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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Diss während der Assistenzzeit statt im Studium- machbar oder ratet ihr ab?



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Dr. Glucosidase
11.08.2012, 09:13
Es ging ja ums Schreiben und nicht um die Datenerhebung.

Das ist die Frage: Ging es dem FS auch nur ums Schreiben der Diss?

dreamchaser
11.08.2012, 15:10
Korrekt, bei mir ging es ums schreiben - die Daten waren alle schon erhoben (experimentelle Arbeit).

An meinen beiden Arbeitsstellen gibt es Kollegen, die ihre Dissertation bei ihrem Chef machen, also an dem Krankenhaus und parallel zur Arbeitszeit. Und es gibt auch welche, die damit durch sind. Man muss ja nicht an einer Uni etwas machen um zu promovieren, reicht ja, wenn der Doktorvater an einer Uni habilitiert ist und dort das Thema angenommen wird.

wjsl
11.08.2012, 20:55
Wenn man langfristig in einem universitären Haus arbeiten möchte, sind Diss und später Habil ohnehin Pflicht (WissZeitVG).
Für Mediziner sind maximal 6 Jahre vor der Diss und 9 Jahre nach der Diss (bis zur Habil) befristete Tätigkeit möglich, dann ist man entweder habilitiert oder muss den universitären Bereich verlassen (es sei denn man arbeitet aufgrund einer anderen Rechtsgrundlage wie bsp. Drittmittelstelle oder wurde beispielsweise vorher entfristet/beamtet- aber Dauerstellen sind im universitären Bereich heutzutage eher die Ausnahme).

Irgendwie scheint mir das pauschal so nicht zu stimmen; dort wo ich demnächst anfangen werde gibt es einen OA, der dort anfing und seine DA noch immer nicht fertig hat. Und woher kommt es, dass teils sogar ältere Oberärzte (an der Uni) nicht habilitiert sind? Ein Uro-Oberarzt an meiner alten Uni war außerdem schon ewig dort, und das ohne wirklich zu forschen; hatte also sicher keine Drittmittelstelle, und verbeamtet war er auch nicht. Allerdings war er ein sehr sehr guter Operateur. Vermutlich finden sich dann auch Umgehungswege.

Wenn dann dürfte Forschung sowieso nur an der Uni wirklich gut möglich sein; und beim Berufsstart wird eine geraume Zeit in der Richtung wohl mal gar nichts möglich sein; wie soll denn da nach spätestens neun Jahren jemand habilitiert sein können? Schließlich entspräche das der zehnfachen Arbeit wie für eine DA (oder bin ich diesbzgl. falsch informiert?).

Gibt es denn übrigens jemand von euch, der als Assistent (natürlich nicht gleich zu Beginn!) sich noch in komplett neue Methoden einarbeiten konnte? Also etwas, mit dem er in der DA nichts zu tun hatte, wo man also praktisch von vorn anfangen müsste? (z.B. im Bereich der Bildgebung/Medizinphysik/-informatik)

Michael72
11.08.2012, 21:11
und beim Berufsstart wird eine geraume Zeit in der Richtung wohl mal gar nichts möglich sein; wie soll denn da nach spätestens neun Jahren jemand habilitiert sein können? Schließlich entspräche das der zehnfachen Arbeit wie für eine DA (oder bin ich diesbzgl. falsch informiert?).

Manchmal habe ich echt das Gefühl, Du hast an einer Baumschule studiert. Hier in HD ist es eher die Regel, dass die, die habilitieren wollen, mit dem FA meistens auch die Habil fertig haben (oder kurz davor sind).

wjsl
11.08.2012, 21:15
Da hat mir ein OA an meiner alten Uni aber was ganz anderes erzählt; in der Abteilung hatten sie allerdings auch nur zwei habilitierte Oberärzte. Mag auch daran liegen, dass die Hab.ordnung an jedem Ort anders ist.
Meine Beispiele widerlegt dein Beitrag leider noch immer nicht. Zu welchen Themen haben denn die von dir genannten geforscht? Und in welchem Fach?

Thomas24
11.08.2012, 21:22
Irgendwie scheint mir das pauschal so nicht zu stimmen; dort wo ich demnächst anfangen werde gibt es einen OA, der dort anfing und seine DA noch immer nicht fertig hat. Und woher kommt es, dass teils sogar ältere Oberärzte (an der Uni) nicht habilitiert sind? Ein Uro-Oberarzt an meiner alten Uni war außerdem schon ewig dort, und das ohne wirklich zu forschen; hatte also sicher keine Drittmittelstelle, und verbeamtet war er auch nicht. Allerdings war er ein sehr sehr guter Operateur. Vermutlich finden sich dann auch Umgehungswege.

Wenn dann dürfte Forschung sowieso nur an der Uni wirklich gut möglich sein; und beim Berufsstart wird eine geraume Zeit in der Richtung wohl mal gar nichts möglich sein; wie soll denn da nach spätestens neun Jahren jemand habilitiert sein können? Schließlich entspräche das der zehnfachen Arbeit wie für eine DA (oder bin ich diesbzgl. falsch informiert?).

Gibt es denn übrigens jemand von euch, der als Assistent (natürlich nicht gleich zu Beginn!) sich noch in komplett neue Methoden einarbeiten konnte? Also etwas, mit dem er in der DA nichts zu tun hatte, wo man also praktisch von vorn anfangen müsste? (z.B. im Bereich der Bildgebung/Medizinphysik/-informatik)

Gilt nur für befristete Arbeitsverhältnisse.
§ 2 Abs 1 S.1 WissZeitVG
http://www.gesetze-im-internet.de/wisszeitvg/__2.html

Die müssen also nach einer anderen Rechtsgrundlage als dem WissZeitVG beschäftigt worden sein-

wjsl
11.08.2012, 21:32
Okay, alles klar, danke.

Wie habt ihr denn übrigens in ein Forschungsprojekt reingefunden, nachdem ihr die Anfangszeit in der Klinik einigermaßen hinter euch hattet? Immerhin nehmen die Dienste ja eher zu als ab, es kommen immer neue Aufgaben und mehr Verantwortung dazu. Da es aber doch manche schaffen, scheint es möglich zu sein.

Kackbratze
11.08.2012, 22:17
Wie habt ihr denn übrigens in ein Forschungsprojekt reingefunden, nachdem ihr die Anfangszeit in der Klinik einigermaßen hinter euch hattet?

Organisation des eigenen Arbeitstages? Wie sonst?
Oder glaubst Du hier gibt es irgendein Zauberpulver das die Zeit anhält oder Dir einen Privatassistenten erschafft? ;-)