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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Miniumfrage: Was haltet ihr von Fremdjahren während der Weiterbildung?



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Evil
21.04.2012, 15:38
Im übrigen halte ich jemanden, der NACH dem Studienabschluß nicht mind. zwei Jahre Grundversorgung (allgemeinmed. bzw. in der Klinik mit internist./chirurgischer/pädiatrischer Notfallversorgung) GUT (!!!) erlernen kann und MUSS, für keinen Arzt, sondern allenfalls - je nach Fachenge (etwa Augen, HNO, aber auch Psychiatrie bzw. Pädiatrie....) allenfalls für einen hochqualifizierten Fachpfleger/Fachpraktiker, der eigentlich kein Grundstudium, sondern bloß eine FH gebraucht hätte, dann aber auch nicht "Arzt" genannt sein sollte.
Dann dürfen wir Dich von jetzt ab "Fach-Dampfplauderer sten" nennen?


"Ärzte" sollten, um diesen Titel tragen zu dürfen, regelmäßig und engmaschig (also mind. alle 2 Wochen) in der allgemeinmed. Primärversorgung sowie in der allg. Notfallversorgung für die Allgemeinheit da sein, alles andere ist, was die breite med. Basis angeht, Augenauswischerei, auch in der Bezahlung. Mag einer noch so dolle Hüften ein und ausbauen - mit ärztlicher Breitbandarbeit hat das garnichts zu tun. .
Nimm es mir nicht übel, aber ich glaube, das was Du da schreibst, ist viel eher Augenwischerei. Denn wer will überhaupt ärztliche Breitbandarbeit außerhalb der Allgemeinmedizin? Und wer braucht das?
Wenn ich einen Unfallchirurgen brauche wegen einer Verletzung, dann soll der mich gescheit zusammenflicken können.

Du hast eine etwas eigenwillige Idealvorstellung eines Arztes, klingt ein bißchen nach kuk - Oberster Medizinal-Geheimrat ;-)

Feuerblick
21.04.2012, 18:08
Spezialisierungen haben ja nun einmal den Sinn, dass jemand SPEZIALISIERT ist auf ein Fachgebiet und nicht den General-Medicus gibt... :-nix

McBeal
21.04.2012, 18:11
Im übrigen halte ich jemanden, der NACH dem Studienabschluß nicht mind. zwei Jahre Grundversorgung (allgemeinmed. bzw. in der Klinik mit internist./chirurgischer/pädiatrischer Notfallversorgung) GUT (!!!) erlernen kann und MUSS, für keinen Arzt, sondern allenfalls - je nach Fachenge (etwa Augen, HNO, aber auch Psychiatrie bzw. Pädiatrie....) allenfalls für einen hochqualifizierten Fachpfleger/Fachpraktiker, der eigentlich kein Grundstudium, sondern bloß eine FH gebraucht hätte, dann aber auch nicht "Arzt" genannt sein sollte.


Du widersprichst Dir.
Aber eigentlich ist mir auch egal, wofür Du mich hälst. ;-)

Und "Arzt" ist übrigens kein Titel, sondern eine Berufsbezeichnung.

VG
Ally

Brutus
21.04.2012, 18:21
Wer will denn auch schon einen Arzt in seine Abteilung kriegen, der seit 5 Jahren nix anderes mehr gemacht hat, als Augen zu spiegeln, Cervixe zu vermessen oder Schnorchel in Patienten zu stecken! Damit gewinnt doch niemand einen Blumentopf! Da muss ich im Zweifel ja mehr auf der anderen Station aufpassen, als auf meiner eigenen. Oder was macht die Anästhesie, wenn da auf einmal der Labormediziner im Saal steht? Oder die Chirurgie, wenn der Dermatologe kommt? Neee. Lieber nicht. Wenn jemand aus Interesse mal woanders reinschnuppert ist es ja in Ordnung. Aber verpflichtend? Nein Danke!!!
Dass man mehr fachfremde Zeiten anerkennen sollte finde ich gut, allerdings sehe ich eben auch ein Problem mit den geforderten Zahlen. Denn die werden ja sicher nicht runtergeschraubt, eher das Gegenteil dürfte ja der Fall sein...

psycho1899
21.04.2012, 19:47
Hmm, also in der Neuro ist die Zahl der durchzuführenden Untersuchungen in der neuen WBO geringer und wesentlich realistischer umzusetzen als in der alten WBO. Bin mir daher nicht sicher, ob es generell nen Trend zur Erhöhung der Zahlen gibt.

Ich bin gegen ein Pflichtjahr... find's schon in der Neuro an sich unsinnig, obgleich natürlich ein Psychiatrie-Jahr für einen Neurologen auch seine Vorteile hat: viel Zeit, FA-Prüfung u.ä. vorzubereiten ;-)

milz
22.04.2012, 12:41
Vor allem ist es schon schwierig genug sein eigenes Fach in allen Facetten gut zu beherrschen, da werde ich wahrscheinlich bis zur Rente mit zu tun haben.

Christoph_A
23.04.2012, 12:56
Kurz und knapp gesagt, von einem verpflichtenden Fremdjahr halte ich gar nix.
Wenn jemand freiwillig, sei es, weil man sich noch nicht sicher ist, wo die Reise hingeht oder weil man einfach mal noch woanders reinschnuppern will, einen solchen Schritt geht, spricht da nix dagegen.
Ist man sich aber sicher, was man will, so ist das, wie bereits von den Vorrednern gesagt, nur eine sinnlose Verlängerung der Assistentenzeit (die bei uns eh schon grenzwertig lang ist, verglichen mit anderen europäischen Ländern).