Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dr.med; wozu überhaupt?
Hoppla-Daisy
26.04.2012, 17:23
Ein Leben lang mit "Herr Doktor" angeredet zu werden ohne einer zu sein würde mich nur immer wieder daran erinnern, dass ich zu faul oder zu dumm war, wie die allermeisten anderen zu promovieren. Deshalb war es mir wichtig. Und weil ich den Titel haben will, für mich. Für alleinerziehende Mütter ist das natürlich was vollkommen anderes.
Da klär ich die Leute immer auf! Aber für die bin ich trotzdem Frau Doktor :-))
Hoppla-Daisy
26.04.2012, 17:24
Naja, es fühlt sich geil an und man kann nicht-promovierte von oben herab anschauen...
Tust du doch eh schon, weil du größer äh länger bist als ich (okay, kein wirkliches Kunststück ;-))
:-))
astrophys
26.04.2012, 17:25
Hier in MD wird ein sehr großer Teil von Arbeiten als Forschungsarbeiten vergeben: Forschungszeit von 1 bis 2 Jahren bedeutet das meist.
Er sagte doch, dass einem der Titel geschenkt wird ;)
Michael72
26.04.2012, 18:05
Da klär ich die Leute immer auf! Aber für die bin ich trotzdem Frau Doktor :-))
Dich hab' ich da ja eh ausgenommen. Neben dem Studium alleine ein Kind großzuziehen ist eine Leistung, neben der jede Doktorarbeit (selbst biologische) einem Witz gleichkommt.
flopipop
26.04.2012, 18:35
man macht den titel, um in diesem kranken system der titelgeilen gesellschaft nicht unterzugehen. das fängt schon in der patientenversorgung an, denn für viele patienten ist es einfach wichtig, dass jemand mit nem titel sie behandelt..je schicker der titel, desto kompetenter soll nach deren meinung der arzt sein..die gehen lieber zum dr. a,s zum "nicht-doktor" und lieber zum prof., als zum dr...usw....dumm, aber leider wahr....wenns um oberarzt-stellen geht, ist man ohne den titel auch benachteiligt, gerade in größenren häusern haben die mesiten oberärzte den dr. titel...grund: patienten finden das einfach geil.... bei den chefarztstellen geht es weiter...jede klinik will einen leiter haben, wo sie auf das krankenhausschild am eingang groß "prof. xy" draufschreiben können....was der tatsächlich kann, was er die letzten jahre gemacht hat, interessiert keinen, hauptsache glänzt....das eigene ego ist natürlich auch ein wichtiger grund...
naja, in den usa ist alles einfacher, man ist MD und promovieren tun nur die, die sich tatsächlich für forchung interessieren....die machen wissenschaft dann auch mit dem nötigen elan, nicht so wie hier, wo jeder einfach nur fertig erden will, wegen dem titel...gibt natürlich ausnahmen..daher verwundert es auch nciht, dass es so viele schlechte publikationen gibt, plagiate und sonstige hässliche geschichten....die allerwenigsten interessieren sich für forschung oder wolllen die wissenshaft voranbringen, man promoviert wegen dem titel, man habilitiert wegen dem titel! ego, prestigegeilheit und oberflächlichkeit sind die früchte dieses kranken systems.....
ego, prestigegeilheit und oberflächlichkeit .....
Ja, das bin ich! Ich erkenne mich wieder!
Ich hätte mir diesen Luxus weder zeitlich noch finanziell leisten können. Punkt. Aber ich leb auch so ganz gut damit :-)
Danke!
In der Zeit in der meine Kommilitonen gedoktorarbeitet haben, habe ich etwa €20.000,- verdient und wir haben zwei Kinder bekommen... damit habe ich meine Zeit wesentlich besser investiert...
Kackbratze
26.04.2012, 22:43
Zu dem Zeitpunkt als ich "rumgedoktort" habe, waren Kinder zwar in Planung, aber durch eine gewisse "Verweigerungshaltung" des Partners noch nicht möglich.
Also hab ich mir was zum Sublimieren gesucht...und gefunden... :-D
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