PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Innere oder kleines Fach wählen?



Seiten : 1 [2]

Narcanti
07.02.2012, 16:48
[QUOTE=McDreamy;1498967] Ich für meinen Teil hab keine großen: Will nen Job, der mir Spass macht und bei dem ich mich nicht kapput mach, auf meine alten Tage ;-)
Das sind halt leider jene Fächer, wo der Spaßfaktor (für mich persönlich) gleich 0 ist...
Ich bin noch auf der suche nach dem ultimativen Oldiefach, das trotzdem Spass macht.
Was ich gerne hätte:
Patientenkontakt
handwerkliche Tätigkeit (zumind. teilweise)
Ausstieg aus dem Hamsterrad Klinik möglich (Niederlassung oder alternat. ärztliche Tätigkeit?)
halbwegs erlernbar innerhalb der FA-Weiterbildungszeit
QUOTE]
Arbeitsmedizin in nem größeren Betrieb mit Ambulanz und Notarztdiensten! Sichere Stelle, coole Arbeitszeiten, keine Dienste. Nur zu empfehlen. Einziger Nachteil: vielleicht manchmal etwas zu ruhig ;-)

Muss man nicht für Arbeitsmedizin 2 Jahre Innere machen?Das scheckt mich etwas ab. Was macht man den da so den ganzen Tag? Viele gutachterliche Tätigkeiten? Kann man sich das so vorstellen?
@ Mc Dreamy : Wie wär's denn mit Urologie?

wjsl
08.02.2012, 23:07
Ich glaube die machen auch viel Gesundheitsberatung, Vorsorge und dergleichen, haben also durchaus Kontakt zu den Leuten. Ob die allerdings bessere Compliance zeigen als Klinikpatienten sei dahingestellt.

Auch, ob eine Niederlassung wirklich so viel weniger "Hamsterrad" ist als Klinik; und stressig wird wahrscheinlich jedes Fach, vor allem am Anfang. Denke auch nicht, dass es nur vom Fach abhängig ist, ob und wann man "kaputt" geht.

Du kannst ja mal mit was anfangen, was man sich notfalls auf fast jeden Facharzt anrechnen lassen könnte und dann ausgehend von diesen Erfahrungen definitiv entscheiden.

WackenDoc
09.02.2012, 18:55
Nicht ganz: Arbeitsmediziner machen vor allem die ganzen G-Untersuchungen. Das sind definierte Untersuchungen, für bestimmte Tätigkeiten (z.B. bei Umgang mi infektionsgefährdenden Stoffen, Bildschirmarbeitsplatz, Tätigkeiten mit Absturzgefahr). Zusätzlich geht es noch um Gesundheitsberatung im Betrieb, Ausstattung mit bestimmten Arbeitsmitteln (da kenn ich vor allem spezielle Bürostühle bei Rückenproblemen). Wenn man nen festen Betrieb hat,bei dem man angestellt ist, ist oft noch Notfallmedizin mit drin.

Gibt da halt zwei Möglichkeiten: Entweder fest angestellt bei einer Firma und da ggf. auch mit mehreren Kollegen oder man arbeitet über einen entsprechenden Anbieter für verschiedene Firmen und tingelt dann halt durch die Gegend. Die, die ich kenne, die das machen, sind recht zufrieden mit den Arbeitsbedingungen.

Was halt prinzipiell nicht schlecht ist, ist die Allgemeinmedizin: Man hat zwar die Innere an der Backe, aber ansonsten gute Freiräume, in welche Richtung man gehen will.
Man kommt recht schnell in die Standard-Diagnosen rein und kann in dem Bereich schon früh recht selbständig arbeiten. Wenn man es halbwegs geschickt anstellt, bekommt man seine Zahlen auch gut zusammen. Und als Facharzt hat man verschiedene Möglichkeiten zu arbeiten- je nach Interessenslage.
Zusätzlich kann man z.B. den Notarztschein machen und auch andere Zusatzqualifikationen erwerben, das was einem Spass macht.

Picknicker
10.02.2012, 10:23
Nicht ganz: Arbeitsmediziner machen vor allem die ganzen G-Untersuchungen. Das sind definierte Untersuchungen, für bestimmte Tätigkeiten (z.B. bei Umgang mi infektionsgefährdenden Stoffen, Bildschirmarbeitsplatz, Tätigkeiten mit Absturzgefahr). Zusätzlich geht es noch um Gesundheitsberatung im Betrieb, Ausstattung mit bestimmten Arbeitsmitteln (da kenn ich vor allem spezielle Bürostühle bei Rückenproblemen). Wenn man nen festen Betrieb hat,bei dem man angestellt ist, ist oft noch Notfallmedizin mit drin.

Gibt da halt zwei Möglichkeiten: Entweder fest angestellt bei einer Firma und da ggf. auch mit mehreren Kollegen oder man arbeitet über einen entsprechenden Anbieter für verschiedene Firmen und tingelt dann halt durch die Gegend. Die, die ich kenne, die das machen, sind recht zufrieden mit den Arbeitsbedingungen.


Dem kann ich nichts mehr hinzufügen, ich arbeite bei nem grossen bayrischen Automobilbauer, mach noch Notarzteinsätze im Werk und den Niederlassungen und bin heilfroh, nicht mehr ständig von allen Seiten angenervt zu werden. Und mit der Kombination Allgemeinmedizin/Arbeitsmedizin ist man immer auf der sicheren Seite.
Und ja, man benötigt 2 Jahre Innere zuvor (jedenfalls in Bayern), was aber mMn für jedes Fach ne gute, solide und wichtige Basis ist (->Internistisches Konsil zur EKG-Befundung bei chirurgischen Patienten...). Ne gewisse Zeit in der Inneren verbracht zu haben ist nie schlecht und die Arbeitsbedingungen sind nicht überall so bescheiden.

Narcanti
10.02.2012, 13:29
Danke für die Erläuterungen!
Wie läuft es denn weiterbildungstechnisch, wenn mann nicht schon FA ist? In den meisten Betrieben sind doch nicht unbedingt mehrere Ärzte angestellt und wenn dann doch nicht alle mit Weiterbildungsermächtigung? Oder geht das nur als Zusatzweiterbidung nach dem FA? Innere ist auf jeden Fall gut als Basis, abschreckend finde ich eher die Bedingungen.

WackenDoc
10.02.2012, 13:41
Was ich bisher noch nicht verstanden hab, ist der Unterschied zwischen der Zusatzbezeichnung? Betriebsmedizin und dem Facharzt für Arbeitsmedizin. Also so in der täglichen Arbeit.

@Narcanti: Ich hab schon Ausschreibungen bei größeren Firmen für Assistenzärzte gesehen. Aber ich denke mal, dass es ein Fachgebiet ist, in dem man die Standardsachen recht schnell selber machen kann. Also wohl ein bischen so wie in der Allgemeinmedizin- man läuft am Anfang mit und macht dann nach und nach immer mehr selber. (Wenn ich dran denke, wie "aufwendig" die G42?-Infektionsschutz-bei mir selber war: Einmal Impfbuch schauen, Formular ausfüllen und gut war)

Vielleicht mach ich später noch Betriebsmedizin oder Arbeitsmedizin zusätzlich zum FA Allgemeinmedizin. Da ist ja einiges für anrechenbar und die truppenäztliche Tätigkeit ist ein bischen damit verwandt. Den Weg machen gar nicht so wenige von uns.

Ocean
21.02.2012, 17:19
Vielen Dank für Euren Input.

Ich bin immer froh, wenn man ein Thema aus verschieden Perspektiven beleuchtet hat.
Man selber neigt schließlich zur eigenen spezifischen Beschränktheit.

John Silver
21.02.2012, 21:58
Schon mal in Fächern wie Strahlentherapie umgesehen? "Kleines" Fach, man sieht Erkrankungen aller Art, die Facharztausbildung dauert im Gegensatz zu vielen Fächern wie eben Innere ungefähr so lange wie sie dauern soll, keine Nachtdienste, keine Wochenenddienste, praktisch keine Notfälle, man arbeitet mit coolen Geräten. Nachteil: schwierig bis unmöglich, sich niederzulassen.

StellaMaris
22.02.2012, 08:12
Schon mal in Fächern wie Strahlentherapie umgesehen? "Kleines" Fach, man sieht Erkrankungen aller Art, die Facharztausbildung dauert im Gegensatz zu vielen Fächern wie eben Innere ungefähr so lange wie sie dauern soll, keine Nachtdienste, keine Wochenenddienste, praktisch keine Notfälle, man arbeitet mit coolen Geräten. Nachteil: schwierig bis unmöglich, sich niederzulassen.

Darüber hab ich auch schon mal nachgedacht, als Alternative wäre das gar nicht so schlecht... gibt aber sicherlich nicht so viele Weiterbildungsstellen, oder? Und wie gut sollte man da in technischen Dingen bewandert sein? Strahlen- und Kernphysik schreckt mich nicht, aber Gerätekunde schon eher... bin nicht so die Technik-Leuchte.

Nuklearmedizin gibts ja auch noch, wie sieht es da aus?

Narcanti
22.02.2012, 09:51
Also an der Uniklinik, an der ich in der Strahlentherapie famuliert habe, waren 3 Stellen unbesetzt;-)
In Deutschland ist das Fach wohl nicht so beliebt, im Vergleich zu den USA, wo es zu einer der beliebtesten Fachrichtungen gehört.
Die Ärzte mit denen ich da gearbeitet habe waren jetzt nicht so "technisch bewandert", dafür gibts in dem Bereich ja zum Glück die Medizinphysiker;-) Für den Facharzt muss man ein Jahr auf einer strahlentherapeutsiche Station gearbeitet haben bzw. ein Jahr Innere gemacht haben. Auf der Station waren die Dienste aber Rufdienste und so wie ich es mitbekommen habe waren die sehr entspannt.
Abschreckend fand ich eher, dass man fast nur mit schwerstkranken Menschen zu tun hat.

LasseReinböng
22.02.2012, 13:26
In der Strahlentherapie wird so gut wie überall gesucht, selbst in den großen Metropolen sind Stellen frei, die LMU München hat mehrmals im DÄ inseriert etc.

Ich habs im PJ kennengelernt, es ist schon sehr gewöhnungsbedürftig, von den Arbeitsbedingungen her aber sicherlich ein Traum.

Healix
23.02.2012, 08:39
Ich bin im PJ auch durchrotiert, und die Strahlentherapie kämpft in Deutschland sehr um Nachwuchs. Für mich war das Spektrum der Arbeit überhaupt nichts. Das Einzeichnen der Organe ist ziemlich stupide, man erzählt am Tag zig mal das gleiche in den Patientengesprächen und bei den Therapien arbeitet man im Prinzip immer nach Schema X. Mir persönlich kam es sehr weit entfernt von dem vor, was ich mir unter ärztlichem Arbeiten vorstelle, aber die Arbeitsbedingungen an sich sind definitiv schön. Eigene Niederlassung mag nicht mehr möglich sein, aber als Angestellter in die Praxis dürfte kein Problem sein, wenn man sich damit anfreunden kann. Ach ja: so schwerkrank sind da nicht alle. Gibt ja auch noch Reize, und die "Standardnachbestrahlung" der Mammae dürfte einen großen Teil der Patienten stellen.

LasseReinböng
23.02.2012, 12:44
Richtig, mir fehlt in der Strahlentherapie im Ggs. zur internistischen Onkologie einfach das "ärztliche Denken".

StellaMaris
23.02.2012, 17:31
Das ist es eben, was mich daran auch stört, ich stelle es mir auch etwas einseitig vor. Wir hatten aber damals im Strahlentherapie-kurs im Rahmen der Radiologie einen sehr engagierten Dozenten, der einen schon neugierig auf das Fach gemacht hat. Ist ja bei mir schon ein paar Jahre her, aber ich erinnere mich immer noch daran, obwohl es nur ein oder zwei Tage waren, im Gegensatz zu so manchem größeren Fach, da kann ich mich an die Kurse nur noch nebulös erinnern. :confused:

Healix, hast du das als Wahlfach gemacht oder bist du da im Rahmen des Innere- oder Chirurgie-Tertials hingekommen? Werde ja evtl. auch in Mainz wieder ins Studium einsteigen. Das komplette Wahltertial würde ich nicht unbedingt darauf verwenden wollen, aber wenn ein "Reinschnuppern" möglich ist, würde ich mir das Fach schon mal anschauen.

alex1
26.02.2012, 21:47
Ich kann als Facharzt nur sagen, dass Strahlentherapie das absolute Traumfach für mich war, ist und sein wird.

1. Traumhafte Arbeitsbedigungen, kein Dienststress, feste Arbeitszeiten (solange man nicht auf der Station arbeitet). In den USA ist aus diesem Grund ("lifestyle"), Strahlentherapie eines der begehrtesten Fächern überhaupt.

2. Man wird bezahlt, für das, was man leistet. Sucht man sich eine gute Klinilk aus (und das kann man aufgrund der aktuellen Arbeitsmarktsituation), kriegt man gutes Geld gerade für das, was man arbeitet und muss keine unbezahlte Überstunden leisten. Ich habe einen Grossteil meiner Ausbildung in einer grossen Uniklinik gemacht und habe jede geleistete Überstunde und jeden Bereitschaftsdienst ehrlich aufgeschrieben, sie wurden ausnahmslos bezahlt oder in Freizeit abgegolten. Und das ist in Zeiten vor dem "grossen" Marburger-Bund-Streik 2006 passiert.

3. Niederlassungsmöglichkeit. Für mich persönlich eher uninteressant, aber schön zu wissen, dass ich es tun könnte. Ich mag arbeiten im Team mit anderen Ärzten, wo man sich austauschen kann, das kann oft in der Praxis untergehen. Aktuell kann man sich als Facharzt für Strahlentherapie immer noch niederlassen. Einfach auf Google Maps "Strahlentherapie" eingeben, da findet ihr noch einige Flecken, die nicht besetzt sind.

4. Arbeiten mit schwerkranken Patienten.
60% der Strahlentherapiepatienten sind MammaCas in der adjuvanten Situation oder ProstataCas. "Schwerkrank" sind diese Patienten nicht wirklich und die Therapie oft ein Kinderspiel. Man wird jedoch die Kraft für die anderen 40% brauchen. Die "schwierigen" kurativen Radiochemos für Head&Neck oder (N)SCLC und die palliativen Patienten. Das ist aber auch die Herausforderung, die den Job interessant macht!

5. Evidenz.
Onkologische Fächer sind durch Evidenz geprägt. Strahlentherapie läuft nach internationalen anerkannten Indikationen, Richtlinien, Studien und Evidenz. Ich finde es sehr schön, eben alles nach dieser "Evidenz" zu machen und zu wissen wo ich stehe, anstatt je nach Lust und Laune jedes Oberarztes oder Chefarztes das eine oder andere Medikament aufzuschreiben, bzw. die eine oder andere Operation durchzuführen.

Healix
27.02.2012, 07:13
5. Evidenz.
Onkologische Fächer sind durch Evidenz geprägt. Strahlentherapie läuft nach internationalen anerkannten Indikationen, Richtlinien, Studien und Evidenz. Ich finde es sehr schön, eben alles nach dieser "Evidenz" zu machen und zu wissen wo ich stehe, anstatt je nach Lust und Laune jedes Oberarztes oder Chefarztes das eine oder andere Medikament aufzuschreiben, bzw. die eine oder andere Operation durchzuführen.
Ich finde das eigentlich auch schön, wenn ein Fach einen hohen Evidengrad bietet. In der Strahlentherapie wirkte das jedoch eher so, dass durch die viele Evidenz die Therapie eigentlich in 90% der Fälle schon feststeht, wenn man auf das TNM-Stadium schaut. "Therapiefreiheit" hat man nur nach unten, bei allzu morbiden oder palliativen Fällen. Dadurch, dass das diagnostische in der Strahlentherapie ja fast komplett wegfällt, wirkte die Arbeit sehr fremdgesteuert. Ich will das nicht madig machen und hatte im PJ sicher nur einen sehr kleinen Einblick. Generell fand ich aber auch, dass man sich Strahlentherapie völlig falsch vorstellt, wenn man die Arbeitssituation nie gesehen hat. Ich glaube, dass viele Parallelen zur Radiologie als techniklastigem Fach ziehen, obwohl die Strahlentherapie bestimmt eins der Fächer mit dem höchsten Gesprächsanteil ist. Was ich aber interessant fand, ist der Ausblick auf viel technische Innovation.

alex1
01.03.2012, 13:11
Ich finde das eigentlich auch schön, wenn ein Fach einen hohen Evidengrad bietet. In der Strahlentherapie wirkte das jedoch eher so, dass durch die viele Evidenz die Therapie eigentlich in 90% der Fälle schon feststeht, wenn man auf das TNM-Stadium schaut.
In der Tat ist es so, dass viele "Standardfragen" schon geklärt sind und die Behandlung einfacher machen. Allerdings gibt es immer die eine oder andere Feinheit, der man nachgehen kann.
Beispiel:
45jährige Patientin mit Mammakarzinom rechts pT2 (25mm) pN2a (6/18) cM0 invasiv-duktal G3 ER+ PR+ Her2neu-
Z.n. BET & Axilladissektion rechts
Z.n. 6x TAC adjuvant, Hormontherapie eingeleitet
Nun darfst du in der Poliklinik entscheiden, was du bestrahlen möchtest...
Standard nach Guideline wäre: Mamma (+Boost) sowie Lymphabflussgebiet paraklavikulär rechts.
Damit steht die Therapie für diese Patientin sehr schnell fest. Jetzt kannst du allerdings nachschauen, was die neuesten Studien zur extensiveren Bestrahlung der Lymphabflusswege zeigen. Im letzten ASCO (http://www.asco.org/ASCOv2/Meetings/Abstracts?vmview=abst_detail_view&confID=102&abstractID=79126) wurde gerade eine kanadische Studie vorgestellt mit Überlebensvorteil durch Bestrahlung der Mammaria interna LK-Kette, also lohnt sich das nun? Die Guidelines sprechen nur wenig darüber, aber du musst das entscheiden. Solche Fragestellungen sind es, die es oft zu bewältigen gibt.


"Therapiefreiheit" hat man nur nach unten, bei allzu morbiden oder palliativen Fällen.
Dem kann ich nicht zustimmen. Zwar ist die Grenze hier lockerer, weil es ehe palliativ ist (d.h. du kannst niemandem eine reale Chance auf Heilung durch Verzicht auf eine Bestrahlung nehmen oder im Gegenteil jemanden ein zu aggressives Konzept schaden), aber es gibt sehr viele randomisierte Studien zu palliativer Bestrahlung, an die man sich auch halten muss.
Therapiefreiheit kannst du auch bei schwierigen Fällen erleben, wo du individuelle Konzepte mitgestalten musst, weil es keine grossen Studien zu einigen Tumoren und Fragestellungen gibt. Da ist Innovation gefordert.



Ich glaube, dass viele Parallelen zur Radiologie als techniklastigem Fach ziehen, obwohl die Strahlentherapie bestimmt eins der Fächer mit dem höchsten Gesprächsanteil ist.
Mein Kollege hat heute eine Patientin mit einem metastasierten NSCLC zum ersten Mal gesehen, sie ist noch nie bei einem Strahlentherapeuten vorher gewesen. Sie wurde in den letzten 2 Jahren am Primärtumor operiert, mit 3 verschiedenen Chemotherapielinien behandelt und hatte mehrere Termine bei diversen Fachärzten. Als sie nach dem einstündigen Gespräch bei meinem Kollegen rausging, meinte sie, dass sie noch nie ein so ausführliches Gespräch in den letzten 2 Jahren bei einem Arzt hatte.
:-)