiss es ganz schnell. Blutabnehmen, Visite, Briefe, Briefe, Briefe und zig Aufklärungen, sowie Angehörige, die teilweise jeden Tag da stehen und auch noch meinen, der Sohn/Bruder aus Amerika (da ja selber Arzt) könne jetzt auch noch per email mit mir kommunizieren (heute so angefragt, ich habe dann auf das Telefon verwiesen), hab ja sonst nix zu tun.
Pathologie ist vielleicht auch eine Alternative. Die Arbeitsbedingungen sind für mich auch nach fast 3 Jahren im Job noch frustrierend (die Arbeit passt nie in die Arbeitszeit, Überstunden werden nicht bezahlt etc.), aber immerhin erspart man sich Patientenkontakt und Nachtdienste und interessant ist es auch noch. ;-) Andererseits muss man das aber auch mögen, man muss damit leben, dass man von vielen nicht als "richtiger Arzt" angesehen wird und der Berufsstart kann auch die Hölle sein, zumindest an der Uni.
Innere war auch immer mein zweites Wunschfach und in Famulatur und PJ hat es mir viel Spaß gemacht, aber aus den von euch und mir genannten Gründen ist das keine Option für mich (mehr).
(PS: Ich hoffe die ganzen Frustrierten haben bei der Evaluation der WB mitgemacht, vielleicht ändert sich dadurch mal was.)
Kackbratze
15.11.2011, 22:56
Ich denke nicht, "schlecht" ist es ja nur bei den Anderen, wenn man manchen Chefs/OAs glauben darf.
Grombühlerin
16.11.2011, 13:12
kann ich nur bestätigen, man sagt nicht umsonst hours of boredom, minutes of terror, seconds of horror... und mit der zeit kommen ereignisse, die sich jedem teil zuordnen lassen ;-)
Ich hab nie behauptet, dass Anästhesie ein purer Wellnessurlaub ist(das wär mir dann doch zu öde). Aber es sind eben nur "minutes of terror" und dann ist es ganz lang wieder friedlich. Naja, meistens.
Was mich in der Inneren fertig gemacht hat war, dass immer 10 Leute gleichzeitig was von mir wollten und ich noch 10 weitere Sachen (wichtige natürlich) im Hinterkopf haben musste.
In der Anästhesie macht man einen nach dem anderen, wenn man im Dienst alleine ist legt man eine Reihenfolge fest und bestellt den ersten Patienten, der Rest wird mit Schmerzmitteln irgendwo geparkt. Bei mehreren dringlichen Sachen ruft man den Oberarzt an. Das ist VIEL weniger zermürbend, als dieses dauernde Gefühl von "ich krieg nie die Schlange in der Notaufnahme weg, oh schon wieder die Intensiv, mist, ich muss noch EKG schreiben...." in der Inneren.
In der Anästhie merkt man, wenn man Übung kriegt und besser wird, die Einleitungen gehen schneller, der Blutdruck wird stabiler. In der Inneren kriegt man dann statt 20 erst 25 oder 30 Patienten und dann noch den Notaufnahmenfunk und so weiter. Da bessert sich irgendwie nix.
Aber Lee hat schon recht, eigentlich ein tolles Fach!
das ist ja das schlimme, EIGENTLICH ist es ein tolles Fach. ABER....und die Liste ist mir zu lang...
Hab mich heute schon wieder aufgeregt bis zum "geht nicht mehr"...wie gesagt wir sind ständig unterbesetzt. Zum Jahreswechsel sollen wir 2 Neue bekommen (natürlich Berufsanfänger, da die Fluktuation so groß ist sind wir extrem viele Anfänger- ich möchte nicht Patient in unserem Kompetenzteam (meist auf sich allein gestellt) bei uns sein! *abschweif*
also zurück zum Thema:
2 Neue, ich dachte juhu dann wirds etwas entspannter und ich muß nicht mehr 25 Patienten plus mindestens 2 Stunden Funktion machen. Aber weit gefehlt! Statt dessen kommen unsere Fortgeschrittenen in die Funktionen und machen keine Stationsarbeit mehr. Und wir anderen sind noch mehr die Deppen. Denn die besagten Fortgeschrittenen besetzen dann auch nicht mehr die Notaufnahme sprich noch mehr Arbeit für uns. Und Chef hat sich tierisch aufgeregt weil wir uns nicht gefreut haben (bis auf die die in die Funktionen kommen). KOMISCH!
WackenDoc
16.11.2011, 19:25
Also ich hab auch 2x1 Jahr Innere hinter mir und bin froh, dass ich im zweiten Durchgang meine Nische gefunden hab und nur am Rande internistisch war.
Das will ich nie wieder machen müssen. Konzentriertes, überlegtes Arbeiten sieht anders aus.
Ich gehör übrigens auch zu der Spezies, die mal ganz gerne als "Arzt für leicht erkennbare Krankheiten" belächelt wird.
aber vor allem sind es dann noch die dienste und eben die fehlende rekompensations-zeit. und wir sind auch gerade so unterbesetzt, dass es vorkommt 2-3 wochenenden hintereinander zu arbeiten ohne freizeitausgleich... nachtdienste, tagdienste alles im wechsel dabei. und die belastung in den diensten macht mich so langsam auch fertig. ich bin alleine, der hintergrund is zu hause und ich bin für insges. 5 stationen und die notaufnahme zuständig. da springt man auch nur von a nach b und alle schwestern sehen ihr problem als das akuteste...keiner übernimmt verantwortung, alles wird an den diensthabenden arzt abgegeben, indem man sagt er müsse ja sofort kommen, weil die situation so kritisch, instabil sei. und als "anfänger" spring ich dann sofort und würde mich am liebsten teilen...geht aber nicht...
@ Shake:
Das kann ich genauso übernehmen! Am Wochendende haben wir 13 Stunden "Bereitschaftsdienst" in denen ich die ZNA plus alle internistischen Stationen betreu. Ihr könnt euch vorstellen wie hoch der Bereitschafts-Anteil da ist (hab bisher ein einziges Mal PAuse gemacht) ...und dann gehts nahtlos in die Woche über...
Also ich hab auch 2x1 Jahr Innere hinter mir und bin froh, dass ich im zweiten Durchgang meine Nische gefunden hab und nur am Rande internistisch war.
Das will ich nie wieder machen müssen. Konzentriertes, überlegtes Arbeiten sieht anders aus.
Ich gehör übrigens auch zu der Spezies, die mal ganz gerne als "Arzt für leicht erkennbare Krankheiten" belächelt wird.
was bist du denn?? :-)
FUMANCHU
17.11.2011, 08:54
Ich hatte in der Inneren auch immer das Gefühl, entweder mir oder den Patienten nicht gerecht zu werden. Diese Situationen so gegen 18.30 Uhr, man will endlich nach hause, dann steht da aber noch ein Patient mit einer unguten Diagnose, welcher dringenden GEsprächsbedarf hat ( und ja, ich in überzeugt, Innere ist eigentlich eine sprechende Medizin). Also gut, man nimmt sich Zeit, erklärt alles noch mal, auch den Angehörugen usw., weil dafür den ganzen Tag über keine Zeit war.
Aber irgendwann kommt man an den Punkt, wo man sich nichts mehr nach der Arbeit vornimmt, nichts mehr macht, und diese Wut spürt innerlich, weil man merkt wie es die eigenen Kräfte aufzehrt, entweder man selbst auf der Strecke bleibt, oder die Patienten.
Für mich blieb da auch nur Fachwechsel!
@ Shake:
Das kann ich genauso übernehmen! Am Wochendende haben wir 13 Stunden "Bereitschaftsdienst" in denen ich die ZNA plus alle internistischen Stationen betreu. Ihr könnt euch vorstellen wie hoch der Bereitschafts-Anteil da ist (hab bisher ein einziges Mal PAuse gemacht) ...und dann gehts nahtlos in die Woche über...
Dann macht doch mal eine Arbeitsbelastungserhebung oder wie sich das nennt. Also eine Aufzeichnung was und von wann bis wann ihr etwas im Bereitschaftsdienst macht. Ist zwar extrem nervig, wenn man neben der ohnehin schon stressigen Arbeit auch noch so Zettelgedöns ausfüllen muss, aber damit könnt ihr beweisen, dass ihr mehr als 50% der Zeit arbeitet und das somit kein Bereitschaftsdienst mehr ist. Falls nötig, schickt ihr das ganze ans Regierungspräsidium, die treten der Klinik schon auf die Füße. Dann ist die Verwaltung gezwungen, entweder neue Stellen zu schaffen oder/und ein neues Dienstmodell, das den Gesetzen entspricht, auf die Beine zu stellen.
gyrasehemmer
17.11.2011, 10:36
aaaaaaaaa
Ich wollte auch noch was kurzes einwerfen, weil ich mich hier so wiederfinde, auch wenn ich den Berufseinstieg noch vor mir habe. Seit dem zweiten Semester wollte ich Innere / Kardio machen! Und dann kamen vier Monate PJ auf der Inneren, in einem kleinen Haus am Rande der Stadt. Man könnte ja meinen, da seien die Bedingungen gut oder so. Aber die werten Kollegen haben mir das innerhalb von geschätzten zwei Wochen (!) ausgetrieben.
Überall nur unterbesetzt, obwohl es die Abteilung mit den meisten Ärzten (und OÄ) ist; eigentlich sind die Ärzte dabei nur falsch eingeteilt. Alles was Rang und Namen hat, tummelt sich in der Funktion, während auf den Stationen die Welt untergeht...; vollkommen schizophrene Aufgabenverteilungen mit Highlights wie: Zwei Stationen gleichzeitig beackern (2x30 Patienten), oder gleichzeitig Intensiv und IMC plus evtl. Sonos in der Funktionsabteilung...
Ich hab ganz schnell aufgehört, meine Zukunft in dem Fach zu sehen. Es mag noch so interessant und toll sein auf dem Papier (ich liebe Kardio!), aber ich seh es nicht ein, mich so sinnlos kaputt machen zu lassen. Selbst die Chirurgie-Abteilungen waren besser...
Meine Zukunft sehe ich aber jetzt in der Anästhesie (wie so viele hier :D ), plus ein paar Weiterbildugnen, und letztendlich auch aus dem Krankenhaus raus. Arrividerci und auf wiedersehen - einfach nicht alles gefallen lassen, Grenzen aufzeigen, und im Zweifel kündigen/wechseln. In der derzeitigen Situation ist das ohnehin egal - genommen wird man fast überall mit Handkuss...
WackenDoc
17.11.2011, 17:27
@Atropin: Ich bin im letzten Jahr in der Weiterbildung zum Allgemeinmediziner und zur Zeit bin ich Truppenarzt an einem mittelgroßen Standort. Jaja ich weiss, es gibt Kollegen, die meinen, dass man für Husten, Durchfall, Fusspilz nicht 6 Jahre hätte studieren müssen. So was hört man dann gerne von Kollegen in der Klinik, da ja nur die "wahre" Medizin betreiben. Aber für jeden Pups nen Konsil ausstellen und nichts selber entscheiden.
Ich kann so einiges von dem, was hier geschildert wird, nachvollziehen und denke gerade nur "Gut, das ich die Kurve bekommen habe ohne durch die Mühle zu gehen....".
Ich wollte an sich auch immer in die Innere (Gastroentero) bzw. Allgemeinmed........während des PJ wurde mir dann sehr schnell klar, das Innere zwar superspannend ist, ich aber nicht bereit bin, mich den Arbeitsbedingungen auszusetzen. Sowohl was den Stress angeht, als auch bezüglich der Tatsache, das man von seinen Patienten eigentlich kaum was mitbekommt und ich das Gefühl hatte eigentlich nur mit Laborwerten und Befunden zu hantieren während mein Patient als Person fast "abstrakt" blieb.
Erstmal stand ich nach der Erkenntnis ganz schön blöd da..... watt nu? Letztendlich hat es mich durch Zufall in die Psychiatrie verschlagen- und ich liebe es. Auch da gibt es Stress, aber man ist trotzdem "am Menschen". Und das was ich da "nebenbei" an internistischen Dingen mache, reicht mir schon.
Berlinerin
19.11.2011, 18:09
Wollte auch noch kurz meinen "Senf" dazugeben :-))
Ich habe in der Inneren ähnliches erlebt. Ich habe 3,5 Jahre durchgehalten, am Schluß 3 x pro Woche Notarztfunk plus Station mit mind. 20 Patienten, meistens mehr, an den meisten NEF- Tagen fuhr man mehr draußen herum als man für seine Patienten Zeit hatte bzw. konnte die Visiten nach 19 Uhr anfangen, wenn man den Funk abgeben konnte an externe Notärzte. Durch Personalmangel gab es Zeiten, wo wir noch 3 dienstfähige Assistenten hatten (die alle anfallenden Dienste besetzen durften). Ich war wohl auch kurz vor dem Burn out damals... Bin dann in die Allgemeinmedizin gewechselt und habe das auch keinen Tag bereut. Natürlich ist viel "Durchfall, Husten und Banales", aber man hat doch auch immer wieder spanndene Fälle dazwischen und auch in der Langzeitbetreuung von Patienten (zumindest von den netten :-D) liegt durchaus ein Reiz . Und vor allem: endlich habe ich auch ein Privatleben, habe Zeit für meine Patienten und muß nicht permanent 3 Dinge gleichzeitig tun oder nach einem belastenden Notarzteinsatz wie Kind von LKW überfahren direkt auf Station weiterackern als wär nix gewesen...
Eigentlich schade, daß ein so tolles Fach wie die Innere durch die Unterbesetzung und oft dort herrschenden Zustände an so vielen Kliniken kaputt gemacht wird. Ich hatte in den 3,5 Jahren dort mehrere Kollegen, die das Fach gewechselt haben (in die Radio, Anästhesie, Nuklearmedizin) und die bereits nach einem Jahr Tätigkeit dort dermaßen fertig waren, daß man echt Angst um die bekam. Und wir hatten ein nettes Assistententeam, nur dadurch hat man irgendwie so lange durchgehalten.
LG
Berlinerin
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