Anmelden

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schwanger in der Ortho?



Seiten : 1 [2]

Muriel
09.01.2012, 18:53
Tja, das fragt man sich mit gesundem Menschenverstand... Eine gute Freundin, die in der Gyn tätig ist, sowie meine Hebamme berichteten beide, dass es nicht so ungewöhnlich sei, dass bei Schulproblemen und dergleichen allen Ernstes geklagt wird, weil doch die Geburt so lange gedauert hat und da bestimmt etwas schief gegangen sein muss :-keks

ehemalige Userin 24092013
09.01.2012, 18:54
Naja...aber so hätte ich jetzt mal ne Pauschalausrede für meine Person....:-))

Muriel
09.01.2012, 18:56
"Sorry, Chef, aber meine Mutter hat 36h auf mir rumgedrückt, das ist nicht meine Schuld, dass ich hier Mist mache. Wenden Sie sich bitte an die damals zuständige Hebamme" :-))

Brutus
09.01.2012, 19:05
Warte mal: beudetet das etwa, dass in D dann keine Gasnarkosen mehr gemacht werden?
Jo, so sieht das aus! Wenn jemand Schwangeres im Saal ist, dann gibt es nur noch TIVA. Die Anästhesistinnen/Anä-schwestern durften auch keine Viggos mehr legen, SPA stechen, etc. ITN war i.O., aber eben nur noch TIVA, kein GAS. Allerdings hatte unser Chef das auch für ALLE durchgezogen, egal ob Anästhesie oder schneidende Zunft, egal ob Schwester oder Akademiker...


So läuft das in CH net: Schwangere sind im OP, gehen bei BV (nach Möglichkeit) aus dem Saal oder werden halt net in BV Sääle eingeteilt. Gasnarkosen werden deswegen net gestrichen und schwangere Anästhesieschwestern oder auch Anästhesieärzte machen selbst auch Gasnarkosen.
Im jetzigen Haus machen Schwangere keine 24 Stundendienste, im vorherigen war alles drin: Früh, Spät, Nacht.
Schweiz!? Wahrscheinlich andere gesetzliche Rahmenbedingungen...

WackenDoc
09.01.2012, 19:07
@Kaddel: Mir ist zumindest kein Fall bekannt, in dem die Klage druch gekommen wäre. Aber Stress wird sowas schon sein.
Ja, solche Bekloppten gibt es tatsächlich.

eve05
09.01.2012, 19:17
Habe da auch schonmal darüber nachgedacht- die beiden Kolleginnen, die bislang bei uns schwanger waren, waren entweder in der NA-Rotation oder hatten gerade "praktischerweise" einen Abriss der palmaren Platte eines Finger ;-)

Bei der Röntgen-Geschichte frage ich mich aber auch immer ab wann man dann aufpaßt- streng genommen ja dann schon ab Planung des Nachwuchs?

epeline
09.01.2012, 19:29
ich dachte aber, bei gas narkosen hätte man ein geschlossenes system...?
wo besteht denn dann die gefahr für die schwangere.... *verwirrt*

Desiderius
09.01.2012, 20:09
Habe da auch schonmal darüber nachgedacht- die beiden Kolleginnen, die bislang bei uns schwanger waren, waren entweder in der NA-Rotation oder hatten gerade "praktischerweise" einen Abriss der palmaren Platte eines Finger ;-)

Bei der Röntgen-Geschichte frage ich mich aber auch immer ab wann man dann aufpaßt- streng genommen ja dann schon ab Planung des Nachwuchs?

Wenn man nach der kumulativen Seite der Geschichte guckt, müsste man eigentlich bei Planung schon nicht mehr fliegen auf Langstreckenflüge, nicht mehr auf grosse Höhen zum Ski fahren... man hat immer Strahlung.. mich würde es eigentlich interessieren in wieweit Ärztinnen Abortussen (schreibt man das so?) oder Behinderte Kinder auf die Welt bringen in Ländern wo der Strahlenschutz weniger streng ist vergliechen mit den Deutschen Frauen.

Die Frage wäre ja mal interessant Z.B. long term follow up um sowas mal zu untersuchen... (nicht das ich das machen will :-)))

Sorry, es ist etwas off topic.:-oopss

eve05
09.01.2012, 20:21
Wenn man nach der kumulativen Seite der Geschichte guckt, müsste man eigentlich bei Planung schon nicht mehr fliegen auf Langstreckenflüge, nicht mehr auf grosse Höhen zum Ski fahren... man hat immer Strahlung..

ganz genau und bezogen auf eine Schwangerschaft kommen dann die nächsten Fragen- ab wann keinen Mozarella mehr, ab wann keine Salami mehr, keinen Räucherlachs...
rein hypothetisch, ohne dass ich jetzt denke, dass das irgendjemand macht, aber wo zieht man da die Grenze? An und für sich ja schon ab dann wo man es weiss, aber es gibt ja auch die Phase des "es könnte sein".

Ich weiss, werde jetzt gerade etwas philosophisch, aber so ganz abweig finde ich solche Fragen nicht.

Muriel
09.01.2012, 20:23
Das Einzige, das ich als sinnvoll erachte VOR dem gesicherten Eintreten einer Schwangerschaft, ist die Einnahme von Folsäure. Alles Andere ist völlig Banane. Wenn dann irgendwann der zweite Streifen auf dem Plastik da ist, ist es ganz sicher früh genug, sich um Mozzarella und co. Gedanken zu machen.

Rico
09.01.2012, 20:24
ich dachte aber, bei gas narkosen hätte man ein geschlossenes system...?
wo besteht denn dann die gefahr für die schwangere.... *verwirrt*So 100% dicht ist das ja alles nicht, man muss die verdampfer ja auch mal befüllen, etc...
Außerdem wird der Patient ja auch irgendwann mal wieder extubiert, dann atmet er das ganze Zeugs ab, das noch aus dem Gewebe zurückkommt.
Der Raum mit der höchsten Konzentration an Narkosegasen im OP-Trakt ist entsprechend der Aufwachraum. :-notify

Übrigens könnte rein rechtlich auch in D eine Schwangere in einem Saal mit Gasnarkose arbeiten...allerdings müsste man dann arbeitsmedizinisch die Narkosegaskonzentration in der Raumluft monitoren, um sicherzustellen, dass die zulässigen Grenzwerte nicht überschhritten werden - was so aufwändig ist, dass man es lieber gleich bleiben lässt.

glücksdrache
12.01.2012, 05:58
Hi,

dazu dann die Frage ....

Also gilt die Gefährlichkeit von Gasnarkosen dann nicht für die Menschen hinter dem Tuch, sondern nur für den neben dem Gerät und dem im Aufwachraum ? Man muß sich ja als schneidender nicht unbedingt bei der Extubation daneben stellen.

Danke ,
Drache

Rico
12.01.2012, 08:16
Da sich das Gas ja mehr oder weniger im Raum verteilt wage ich zu bezweifeln, dass es da Orte gibt, wo garnix hinkommt - und dadurch ergibt sich ja wieder das Monitoring-Problem.Abgesehen davon hat eine schwangere Schneidende ja eigentlich nix im OP verloren wg. des Infektionsrisikos bei Schnitt- und Nadelstichverletzungen, sowie speziell in der Ortho der möglichen Strahlenexposition... von daher verstehe ich nicht ganz worauf die Frage abzielt.

wjsl
15.01.2012, 21:05
Kannst du deinem Chef nicht einfach das sagen, was du hier auch geschrieben hast? Dass du meinst schwanger zu sein, mit der Bemerkung dir dabei noch nicht ganz sicher zu sein; und was er daraus für Konsequenzen ziehen würde. Dann wärst du aus dem Schneider; und selbst falls es nichts mit der Schwangerschaft werden sollte, hättest du ja immer noch darauf hingewiesen dass du dir nicht ganz sicher warst.
Oder aber du erkundigst dich beim Arbeitsmediziner, den ja auch jede Klinik hat. Es ist ja sicher nicht das erste Mal, dass jemand, der im OP tätig ist, schwanger wird. Und sicher ist sich am Anfang auch kaum jemand.

WackenDoc
15.01.2012, 21:07
@wjsl: Darin liegt das Problem aber gar nicht.

wjsl
20.01.2012, 23:06
Ist es wirklich karrieretechnisch auch heute noch so ein großes Problem schwanger zu werden? Sogar die chirurgische Chefärztin bei uns an der Uni hat ein Kind.

Kackbratze
20.01.2012, 23:38
Nein, es ist total einfach.
Man gibt das Kind direkt nach der Geburt ab, damit man maximal 4 Wochen in der Klinik fehlt und dementsprechend weder Verluste in der Weiterbildungszeit noch im OP-Katalog hat.
Zusätzlich muss man ja die Familie nicht parallel organisieren, da man das Kind ja direkt nach der Geburt weggegeben hat.
Wer braucht schon Kindergarten, Schultermine, Kinderkrankheiten, etc.

Karriere geht, aber es ist schwerer, wenn man keinen Partner hat, der das unterstützt.
Gilt übrigens für Frauen UND für Männer.

Feuerblick
20.01.2012, 23:45
Mal ganz davon abgesehen, dass es ja hier nicht um Karriereplanung ging. Sondern schlichtweg darum, dass frau ihre Schwangerschaft gerne erst dann bekanntgeben möchte, wenn die gefährlichen ersten Wochen vorbei sind und ein Abort zumindest unwahrscheinlicher geworden ist. Das allerdings bringt eben das Problem mit sich, dass sie sich möglichst unauffällig um die potentiell das Kind schädigenden Tätigkeiten herumdrücken muss. Um nichts anderes geht es hier... Das hat mit Karriere nix zu tun.

nightingale
22.01.2012, 15:14
Hallo Schneeballflocke,

und, hast Du mittlerweile bescheid gesagt?

Ich finde, Röntgen und Dienste sind gar nicht gut für so einen Embryo. Das Risiko, eine "offizielle" Fehlgeburt zu erleiden, ist meiner Meinung nach nicht so schlimm wie die Folge teratogener Einflüsse! Du kannst mich gern zu dem Thema via pm erreichen.