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Marion_EU
07.07.2003, 21:17
Original geschrieben von Froschkönig


Wenn Du schon zugibst, daß es eine Krankheit ist, dann halte ich es für ziemlich eingebildet, zu verlangen, daß man Sie bis zum Studienbeginn überwunden haben sollte. Wer von uns kann sich seine Krankheiten und deren Erscheinung schon aussuchen ??????

Wenn ich also während des Studiums erkranke, sollte ich Dir zu Folge abbrechen ? Ein bißchen viel verlangt, oder ?
Nein so war es nicht gemeint ( Mein Gott jetzt höre ich mich schon selbst wie die Leute an die gesagt haben das solche Leute nichts in Heilberufen zu suchen haben die ich schon oft verflucht habe) aber ich denke das man sich helfen lassen muß und das nicht zur Schau stellen sollte.

Rico
07.07.2003, 22:18
Und was ist, wenn man wiedererkrankt?
Solche Krankheiten neigen ja öfters dazu wiederzukommen.

Vor allem basieren sie ja auf einer irgendwie gearteteten (genetisch, frühkindlich erworbenen) psychischen Vulnerabilität die gepaart mit einem Stressor zum ausbruch führt, und die Vulnearbilität eben bleibt und bei entsprechender psychischer Belastung kann sie wieder zu einem Ausbruch führen.

Ich halte nicht viel von der Idee, sich einen derart belastenden Beruf auszusuchen - nicht weil ich nicht von einem Arzt behandelt werden möchte, der ein psychisches Problem hat (ich lasse mich ja auch von einem Artz mit einem Colon-Ca behandeln), sondern weil es in meinen Augen nicht das cleverste ist, wenn man ein Problem mit Streßtoleranz hat sich einen stressigen Beruf zu suchen.
Das ist ungefähr so, wie wenn einer mit Mehlallergie Bäcker werden will.

Ausnahmen bestätigen die Regel und ich will hier niemandem was vor schreiben, nur ICH für MICH würde diese Überlegung in meine Berufswahl mit einbeziehen... :-meinung

Marion_EU
08.07.2003, 00:28
Original geschrieben von Rico
Und was ist, wenn man wiedererkrankt?
Solche Krankheiten neigen ja öfters dazu wiederzukommen.

Vor allem basieren sie ja auf einer irgendwie gearteteten (genetisch, frühkindlich erworbenen) psychischen Vulnerabilität die gepaart mit einem Stressor zum ausbruch führt, und die Vulnearbilität eben bleibt und bei entsprechender psychischer Belastung kann sie wieder zu einem Ausbruch führen.

Ich halte nicht viel von der Idee, sich einen derart belastenden Beruf auszusuchen - nicht weil ich nicht von einem Arzt behandelt werden möchte, der ein psychisches Problem hat (ich lasse mich ja auch von einem Artz mit einem Colon-Ca behandeln), sondern weil es in meinen Augen nicht das cleverste ist, wenn man ein Problem mit Streßtoleranz hat sich einen stressigen Beruf zu suchen.
Das ist ungefähr so, wie wenn einer mit Mehlallergie Bäcker werden will.

Ausnahmen bestätigen die Regel und ich will hier niemandem was vor schreiben, nur ICH für MICH würde diese Überlegung in meine Berufswahl mit einbeziehen... :-meinung
Ist deine Meinung akzeptiere ich voll und ganz ich habe eine andere Meinung dazu!

Spindmaus
08.07.2003, 07:46
wobei man mal erwähnen sollte, dass offensichtlich auch recht viele Psychologen und Psychoanalytiker selbst psychische Probleme haben. Manchmal könnte man glauben, sie haben den Beruf gewählt um in erster Linie sich selbst zu helfen. ;-)
Natürlich möchte ich das nicht verallgemeinern!!
Aber ich habe eine Freundin, die lange versucht hat mit psychotherapeutischer Hilfe ihre Probleme zu lösen - sie ist von Therapeut zu Therapeut gelaufen und was sie so erzählt hat, erweckt diesen Eindruck!
Viel halte ich auch nicht davon, in so einem Fall ausgerechnet so einen Beruf auszuwählen. Für derart verantwortungsvolle Berufe sollte man wirklich uneingeschränkt einsatzfähig sein und nicht irgendwelche "Altlasten" die jederzeit wieder hochkommen können mit sich herumschleppen.
Aber das muß wirklich jeder für sich selbst entscheiden. Mir persönlich wäre nicht wohl, wenn ich wüßte, dass mein Arzt so eine Vergangenheit hat. Andere, mit ähnlichen Problemen suchen vielleicht gerade so einen Arzt. :-meinung

Rico
08.07.2003, 08:23
Original geschrieben von Spindmaus
wobei man mal erwähnen sollte, dass offensichtlich auch recht viele Psychologen und Psychoanalytiker selbst psychische Probleme haben. Manchmal könnte man glauben, sie haben den Beruf gewählt um in erster Linie sich selbst zu helfen. ;-)
Natürlich möchte ich das nicht verallgemeinern!!
Aber ich habe eine Freundin, die lange versucht hat mit psychotherapeutischer Hilfe ihre Probleme zu lösen - sie ist von Therapeut zu Therapeut gelaufen und was sie so erzählt hat, erweckt diesen Eindruck!Wobei man da aufpassen muß... es ist in Studien erwiesen, daß Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen überdurchschnittlich häufig in ihrem Umfeld meinen, ebenfalls psychiatrische Erkrankungen zu erkennen.
So wundert es auch nicht, daß die psych. Patienten bei so engen Bezugspersonen wie ihrem Therapeuten/Arzt ebenfalls meinen Probleme zu erkennen.


Original geschrieben von Spindmaus
Für derart verantwortungsvolle Berufe sollte man wirklich uneingeschränkt einsatzfähig sein Wer ist das schon?