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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Diss während der Assistenzzeit statt im Studium- machbar oder ratet ihr ab?



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psycho1899
27.05.2012, 20:11
ist das eher die ausnahme oder die regel?



was war deine motivation, es während der weiterbildungszeit doch noch zu schreiben, wenn die qualifikation so wichtig und der titel so unwichtig ist?

Hmm? Ich hab doch nicht gesagt, dass es unwichtig sei... ich könnte mir vorstellen, in der von Dir benannten Position ( an nicht-universitärem Maximalversorger) tätig zu sein und halte daher eine Promotion für hilfreich. Des Weiteren war an der Uniklinik gewünscht, dass man sich forschend betätigt und ich wollte das auch mal für mich ausprobieren. Es war zudem in einem Bereich, der mich auch im klinischen Alltag reizt und mit an meisten interessiert und es hat mir auch Spaß gemacht, incl. der damit verbundenen gesponserten Fahrten zu Kongreßen etc.

Außerdem gibt's den peer-group Effekt... meine Kumpels, mit denen ich zusammen studiert habe und zu denen ich auch nach dem Studium noch regelmäßig Kontakt habe, sind allesamt (bis auf einen) promoviert ;-) Da wollte ich nicht nachstehen :-D

wjsl
27.05.2012, 22:04
Hm, stimmt schon, es war eine deutliche Eingewöhnungsphase damit verbunden. Hatte im Studium den Luxus, alles andere auch mal dafür liegen lassen zu können; vor der mündlichen Prüfung konnte ich als PJ auch mehrere Gänge runterschalten um mich darauf zu konzentrieren, als Assistent wäre das wohl kaum gegangen. Mein erstes Paper zu schreiben war auch deutlich mehr Aufwand und schwieriger als die anderen zwei. Vermutlich ist es also sicher gut, wenn man schonmal im Studium in die Materie reinwächst. Warum willst du denn übrigens erst danach damit anfangen?

Klar sehe ich das ganze noch zu locker, eben aus oben genannten Gründen. Und dass es nur manche sind die "nebenbei" habilitieren leuchtet mir auch ein. Wahrscheinlich ist selbst das zahlenmäßig noch übertrieben.

Wenn ich mir aber ansehe, dass es an Unikliniken in praktisch jeder Abteilung Assistenten gibt, die keinen Titel haben, ebenso wie Oberärzte bei manchen Maximalversorgern, dann frage ich mich, ob der Threadsteller die Bedeutung davon nicht überbewertet. Primär zielführend wäre es wahrscheinlich eher, an der Wunscheinrichtung das PJ zu absolvieren und sich dort schonmal zu "bewähren", oder es zu versuchen. Letzten Endes wollen die ja jemanden, der einsatzfähig ist und gut ins Team passt. Das sag nicht nur ich, sondern auch jemand in diesem Forum, der von sich zumindest behauptet, er wäre an Einstellungsentscheidungen beteiligt(siehe anderer Thread).

Brutus
28.05.2012, 08:55
Vielleicht mal noch eine Anmerkung zu den Leuten, die mal eben nebenbei eine Diss / Habil machen: meist haben die entweder einen entsprechenden Vertrag, wo geregelt ist, wie viel Zeit für Forschung / klin. Arbeit angesetzt sind (gut, dass das Makulatur ist, wissen wir ja alle), oder aber man hat eben eine Teilzeitstelle. Zweite Regelung war an unserer Uniklinik die Regel. Bei einer 75% Stelle hat man schon genügend Zeit, sich von der Arbeit zu erholen und trotzdem noch an der Diss zu werkeln.
In Vollzeit halte ich es für nicht wirklich machbar. Kann natürlich Fachrichtungen geben, wo es möglich ist, aber in der Regel ist neben Regelarbeitszeit, Diensten und Überstunden nicht mehr wirklich Zeit, vor allem am Anfang der Weiterbildung...

psycho1899
28.05.2012, 15:58
Vielleicht mal noch eine Anmerkung zu den Leuten, die mal eben nebenbei eine Diss / Habil machen: meist haben die entweder einen entsprechenden Vertrag, wo geregelt ist, wie viel Zeit für Forschung / klin. Arbeit angesetzt sind (gut, dass das Makulatur ist, wissen wir ja alle), oder aber man hat eben eine Teilzeitstelle. Zweite Regelung war an unserer Uniklinik die Regel. Bei einer 75% Stelle hat man schon genügend Zeit, sich von der Arbeit zu erholen und trotzdem noch an der Diss zu werkeln.
In Vollzeit halte ich es für nicht wirklich machbar. Kann natürlich Fachrichtungen geben, wo es möglich ist, aber in der Regel ist neben Regelarbeitszeit, Diensten und Überstunden nicht mehr wirklich Zeit, vor allem am Anfang der Weiterbildung...

Also es geht schon... 100% klinische Stelle, Einsatz im arbeitsintensivsten Bereich meiner Fachrichtung (Stroke), keine zeitliche Freistellung für Forschung/Diss. Wie gesagt, es ist schon ein Aufwand und ob ich es am Anfang meiner Weiterbildung genauso hinbekommen hätte (in Theorie eigentlich schon, sogar einfacher, da im peripheren Haus gearbeitet mit geringerer Arbeitsbelastung und einem Dienstmodell mit viel Freizeitausgleich... nur, wie gesagt, kein habilitierter Chef als möglicher Doktorvater), sei dahingestellt. Aber die Aussage "in Vollzeit nicht machbar" kann man so nicht stehen lassen.

radiologa
30.05.2012, 14:10
[QUOTE=wjsl;1532755] Warum willst du denn übrigens erst danach damit anfangen?

Erstmal Danke für die zahlreichen Antworten.

Der Grund warum es ungeplant zu dieser Frage kommt: Wie immer weiß man im Voraus nicht wie das mit der Doktorarbeit klappt. Hatte bereits eine Doktorarbeit in Sicht und auch angefangen, und einen groben Zeitplan mit meinem Doktorvater besprochen. Vor allem mit dem Ziel, das komplette PJ im Ausland verbringen zu wollen. Leider hab ich dann erst später (u.a auch mithilfe der anderen Doktranden) festgestellt, dass er ein sehr optimistischer Mensch ist und auch gerne zu Improvisationen und spontanen Umentscheidungen neigt.
Ich hab mich da zu sehr von seiner positiven Art Dingen zu sehen und sehen zu lassen mitreißen lassen. Kurzum es ist nun abzusehen, dass ich noch sehr vom Ende der Arbeit entfernt bin und ich das Ende mit der Bedingung ins Ausland zu gehen gar nicht schaffen könnte.
Hab ihn öfters drauf hingewiesen. Aber nach jedem Gespräch diesbezüglich hatte er mich doch überzeugt, das ich es schaffen werde. Nu ja, jetzt bin ich in der Situation.
Eine Dissertation ist mir schon wichtig, aber das Auslands-PJ möchte ich nicht aufgeben. Daher dann die Frage, ob es auch nach dem Studium machbar ist.
Weiß, dass Radiologen auch nicht nur die ganze Zeit rumchillen ;)...aber ich dachte im Vergleich zu Innere oder Chirurgie wäre man über die Zeit körperlich und zeitlich vielleicht nicht so sehr geschafft, so dass eine zusätzliche Doktorarbeit machbar (nicht einfach!!!) wäre.

psycho1899
30.05.2012, 18:01
Machbar ist es... würde persönlich auf geplante Auslandsaufenthalte nicht wegen einer Doktorarbeit verzichten. Ist es denn möglich, dass Du bis zum Beginn des Auslandsaufenthaltes zumindest die Daten erhoben hast und 'nur' noch schreiben musst? Dann wäre für mich persönlich in Deiner Situation die Wahl klar... Daten beisammen, ab ins Ausland und dann während des Arbeitens in den sauren Apfel beißen und schreiben. Falls Du über finanzielle Rücklagen verfügst, kannst Du ja tatsächlich zwischen PJ im Ausland und Arbeitsbeginn eine Ausszeit zum Schreiben nehmen.

Muriel
30.05.2012, 19:56
Es kommt darauf an, was für ein Typ Du bist. Eine ehemalige Kommilitonin von mir hätte es sicherlich geschafft, egal mit welchem Aufwand. Sie war immer sehr zielstrebig, wenn sie sich vorgenommen hatte, sieben Stunden zu lernen oder 80 Seiten zu lesen, dann hat sie das immer ohne Ausnahme durchgezogen. Sie mag am Krückstock gegangen sein in bestimmten Studienphasen, aber sie hat ihre Ziele immer erreicht durch ein Wunder an Disziplin. Ich war immer ein anderer Typ. Lernen und Durchhalten nur dann, wenn es sein musste, jeder Semesteranfangsplan wie "Ich fange dieses Mal früh an und lese immer mal wieder was nach" scheiterte mit Ansage. Für mich wäre das Unterfangen Diss wärend Assistenzzeit (also komplett, nicht "nur" schreiben) ein absolutes NoGo gewesen, das hätte ich nie geschafft, weil ich bei Dingen, in denen kein Muss oder tieferer Sinn steckt, relativ locker bin. Du musst für Dich wissen, was für ein Typ Du bist, dann kannst Du Dir alleine die Frage beantworten.

Colourful
30.05.2012, 21:30
Danke Muri, geht mir auch so.
Ich kann mich gerade auch nicht motivieren meine *leichte* Diss zu schreiben/zu überarbeiten, mich motiviert das gar nicht, dass ich die sowieso erst in 1,5 Jahren verteidigen kann.
Aber vielleicht ist es doch sehr klug das jetzt mal vor dem PJ noch fertig zu machen.

murkel
31.05.2012, 07:41
Ich hab meine Diss auch erst nach Arbeitsbeginn fertig gestellt. Daten waren alle erhoben, so dass ich "nur" noch schreiben brauchte. Ich hab mir eine "Extraauszeit" gegönnt - meine Schwangerschaft oder speziell die Elternzeit, um sie zu schreiben. Und da aufgrund von Umstrukturierungen in dem Institut, bei dem ich promoviert habe, mir ein neuer Betreuer zugewiesen werden sollte und das somit der dritte oder vierte geworden wäre, hatte ich auch den nötigen Druck, meine Arbeit noch mit meiner Betreuerin fertigzustellen. Verteidigt hab ich dann, als ich schon wieder voll gearbeitet habe.

Das war damals mein letzter Versuch. Wenn ich es damals nicht fertig bekommen hätte, hätte ich es auch sein lassen. So wichtig sind/waren mir die 2 Buchstaben vor dem Namen nicht. Aber man hatte ja schon etwas Zeit während des Studiums ins Sammeln der Daten investiert, so dass ich mich eher deswegen geärgert hätte. Die ganze Arbeit wegen nix.

Ich weiß aber nicht, ob ich so motiviert und diszipliniert gewesen wäre, wenn die Umstände nicht so gewesen wären, wie sie waren (drohender Betreuerwechsel und Schwangerschaft mit Wegfall der Dienste und anschließender Elternzeit).

Nurbanu
06.08.2012, 22:31
Wie viel Zeit muss/sollte man für eine Dissertation (exp. und nicht exp.) einplanen, wenn man sie in Vollzeit schreibt? Kommt man gut mit acht Monaten hin?
Die Uni HD hat die Klinikinhalte gestrafft und so einen zusammenhängenden Freiraum von acht Monaten geschaffen.

Ergänzung: FB Anästhesiologie

bipolarbär
07.08.2012, 12:30
Um keinen Thread aufzumachen: Wird man eigentlich komisch angeguckt, wenn man die Dissertation in einem FB gemacht hat, der mit der letztendlichen Arbeitsstelle nichts zu tun hat? Oder ist das Thema der Diss den Arbeitsgebern egal?

EntenFreundin
07.08.2012, 12:49
Komisch angeguckt ganz bestimmt nicht... Außeruniversitätr ist es glaub ich relativ egal; an den Unis bringt es Vorteile die Diss schon in dem entsprechenden Gebiet gamcht zu haben, ist aber auch nicht Voraussetzung.
Erfahrung (Famultaur, PJ, etc.) im entsprechenden Fach zählt mehr als die Diss.
Ist doch ganz oft so dass Leute die Diss zu nem ZP anfangen, wo sie noch gar nicht so recht wissen was sie mal werden wollen.
Wichtig ist eigentlich nur dass man gut begründen kann warum grad dieses Fach.
Ich bewerb mich grad in Fächern, wo ich weder PJ gemacht hab noch promoviert.... Die wollen vor allem wissen wie man auf dieses Fach kommt.
An den Unis wollen sie immer noch genau wissen was ich in der Diss gemacht hab.... Außerhalb fragen sie es manchmal so interessehalber.
Hatte aber auch schon Gespräche wo die zur Diss maximal wissen wollten wie weit ich schon bin, oder überhaupt nichts dazu gefragt haben,

fosforito
07.08.2012, 19:16
Danke Muri, geht mir auch so.
Ich kann mich gerade auch nicht motivieren meine *leichte* Diss zu schreiben/zu überarbeiten, mich motiviert das gar nicht, dass ich die sowieso erst in 1,5 Jahren verteidigen kann.
Aber vielleicht ist es doch sehr klug das jetzt mal vor dem PJ noch fertig zu machen.

Wenn du vorhast, nicht extra Auszeiten nehmen zu wollen und zügig anfangen willst, nach dem Examen zu arbeiten, kann ich es dir nur empfehlen.

Ich habe meine Diss. vor PJ-Beginn fertiggestellt, musste noch einige Korrekturen während der PJ-Zeit machen. Habe die Diss. dann Ende Juni kurz nach meiner Mündlichen eingereicht und arbeite seit dem 1. Juli.. und ich bin persönlich nur froh, dass ich die Arbeit hinter mich gebracht habe. Ich hätte jetzt erst recht keine Motivation mehr dazu...

EntenFreundin
07.08.2012, 20:09
Ich hatte sie nicht ganz fertig als ich anfing zu arbeiten und kann nur bestätigen das es vor allem am Anfang, wo ganz viel neues auf einen zukommt, extrem schwer ist sich da noch nebenher zur Diss zu motivieren, Abends nach der Arbeit ist man i.d.R. zu müde und das Wochenende braucht man meist um noch was nachzulesen für die Stelle und irgendwann braucht der Mensch ja auch mal einen Tag Erholung.
Hab schon oft mitbekommen dass da bei Leuten, wo die noch nicht 3/4 fertig geschrieben war, die Diss gänzlich auf der Strecke bliebt und auch die, die nurnoch die Zusammenfassung schreiben mussten, hatten es schwer, die Zeit zu finden.
Gibt sicher auch Leute, die das können, aber ich würde versuchen die vorher fertig zu machen.
Man könnte höchstens wenn man bei der Stelle eingearbeitet ist, noch versuchen über irgendeine Studie, die an der Klinik läuft und wo man eh mit zu tun hat, zu schreiben.... Das machen einige und das geht noch am ehesten.
Oder aber es gibt mal ein halbes Jahr forschungsfrei, aber das gibts nur an Unis.

LMD
09.08.2012, 08:29
Ich hatte sie nicht ganz fertig als ich anfing zu arbeiten und kann nur bestätigen das es vor allem am Anfang, wo ganz viel neues auf einen zukommt, extrem schwer ist sich da noch nebenher zur Diss zu motivieren, Abends nach der Arbeit ist man i.d.R. zu müde und das Wochenende braucht man meist um noch was nachzulesen für die Stelle und irgendwann braucht der Mensch ja auch mal einen Tag Erholung.
Hab schon oft mitbekommen dass da bei Leuten, wo die noch nicht 3/4 fertig geschrieben war, die Diss gänzlich auf der Strecke bliebt und auch die, die nurnoch die Zusammenfassung schreiben mussten, hatten es schwer, die Zeit zu finden.
Gibt sicher auch Leute, die das können, aber ich würde versuchen die vorher fertig zu machen.
Man könnte höchstens wenn man bei der Stelle eingearbeitet ist, noch versuchen über irgendeine Studie, die an der Klinik läuft und wo man eh mit zu tun hat, zu schreiben.... Das machen einige und das geht noch am ehesten.
Oder aber es gibt mal ein halbes Jahr forschungsfrei, aber das gibts nur an Unis.

Meine Diss ist komplett geschrieben. Habe aber jetzt für eine einzelne Überarbeitung ziemlich genau ein halbes Jahr gebraucht. Ich würde heute nur empfehlen lieber noch ein freisemester zu nehmen und dann richtig heftig daran zu arbeiten. Denn inzwischen sehe ich wie schwer es ist nach einem 8-10 stunden tag plus dienste sich noch aufzuraffen sich daran zu setzen und andererseits muss man sich ja auch noch fachlich weiterbilden und freizeit will man auch. letztendlich hat meine freundin mich dann so angetrieben und meinte nur, dass ich endlich freier leben könnte, wenn dieses thema endlich vom tisch wäre... aktuell liegt sie zur orthographischen Korrektur und dann geht sie ein letztes mal an den doktorvater... zum absegnen- hoffe ich.

In der klinik an der ich arbeite gibt es aber ausgesprochen viele assistenzärzte ohne titel, erst ab facharzt ist es erwünscht, aber kein muss, nur für den oa wird es pflicht...

Thomas24
09.08.2012, 21:43
Wenn man langfristig in einem universitären Haus arbeiten möchte, sind Diss und später Habil ohnehin Pflicht (WissZeitVG).
Für Mediziner sind maximal 6 Jahre vor der Diss und 9 Jahre nach der Diss (bis zur Habil) befristete Tätigkeit möglich, dann ist man entweder habilitiert oder muss den universitären Bereich verlassen (es sei denn man arbeitet aufgrund einer anderen Rechtsgrundlage wie bsp. Drittmittelstelle oder wurde beispielsweise vorher entfristet/beamtet- aber Dauerstellen sind im universitären Bereich heutzutage eher die Ausnahme).

Dr. Glucosidase
10.08.2012, 00:19
Die Diss als Assi zu schreiben ist prinzipiell machbar, aber einen Gefallen tust du dir eher nicht damit. Für jeden Tag, den du nochmal zur Uni musst, geht ein Tag Urlaub oder ü-frei drauf... von der Vorbereitung der Verteidigung ganz zu schweigen...

dreamchaser
10.08.2012, 10:52
Habe meine Diss parallel zum Job geschrieben - die Uni lag 450 km nördlich von dem Ort, mein Doktorvater 270 km südlich davon. Es hat zwar Zeit gekostet, aber ich habe keinen Urlaubstag dafür verwendet.
Nach Jobwechsel war ich dann zum Zeitpunkt der Verteidigung nur noch 130 km von der Uni entfernt - also konnte ich die Verteidigung vor dem Nachtdienst machen. Und die Vorbereitung (die ja nicht gewaltig s, da man das Thema ja kennt) ging abends.
Natürlich hat dieser Weg länger gedauert, als wenn man es Vollzeit macht, aber nach dem Examen hatte ich keine Lust mehr noch länger am Schreibtisch zu sitzen, sondern wollte endlich arbeiten und musste auch mal Geld verdienen.

Dr. Glucosidase
10.08.2012, 16:49
Habe meine Diss parallel zum Job geschrieben - die Uni lag 450 km nördlich von dem Ort, mein Doktorvater 270 km südlich davon. Es hat zwar Zeit gekostet, aber ich habe keinen Urlaubstag dafür verwendet.

Hattest du eine Tele-Arbeit oder wie hast du das geschafft? Oder hast du zwar keinen urlaub geopfert, aber ü-frei ;-)?

Hängt wohl auch sehr vom Thema ab. Meine Diss hat z. B. viel Vollzeit-Arbeit vor ort erfordert. Im Institut war ich der einzige Mediziner unter lauter Naturwissenschaftlern und entsprechend waren auch Doktorvaters Ansprüche...

Muriel
10.08.2012, 19:46
Es ging ja ums Schreiben und nicht um die Datenerhebung.