PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was tun bei Tinnitus?



Seiten : 1 [2]

Ghost Dog
22.01.2012, 18:48
danke erstmal für die zahlreichen antworten! [-::-]

das we konnte ich zwar nicht wirklich entspannen, man denkt ja dann doch immer irgendwie daran, aber ich bin zumindest froh zu lesen, dass diese infsuionstherapie nicht mehr in den leitlinien drinsteht. es hat sich halte doch eher so angefühlt, als ob der hno arzt mich nur loswerden wollte.

wenn die therapie aber tatsächlich nicht so viel bringt, dann werde ich es erstmal weiter mit pentox., sport und ruhe versuchen.

viele grüße

Muriel
22.01.2012, 20:35
Eine befreundete HNOlerin, die ich bei familiärem Bedarf mal dazu befragt hatte, meinte, das sei derzeit einfach Geschmackssache bzw. Hauspolitik, ob man es macht oder nicht. Sie selber würde es nicht bei sich machen, sagte sie, da sie keinen wirklichen Nutzen sehe. Außerdem sprach sie von einer Studie (keine Ahnung, welche, ich habe auch keine Lust zu suchen), die gezeigt habe, dass, wenn überhaupt, nur ein "verspäteter" Einsatz (48-72h meine ich) etwas bringe. Das sofortige Starten der Therapie sei sogar eher nachteilig gewesen. Soweit mein Gedankenprotokoll, das zwei Jahre zurückliegt ;-)

Hoppla-Daisy
22.01.2012, 20:36
Frau Kollegin, bitte korrigieren sie "dass" in "das" ..... sonst ....... :-))

wjsl
22.01.2012, 22:55
Sind neurogene Geschichten nicht eher viral? Insbesondere Eppstein-Barr bietet sich doch an, der wird heute für nahezu alles verantwortlich gemacht. Einige Kinderinfekte verursachen ja auch mit einer gewissen Latenz Hörschäden; warum also nicht auch Tinnitus?

Bei Hirnnerven müsste man strenggenommen ja auch an Spirochäten denken, oder?

Klar klingt HP innovativ, man könnte eine Eradikationstherapie machen, was spräche dagegen? Eine Jarisch-Herxheimer-Reaktion, sofern es doch Treponemen wären? Immerhin würde man die dann auch abdecken, zumindest mit den Italian Triple.

Dennoch meine ich, dass die Psyche unterschätzt wird. Bin fest davon überzeugt, dass sich jeder Eindruck durch Lerneffekte supprimieren lässt. Selektive Wahrnehmung funktioniert ansonsten ja auch; und kein Organ ist so plastisch und anpassungsfähig wie das menschliche Gehirn.

Ich kenne jemanden, der täglich, sofern es nur irgendwie ging, das Geräusch überlagert hat, daheim immer einen Kopfhörer auf dem betroffenen Ohr hatte. Dadurch sei es angeblich weggegangen.

Dann gibt es noch die (alternativmedizinische) Theorie innerer Blockaden; hab mal in einem Buch über Triggerpunktmassage gelesen, dass angeblich alle körperlichen und psychischen Symptome, inklusive Tinnitus, durch diese winzigen Myogelosen ausgelöst werden könnten; und durch Lösung der Triggerpunkte jene auch verschwinden würden. Akupunktur hat einen ähnlichen Ansatz.

Sofern der Tinnitus unter Umständen psychogener Natur sein könnte, wäre auch eine Hypnosetherapie denkbar. Sicher gibt es dafür keine Evidenz, aber Glaube ist manchmal wichtiger als Evidenz.

Die Psychotherapie war übrigens nicht als Heilungsversuch gedacht, sondern eher als Mittel der Krankheitsbewältigung.

Was meinst du, dass die Ursache ist? Nephrotoxische Medikamente? Bei denen wäre es ja unter Umständen nach Absetzen sogar reversibel, ohne dass man was tun müsste.

Das war jetzt ein Brainstorming, alles etwas durcheinander. Kann mich heute aber kaum mehr konzentrieren.

StellaMaris
23.01.2012, 08:26
Ich habe auch gelegentlich Tinnitus, bei mir kommt es von Verspannungen im Nacken- und Kieferbereich, ich knirsche auch nachts mit den Zähnen und wache dann früh schon mit dem Klingeln im Ohr auf. Mir helfen Entspannungstechniken, die ich beim Yoga und mit einer Physiotherapeutin gelernt habe, PMR nach Jacobsen hatte ich auch mal versucht, mir persönlich hat es nichts gebracht, kenne aber Leute, die gut damit zurechtkommen. Insgesamt finde ich meinen Tinnitus aber nicht sonderlich störend.
Nur einmal hat er sich streßbedingt zu einem Hörsturz mit deutlicher Hörminderung und Taubheitsgefühl im betroffenen Ohr ausgewachsen, da hat Cortison und ein durchblutungsförderndes Mittel (weiß leider den Namen nicht mehr) relativ schnell und gut geholfen.

WackenDoc
23.01.2012, 16:55
Das war jetzt ein Brainstorming, alles etwas durcheinander. Kann mich heute aber kaum mehr konzentrieren.

Merkt man....:-music
Vielleicht solltest du einfach noch was klinische Erfahrung sammeln.

wjsl
23.01.2012, 22:38
Sprich etwas Kreativität und Unvoreingenommenheit herausprügeln lassen...(nichts für ungut, bin noch ein wenig vom PJ frustriert)

Aber prinzipiell hast du Recht: Was sagt denn deine Erfahrung zu dem Problem? Was würdest du gegen den scheinbar therapieresistenten Tinnitus unternehmen?
(das bisher vorgeschlagene scheint ja offenbar nichts gebracht zu haben)

Katim
27.06.2012, 14:12
Hey, also so ein Tinnitus geht mal nicht einfach über nacht weg, da brauchst du geduld. in der regel dauert so ein tinnitus um die drei monate... auf medikamente würde ich verzichten und eher auf pflanzliche Hilfsmittel zurück greifen. Soweit ich weiß soll Ginkgo helfen bzw. es lindern. ich habe da eben bei meiner recherche ne echt gut seite entdeckt, vllt hilft dir die ja weiter, da schreiben sie auch wie du einen Tinnitus richtig behandelst und alles: *hier stand mal ein Link*

mehr kann ich dir leider nicht helfen, ich hoffe doch aber, dass es dir ein bisschen was gebracht hat :)

lg