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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was tun bei Tinnitus?



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Ghost Dog
20.01.2012, 07:33
Hallo,

ich bräuchte mal eure Hilfe...

Und zwar hab ich seit Montag einen Tinnitus auf dem rechten Ohr... Es begann morgens in der Vorlesung mit einem Druckgefühl im rechten Ohr, der sich aber auch druch Druckausgleichmanöver (Schlucken, Gähnen etc) nicht ausgleichen ließ. Nach einer gewissen Zeit legte sich dann das ganze, aber seit dem habe ich eben diesen Tinnitus. War dann auch Mi bei HNO Arzt, der in die Ohren geschaut hat, da aber wohl nichts gefunden hat. Ein Hörprüfung verlief auch Blande. Er hat mir dann Pentoxifyllin verschrieben, die aber bisher zumindest nichts gebracht haben. Habe immer noch so ein Pfeifen auf dem Ohr.

Das blöde ist, dass ich den Arzt nicht nach einer Infusionsbehandlung gefragt hab, da er mich wohl schnell loswerden wollte.

Was ich nun fragen wollte...

1. Soll ich nochmal zu dem Arzt (oder einem anderen hin) und nach der Infusionsbenadlung fragen?
2. Hat jemand schonmal Erfahrung mit so einer Infusionsbehandlung gemacht? Ist das einmalig? Mehrfach?
3. Weiß jemand, wie die Prognose bei Tinnitus ist? Hab schon gegoogelt, aber keine Seite kann irgendeine Prozentzahl nennen...
4. Darf ich noch Sport machen? War jetzt Mo,Mi und Do noch beim Sport, weiß aber nicht, ob das jezt tatsächlich so gut war?
5. Was kann ich sonst noch machen?

Ich hoffe, jemand weiß Rat...

Grüße

EKT
20.01.2012, 09:50
Was kann ich sonst noch machen?

Infusionsbehandlungen - nun ja, mehr als Aktionismus ist das wohl nicht....

Was am ehesten hilft, ist viel Ruhe, raus aus dem Streß, ausreichend Schlaf, Spazieren im Wald, sanfter Sport ohne Leistungsanspruch.

Gruß
EKT

netfinder
20.01.2012, 11:52
Infusionsbehandlungen - nun ja, mehr als Aktionismus ist das wohl nicht....

Was am ehesten hilft, ist viel Ruhe, raus aus dem Streß, ausreichend Schlaf, Spazieren im Wald, sanfter Sport ohne Leistungsanspruch.

Gruß
EKT

Mehr waere mir auch nicht eingefallen.

Evil
20.01.2012, 13:10
Weitere Ursachen von Tinnitus:
-ausgeprägte Muskelverspannungen im Schulter-/Nackenbereich und Fehlhaltung
-Kiefergelenksdysfunktionen

Das sollte mal mitabgeklärt werden.

Ghost Dog
20.01.2012, 16:43
ok, danke erstmale für eure antworten!

dann werd ich mal probieren, mich ein wenig zu entspannen....:-music

grüße

ShaWa
20.01.2012, 21:30
Ein wenig reicht da nicht für lange.

Die Sache mit den Kiefergelenken und der Halswirbelsäule ist gut!
Je früher desto besser - und hilft ebenso beim entspannen.

wjsl
20.01.2012, 22:17
Spontan hätte ich gesagt Psychotherapie zur Krankheitsbewältigung und -akzeptanz, ähnlich wie bei chronischen Schmerzsyndromen. Außerdem Entspannungstechniken; deshalb ist dein Training sogar eher positiv. Es gibt aber auch viele Hörbücher dazu.

Umstrittene Verfahren sind Hypnose und Akupunktur. Manche schwören darauf, manche sind strikt dagegen, und die Evidenz ist für beides unklar. Sofern der Leidensdruck aber sehr hoch ist, könnte man in Anbetracht mangelnder Alternativen vielleicht einen Versuch starten.

WackenDoc
20.01.2012, 22:33
Man braucht doch bei nem erst vor kurzem aufgetretenem Tinnitus keine Psychotherapie. In sehr vielen Fällen geht der früher oder später von alleine weg.
Wenn es bleibt und es einen sehr belastet, dann kann man immernoch drüber nachdenken.
Genauso wie über Retraining, Vertäubungsmethoden etc.

Akkupunktur kann man sicher mal versuchen- schadet zumindest nicht.
Und viele versuchen es ja auch mit Infusionstherapie, Cortison etc.- einfach um es zu versuchen. Auch wenn es keine Empfehlungen mehr dazu gibt.(Wird sogar oft von den Fachkollegen empfohlen)

Achso- was meinst du in welchem Zeitraum man nen Therapieplatz bekommt?

Hoppla-Daisy
20.01.2012, 22:37
Mit hat's geholfen ... Pentoxifyllin + Cortison

:-nix

WackenDoc
20.01.2012, 22:47
Jap- erst heute wieder bei einem meiner Schäflein.

Evil
21.01.2012, 16:27
Tja, das ist die Frage: hat es wirklich geholfen oder wäre es so oder so besser geworden?

Hoppla-Daisy
21.01.2012, 16:30
Na, aber das willste in der Situation nicht riskieren, vielleicht doch was versäumt zu haben. Ich empfand es als extrem beruhigend, dass es leiser und leiser wurde im Kopf (und auch das Gehör wieder besser wurde nach und nach). Ich würd mich immer wieder dafür entscheiden!

netfinder
21.01.2012, 16:37
Ich hab mich dagegen entschieden, und mir Ruhe verschafft. Alles wieder weg.

WackenDoc
21.01.2012, 16:59
Mal ne blöde Frage: Warum empfehlen das die HNOler eigentlich immer noch, wenn es nicht mehr in den offiziellen Leitlinien drin ist?

Zumindest handhabe ich es so, dass ich die Patienten aufkläre, dass man es versuchen kann, es aber nicht mehr empfohlen wird und lasse ihnen die Wahl. Zum Glück gibt es bei uns kein Problem mit den Kosten.
Ich selber würde mich wohl auch für einen Therapieversuch entscheiden.

Die potentiellen Nebenwirkungen sind ja überschaubar, wenn man vergleichsweise jung und gesund ist.

Hoppla-Daisy
21.01.2012, 17:06
Ich hab mich dagegen entschieden, und mir Ruhe verschafft. Alles wieder weg.
Nicht dass hier Missverständnisse aufkommen. Ich hab ihn noch immer, aber er ist erträglicher geworden! Und trotz der Ruhe und "aus dem Verkehr ziehen" seitens des Docs hat seinerzeit (beim ersten Auftreten) nichts wirklich geholfen. Aber er hat halt alles ausprobiert, was auch nur irgendwie als Möglichkeit zur Verfügung stand (u. a. auch lokale Therapien).

Heute bin ich froh, dass er nicht locker gelassen hat. So hätte ich mir, wenn das alles so schlimm geblieben wäre, nix vorzuwerfen gehabt (und ihm auch nicht, nicht alles probiert zu haben).

PS: Und täglich grüßt der kleine Mann aus dem Ohr... mein ständiger Begleiter, aber wir sind mittlerweile sowas wie Freunde geworden ;-).

WackenDoc
21.01.2012, 17:35
Nen Kollege war auf die Idee gekommen, dass eine HP-Infektion die Ursache des Tinnitus sein könnte.

Hoppla-Daisy
21.01.2012, 17:43
Aha? Hab ich noch nie gehört, aber klingt interessant :-)

WackenDoc
21.01.2012, 17:53
Das war auch das, was ich gedacht hab. Der hat aber auch so ein paar andere obskure Ansichten.

Muriel
21.01.2012, 19:06
Dass HP-Infektionen Ulcera machen können, fand man vor einigen Jahren ja auch lächerlich, wer weiß... ;-)

FirebirdUSA
21.01.2012, 23:57
Mal ne blöde Frage: Warum empfehlen das die HNOler eigentlich immer noch, wenn es nicht mehr in den offiziellen Leitlinien drin ist?

Niedergelassene: Es ist einfach dem Patienten etwas anzubieten, als zu sagen da kann man nichts mehr machen und man kennt es so. Außerdem werden die Patienten damit meistens in KH geschickt.

Krankehäuser: Als die HNO-Ärzte die ich kenne machen es eigentlich nur bei Hörsturz (und dann auch nur bei jungen Pat. oder bei letztem verbliebenem Ohr). Ansonsten werden die Patienten erstmal zu ihrere Krankenkasse geschickt und sollen sich eine Kostenübernahmebestätigung holen.