Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Weiterbildung/Fortbildung in der Freizeit oder Arbeitszeit?
arbeiter79
09.05.2016, 13:40
Wir sind zB verpflichtet per Vertrag, innerhalb von 2,5 oder 3 Jahren den NEF-Schein zu machen. De Kurs wird mit 500€ bezuschusst und die komplette Kursdauer ist Fortbildungsfrei außerhalb der normalen drei Tage. Hotel und Mehrkosten des Kurses sind Privatvergnügen, finde ich aber ok.
Das verstehe ich jetzt auch nicht, während ich durchaus einsehe das man über nicht verpflichtende Fortbildungen diskutieren kann, hört es hier bei mir auf. Das würde ich definitiv nicht mitmachen.
Wenn das Kh noch so darauf aus ist kassieren die bestimmt auch noch gut dafür das sie die Notärzte stellen und das soll man denen auch noch selber finanzieren?? In dem würde man bestimmt min. 1000 Euro selber zahlen müssen.
Da würde ich drauf bestehen bei der Einstellung das es mir bezahlt wird zu 100%, wenn nicht suche ich mir einen anderen AG, da gibt es nun wirklich genug Häuser die solche Dienstaufgeben voll übernehmen!
Wenn der Arbeitgeber zu einer bestimmten Fortbildung verpflichtet, hat er auch die Kosten zu übernehmen, und das nicht nur anteilig einen Bruchteil.
Genauso ist es. Wer die Musik bestellt, bezahlt sie auch.
Wenn ich als Praxischef meine MFA zu einer Fortbildung verpflichte, bezahle ich die auch. Schon allein die Fortbildungsqualität zu sichern.
John Silver
14.05.2016, 22:42
Der Arbeitgeber hat selbstverständlich ein Interesse daran, möglichst hoch qualifizierte Arbeitnehmer zu beschäftigen; wenn er das auch noch zum Nulltarif bekommt - wer sagt da schon "nein"? Deshalb sollte man sich als Arbeitnehmer einfach mal über die eigenen Rechte und Pflichten informieren. Wer das nicht macht, wird verarscht. Ordnet der Arbeitgeber den Besuch einer bestimmten Veranstaltung an, hat dies als Arbeitszeit oder als Dienstreise zu gelten, mit allen entsprechenden Konsequenzen. Ferner hat der Arbeitgeber sämtliche Kosten zu übernehmen, inkl. Reise-, Übernachtungs- und Fortbildungskosten. Verweigert der Arbeitgeber die Kostenübernahme, ist es legal und legitim, sich vor der Veranstaltung mit dem Hinweis auf die Unzumutbarkeit der Kosten zu drücken.
arbeiter79
26.08.2016, 21:41
So Leute der Kurs ist gelaufen, ich habe alles als Ueberstunden auf mein Zeitkonto gutgeschrieben bekommen, am Wochende und sogar in der Woche wo der Kurs noch paar Minuten laenger ging als ein normaler Arbeitstag, gleichzeitig wurde der Kurs bezahlt, Hotel auch- deutlich ueber 100 Euro die Nacht und einen Tag vorher Anreise, dann auch erst am morgen nach Ende des Kurses abgereist,wurde alles uebernommen. Dienstwagen hab ich auch bekommen-und auch der Weg zum KH vor Uebernahme des Dienstwagens und nach Abgabe wurde bezuschusst.
John Silver
28.08.2016, 19:51
Siehste.
arbeiter79
01.09.2016, 13:17
Ja so sollte es laufen, wenn man aber die Posts sich anguckt hier muss man sagen das viele Ärzte sich immer noch verarschen lassen von den Klinikkonzernen.
Man muss sich mal vor Augen führen das man seine eigene begrenzte Lebenszeit einsetzt und der Konzern dagegen im schlimmsten Fall ein paar Euro für Überstunden bezahlen muss oder einen früher nach Hause lässt. Wer setzt also mehr ein? Ich denke in jedem Fall man selbst als Arbeitnehmer. Welcher Teufel müsste mich reiten mir nicht jede einzelne Minute aufzuschreiben?!
Ich glaube es ist ein Geben und Nehmen. Mag bei Klinikonzernen anders sein und man muss "härter" agieren.
Bei mir ist dass so, dass Chef (und damit Verwaltung) quasi jede halbwegs sinnvolle FoBi kommentarlos befürwortet und diese wird auch mit Auslagen bezahlt - als Gegendeal schaue ich, dass es auch zur Personalsituation/Dienstplan passt. Das kann halt auch mal bedeuten, dass ich nicht meinen Wunschtermin nehme...
Ist eine FoBi geklaute Lebenszeit? Ich empfinde Lernen als Privileg und es freut mich...
klingelpütz
04.09.2016, 20:50
Sehe ich auch so.
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