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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Leere an der Uni....



Felix@112
19.06.2003, 08:43
Hallo alle miteinander!

Ich möcht hier mal was loswerden.... :-???
Aaaalso....

Die Unis bzw. die Profs sind ja immer ziemlich von sich eingenommen, wenn es um die Qualität ihrer Lehre geht.
Aber ehrlich, mir fällt jetzt wirklich spontan keine Veranstaltung ein, die ich bisher besucht habe, in der eine wirklich GUTE Lehre angeboten wurde.
Ich dachte früher immer, die Lehrer an meiner Schule seien schlecht, aber das was hier manche Leute als Vorlesung bezeichnen.... :-((
Bitte! Das kann ich auch... Runter rattern von Informationen.
Manche (wenige) geben sich Mühe, z.B. in Anatomie die Rosinen auf zu zeigen! Aber die anderen?? :-sleppy
Und dann wundern sie sich, warum keiner in die Vorlesungen kommt....

Im Prinzip ist es doch so, daß man sich alles selber beibringen muß, und das ist doch eigentlich schade, oder??

Ein weiterer Punkt sind die Prüfungen:
Ich hab jetzt ein Semester lang 4 Stunden pro Woche Biopraktikum gehabt. Jenes wird hier als Vorbereitung für den Histokurs ausgelegt, also Zellbio und Histo....
Ich hab ca. tausend Zellen gezeichnet :-(( es war einfach nur grausam! (Kann auch daran liegen, daß ich mehr so der grobmotorische Künstler bin :-blush )
So, und jetzt wird morgen das gesamte Semester in 32 Minuten mit 32 Fragen abgeprüft. Mit der Begründung, seitens der Biologen: Ja, sonst müßten wir ja so viel korrigieren.....

Das ist doch traurig, oder??? :-(

Ich spreche den Profs ja nicht mal ab, daß sie tolle Forschung machen, aber wenn so viel über gute Lehre diskutiert wird, warum findet sie dann nicht statt???

So, muß jetzt wieder Anatomie lernen...

Netten Gruß
Felix

PEACEKEEPER
19.06.2003, 09:17
Original geschrieben von Felix@112



Ich spreche den Profs ja nicht mal ab, daß sie tolle Forschung machen, aber wenn so viel über gute Lehre diskutiert wird, warum findet sie dann nicht statt???




Du hast den Knackpunkt doch schon erkannt. Ein guter Forscher ist noch lange kein guter Hochschullehrer und umgekehrt.
Ein guter Forscher zu sein, und dann auch noch ein guter Lehrer zu sein überfordert so manchern Prof.
Obendrein ist natürlich auch der Druck auf die Profs ziemlich groß.
Sie müssen möglichst viel veröffentlichen.
Das Geld wird immer knapper, so dass manche Profs den halben Tag damit verbringen, irgendwo noch Geld los zureissen. Und dann verlangt man auch noch, dass sie eine gute Lehre machen, und gute Ergebnisse in den Examen hinlegen.
Ich denke man müsste Forschung und Lehre strikt trennen.
Also Profs einstellen, die den ganzen Tag nichts anderes machen, als Studentenunterricht.
Da gibt es garantiert Leute, die daran viel Spass hätten.
Manchen Instituten ist Studentenunterricht zuwider, und man merkt es als Student, dass man nur Teil einer lästigen Pflichtveranstaltung ist.
Aber angesichts leerer Kassen wird sich nicht viel ändern.
Bei mir an der Uni macht man seit Jahren irgendwelche Studien( teuer) zur Qualität der Lehre, aber geändert hat sich nichts.

Grüsse

Lava
19.06.2003, 19:50
Bei uns gibt's schon seit längerem Evaluationen und es gibt schon den ein oder anderen, der das ernst nimmt. Zumindest fragen sich einige Profs, warum sie nicht so gut abschneiden (dem ein oder anderen mag das trotzdem egal sein). Daher haben wir hier durchaus einige Veranstaltungen, die auch von den Studenten als sehr gut bewertet werden! Nur Bio, Chemie und Physik gehören nicht unbedingt dazu... also wart's ab. Es kann nur besser werden!

PEACEKEEPER
20.06.2003, 13:39
Original geschrieben von Janine
Bei uns gibt's schon seit längerem Evaluationen und es gibt schon den ein oder anderen, der das ernst nimmt. Zumindest fragen sich einige Profs, warum sie nicht so gut abschneiden (dem ein oder anderen mag das trotzdem egal sein).

Ernst wird das bei uns auch genommen, doch alles was den Verantwortlichen dann einfällt ist, irgendwelche Vorlesungen zur Pflichtveranstaltung zu erklären.
Aber an der Art des Unterrichtes ändert sich leider kaum etwas.