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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Postoperativer Myokardinfarkt



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WackenDoc
20.04.2012, 13:02
Man beachte, dass sie bereits 5 Jahre Berufserfahrung als Krankenschwester auf verschiedenen Stationen hat!

Rico
20.04.2012, 15:06
Nun habe ich einen andern Fall erlebt, wie ist das mit einem 4fachen Bypass au der RCA Na auf die RCA wird er sicherlich nicht vier Bypässe gekriegt haben...

und hat nun bei einen von diesen zu 100Prozent Stenose drinnen, also Bypassverschluss, er kam aber mit einer ventrikulären Tachikardie und Hypotonie, dann sah man ST Erhebungen und eine EF von 35Prozent, sowie Troponin und Ck, CkMB Erhöhungen. Also Infarkt?!Vielleicht war der Ductus ja ein anderer:
Zuerst die VT, dann eine Myokardschädigung unter der Belastungs der VT, weil die morschen Gefäße dann nicht mehr für eine ausreichende Perfusions sorgen konnten, und deshalb dann der Anstieg der Enzyme als Ausdruck der tachykardiebedingten Myokardschädigung?

Und wieso wird dem Mann ein CAD oder elektrophysiologische Untersuchung vorgeschlagen? Mir ist nicht logisch, da er ja einen Infarkt hat, kann man den Bypass nicht öffnen? Und wieso hatte er eine ventrikuläre TAchykardie bei einem MI?Danke euch für dir Erklärungen...War der verschlossene Bypass vielleicht schon bekannt? Wusste man vielleicht schon, dass man da nix mehr rekanalisieren kann?
Wenn man die VT für ursächlich hält, dann sollte man die auch behandeln.

Weshalb man ein CAD offeriert kann man nur spekulieren: Vielleicht gab es eben keine Optionen durch konservative massnahmen oder irgendwie geartete Revaskualrisierung die Pumpfunktion zu verbessern?
Wobei eine EF von 35% ja jetzt nicht sooooo schlecht ist, dass man gleich zum CAD greifen muss.

Oder war vielleicht CRT(-ICD) gemeint? :-nix
Der wäre nämlich in der Situation eher indiziert...

supernurse
20.04.2012, 18:59
ja entschuldigung,aber ich wollte einfach gerne euch erfahrenen Ärzte fragen..Ich kann PFLEGE,aber nicht soviel von Medizin und ich möchte die Zusammenhänge gern geklärt haben..ich danke euch auch sehr für die Unterstützung und nein das Forum steht nicht auf Referenzliste..Ja arbeite ganz neu auf der Kardio..

Nein es ist eine CAD geplant,also ein Kardioverter Defibrillator..Warum kam es zu VT? Bypässe auf RCA und RIVa.

ehemalige Userin 24092013
20.04.2012, 19:12
Man beachte, dass sie bereits 5 Jahre Berufserfahrung als Krankenschwester auf verschiedenen Stationen hat!

Also nach zehn Jahren hat mans dann aber definitiv drauf. Ich weiss das :-)).

WackenDoc
20.04.2012, 19:22
CAD ist doch eine gebräuchliche Abkürzung für coronary artery disease=KHK
Ein Kardioverter-Defibrillator wäre ein CRT(-ICD) wie Rico schon schrieb.

Aber fangen wir mal mit den Grundlagen an:
http://de.wikipedia.org/wiki/Myokardinfarkt und von da auf die HRST klicken.

Du bist übrigens der einzige medizinsch qualifizierte Mensch, den ich kenne, der sich wundert, dass Myokardinfarkte Rhythmusstörungen machen kann.

Rico
20.04.2012, 19:29
Nein es ist eine CAD geplant,also ein Kardioverter Defibrillator..Warum kam es zu VT? Bypässe auf RCA und RIVa.Ah... kömische Abkürzungen habt ihr da... CAD ist eigentlich landläufige Abkürzung für Cardiac Assist Device.
Was bedeutet "Euer" CAD denn genau ausgeschrieben? CArdioverter-Defibrillator wird es ja wohl eher nicht sein, oder? ;-)

Ein Implantierbarer Cardioverter-Defibrillator (vulgo ICD) war ja das was ich in dieser Konstellation im Sinn hatte.
Macht auch Sinn, der behandelt nämlich die VT (durch Überstimulation oder Schockabgabe) und verhindert dadurch, die negativen Folgen wie die Kreislaufinsuffizienz und den Myokardschaden.

Woher die VT kommt? Beim Bypasspatienten am ehesten eine kreisende Erregung z.B. durch eine Myokardnarbe bei Z.n. Infarkt (die Bypässe wird er ja wahrscheinlich nicht präemptiv gekriegt haben).

Coxy-Baby
20.04.2012, 20:39
Ich denke mir auch es wird wohl ein CRT-D gemeint gewesen sein.....

@supernurse: Bist du Krankenpflege(helfer)schülerin im 1.Lehrjahr?

supernurse
20.04.2012, 21:10
Nein bin keine Schülerin, aber jeder lernt mal neu, ich denke es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und alle Fachgebiete sind anders...
Ja ok, dann wird ICD gemeint gewesen sein, sorry..

Coxy-Baby
20.04.2012, 21:20
Ja natürlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, aber es wäre auch schön wenn derjenige der eine Fach-Frage hat sich wenigstens schonmal ganz basal in die Thematik eingelesen hat also wikipedia oder ein Buch....

WackenDoc
20.04.2012, 22:22
Allein schon mit Minimalwissen in Anatomie und Physiologie kann man sich das grob herleiten.

Aber vielleicht ist das ja auch der Unterschied zwischen ner Schule, wo man alles vorgekaut bekommt und einer Universität/Hochschule, wo man sich Wissen auch selber erarbeiten/herleiten muss.