Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Neue Strategien in der Tumortherapie
Coxy-Baby
28.01.2012, 22:49
Im Körper entstehen ja ständig aberrante Zellen; die ALLE vom Immunsystem erkannt und eliminiert werden; es muss also prinzipiell durchaus im Bereich des Möglichen liegen, alles zu erreichen.
Na mit der Begründung dürfte es ja gar keinen Krebs geben.
Das Problem mit Redifferenzierung dürfte sein Zielstrukturen zu finden die immer vorkommen und das wird wahrscheinlich unmöglich sein, wenn Chromosomen fusionieren wie sie lustig sind und auch keine einheitliche Exprimierung stattfindet und selbst wenn du mit einer Therapie 99,99% erwischst, killt dich der Rest, der dann munter weiterwuchert....
Ps: Kann es sein dass du nur Nachts rausdarfst?
Beispielsweise scheint der Thyroxinrezeptor eine große Rolle bei der Differenzierung normaler Zellen zu spielen; ebenso wie der Retioninrezeptor(http://sowibib.uibk.ac.at/cgi-bin/xhs_voll.pl?UID=&ID=21891). Unter Umständen gibt es ähnliche Zielstrukturen auf Tumorzellen, die selbst bei starker Entdifferenzierung dennoch erhalten bleiben; oder Umständen neue, die akzidentiell entstehen.
Ein andere Ansatz wären Antisense-Nukleotide, mit denen man bestimmte Tumorpromotergene, wie k-ras oder c-myc stilllegen , oder Tumorsuppressorgene wieder aktivieren könnte, so dass die Zelle wieder in G0 überführt werden könnte. Oder zumindest das Wachstum so stark verlangsamen könnte, dass die Lebenserwartung davon zumindest bei einem Großteil der Betroffenen nicht merklich vermindert würde.
Außerdem gibt es ja Viren, die nur bestimmte Zielzellen attackieren; sollte es nicht möglich sein, ein Virus genetisch so zu verändern, dass es nur Tumorzellen befallen würde? Das heißt genau die Zellen, die man in Biopsiematerial vorfindet? Hier wäre vielleicht der erste Anwendungsbereich einer maßgeschneiderten Pharmako-, oder besser Gentherapie.
Aber wahrscheinlich wird es tatsächlich eine ganz andere Idee brauchen.
Coxy-Baby
28.01.2012, 23:10
1. Gibt es auf ausdifferenzierten Zellen noch Differenzierungsrezeptoren?Gibt es welche auf Tumorzellen?
2. Wie bringst du denn die antisense Nukleotide ein?
3. Virentherapie ist ja noch nicht mal wirklich weit bei genetischen Erkrankungen, da ist doch Krebstherapie noch ein paar Ebenen drüber.....Falls überhaupt und jemals.
....vielleicht entdeckt ja einer in 5 Jahren irgend ne glykokalyx struktur auf allen Tumorzellen und man kann sich gegen krebs impfen lassen?
Kackbratze
29.01.2012, 08:32
Ein andere Ansatz wären Antisense-Nukleotide, mit denen man bestimmte Tumorpromotergene, wie k-ras oder c-myc stilllegen , oder Tumorsuppressorgene wieder aktivieren könnte, so dass die Zelle wieder in G0 überführt werden könnte.
1. k-ras müsste man DeAktivieren, aktiviert ist es bereits, wenn es als mutiertes Protoonkogen vorliegt.
2. Erbitux und Vectibix sind bereits auf dem Markt
3. Sind verschiedene Mutationen der Protoonkogene vorhanden, ein "Antikörper gegen Alle" wäre, wie auch das schweizer Taschenmesser mit Stilleinheit, ein grosser Schritt für die Menschheit.
4.Es gibt übrigens auch gesunde Zellen mit dem K-RAS-Rezeptor. Sofern man nicht gezielt gegen eine der vorhandenen Mutationen vorgeht, schädigt man auch alle anderen Zellen im Körper (s. Grundlagen der Chemotherapie)
Oder zumindest das Wachstum so stark verlangsamen könnte, dass die Lebenserwartung davon zumindest bei einem Großteil der Betroffenen nicht merklich vermindert würde.
Grundlagen der onkologischen Therapie....manchmal beschleicht mich das Gefühl, dass Du vielleicht in höheren gedanklichen Arealen unterwegs bist, aber die Grundlage ein wenig mau ist.
Wer mal ein schönes Buch lesen will, hier ist es:
http://www.amazon.de/Emperor-All-Maladies-Biography-Cancer/dp/1439170916/
Demnächst auch auf deutsch (ich fand die englische Version etwas heftig):
http://www.amazon.de/König-aller-Krankheiten-Krebs-Biografie/dp/3832196447/
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