PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Assistentarzt als Aussländer



Seiten : 1 [2] 3

SleepingCat
14.04.2012, 18:30
hi, Mihkel

eigentlich will meistens die zustaendige Landesaerztekammer den Arzt aus Ausland, fuer den sie die Approbation eben erteilt oder nicht, vor ihrer Entscheidung in vivo sehen - so werden dann die Sprachkenntnisse, die mit einem CX200 Sertifikat quasi bereits bescheinigt worden sind, dann doch in einem freundlichen Gespraech ueberprueft.
Und Du zeigst uns mit Deiner ersten Post hier den guten Grund, warum ja die Kammer so misstrauisch ist.
So sollst Du Dich selbst vor der Einreichung der Approbationsunterlagen ehrlich einschaetzen. Wenn Deine tatsaechlichen umgangssprachlichen Deutschkenntnisse dem Level B2 doch entsprechen, dann wird alles OK sein.

MfG
R.

Solara
14.04.2012, 18:35
völlig ot:

die jeweils zuständigen beamten wollen auch einen deutschtest zur einbürgerung, wenn der einbürgerungswillige hier geboren, aufgewachsen, zu schule gegangen ist incl FOS und arbeitet. Und in schwäbisch eingefärbt mit dem jeweiligen beamten (natürlich) flüssigstes deutsch spricht ...

Kackbratze
14.04.2012, 18:43
Schwäbisch. Da hast Du es doch selbst gesagt!

Thomas24
14.04.2012, 19:23
völlig ot:

die jeweils zuständigen beamten wollen auch einen deutschtest zur einbürgerung, wenn der einbürgerungswillige hier geboren, aufgewachsen, zu schule gegangen ist incl FOS und arbeitet. Und in schwäbisch eingefärbt mit dem jeweiligen beamten (natürlich) flüssigstes deutsch spricht ...

OT: ein Sprachtest vor der Einbürgerung ist mehr als sinnvoll, ich erinnere mich an einen
Zivilprozess, dem ich als Zuschauer beiwohnte, wo der Vorsitzende Richter dem (eingebürgerten) Kläger sagen musste: "Herr xy, es tut mir leid. Sie sind zwar Deutscher, aber Sie sprechen kein Deutsch. Zumindest nicht so, dass es hier irgendjemand verstehen würde...":-((

Und für Schwaben ist Deutsch sowieso die erste Fremdsprache^^

SuperSonic
14.04.2012, 19:46
völlig ot:

die jeweils zuständigen beamten wollen auch einen deutschtest zur einbürgerung, wenn der einbürgerungswillige hier geboren, aufgewachsen, zu schule gegangen ist incl FOS und arbeitet. Und in schwäbisch eingefärbt mit dem jeweiligen beamten (natürlich) flüssigstes deutsch spricht ...
Da hat dir jemand einen Bären aufgebunden (sofern der Beitrag ernst gemeint war).

Solara
14.04.2012, 20:06
Hihi,

nein wirklich - das sie einen Sprachtest haben wollten, ist ihnen erst beim letzten Termin aufgefallen.
Da hat er schon mehrfachst persönlich vorgesprochen - lupenreines Deutsch (gehobenes Deutsch *g*) und halt leicht schwäb. Zungenschlag - den versteht jeder (nicht einmal nuscheln tut er ;-)).

Und bei solchen Leuten finde ich einen Sprachtest lächerlich - gerade wenn die gesamte Schulzeit incl hohem Abschluss mit Zeugnissen vorliegt - und: derjenige im persönlichen wiederholten Gespräch bewiesen hat, dass er nicht anders spricht als der Beamte auch *g*

Lakemond
14.04.2012, 21:51
Hi Lakemond,
Da habe ich mich versehen, denn in Spanien braucht man dann C2.....:-oopss:-oopss
Und ich wollte auch nicht fies seinl....ich weiss wie schrecklich man sich fühlt, wenn man die Sprache nicht sehr gut beherrscht......und mit den Agenturen sehen ich für alle östlich von Deutschland lebenden Menschen den Vorteil, da die leider nicht so viel Kohle haben, um mal eben 5 Tage im Hotel zu leben und in BRD mit einem Mietwagen durch den Spessart zu kurven...und so dramatisch wie die Lage vor einem Jahr war, zahlen die Agenturen alles, damit sie ihre Kunden bedienen können....
Und Appobration kann die Agentur ( so wie mir das angeboten wurde) auch beantragen...weil mit ausländischen Unis muss man Übersetzungen und Apostillen und so ein Kram machen....*gefaelltmirnicht*

strato

weißt du welche KHs solche Agenturen beauftragen? Irgendwelche Scheißkliniken wo niemand arbeiten will. Deswegen würde ich lieber paar Hundert Euro investieren!

Mit Übersetzungen hatte ich auch keine Probleme und Apostillen brauchte ich keine (ist wahrscheinlich in verschiedenen Bundesländern unterschiedlich).

Lakemond
14.04.2012, 21:56
ich weiß überhaupt nicht was ihr mit dem ersten Post für ein Problem habt? Ich habe alles verstanden, ihr nicht?

PsychoFan
14.04.2012, 23:02
Hallo,

Ich habe bereits die Seite aerzteblatt.de gefunden und welche sind meine Chance? Und was muss ich tun?
Kann ich um eine Assistentarzt-Job bewerben oder muss ich etwas davor machen?

Danke für Ihre Antworten,

Nein, laß dir bloß keine minderbezahlten Alternativen einreden! Gleich als Assistenzarzt bewerben und anfangen.

Es ist unkomplizierter, die erste Stelle über eine Agentur zu finden. Dein Arbeitsaufwand beschränkt sich dann auf eine Reise zum Vorstellungsgespräch und Zusendung erforderlicher Unterlagen zur Approbation an die Agentur. Nach z.B. einem Jahr, kann man dann eine Klinik mit besseren Arbeitsbedingungen finden.

In Deutschland herrscht ein massiver Ärztemangel, den man sich als Osteuropäer gar nicht vorstellen kann. Dennoch mußt du dich darauf einstellen, daß hierzulande der Arzt viele nichtärztliche Aufgaben übernehmen muß - Blutentnahmen, Infusionen, Flexülen legen, mancherorts sogar Notfall-EKG schreiben. Die Pflege hat sich zu Zimmermädchen in Schwesternuniform reduziert. So findest du zwar als Arzt problemlos eine Stelle und kannst auch gute Konditionen aushandeln. Wenn du dann aber arbeitest, besteht dein Arbeitsalltag teilweise aus nichtärztlichen Aufgaben, die jemand anders für den Bruchteil deines Gehalts erledigen könnte. Ferner herrscht eine gewöhnungsbedürftige Bürokratie.

Der Vorteil ist, daß du sogar am Anfang deiner Weiterbildung verantwortliche Aufgaben übernehmen kannst und unheimlich schnell lernst, selbstständig zu handeln.

Mihkel
15.04.2012, 05:51
Nein, laß dir bloß keine minderbezahlten Alternativen einreden! Gleich als Assistenzarzt bewerben und anfangen.

Es ist unkomplizierter, die erste Stelle über eine Agentur zu finden. Dein Arbeitsaufwand beschränkt sich dann auf eine Reise zum Vorstellungsgespräch und Zusendung erforderlicher Unterlagen zur Approbation an die Agentur. Nach z.B. einem Jahr, kann man dann eine Klinik mit besseren Arbeitsbedingungen finden.

In Deutschland herrscht ein massiver Ärztemangel, den man sich als Osteuropäer gar nicht vorstellen kann. Dennoch mußt du dich darauf einstellen, daß hierzulande der Arzt viele nichtärztliche Aufgaben übernehmen muß - Blutentnahmen, Infusionen, Flexülen legen, mancherorts sogar Notfall-EKG schreiben. Die Pflege hat sich zu Zimmermädchen in Schwesternuniform reduziert. So findest du zwar als Arzt problemlos eine Stelle und kannst auch gute Konditionen aushandeln. Wenn du dann aber arbeitest, besteht dein Arbeitsalltag teilweise aus nichtärztlichen Aufgaben, die jemand anders für den Bruchteil deines Gehalts erledigen könnte. Ferner herrscht eine gewöhnungsbedürftige Bürokratie.

Der Vorteil ist, daß du sogar am Anfang deiner Weiterbildung verantwortliche Aufgaben übernehmen kannst und unheimlich schnell lernst, selbstständig zu handeln.

Habe schon 2 Jahren als Krankenschwester in Intensivstation gearbeitet - so blutentnahmen, Kanülen und Intubation sind kein Problem. In Estland gibt es auch Probleme. Der Arzt hat ca. 30 Minuten für einen Patienten - diese 30 Minuten bestehen aus 10 Minuten für Diagnoze und Behandlungsplanung uns 20 Minuten für Papierkram (es könnte auch von jemand anderem ohne Medizinische Ausbildung gemacht werden)!

Feuerblick
15.04.2012, 11:38
30 Minuten pro Patient? Wow! Luxus!!!!

Mihkel
15.04.2012, 14:55
30 Minuten pro Patient? Wow! Luxus!!!!

Ja ich habe mich in es ein bischen irren. Sondern gibt es etwa 20 Minuten pro Pateint, aber die Proportionen sind dieselbe (1/3 für Diagnoze unsw...).

Für 8 EUR pro Stunde ist es ziemlich nicht Luxus!

Feuerblick
15.04.2012, 14:59
Naja, hier in Deutschland hast du unter Umständen (z.B. in einer Praxis) noch weniger Zeit pro Patient und genausoviel Papierkram. Und soooooo viel höher ist der Stundenlohn eines Jungassistenten dann auch nicht :-nix

Mihkel
15.04.2012, 15:09
Ja, als Arzt ist es ganz unmöglich reich zu werden (aber das ist gar nicht mein Ziel!!!). Würde ich viel Geld zu verdienen, hatte ich IT, statt Medizin, studiert

Feuerblick
15.04.2012, 15:16
Hehe, das ist wohl wahr. Ich wollte dir auch nur klarmachen, dass man hierzulande als Arzt auch nicht im gelobten Land ist ;-)

Lakemond
15.04.2012, 15:29
Hehe, das ist wohl wahr. Ich wollte dir auch nur klarmachen, dass man hierzulande als Arzt auch nicht im gelobten Land ist ;-)

nicht? ich glaube besser ist es nur in UK und USA

Kackbratze
15.04.2012, 15:53
Absolut. DIE Traumländer für alle die noch nicht da waren...

Feuerblick
15.04.2012, 16:18
Hehe :-)) Weil es hierzulande so toll ist, wandern deutsche Mediziner auch gerne gen Schweiz ab ;-)

Mihkel
15.04.2012, 16:30
Die höchsten Gehälter für Ärzte sind in den USA, Frankreich, Dänemark, Niederlande, Australien, Belgien und Kanada

http://carsonkolb.wordpress.com/2011/07/11/worth-their-keep-an-international-comparison-of-doctors-salaries/

PsychoFan
15.04.2012, 17:04
Die höchsten Gehälter für Ärzte sind in den USA, Frankreich, Dänemark, Niederlande, Australien, Belgien und Kanada
http://carsonkolb.wordpress.com/2011/07/11/worth-their-keep-an-international-comparison-of-doctors-salaries/

Das Gehalt eines Assistenzarztes in Deutschland reicht für ein bescheidenes Leben samt Freizeit, Auto und Urlaub. Klar kann man, gerade in Osteuropa, deutlich mehr verdienen, dazu muss man aber auch mehr arbeiten. Der Vorteil von Deutschland: ein Arbeitsplatz statt mehrerer Arbeitsstellen, Arbeitsvertrag mit sozialer Absicherung, sehr gute, praxisorientierte Weiterbildung. Auch sind die Preise in Deutschland in der Regel günstiger als in Osteuropa oder in UK, wenn Du nicht unbedingt auf fragliche Bioqualität stehst.

Ach so, bitte nicht vergessen: Geld ist in Deutschland Tabuthema, darüber spricht man, wenn überhaupt, nur im engen Familien- und Bekanntenkreis.

Die Perspektiven sehen in Deutschland nicht schlecht aus. Mittlerweile entstehen erste Privatkliniken für privatversicherte Patienten und Selbstzahler, mit der Zeit werden es immer mehr sein.