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Na kommt, ist doch schon ganze fünfeinhalb Jahre her, das kann man doch mal vergessen! :-D
Kyutrexx
04.02.2012, 15:50
DAs KPP ist sicherlich das Letzte, was wieder gekürzt wird, unbezahlte Hilfskräfte sind doch immer willkommen. Zumal es doch gar kein zeitliches Problem damit gibt. Nach dem Abi Juli bis September und das Ding ist durch, bevor das Studium überhaupt begonnen wird.
Ja ...
SOFERN das so läuft.
Bei inzwischen fast 15% Anteil von Leuten, die schon etwas älter sind, die bis kurz vor Studienbeginn noch Arbeiten müssen o.ä. ist das ein sehr großes Problem.
Die kriegen das nicht hin.
Die Argumentation hinkt also.
ich hab das kpp damals nicht machen können, das Kh hat eine imma bescheinigung der uni verlangt o.O fand das sehr merkwürdig...hatte aber auch keine ahnung und war auch zu doof um mich zu erkundigen, dass sie mich damit wohl nur abgespeist haben....demnach habe ich es mühsam in den semesterferien machen müssen, währrend andere frei hatten ;)
Leelaacoo
04.02.2012, 18:41
Na kommt, ist doch schon ganze fünfeinhalb Jahre her, das kann man doch mal vergessen! :-D
Ich fühle mich soooo alt....oje...
LG Lee
WackenDoc
04.02.2012, 19:00
Ich fände ein "Arztpraktikum" deutlich besser. Zumindest als Ergänzung zum KPP (also nicht zusätzlich, sondern statt eines Teils des KPP- 4Wo/4Wo oder so).
Außerdem müsste dringend nen Katalog her, was man im KPP machen und lernen soll. Und für´s PJ auch.
Und was soll so ein Arztpraktikum genau beinhalten? Ich finde, das klingt immer ganz toll, aber den Sinn sehe ich da auch nicht wirklich drin, schon gar nicht, die Art und Weise wie das durchgeführt werden soll. Was soll man denn da mit Abiturienten machen? Von so cooooooooooooolen Sachen wie Blutabnehmen und bei OPs zu schauen etc. wird das Bild des Berufes auch nicht vermittelt und fachlich geht einfach nix, was man wirklich näherbringen könnte. Und mal ganz ehrlich: Ich hätte da, obwohl ich Studentenbetreuung immer sehr gerne gemacht habe (Famu/PJ), da keine Lust drauf.
WackenDoc
04.02.2012, 20:31
Eben um einen Einblick in das Berufsleben der Ärzte zu bekommen. Den Sinn des KPP hab ich damals schon nicht so ganz verstanden. Muss aber auch sagen, dass ich damals nen eher schlechtes Haus erwischt hab und ich war froh, dass der Mist nur 2 Monate gedauert hat.
Es gibt mittlerweile durchaus schon Logbücher im PJ, die sind zwar nicht bindend, helfen aber, wenn man bestimmte Dinge einfordern möchte. Leider wird es ganz ohne Eigeninitiative nicht gehen, auch und vor allem nach dem Studium nicht.
Klar war das KPP größenteils nervig, aber so schlimm dann auch wieder nicht. Retrospektiv betrachtet finde ich, dass es überbewertet wird.
Herzkasperl
06.02.2012, 12:43
Ja ...
SOFERN das so läuft.
Bei inzwischen fast 15% Anteil von Leuten, die schon etwas älter sind, die bis kurz vor Studienbeginn noch Arbeiten müssen o.ä. ist das ein sehr großes Problem.
Die kriegen das nicht hin.
Die Argumentation hinkt also.
Nicht 15, sondern mindestens 23%: 20% aus der Wartezeitquote und 3% aus der Zweitstudiumsquote. Dazu Quereinsteiger (in München zur Zeit etwa 4%) macht insgesamt mehr als ein Viertel. Dazu noch die Leute mit 1,4-Abi, die verständlicherweise bei unsicherem Studienplatzzuteilung erstmal kein KPP machen. Effektiv haben bei uns sicher die Hälfte kein Praktikum und die Vorklinik ist weiß Gott voll genug mit Stoff.
3 Monate KPP sind mindestens 2 zu viel, volkswirtschaftlicher Blödsinn ("Fehlallokation") und schließlich auch eine Schwächung des Pflegeberufs selbst, denn anscheinend muss man für diesen Job wenig können, wenn man da auch ungelernte Praktikanten einsetzen kann. Obendrauf kommt noch, dass die Verhandlungsposition der Pflegekräfte bei Gehaltsverhandlungen geschwächt wird, da der Bedarf teilweise anderweitig gedeckt werden kann.
Herzkasperl, bzgl. deines zweiten Absatzes:
Das kannst du m. E. heutzutage nicht (mehr) so sehen. Durch die mitlerweile weitere Spezialisierung - auch in den Pflegeberufen - und damit verbundenen Entstehung von Feldern wie "Krankepflegehelfer" usw.ist die Qualifikation für die "niedrigeren" Tätigkeitsfehler schon stark gesunken. Da man als Praktikant wiederum nur ein Teil dessen selbständig ausführen kann und darf, relativiert sich das wieder. Die Frage ist dann jedoch vielmehr: sollte ein Praktikant nur so etwas leisten und kennen lernen? Richtig ist dann jedoch, dass die Krankenpflegehelfer sich in deiner Schilderung wiederfinden dürften, wobei diese ja mittlerweile auch einen Mindestlohn bekommen (8,5 im Westen). Hinzu kommt noch, dass so Stellen blockiert werden, die von FSJern oder Leuten des Bundesfreiwilligendienstes in Anspruch genommen werden könnten. Allerdings kosten diese Leute ja wiederum Geld, was offensichtlich missfallen dürfte. Jedoch muss man auch einfach sehen, dass die von euch genannten +25% oft einfach 1-2 Monate länger arbeiten könnten/würden und höchstwarscheinlich in die Staatskasse etwas einzahlen dürften. War dies mit deiner vwl Fehlallokation gemeint oder hast du auch noch an etwas anderes gedacht?
Zu den 1,4er Abiturienten: wieso sollten die verständlicherweise erstmal kein KPP machen?
Absolute Arrhythmie
06.02.2012, 16:08
Nicht 15, sondern mindestens 23%: 20% aus der Wartezeitquote und 3% aus der Zweitstudiumsquote. Dazu Quereinsteiger (in München zur Zeit etwa 4%) macht insgesamt mehr als ein Viertel.
Andererseits werden viele aus der Wartezeitquote eine Ausbildung im pflegerischen Bereich haben, die müssen das KPP dann nicht machen. Fallen also wieder ein paar Prozent raus ;)
dafür fördert man dadurch ja eine doppelte Ausbildung, die so gar nicht benötigt wird. Ich habe davon zwar noch nie etwas gelesen, aber theoretisch kann es dann ja dazu kommen, dass in der Pflege qualifizierte Kräfte fehlen, weil die Ausbildungsplätze durch andere Leute blockiert werden, die diesen Beruf gar nicht ausüben möchten.
Absolute Arrhythmie
06.02.2012, 16:41
dafür fördert man dadurch ja eine doppelte Ausbildung, die so gar nicht benötigt wird. Ich habe davon zwar noch nie etwas gelesen, aber theoretisch kann es dann ja dazu kommen, dass in der Pflege qualifizierte Kräfte fehlen, weil die Ausbildungsplätze durch andere Leute blockiert werden, die diesen Beruf gar nicht ausüben möchten.
Erübrigt sich wohl in Anbetracht der aktuellen Anzahl an benötigten Wartesemestern. Wer drei bis vier Jahre im Job gearbeitet hat, hat ja schon ein wenig was geleistet. Und die durchschnittliche Verweildauer im Pflegeberuf liegt generell nur bei ca 5 Jahren. Das Argument ist daher irgendwie Quark.
hast du zu der durschnittlichen Verweildauer im Pflegeberuf grad eine Quelle zur Hand?
...Und die durchschnittliche Verweildauer im Pflegeberuf liegt generell nur bei ca 5 Jahren...
Da würde mich jetzt aber die Quelle auch interessieren...
Es ist wohl länger als fünf Jahre... Diese fünf-Jahres Behauptung habe ich auch mal in der Ausbildung gehört, scheint aber eher keine anständige Datengrundlage zu haben. Ich habe leider nur diesen PflegeWiki (http://www.pflegewiki.de/wiki/Verweildauer_in_Pflegeberufen)-Link gefunden. Da sind auch Quellen angegeben, die ich nicht alle gesichtet hab.
Absolute Arrhythmie
07.02.2012, 10:36
Ich bilde mir ein das mal in "Die Schwester Der Pfleger" gelesen zu haben, habe aber jetzt wenig Lust alle Ausgaben der letzten 5 Jahre durch zu sehen ;)
Was ich dazu gefunden haben:
http://www.surprising-science.de/themenspecials/facetten-des-alterns/anreize-fuer-den-pflegeberuf/
Hackmann sieht den Grund dafür vorrangig in dem kurzen Zeitintervall, während dem Altenpflegekräfte ihren Beruf ausüben. Denn die durchschnittliche Verweildauer liegt im Pflegesektor bei durchschnittlich nur 8,4 Jahren. Die zumeist besser ausgebildeten Krankenschwestern weisen hingegen eine Verweildauer von etwa 13,7 Jahren auf. Vor allem junge Berufsanfänger wechseln schnell das Tätigkeitsfeld: Während Beschäftige im Alter von 36 Jahren durchschnittlich 11,2 Jahre in der Pflege tätig sind, gehen Altenpflegekräfte im Alter von 19 Jahren ihrem Beruf nur 2,8 Jahren nach. Unter Berücksichtigung der Altersstruktur im Pflegesektor ergibt sich schließlich die durchschnittliche Verweilzeit von etwa 8,4 Jahren
In einem anderen Artikel habe ich folgendes gefunden:
Aus anderen Untersuchungen ist bekannt, dass die durchschnittliche Verweildauer im
Pflegeberuf unter 10 Jahren liegt.
Quelle: http://www.who-tag.de/pdf/2006richter_g_abstract.pdf
Also ich denke fünf Jahre sind gar nicht sooo daneben, zumindest wenn man die Ausbildung nicht mit dazu zählt kommt es hin!
hmn, ich denke, wir sprachen aber im Bezug auf das KPP schon von Krankenschwestern und Pflegern oder irre ich mich? Da sind 13,7 Jahre schon eine Ecke mehr. Danke für die Quellen!
Absolute Arrhythmie
08.02.2012, 12:44
hmn, ich denke, wir sprachen aber im Bezug auf das KPP schon von Krankenschwestern und Pflegern oder irre ich mich? Da sind 13,7 Jahre schon eine Ecke mehr. Danke für die Quellen!
Da fallen aber halt auch die Schwester rein, die seit 1975 mit ihrem Hintern im Stationszimmer sitzen...Ich denke bei Pflegekräften die jetzt gerade die Ausbildung machen oder grad fertig haben, liegen die Zahlen ganz anders. Aus meinem Freundeskreis will niemand langfristig in der Pflege bleiben.
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