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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Folgen einer Thyreoidektomie



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Die Niere
29.11.2011, 17:11
Hm, ... vielleicht Einnahme von Blutverdünnern? Oder andere Medis?

Da gibts doch bestimmt das eine oder andere.Auch hier hilft ein Lehrbuch, der Beipackzettel oder das Internet.


Hyperthyreose, frischer Herzinfarkt, schwere Angina pectoris, Herzinsuffizienz mit gesteigerter Herzfrequenz, Überempfindlichkeit gegenüber Levothyroxin oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung, unbehandelte NNR-Funktionsstörungen, unbehandelte Hypophyseninsuffizienz.

Jedoch muss man das ganze immer in der Gesamtschau sehen, denn eine Herzinsuffizienz ist keine Indikation eine Substitution abzusetzen. Es geht viel mehr darum in einer dekompensierten kardialen Situation eine Hyperthyreose zu vermeiden.

Evil
29.11.2011, 17:22
Überempfindlichkeit im Sinne von Unverträglichkeit von Levothyroxin ist idR nicht mit dem Leben vereinbar. Unbehandelte endokrine Erkrankungen der Hypophyse oder NNR stellen potentiell lebensbedrohliche Erkrankungen und mithin allenfalls relative Kontraindikationen dar, gleiches gilt für den Myokardinfarkt und die schwere AP.

Im Grunde genommen sind das außer der Hyperthyreose alles rein forensische Angaben, so ähnlich wie bei Mofas der Warnhinweis angebracht wird, daß sich das Dingen bewegen kann.

Lophophora
29.11.2011, 19:15
@Miss H: Bis man die richtige Substitutionsdosis gefunden hat- TSH-Kontrolle ca. alle 6 Wochen. Wenn stabil dann natürlich seltener (s. Beitrag von einem meiner Vorposter).
Nachzulesen in jedem Innerebuch.

so etwas steht doch aber gar nicht in "jedem Innerebuch". im herold zumindest nicht und auch in den anderen lehrbüchern wird man solche informationen nur in wenigen fällen finden können.

WackenDoc
29.11.2011, 19:18
Da mein "Herold" auf der Arbeit liegt, werde ich da erst morgen nachschauen müssen. Aber ich bin mir sicher, dass es da steht, weil ich da vor kurzem noch nachgeschaut hab.
Ansonsten kann man es sich auch herleiten.

Lophophora
29.11.2011, 19:56
ok. dann bin ich ja mal gespannt, was du zu berichten hast.

vor mir liegt der herold von 2009 und darin steht bei hashimoto gar nichts zu den zeitlichen abständen der nachsorge (nur "lebenslange kontrolluntersuchungen" und "engmaschige kontrolle in der ss".

und bei hypothyreose steht ebenfalls nur "lebenslange nachkontrolle" und dass bei regelrechter medikamentöser einstellung die normalisierung von TSH 6-8 wochen dauert.

herleiten können sich viele so manches, aber die frage ist halt, ob das dann stimmt. ich wüßte jedenfalls nicht, wie ich mir herleiten sollte, ob man nun tsh und/oder per sono alle 6 monate oder jährlich oder zweijährlich kontrollieren sollte und miss h scheint es ähnlich zu gehen.

WackenDoc
29.11.2011, 20:05
Siehste- wenn das TSH 6-8 Wochen braucht, um sich zu normalisieren, macht es ja kaum Sinn wesentlich früher zu kontrollieren. Wesentlich längere Abstände machen auch keinen Sinn, da du ja ne gute Substitution haben willst.

Lophophora
29.11.2011, 20:27
ok. du meinst also, dass man in jedem Innerebuch nachlesen kann, dass man TSH nicht vor 6 wochen nach therapiebeginn/änderung kontrollieren sollte, nicht jedoch z.b., dass man dann, wie geschrieben wurde, bei diagnose und nach 6 monaten und anschließend jährlich eine kontrollsono macht, bzw. sich das anderenfalls herleiten könnte.?

Rico
30.11.2011, 07:05
ok. du meinst also, dass man in jedem Innerebuch nachlesen kann, dass man TSH nicht vor 6 wochen nach therapiebeginn/änderung kontrollieren sollte, nicht jedoch z.b., dass man dann, wie geschrieben wurde, bei diagnose und nach 6 monaten und anschließend jährlich eine kontrollsono macht, bzw. sich das anderenfalls herleiten könnte.?Irgendwie stellst Du Dir das alles ein bisserl zu sehr wie ein Kochbuch vor - hab ich so den Eindruck.
"Man nehme exakt dies und das ... und tue genau jenes.. und kontrolliere nach x min Backzeit..." :-)

Angaben, die soweit ins Detail gehen, wie Du Dir das wünscht wirst Du in den allerwenigsten Büchern finden, denn - solange der Patient gut läuft - ist es letztlich relativ egal, ob ich alle 6 Monate, alle 9 Monate oder alle 12 Monate oder gar alle 18 Monate kontrolliere, Hauptsache man macht es regelmäßig. Die genaue Ausgestaltung von regelmäßig ist dann je nach Haus/Praxis geregelt, deshalb wird da auch kaum ein Autor sich die Mühe machen, seine persönliche Meinung ("12 Monate... nicht 11 und nicht 13!!") zu exponieren und dann in x Zuschriften an den Verlag zu verteidigen.

epeline
30.11.2011, 17:41
Als Verlaufsparameter nur TSH, periphere Hormone nicht standarmäßig. Bei Beschwerdefreiheit jährlich, sonst halt wenn Beschwerden da sind. Sono bei Diagnose und nach 6 Monaten, dann jährlich.

was ist egt mit den ak. werden die nur zur diagnose bestimmt....?

wie häufig ist eigentlich diese hashimoto-enzephalopathie? hab da nur mal am rande so von gehört und fand das ein wenig besorgniserregend ;-)

Lophophora
30.11.2011, 17:43
@rico: die frage kam nicht von mir. ich hab nur darauf aufmerksam machen wollen, dass man derlei informationen, wie du ja selbst sagst, nun mal nicht in "jedem innerebuch" finden kann

WackenDoc
30.11.2011, 17:51
Da die Hashimotothyreoiditis an sich ja nicht behandelt wird, sondern nur die Folgen, braucht man an sich auch die AK nur einmal für die Diagnose bestimmen.

@Lophophora: Sowohl in meinem Herold als auch in meinem Klinikleitfaden Innere steht was zu den üblichen Kontrolluntersuchungen bei Hypo- und Hyperthyreose.
Dafür muss man es aber schaffen, wichtiges von unwichtigem Wissen zu unterscheiden und sich nicht nur die reinen Zahlenangaben anzuschauen, sondern auch das,was da sonst noch so steht.

Lophophora
30.11.2011, 18:16
bezüglich der hashimoto-nachsorge steht im herold 09 wie gesagt, nicht mehr als die von mir zitierten angaben a la "lebenslange kontrolluntersuchungen". dass es besonders wichtig ist, den zeitlichen ablauf genau zu kennen, hab ich nicht geschrieben, nur eben, dass dieser nicht in "jedem innerebuch" nachzulesen ist.

kann man im threadverlauf nachlesen oder auch ungelesen noch weiter drüber diskutieren. das ursprüngliche thema ist jedoch ungleich interessanter.