Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie hart ist es wirklich?
Ich bin ein absolut faules, aber ehrgeiziges Stück :-)) und habe alles problemlos geschafft. In Klausurzeiten habe ich mich auf den Hintern gesetzt und schweren Herzens mal wenig anderes gemacht, danach aber wieder fleißig die netten Seiten des Lebens genossen. Gejobbt, gefeiert, Hobbys, Sozialleben. Der Quälkram ist auszuhalten, wenn man sich immer vor Augen hält, wofür man das macht :-)
Im Studium hat man trotz Anwesenheitspflicht so viel Freizeit, da kann man alles andere problemlos schaffen.
Ich habe in der Vorklinik eine Physiologieklausur und ein Anatomietestat wiederholt :-)) und beide Male zuwenig gelernt, das wird dann schon mal bestraft. Allerdings ist alles andere mit normalem Aufwand auch machbar, wenn man mal irgendwo durchfällt, ist das ja auch kein Beinbruch, man muß sich halt überlegen, woran das gelegen hat.
Ich bin ein absolut faules, aber ehrgeiziges Stück :-)) und habe alles problemlos geschafft. In Klausurzeiten habe ich mich auf den Hintern gesetzt und schweren Herzens mal wenig anderes gemacht, danach aber wieder fleißig die netten Seiten des Lebens genossen. Gejobbt, gefeiert, Hobbys, Sozialleben. Der Quälkram ist auszuhalten, wenn man sich immer vor Augen hält, wofür man das macht :-)
Im Studium hat man trotz Anwesenheitspflicht so viel Freizeit, da kann man alles andere problemlos schaffen.
Ich habe in der Vorklinik eine Physiologieklausur und ein Anatomietestat wiederholt :-)) und beide Male zuwenig gelernt, das wird dann schon mal bestraft. Allerdings ist alles andere mit normalem Aufwand auch machbar, wenn man mal irgendwo durchfällt, ist das ja auch kein Beinbruch, man muß sich halt überlegen, woran das gelegen hat.
unterschreib :D
MissGarfield83
21.05.2012, 15:30
Wie du siehst musst du nicht Chuck Norris sein um dieses Studium zu bestehen, es sei denn du heisst Maximus ;-)
Ich habe grosse Teile meines Studiums über beinahe Vollzeit gearbeitet, hat ein bisschen länger gedauert alles, aber geklappt hat es...
ehemaliger User_29072015
22.05.2012, 14:46
Ich habe grosse Teile meines Studiums über beinahe Vollzeit gearbeitet, hat ein bisschen länger gedauert alles, aber geklappt hat es...
RESPEKT!!! :-top
*gefaelltmir*
Leute, ihr macht mir Mut!!!
Dann besteht ja zumindest eine marginale Chance, das Studium auch dann auf die Reihe zu bekommen, wenn man "nebenher" noch Kinder, Mann und Haus hat...
Danke!
lg
-dahema
Herzkasperl
26.05.2012, 22:37
Ich hatte ja an anderer Stelle schon geschrieben, dass da eine Person mit ähnlichem Hintergrund wie Deinem ist. Die arbeitet auch nebenher, zwar wenig, aber sie tut es. Und Kinder sind eben auch da und die schafft alle Prüfungen, ist inzwischen kurz vor dem Physikum. Das geht schon. Ich hab jetzt sicher nicht unter 25h/Woche im Schnitt gearbeitet; ging auch.
konstantin
30.05.2012, 10:14
Ich will mich mal dem Großteil meiner Vorredner anschließen: Das Studium kann man auch relativ entspannt angehen. Wenn man von den Vorlesungen mal absieht haelt sich die Zahl der Veranstaltungen echt in Grenzen; und dass man fuer Klausuren und Testate bueffeln muss, ist nun auch kein Geheimnis. Aber wenn man die Semesterferien und entspannten Phasen unterm Semester zusammenfasst, ist man ja schon bei mindestens sechs Monaten, die man im Jahr eigentlich verbringen kann wie Urlaub (vom KPP vielleicht mal abgesehen). Wenn man fuer die verbliebenen sechs Monate einen fuenf- bis sechs-Stunden-Tag ansetzt, ist man denke ich schon mehr als gut bedient...
Verglichen mit mancher Geisteswissenschaft ist das vermutlich immernoch der absolute Overkill, aber in vielen Studiengaengen (gerade der Natur- und Ingeneurswissenschaften) laeuft es auch nicht viel entspannter als bei uns.
edit: Als Zivi habe ich ein Jahr lang ohne Urlaub vierzig Stunden die Woche gearbeitet - verglichen damit kommt mir das Studium wie lange Ferien mit hin und wieder Büffeln vor...
hmm.. also ich muss sagen, dass es schon eine ziemlich große Diskrepanz darin gibt, was ihr hier über das Studium schreibt und wie täglich viele meiner Kommilitonen über ihr Studium und den Lernaufwand klagen. Ich gehöre glaube ich auch eher zu der Sorte "entspannter Student" und mache ziemlich viel neben der Uni. Trotzdem lerne ich fürs Studium geschätzte 1000% mehr als für die Schule und das, obwohl ich einen sehr guten Abischnitt hatte. Auch wenn man im Nachhinein immer etwas zur Verklärung neigt, erinnere ich mich sehr gut, dass das erste Semester eine ziemliche Folter für mich war. Mittlerweile bin ich viel entspannter was Klausuren und sowas angeht geworden, aber ich kenne doch viele Medizinstudenten, die den ganzen Tag in der Bibliothek sitzen, zu wenig schlafen, ständig bei vorgeschlagenen Treffen wegen Lernen absagen usw.
Ich kenne auch einige Studenten anderer Studiengänge und von dem, was ich bisher gehört hat, muss fast niemand so viel lernen wie wir, einfach was den Zeitaufwand angeht. In anderen Studiengängen muss man bestimmt (im Vergleich zur Vorklinik) mehr verstehen, aber eben nicht so viel auswendig auf Knopfdruck parat haben.
Ist eben nur meine Meinung, jeder empfindet da anders und jeder hat ne andere Auffassung davon, was >viel< zu lernen ist.
Herzkasperl
01.06.2012, 07:50
Trotzdem lerne ich fürs Studium geschätzte 1000% mehr als für die Schule und das, obwohl ich einen sehr guten Abischnitt hatte.
....
Ich kenne auch einige Studenten anderer Studiengänge und von dem, was ich bisher gehört hat, muss fast niemand so viel lernen wie wir, einfach was den Zeitaufwand angeht.
Ich habe für die Schule fast nichts gelernt, alles was ich gemacht habe, waren die Hausaufgaben. Mit entsprechendem Ergebnis: Naturwissenschaften 1, Sprachen eher 2-3, Abischnitt 1,X
Und der Zeitaufwand ist in Medizin nicht höher als bei den Physikern oder Ingenieuren, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Nervtötend sind halt die vielen Anwesenheitspflichten in teilweise vollkommen nutzlosen Seminaren.
In Medizin muss man sehr viel stumpf auswendig lernen. Das kann zwar jeder Affe, aber mir geht es zuweilen ganz schön auf den Sack. Und dieses auswendig lernen kann ich in % gegenüber der Schule gar nicht angeben, da ich in der Schule nicht auswendig gelernt habe, es sind also über 1000%.
konstantin
01.06.2012, 10:53
Haha, wie wahr... Fuer's Abitur habe ich mir damals das "Wichtigste" 'ne Woche vorher rausgeschrieben und hatte gerade mal sechs oder sieben lose Blaetter, auf denen allenfalls ein paar Begriffe draufstanden, bei deren Definition ich mir unsicher war oder die ich mir nicht merken konnte, weil sie bekloppt und/oder unaussprechlich waren. In der Schule ist man noch zur Klausur gegangen und hatte auf jeden Fall eine drei, wenn man etwas halbwegs zusammenhaengendes hingeschrieben hat.
Die gesamte Vorklinik (jetzt ist sie ja Gott sei Dank dann auch bald vorbei) war fuer mich in der Hinsicht der blanke Horror. Auf einmal pumpt man sich einen riesigen Haufen unnuetzer und zusammenhangsloser Fakten rein, die bei mir schon alleine deswegen oft nicht haengen bleiben, weil sich mir ihre Relevanz nicht erschliesst.
Das aendert aber nichts daran, dass sich der Zeitaufwand durchaus in Grenzen haelt, wenn man damit leben kann, auch mal auf den dicksten Schinken in einem Fach zu verzichten. Wer natuerlich bis zum Physikum den gesamten Loeffler, mindestens zwei dicke Physiologiebuecher, die gesamte Duale Reihe Anatomie, den Luellmann-Rauch, einen Psychologieschinken und fuer die kleinen Faecher auch noch jeweils ein Buch auswendig drauf haben moechte (und bei vielen meiner Kommilitonen scheint es so in etwa in diese Richtung zu gehen...), der braucht sich nicht wundern, wenn er zwei Jahre lang keine Sonne sieht.
schmuggelmaeuschen
01.06.2012, 12:33
puh bin ich froh, dass ich ne Ausbildung gemacht habe, die auch sehr lernintensiv war (pro klausur in nen kleinen Fach mindestens soviel wie für das gesamte Abitur), dann wird der schock hoffentlich nicht all zugroß
PrinzessinAmygdala
11.09.2012, 09:54
Ist ja irgendwie beruhigend, dass alles hier zu lesen. Aber letztendlich muss man die Erfahrung wohl selbst machen. Jeder lernt schließlich auf eine andere Art und Weise.
Beau Frost
13.09.2012, 20:06
Muss man machen, ja. Sieh es halt so : Die meisten, die das Studium abbrechen tun das nicht, weil sie die Prüfungen nicht schaffen, sondern weil sie merken, dass Medizin nichts für sie ist. Ich kenne bei mir aus dem Semester 3, die in der Vorklinik den Prüfungsanspruch verloren haben. Allerdings auch nach 6 Versuchen, Marburg ist zum Glück so ne Lulliuni. Natürlich kenn ich nicht alle der 400 Leute, die in der VK angefangen haben, aber man hört ja so einiges. Jetzt in der Klinik gibts halt n paar, die immer Klausuren wiederholen, da vermute ich aber vor allem sprachliche Barrieren. Ist auf jeden Fall alles mit ein wenig Aufwand zum Semesterende zu schaffen und man hat massig Zeit für irgendwelche coolen 4-Wöchigen Reisen ins Ausland in den Ferien und im Semester für Vereinssport, Freundin, Fußball, WoW-Gilde oder was auch immer. Nur Mut.
Nessiemoo
13.09.2012, 22:23
Also ja, es ist schwer. Einfach ist es bestimmt nicht. Man muss sehr lange am schreibtisch sitzen und lernen - länger als man je gedacht hat. Man stößt dann meistens an eigene Lerngrenzen irgendwannmal - so 95% alle Medizinstudenten.
Es ist aber komplett machbar, weil bei 95% von diesen Studenten liegt diese Lerngrenze gut oberhalb von der Bestehensgrenze, und man hat Zeit für Nebenjobs, Sport, Freunde, Shoppen, Musik, Sprachen lernen - vielleicht nicht so viel wie man es von der Schule kennt und man muss dann schon teilweise es bisschen kürzen - also 5 ma pro Woche Sport, Orchester, und 40 Std/Monat Nebenjob und dann noch jeden Freitagabend feiern gehen und noch Japanisch lernen wird dann nicht gehen. Aber 3 Mal pro Woche Sport, 20 Std Nebenjob, Orchecter und jeden zweiten Freitag feiern wird dann schon gehen.
- also 5 ma pro Woche Sport, Orchester, und 40 Std/Monat Nebenjob und dann noch jeden Freitagabend feiern gehen und noch Japanisch lernen wird dann nicht gehen. Also mit einer romanischen Sprache wäre es kein Problem :D
Ich:1-Gott:0
18.09.2012, 09:58
Also ja, es ist schwer. Einfach ist es bestimmt nicht. Man muss sehr lange am schreibtisch sitzen und lernen - länger als man je gedacht hat. Man stößt dann meistens an eigene Lerngrenzen irgendwannmal - so 95% alle Medizinstudenten.
Es ist aber komplett machbar, weil bei 95% von diesen Studenten liegt diese Lerngrenze gut oberhalb von der Bestehensgrenze, und man hat Zeit für Nebenjobs, Sport, Freunde, Shoppen, Musik, Sprachen lernen - vielleicht nicht so viel wie man es von der Schule kennt und man muss dann schon teilweise es bisschen kürzen - also 5 ma pro Woche Sport, Orchester, und 40 Std/Monat Nebenjob und dann noch jeden Freitagabend feiern gehen und noch Japanisch lernen wird dann nicht gehen. Aber 3 Mal pro Woche Sport, 20 Std Nebenjob, Orchecter und jeden zweiten Freitag feiern wird dann schon gehen.
Wenn man sich selbst Grenzen setzt, dann wird man sein Leben lang an irgendwelchen Grenzen verweilen. Es gibt keine Grenzen, nur Plateaus und auf denen sollte man nicht verweilen.
Es ist alles möglich wenn man will. Prioritäten muss man dennoch setzten.
Zu mir: bis zu 14 Einheiten pro Woche Sport, 40 Std. Nebenjob, Feiern und ein Zweitstudium ist auch schon in Sicht. Grenzen? Bisher komme ich gut durch und musste nur eine Prüfung wiederholen.:-top
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