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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Umfrage an die arbeitenden Mütter!



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sten
10.01.2012, 22:16
Liebe Mammas,
wie regelt ihr euer Familienleben? Bin gerade fertig geworden und bin jetzt dabei mich zu bewerben. Unser Krümmel ist 6 Monate alt, ich möchte demnächst anfangen zu arbeiten. Mein Mann bleibt dann die nächsten 6 Monate zu Hause und dann haben wir hoffentlich ein Krippenplatz. So weit, so gut. Aber wenn ich an die Zeit danach denke, wird mir ganz schwindelig.
-Wer soll wie den Kleinen zur Krippe bringen? Es wird wohl darauf hinaus laufen, dass wir beide Teilzeit machen und die Oma an einem Tag einspringt.
- Aber wie soll man das alles später mit einem zweitem Kind unter einem Hut bekommen?
- Und wie soll man seinen Kollegen verklickern, dass das Kind schon wieder krank ist und man deswegen ausfällt?
- und der FA... das dauert ja dann eeeewig :-(
undundund.... aber ich bin doch nicht die einzige mit diesen Fragen.

Wie regelt ihr denn euer Familien/Berufsleben? Deswegen müssen doch nicht alle Mütter Anästhesie machen, oder? :-nix

murkel
11.01.2012, 07:29
Ich denke, wie das dann zu regeln ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wie flexibel ist der Partner hinsichtlich seiner Arbeitszeiten? Auch Mediziner? Wie lange hat die Kita auf? Welche Fachrichtung? Überstunden? Dienstmodell? usw. Ich bin gerade mit meinem zweiten Kind zu Hause (1 Monat alt). Mein Großer ist 3 Jahre. Ich hab beide Kinder in meiner Assistenzzeit bekommen und bisher Vollzeit gearbeitet. Mein Mann ist kein Mediziner und etwas flexibler, was die Arbeitszeiten angeht und kann auch mal von zu Hause arbeiten. Bei uns in der Gyn arbeiten wir von 7 bis 15:30 und kommen auch pünktlich raus. Unsere Kita hat von 6-17 Uhr geöffnet. Meist bringt mein Mann den Großen früh weg, dann ist er ab halb 8 dort. Und ich hole ihn dann nach Feierabend kurz nach 15:30. Wenn ich Dienst habe (24 h) dann holt mein Mann ihn. Und im Notfall kann die Oma auch helfen. Das hat bisher ganz gut geklappt, mal sehen, wie es dann mit Zweien wird. Krippenplatz haben wir schon fürs Zweite in der gleichen Einrichtung, in der auch der Große ist.
Für meinen Facharzt werd ich etwa 1 3/4 Jahre länger brauchen. Ohne Kinder wäre ich jetzt fertig, jetzt wird es wohl erst im Herbst 2013.
Krank waren wir gerade im ersten Krippenjahr viel, zum Glück haben bei uns fast alle Kinder und haben es verstanden. Mein Mann und ich haben uns bei der Betreuung immer reingeteilt, je nachdem, wer eher abkömmlich war. Dienste habe ich immer versucht zu machen, dann hatte ich den Tag nach dem Dienst sowieso frei usw. Das ging ganz gut.

Also erstmal bewerben, evtl. dort, wo du dann arbeiten wirst, mit den Assistenzärzten bzw. Ärztinnen reden, wie die das regeln.

oskarius
11.01.2012, 09:42
ich muss ich mich hier mal einmischen - vielen lieben dank liebe murkel, für deinen ausführlichen bericht!!:-)
das thema ist nämlich aktuell auch genau meinhaupt-kopf-zerbrech-thema! Bin auch gerade fertig geworden und mein bub ist 2 1/2Jahre, geht schon in die kita. Diese hat aber nur von 8 bis 16.30uhr auf und da während meines pj's keiner der ärzte (uniklinik, ärztinnen meist kinderlos) vor 18 uhr aus der klinik kam und selbst ich als student da teilweise auf große verständnisprobleme ob meines pünktlichen feierabend-bedürfnisses gestoßen bin, macht man sich deutlich gedanken, wie das funktionieren soll.. Man will ja auch nicht komplett seine berufliche zukunft nach dem kind ausrichten, aber gerade was die fachwahl angeht, bleibt einem da aber scheinbar nicht viel übrig.. Ich liebäugle daher mit der dermatologie und radiologie (soweit ich weiß, weniger dienste+günstiger hinsichtlich überstunden), aber finde da mal aktuell stellenangebote... :-nix
Eine Oma haben wir leider nicht in der nähe, müsste also soviel verdienen, dass man sich ne nanny leisten kann, die wenigsten in notsituationen einspringen und das kind abholen kann..
Beruhigend, wenn man solche berichte liest, wonach das irgendwie trotzdem funktioniert (sogar in vollzeit :-notify), ohne dass man sein kind in eine kita mit 12h-betreuung steckt und am abend nur noch für höchstens ne stunde sieht..
Wahrscheinlich alles eine frage der organisation und dem richtigen klinik-treffer..

murkel
11.01.2012, 10:01
Wir wohnen und arbeiten im östlichen Teil des Landes, wo die Betreuungssituation sicher ´ne andere ist als im westlichen Teil des Landes. Ich seh das bei einer Freundin, ebenfalls 2 Kinder in BW arbeitend, da geht es auch nicht Vollzeit und nur mit zusätzlicher Hilfe einer Nachbarin, die die Kinder bei Engpässen betreut.

sten
11.01.2012, 10:24
Danke für die Antworten, Murkel!
Mein Mann ist zum glück kein Mediziner, arbeitet Gleitzeit und kann auch notfalls von zu Hause arbeiten. Ich habe mich jetzt für Innere beworben -jajaja, selber schuld - und kann voraussichtlich 80, vielleicht auch 75%, arbeiten. Aber mir wurde schon beim Hospitieren klar gemacht, dass das erste halbe Jahr nur mit massig Überstunden geht. Normale Arbeitszeiten wären von 8.00 - 16.30, wenn man eingearbeitet ist, kommt man um 17.30 raus. "Frischlinge" erst so gegen 19.00. Zum Glück werden die Überstunden gezahlt. Die Krippen hier sind von 7.30, meist aber von 8.00, bis 16.30 auf... Und dass mein Mann alles machen soll, finde ich auch irgendwie doof: hinbringen, abholen,bei Krankheit zu Hause bleiben..Bei 80% würde ich einen ganzen Wochentag übernehmen, bei 75% 1 Tag und einmal abholen übernehmen... Da der Kleine schon um 5.00 wach ist, spekuliere ich dass er denn Rhythmus beibehält, so dass ich ihn noch morgens sehen kann. Sonst muss ich mir echt was anderes suchen. Supertoll, dass du pünktlich rauskommst, ist ja schon echt was wert. Ist das bei Gyn oft so? Alternativ zu Innere überleg ich mir nämlich auch Gyn, notfalls auch Anästhesie.
@oskarius: familienfreundliche/mütterfreundliche :-keule Fachrichtungen sind: Strahlenmedizin, Betriebsmedizin, Anästhesie, Radio und Derma wie du schon gesagt hast. Fehlt noch was? Allgemeinmedizin?

hiddl
11.01.2012, 11:22
Hallo sten,

erst einmal finde ich es - auch auf die Gefahr hin, als Emanze verschrieen zu werden - bemerkenswert, dass Du Dich mit Deiner Frage nur an arbeitende Mütter richtest, denn eigentlich sollte das Thema die arbeitenden Väter doch genauso betreffen, oder nicht?

Zu meiner Situation:
Ich bin in der Weiterbildung zum Neurologen, inzwischen in den letzten Zügen. Ich habe zwei Kinder, jetzt 2,5 und 4,5 Jahre alt. Ich arbeite seit Mitte 2003, mache also meine Prüfung tatsächlich erst nach fast 9 Jahren (das sieht so ausgeschrieben wirklich ganz schön lang aus :eek: ). Man muss allerdings einschränkend sagen, dass ich an einer Uni bin und dort so lange WB-Zeiten durchaus normal sind. Es gibt Kollegen, die kaum nach mir angefangen haben und auch jetzt erst fertig sind ganz ohne Kinder und ohne wesentliche Forschung (!). Allein durch Mutterschutz/Elternzeit/5 Monate 50% arbeiten habe ich etwa 2 Jahre verloren.
Die übrige Zeit habe ich Vollzeit gearbeitet, wobei man sich mit Kindern sicher besser abgrenzen / organisieren kann als ohne, ich gehe als schon in der Regel nach 8 h nach Hause. Die Kinder gehen beide in die Kita, wir haben dort 8 h- Plätze/Tag (theoretisch gingen aber auch 12 h). Das funktioniert, weil mein Mann als Nicht-Mediziner Teilzeit arbeitet mit 5 h / Tag. Meist bringt und holt er die Kinder, ich bringe manchmal, wenn er aus irgendeinem Grund früh los will, dann komme ich aber 5 min zu spät zur Arbeit ;-). Das Krankheits-Problem kennen wir auch, wir entscheiden dann spontan, wer besser zu Hause bleiben kann und ich habe mein schlechtes Gewissen diesbezüglich völlig abgelegt. Es kommt aber auch wirklich selten vor (vielleicht insgesamt 10x seit wir Kinder haben), da wir in 300 km Entfernung eine Oma haben, die gerne spontan mit dem Zug angereist kommt.
Ach so, eine Putzfrau haben wir natürlich auch :-).

Ich finde es schade, wenn man sein Fach nur danach aussucht, wie die Arbeitsbelastung aussieht. Gerade mit dem steigenden Frauenanteil, dem ja doch scheinbar mehr an geregelten Arbeitszeiten liegt, sollte man doch eher auch versuchen, die Arbeitsbedingungen anzupassen. Letztlich muss man natürlich immer irgendwie flexibel sein, was bei uns auch einer der Gründe ist, warum wir nie beide Vollzeit arbeiten würden. Mein Mann wäre als VZ-Kraft viel unterwegs, auch über Nacht weg, das ließe sich schlecht vereinbaren mit Diensten und potentiellen Notfällen bei mir.
Mich zieht es eher in die ambulante Versorgung, wenn ich fertig bin, dann werde ich wieder Teilzeit (so 20-30 h pro Woche) arbeiten, mein Mann darf dann wieder Vollzeit. Sein Job ist nämlich in der Teilzeit-Variante etwas langweilig, während es in der Praxis ja keinen Unterschied macht, wieviele Stunden man dort ist.

sten
11.01.2012, 12:09
Da hast du recht, an die Väter habe ich nicht gedacht. :-oopss
Ich bin eben nur von uns ausgegangen, und momentan kenne ich nur Mütter und keine Väter bei uns im Abschlusssemester.
Natürlich ist es schade, hirnrissig und absolut untragbar seine Fachrichtung nur nach den Arbeitszeiten aus zu suchen. Aber wenn man sich zwischen zwei Fächern nicht entscheiden kann, sind die Arbeitszeiten doch ein wichtiger Faktor im Entscheidungsprozess.
Auf alle Fälle müsste es einfach mehr Krippenplätze geben und arbeitsfreundliche Öffnungszeiten. Bei uns hier machen die meisten Krippen erst um 8/9.00 auf und schließen dann um 15.00. Super...
Man - Frau natürlich auch ;-) - muss sich einfach gut organisieren.

Muriel
11.01.2012, 12:13
Es gibt auch größere Hauser, die Betriebs-Kitas haben. Diese haben dann eigentlich arbeitsfreundliche Öffnungszeiten.

murkel
11.01.2012, 12:25
Zu den Arbeitszeiten in der Gyn in anderen Häusern kann ich nicht so viel sagen. Ich hab vor 10 Jahren mal eine Famulatur in der Uni in Leipzig gemacht. Das waren aber noch Zeiten, wo man nach dem 24-Stunden-Dienst noch bis nachmittags dageblieben ist. Da war es nicht so einfach, pünktlich Feierabend zu machen. Wie es da momentan aussieht, weiß ich nicht. In meinem PJ-Tertial in der Klinik in Chemnitz 2005 (ähnlich groß wie die Unifrauenklinik in Leipzig) wurde dagegen schon darauf geachtet, dass alle pünktlich nach Hause kommen. Wenn da kurz vor Feierabend noch ein Zugang kam, den ich aufnehmen wollte, wurde ich höflich darauf hingewiesen, dass das Aufgabe des Diensthabenden sei. Dort gab es übrigens damals auch einen Betriebskindergarten. Jetzt arbeite ich an einem kleinen Haus in einer Kleinstadt.
Mittelfristig plane ich aber auch, in die ambulante Versorgung zu gehen.

murkel
11.01.2012, 12:53
Wenn ich aber auch nur ansatzweise das Gefühl gehabt hätte, dass mein Kind unter der Situation leidet, wäre ich die erste gewesen, die verkürzt gearbeitet hätte

oskarius
11.01.2012, 13:30
ich finde es in diesem zusammenhang vor allem als sehr bekümmernd (auch wenn irgendwie verständlich), dass teilzeitmodelle wenn dann nur für assistenten in fortgeschrittener ausbildung angeboten werden - so hat man als beginner der ausbildung zwar eigentlich den vorteil für den arbeitgeber, seine familienplanung bereits abgeschlossen zu haben, also nicht unvorsehbar monatelang auszufallen, aber man findet meiner bisherigen erfahrung nach einmal schwieriger eine ausbildungsstelle überhaupt, noch eine möglichkeit zur teilzeitbeschäftigung (jedenfalls in berlin)..
Oder habt ihr da andere erfahrungen gemacht?
Für meinen partner besteht leider keinerlei möglichkeit zur teilzeitbeschäftigung, daher ist es aktuell an mir, eine familienfreundliche arbeitsstelle zu finden..

Muriel
11.01.2012, 13:32
Wenn ich aber auch nur ansatzweise das Gefühl gehabt hätte, dass mein Kind unter der Situation leidet, wäre ich die erste gewesen, die verkürzt gearbeitet hätte
Ich denke, das ist ein ganz wichtiger Punkt. Es gibt Kinder, die nur glücklich sind, wenn sie viel Trubel um sich haben, wo eine lange Kitabetreuung am Tag genau perfekt ist. Und es gibt Kinder, die einfach die Eltern viel mehr brauchen. Das bleibt auszupobieren, wie Dein Kind das mitmacht. Eine Freundin, die in ähnlicher Situation war (im Studium zwei Kinder bekommen, bei Berufsstart damals vier und zwei Jahre alt), hatte damals das Glück, eine halbe Stelle in einer Praxis (Kinderheilkunde) zu bekommen. Vielleicht wäre das eine Möglichkeit für Dich, auch wenn das in der Inneren wahrscheinlich schwieriger zu bewerkstelligen sein dürfte.

Rico
11.01.2012, 21:32
erst einmal finde ich es - auch auf die Gefahr hin, als Emanze verschrieen zu werden - bemerkenswert, dass Du Dich mit Deiner Frage nur an arbeitende Mütter richtest, denn eigentlich sollte das Thema die arbeitenden Väter doch genauso betreffen, oder nicht?Genau :-top und deshalb fühle ich mich doch gemüssigt hier etwas zu schreiben.

Wir haben gegen Ende des 3. WBJ unsere Tochter gekriegt, beide (nacheinander) jeweils ein Jahr ausgesetzt und arbeiten jetzt beide wieder in Vollzeit. Die Kleine ist bei der Tagesmutter, im Extremfall 10,5h (z.B. wenn meine Frau Dienst hat und ich bringen und holen muss), oft auch nur 6-8h, (z.B. einer Spätdienst hat und sie später bringt) an vier Tagen die Woche, den fünften Tag machen die Omas.
Wochenenden machen wir im Wechsel, wobei wir jeden Monat mindestens ein WE haben, an dem wir beide frei haben.
Wir haben mit unseren Arbeitgebern ausgemacht, dass wir Dienste nur Mo/Di bzw. Mi/Do machen, sodass immer sicher gestellt ist, dass einer rechtzeitig rauskommt um sie abzuholen und man kann an den anderen Tagen, an denen man nicht abholen muss auch mal ein bisserl vor- oder nacharbeiten, was an den anderen Tagen liegen bleibt.
Des weiteren gibt es Kollegen in der jeweiligen Folgeschicht, die ja auch dafür bezahlt da zu arbeiten, entsprechend müssen die dann halt auch mal dringliches machen...

Das ganze klappt im großen und ganzen ordentlich, manchmal ist's ein bisserl knapp, wenn eine späte Aufnahme, ein Stau und ein Folgetermin zusammenkommen... aber in der Regel geht es ganz gut. Probleme kommen auf, wenn das zarte Gefüge ins Wanken gerät, z.B. wenn einer auf Kongress oder Fortbildung ist - das sind ja meist nur wenige tage für die sich Lösungen finden lassen (Omas, Tag Urlaub, Freizeitausgleich).
Manche Dienstmodelle gehen derzeit leider nicht (z.b. kann ich derzeit keine Nachtschichtwochen machen, weil ich dann die Kleine dann nie hinbringen könnte), was bislang glücklicherweise nicht zu unlösbaren Komplikationen bei der Dienstplanung geführt hat, auch wenn es - wie alles mit Kind - halt einen erhöhten Planungsaufwand und weniger Felxibilität mit sich bringt.

Wenn das Kind krank ist, dann ist es krank. Fertig. Zum Kinderarzt und krank schreiben lassen (cave: ist bei vielen privaten KVen im Versicherungsumfang nicht drin - ein Grund mehr mit Familie(nplanung) in der GKV zu verbleiben) geht glaub 6 Tage pro Jahr und Elternteil. Das ist ja letztlich so als ob man selber krank ist, man kann halt schicksalsbedingt nicht zur Arbeit kommen - da gab es noch nie Probleme mit Kollegen.

epeline
12.01.2012, 02:07
meines wissens nach - nach famulatur in kinderarzt praxis - stehen jedem elternteil 10 kind-krank-tage pro jahr zur verfügung :)

sten
12.01.2012, 11:36
Es gibt auch größere Hauser, die Betriebs-Kitas haben. Diese haben dann eigentlich arbeitsfreundliche Öffnungszeiten.

Ja, in so einem großem Haus hatte ich auch ein Vorstellungsgespräch. Habe heute mit der Betriebs-Kita telefoniert, passt einfach alles perfekt :-))

sten
12.01.2012, 11:41
...Tage für kindbezogene Krankschreibungen kann man im Vertrag nachlesen! Wird nämlich unterschiedlich gehandhabt!

sten
12.01.2012, 11:47
ich finde es in diesem zusammenhang vor allem als sehr bekümmernd (auch wenn irgendwie verständlich), dass teilzeitmodelle wenn dann nur für assistenten in fortgeschrittener ausbildung angeboten werden - so hat man als beginner der ausbildung zwar eigentlich den vorteil für den arbeitgeber, seine familienplanung bereits abgeschlossen zu haben, also nicht unvorsehbar monatelang auszufallen, aber man findet meiner bisherigen erfahrung nach einmal schwieriger eine ausbildungsstelle überhaupt, noch eine möglichkeit zur teilzeitbeschäftigung (jedenfalls in berlin)..
Oder habt ihr da andere erfahrungen gemacht?
Für meinen partner besteht leider keinerlei möglichkeit zur teilzeitbeschäftigung, daher ist es aktuell an mir, eine familienfreundliche arbeitsstelle zu finden..
Hier in BW wurden mir bei meinen beiden Vorstellungsgesprächen sofort unterschiedliche Teilzeitstellen angeboten (50-80%)... obwohl ich Berufsanfänger bin. Das eine Gespräch war in einem Haus der Maximalversorgung, das andere in einem Haus der Grund und Regelversorgung.

blond
14.01.2012, 20:47
Hi, wir haben einen Betriebskindergarten, sodass ich dort meine beiden Kinder (3 und 2 Jahre alt) untergebracht habe. Ansonsten hilft uns meine Mutter. Sonst könnte ich nicht Vollzeit (+Dienste und Überstunden arbeiten...)
Ich merke jedoch, dass gerade ich von meinem Oberarzt misstrauisch beäugt werde- gerade ich darf oft länger da bleiben, weil doch gerade ein besonders spannender Fall ins Haus steht... Es gibt von einigen Null Verständnis dafür, dass ich gerne halbwegs püntklich raus muss.

wjsl
20.01.2012, 22:59
Wir wohnen und arbeiten im östlichen Teil des Landes, wo die Betreuungssituation sicher ´ne andere ist als im westlichen Teil des Landes. Ich seh das bei einer Freundin, ebenfalls 2 Kinder in BW arbeitend, da geht es auch nicht Vollzeit und nur mit zusätzlicher Hilfe einer Nachbarin, die die Kinder bei Engpässen betreut.

Kann man das so pauschal sagen? Ich finde das doch etwas verwunderlich. Kenne viele, die sich über die Situation hier beschweren, aber dass es im Osten Deutschlands so viel besser ist wusste wohl niemand von denen. Nur in der Nacht und an Wochenenden gibt es wohl nirgendwo eine Betreuungsmöglichkeit.

Solara
21.01.2012, 09:39
Kann man das so pauschal sagen? Ich finde das doch etwas verwunderlich. Kenne viele, die sich über die Situation hier beschweren, aber dass es im Osten Deutschlands so viel besser ist wusste wohl niemand von denen..

doch, das ist eigentlich auch im Westen bekannt, dass im Osten der Republik das Betreuungsangebot wesentlich besser ist.
Bei uns ist der Betriebskindergarten von 6-22h offen, im Westen :).