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blubb
27.02.2012, 10:18
kommt immer auf die sachliche grundlage u v.a. begründung an. und ob man an problemlösungen orientiert ist.
dann sollte das doch kein problem geben ;)

Physiologicus
29.02.2012, 04:27
Es ist sehr wohltuend, bei Nichtgefallen eine Famulatur abzubrechen, kann nur dazu raten. Ich hatte mit einigen hervorragenden Famulaturen die vier Monate zwar schon voll, dennoch war ich extra in eine andere Stadt gereist und hatte mich auch schon auf das Fach gefreut - vor Ort dann aber ein totaler Reinfall, niemand hat sich Zeit genommen, nichts gelernt. ( Fach war Augenheilkunde und ich durfte nicht spiegeln etc. weil keine Zeit. Augenhintergrund aus 2m Entfernung beurteilen ist dann doch eher etwas für Chefärzte...)
Am Freitag der ersten Woche bin ich zum Oberarzt gegangen und habe ihm gesagt, daß ich die Famulatur abbrechen würde, woraufhin er sich mehrfach entschuldigte und sehr verwundert war, ebenso wie alle anderen Mitarbeiter. Wohlgemerkt hatte ich zuvor schon signalisiert, daß ich unzufrieden war und meine bis dato nicht ansatzweise erreichten Lernziele der Famulatur dargelegt, die nicht astronomisch hoch gesteckt waren.

Man kann nie wieder so einfach ein derart deutliches Feedback geben: Saftladen, sucht euch andere Trottel, ich mache das nicht mit! Verschwendet bloß nicht eure kostbare Zeit mit irgendwelchen medizinstudentisch-idiotischen Durchhaltezwängen, wenn es euch nicht gefällt. Im Studium an sich, dem PJ und erst recht im Berufsleben wird das viel schwerer.
Letztlich sind wir diejenigen, die das oftmals völlig unmögliche System aufrecht erhalten, anstatt uns zur Wehr zu setzen. Man ist kein Versager, nur weil man sich mal verweigert. Im Gegenteil gehört sehr viel Überwindung zum Neinsagen. Klappe halten, Augen zu und durch ist oft einfacher und verkauft sich nach außen hin auch besser.
Im Notfall zeitgleich etwas anderes organisieren, damit man die 2x15 Tage am Stück in verschiedenen Häusern absolvieren kann. Wenn es am Fach liegt, bringt das oft auch nicht viel, allerdings bieten die meisten Fächer ja verschiedene Einsatzorte (Ambulanz/OP/Station), so daß sich vielleicht docht etwas finden lässt.

Fazit: wegen Famulaturen bloß nicht verrückt machen, es sind eure Semesterferien und es gibt viele wirklich gute Famulaturstellen, für die sich der Aufwand lohnt. Alles andere antesten und ggf. rechtzeitig abstoßen.

lilapple
01.03.2012, 20:35
Es ist sehr wohltuend, bei Nichtgefallen eine Famulatur abzubrechen, kann nur dazu raten. Ich hatte mit einigen hervorragenden Famulaturen die vier Monate zwar schon voll, dennoch war ich extra in eine andere Stadt gereist und hatte mich auch schon auf das Fach gefreut - vor Ort dann aber ein totaler Reinfall, niemand hat sich Zeit genommen, nichts gelernt. ( Fach war Augenheilkunde und ich durfte nicht spiegeln etc. weil keine Zeit. Augenhintergrund aus 2m Entfernung beurteilen ist dann doch eher etwas für Chefärzte...)
Am Freitag der ersten Woche bin ich zum Oberarzt gegangen und habe ihm gesagt, daß ich die Famulatur abbrechen würde, woraufhin er sich mehrfach entschuldigte und sehr verwundert war, ebenso wie alle anderen Mitarbeiter. Wohlgemerkt hatte ich zuvor schon signalisiert, daß ich unzufrieden war und meine bis dato nicht ansatzweise erreichten Lernziele der Famulatur dargelegt, die nicht astronomisch hoch gesteckt waren.

Man kann nie wieder so einfach ein derart deutliches Feedback geben: Saftladen, sucht euch andere Trottel, ich mache das nicht mit! Verschwendet bloß nicht eure kostbare Zeit mit irgendwelchen medizinstudentisch-idiotischen Durchhaltezwängen, wenn es euch nicht gefällt. Im Studium an sich, dem PJ und erst recht im Berufsleben wird das viel schwerer.
Letztlich sind wir diejenigen, die das oftmals völlig unmögliche System aufrecht erhalten, anstatt uns zur Wehr zu setzen. Man ist kein Versager, nur weil man sich mal verweigert. Im Gegenteil gehört sehr viel Überwindung zum Neinsagen. Klappe halten, Augen zu und durch ist oft einfacher und verkauft sich nach außen hin auch besser.
Im Notfall zeitgleich etwas anderes organisieren, damit man die 2x15 Tage am Stück in verschiedenen Häusern absolvieren kann. Wenn es am Fach liegt, bringt das oft auch nicht viel, allerdings bieten die meisten Fächer ja verschiedene Einsatzorte (Ambulanz/OP/Station), so daß sich vielleicht docht etwas finden lässt.

Fazit: wegen Famulaturen bloß nicht verrückt machen, es sind eure Semesterferien und es gibt viele wirklich gute Famulaturstellen, für die sich der Aufwand lohnt. Alles andere antesten und ggf. rechtzeitig abstoßen.

Ist finde ich eine gute Sicht auf die Dinge.
Ich hab jetzt auch nur wieder verlängert, weil es doch noch ganz interessant und lehrreich wurde. Ich denke wenn es beim reinen Blutabnehmen geblieben wäre, hätte ich lediglich die 15 Tage gemacht. Hat nichts mit Arroganz zu tun aber für sowas ist eine Famulatur einfach nicht da.