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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Neuroanatomie....Hilfe beim Lernen!



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][truba][
09.07.2012, 07:30
Wir haben es auch nur 4 Wochen nach Kopf-Hals, vor Siten. Also kein eigenes Fach.

konstantin
09.07.2012, 08:19
Hier gibt's 'ne Neuroanatomie-Vorlesung im zweiten Semester und dann zu Beginn des 3. Semesters das entsprechende Testat.

Kyutrexx
09.07.2012, 08:43
Oh, okay.

In MD kommt erst die gesamte normale Anatomie (1. + 2. Semester) und im dritten Semester dann Neuro-Ana mit Makro Seminar, Mikro Seminar, Vorlesung, schriftlicher Klausur (mit Neuro-Histo) und mündlichem Testat.

Da wird entsprechend auch mehr Stoff abgefragt.

Currywurstesser
09.07.2012, 09:07
Ist Neuro in Mageburg so heftig? Was fragen die da denn?
Trepel ist schon relativ dick, das sollte doch für die 90% Marke locker genügen, wenn man den Stoff drauf hat (zumindest bei uns)

konstantin
09.07.2012, 09:40
Also Trepel hat hier auch dicke gereicht, dabei gliedert sich unser Anatomisches Institut zwei Arbeitsgruppen: die Neuroanatomen und die Neuroembryologen...

Kyutrexx
09.07.2012, 10:10
Ja, Neuroanatomie wird in Magdeburg, wie man sich das an der großzügigen Fachgestaltung ausmalen kann, sehr groß geschrieben.
In Magdeburg ist eigentlich alles Neuro.

Physiologie: auf Zellphysiologie im klassischen Sinne wird verzichtet (wird aus der Biologie vorausgesetzt, deren Leiterin Neurobiologin ist), dafür wird Neurozellphysiologie gelehrt zu Beginn.
Das gesamte der zwei Semester Physiologie ist im Wesentlichen Neuro: Sinnesorgane und Sinneswahrnehmungen, neurolastige Endokrinologie und zum Schluss noch n bissel angewantde Physiologie.
Biochemie: Leiter der Biochemie ist ein Mann vom Institut für Neuropathobiochemie.
Anatomie: Neuroantomen noch und nöcher.


In der Neuro-Ana Klausur kommen immer 10 MC Fragen, ein bis zwei Zeichnungen zum Beschriften und ein Histo-Bild zum Beschriften.
Im mündlichen Testat (darf nur absolviert werden, wenn die Klausur bestanden wurde), kam dann ja nochmal Stoff dazu und da kann dann alles abgefragt werden.

Eine unserer Dozentinnen meinte mal: "maximal fragen wir ab, was im Benninghoff steht - was darüber hinausgeht nicht".
MUAH.

Es wird teilweise auch schon ziemlich weit in die Neurophysiologie vorgegriffen (kommt aber eben erst im darauffolgenden Semester).

Da jeder Prüfer seine eigenen Schwerpunkte setzt, kann das mündliche Testat sehr unterschiedlich ausfallen.
Mancher hat Glück und wird nur zum Ventrikelsystem befragt und ein anderer muss beispielsweise Anatomie und Funktion des Ohres samt Hörbahn plus ein oder zwei andere Themen erläutern.

Es gibt n Skript, das an die Studenten ausgehändigt wird, da sind die sogenannten Testatkriterien drin. Also das, was man draufhaben können müsste. In Stichworten.
Die Testatkriterien fürs mündliche Neuro-Ana Testat sind zwei Seiten lang.

KoelnerMedizin
09.07.2012, 15:11
Letzten Endes wird an jeder Universität der gleiche Stoffumfang vermittelt. Es unterscheidet sich einfach nur, inwiefern Fächer auf Semester verteilt werden bzw. mehrer Fächer u.U. parallel laufen. Jeder Uni stehen schließlich 4 Semester zur Verfügung und eine bestimmte Zahl an Lehrstunden, d.h. man bekommt schlussendlich überall den gleichen Stoff in gleichem Umfang vermittelt.

Kyutrexx
09.07.2012, 15:23
Ääääääääääääääääääääääääääääääääääähm. NEIN.

Ganz sicher nicht.
Das ist völliger Unfug.

Nach dem Gesetz ist die Anzahl der Stunden gleich, aber das ANFORDERUNGSNIVEAU ist völlig unterschiedlich - von Uni zu Uni.

Ein Beispiel Praktika:
An einigen Unis wird das Praktikum in einem bestimmten Fach in einer Woche + Vorlesungen usw. erledigt mit einer einzelnen Prüfung am Ende.
Andere Unis führen das Praktikum über 1 Semester durch mit einem Testat zu jedem Praktikumstermin + Klausur am Ende.

So wie in MD Neuro ein Schwerpunkt ist, haben andere Unis andere Schwerpunkte.
Weiß nicht mehr welche Uni das war, aber jedenfalls gibt es eine, an der ganz groß in Sachen Gastroenterologie und alles was damit zusammenhängt gearbeitet wird.
Das ist z.B. hier in MD ein winzig kleines Thema und wird in Physiologie auf ne knappe Woche Vorlesung beschränkt (es gibt nicht mal einen Praktikumstermin dazu).

Je höher die Prüfungsdichte und je höher die Anforderungen, desto mehr sind die Leute schlicht gezwungen sich in der Breite UND der Tiefe mit einem Thema zu befassen, um die Prüfung zu bestehen.

Zudem ist auch das Niveau und die Anforderung in einem bestimmten Fachbereich beim mündlichen Physikum dann ein anderes - nämlich angepasst an den Schwerpunkt der Profs und der Uni.

Hier in MD gibts z.B. nur einen einzelnen Physiologen, der sich mit Gastro-Sachen auskennt und auch das nur auf normalem Niveau. Geforscht wird in dem Bereich hier beispielsweise überhaupt nicht.
Kaum ein Prof fragt danach mal. Eigentlich nur die Anatomen den Standardkram und die Biochemiker das, was Basiswissen ist zu dem Thema.

Demgegenüber haben wir eben alles voll mit Neuroleuten.
Es werden in den Testaten beispielsweise Sachen gefragt, die in der Vorlesung rankamen. Und einiges davon steht auch nicht in Lehrbüchern drin.
Dadurch wird das Anforderungsniveau (bewusst) angehoben.

Das gilt für andere Unis mit ihren Schwerpunkten genauso.

antalis
09.07.2012, 16:34
Ich studiere ebenfalls in MD, finde es aber nicht so extrem. Es gibt eine Extra-Veranstaltung zu Neuroanatomie, aber die Pflichtveranstaltungen beschränken sich auch wenige Termine im Semester (und sind soweit ich weiß stundenmäßig für ganz Deutschland festgelegt). Man kann alle Klausuren und Testate sehr gut bestehen ohne in der Vorlesung gewesen zu sein, auch wenn man nur den Trepel liest und sich ein paar Altklausuren anschaut.

Kyutrexx
09.07.2012, 16:57
Ja, KANN.

Bis Prof. S. z.B. mal fragt, wie die Hörbahn in der Capsula interna verläuft. Warste nich in der Vorlesung, wird er das ggf. arg übel nehmen (weil er weiß, dass das nicht im Lehrbuch steht und er das nur in der Vorlesung erwähnt) und so sieht dann auch der restliche Verlauf des Testates aus.

Ich sage ja: man KANN Glück haben.

Das ist aber nichts, auf das man sich verlassen kann. Im Übrigen sind Altklausuren auch pures Glücksspiel. Oft genug liegen die auch gut daneben.
In der selben Zeit in der man sich durch die kryptischen Beiträge von Altstudenten wühlt, was wohl alles dran gekommen sein könnte, kann man sich auch einfach den Stoff reinziehen.

konstantin
09.07.2012, 17:05
Das einzige, was KoelnerMedizin zum Ausdruck bringen wollte, war glaube ich, dass man an jeder Uni gleich viel lernen muss. Bei euch legt man halt Wert auf Neurokrams, woanders eben auf andere Dinge. So hart kann es letztendlich nicht sein, bei euch werden immerhin mehr als die Haelfte in Regelstudienzeit zum Physikum zugelassen. ;D

Kyutrexx
09.07.2012, 17:14
Auch das ist eine recht simplizistische Verallgemeinerung.

Der Aufwand ist an den verschiedenen Fakultäten in unterschiedlichen Bereichen unterschiedlich hoch. Am Ende kommen die Leute dann auch je nach Uni mit teils recht unterschiedlichen Wissensschwerpunkten (oder -lücken) aus dem Studium.
Je länger das Studium bereits ging, desto größer sind entsprechend die Unterschiede.

Das ist keine Sache allein der Medizin - das gilt für alle Studiengänge und -fächer gleichermaßen.

antalis
09.07.2012, 17:22
Ich war bisher in keiner (Neuro)Anatomie Vorlesung und habe bisher immer alles gut beim ersten Mal bestanden, ich glaube nicht, dass es jedes mal Glück oder Zufall war. An einem kleinen Detail aus der Vorlesung wird es nicht scheitern, wenn der Rest stimmt. Gerade die Neuroanatomie Klausur kann man gut bestehen, wenn man alte Physikumsfragen oder Klausuren anschaut, da muss man sich nicht "durchwühlen". Ich kenn bisher noch keinen aus MD, bei dem es an (Neuro)Anatomie gescheitert ist...wenn, dann doch eher an Biochemie.

Kyutrexx
09.07.2012, 17:36
Hast du dir mal die Durchfallerquoten in der Neuro-Ana Klausur angesehen?
Jedes Mal rund 40%. Bei Histo und Mikro-Ana jedes Mal fast genau 50%.
Dadurch, dass man drei Versuche hat, vergößert man seine Chance darauf Glück zu haben oder Altfragen zu erwischen.
50% - 50% von 50% und dann nochmal 50% von 50% von 50%.
So iss klar, dass nur selten jemand deswegen den ganzen Kurs wiederholen muss.


Gäbe es nur einen Klausurtermin, würden die Leute genauso wie durch Biochemie mit wehenden Fahnen untergehend durchrauschen und den Kurs reihenweise wiederholen - weil Wissenslücken dann viel schneller ins Gewicht fallen.

pottmed
09.07.2012, 17:58
Ja, KANN.

Bis Prof. S. z.B. mal fragt, wie die Hörbahn in der Capsula interna verläuft. Warste nich in der Vorlesung, wird er das ggf. arg übel nehmen (weil er weiß, dass das nicht im Lehrbuch steht und er das nur in der Vorlesung erwähnt) und so sieht dann auch der restliche Verlauf des Testates aus.

Ich sage ja: man KANN Glück haben.

Das ist aber nichts, auf das man sich verlassen kann. Im Übrigen sind Altklausuren auch pures Glücksspiel. Oft genug liegen die auch gut daneben.
In der selben Zeit in der man sich durch die kryptischen Beiträge von Altstudenten wühlt, was wohl alles dran gekommen sein könnte, kann man sich auch einfach den Stoff reinziehen.

Ähmm..... also ich weiß nicht was Du so veranstaltet hast, aber ich hatte für das mündliche Neuron-Ana-Testat genau 2 Tage Zeit. Habe die Medi-Learn Skripte 3-mal gelesen und ein paar Präparate angeschaut. Damit bin ich bei Dr. N. gut durchgekommen, klar konnte ich irgendwelche Details zu den Gleichgewichtsorganen nicht erzählen, aber Verschaltungen etc. hatte ich drauf und dann fällt man auch nicht durch :-peng

Kyutrexx
09.07.2012, 18:05
Dann haste Schwein gehabt, sag ich doch.

Ich war bei Frau W. und wurde extrem detailliert zu Ohr und Gleichgewichtsorgan befragt. Nach 25 Minuten war meine Prüfung dann erfolgreich beendet.

Der andere bei mir am Tisch hatte dann wegen des Zeitdruckes nur knapp 4 min Zeit. Hat kurz was zum Ventrikelsystem erzählt und fertig. Blieb keine Zeit. Der hat sich n Kullerkeks gefreut, weil er fast nichts sagen brauchte.

Solche Extreme kommen in allen Richtungen immer wieder vor. Ich war selbst auch schon in genau der Position, wo jemand anders geredet hat, bis der Mund fusselig war und ich dann wiederum fast nichts mehr sagen konnte / brauchte / durfte (wie man es nimmt).
Manchmal hat man Glück, manchmal hat man Pech. Sich aber darauf zu verlassen iss blöd.


Aber soll ja jeder machen, wie er oder sie es für richtig hält.

konstantin
09.07.2012, 19:15
Das so etwas bei mündlichen Prüfungen geschieht, ist doch etwas ganz Grundsätzliches. Aber irgendwie kann ich deiner Argumentation "Neuroanatomie ist an meiner Uni so unendlich hart und schwierig" nicht ganz folgen, wenn am Ende doch 90% bestehen und die hier Anwesenden sogar bestätigen, dass man auch so ganz gut durchkommt.

Der Trepel ist ein ausführliches Werk der Neuroanatomie. Ich würde wetten, dass man, selbst wenn man nur 80% von dem weiss, was in diesem Buch steht, jede mündliche Prüfung locker und ohne größere Probleme besteht. Dass eure Klausuren eventuell ein wenig abgefahrener sind, mag ja sein, aber auch da würde ich - ohne es besser zu wissen - behaupten, dass der Trepel reicht. Wenn nicht, dann wird an der Uni wohl hinlaenglich bekannt sein, mit welchen Materialien man besser lernen sollte.

Davon abgesehen: Sowohl der Trepel als auch die Medi-Learn-Hefte vermitteln das noetige Wissen, um im schriftlichen Physikum locker durchzukommen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass man mit dem Trepel sogar jede einzelne IMPP-Frage zum Thema Neuroanatomie mühelos beantworten kann. Und wollen wir mal die Kirche im Dorf lassen: Wer glaubt denn bitte, dass man im mündlichen Physikum eine schlechtere Note bekommt, weil man eine Frage zur Neuroanatomie, die derart speziell ist, dass sie mit dem Trepel nicht zu beantworten wäre, nicht ausreichend beantworten kann. Das hat in meinen Augen dann nichts mehr mit mangelndem Glück, sondern mit ganz extremen Pech zu tun...

Kyutrexx
09.07.2012, 19:26
Habe ich nicht gesagt.
Es bestehen 90% den KURS, aber nur weil wir 3 Versuche haben - denn bei jedem Versuch rauschen 50% durch (mündlich etwas weniger).

Im Übrigen ist am Trepel, um auf das Thema zurückzukommen, schlicht zu bemängeln, dass der Autor in der ganzen Materie einfach nicht wirklich drinsteckt.
Merkt man bei den funktionellen und bei den anatomischen Beschreibungen.

Herr Trepel ist Internist und dieses Buch ist sein einziger jemals stattgefundener Ausflug in irgendeinen medizinischen Bereich außerhalb der Internistik.
Das merkt man.

Jedenfalls fiel es mir so auf, als ich versucht hatte einzelne Aspekte, die im Kahle / Frotscher nicht ausführlich bzw. gut genug erklärt waren, im Trepel nachzuschlagen (insbesondere die funktionellen Dinge).
Nachdem ich dann einige einzelne fachliche bzw. inhaltliche Fehler gefunden hatte, hab ich das Ding endgültig in den Schrank gepackt.
Eigentlich würde es sich fast mal lohnen, eine Mail an den Autor zu schreiben.

Aber eben nur fast.


Aber hey ... soll doch jeder seine Suppe kochen.
Es wurde nach Meinungen zum Trepel gefragt und meine ist niederschmetternd schlecht.

Sternenprinzessin
09.07.2012, 19:48
Ich studiere ja auch in Magdeburg und in der Einführungsvorlesung hat der Professor gesagt, wir können mit dem Trepel lernen, mögen dann doch aber bitte mit dem Kahle/Frotscher ergänzen. Den Duus fand er auch ganz gut, sagte aber gleich, dass der für die Vorklinik etwas zu klinisch orientiert sei.
Die Klausur war wirklich machbar, ich fand nicht, dass die MC-Fragen so dermaßen weit oberhalb des IMPP-Niveaus waren, man hat die meisten beantworten können, wenn man mit dem Trepel gelernt hat. Als Mikrobild kamen nur Sachen dran, die wir auch im Neurohistokurs hatten und die Makroabbildungen waren auch im Trepel zu finden (wenn auch mitunter mit anderer Beschriftung). Dass in Magdeburg relativ viele durch den ersten und zweiten Klausuranlauf gefallen sind, lag unter Umständen auch daran, dass bei uns im 3. Semester alles geballt gelehrt wird und da die Neuroanatomie leicht mal untergeht. Man muss sich ja parallel noch auf Biochemie, Physio und Chemiepraktikum vorbereiten.
Das mündliche Testat war auch okay, ich hatte einige Wissenslücken (hab mich auch nur 2 Tage mit dem Trepel vorbereitet- wegen o.g. Zeitmangel) und wurde zur Pyramidenbahn und zur protopathischen und epikritischen Sensibilität geprüft. Und unsere Prüferin hat schon gemerkt, wer sich vorbereitet hat. Und wenn man nicht alles wusste, hat sie eben noch eine andere Frage gestellt und man hat trotzdem bestanden.
Ich empfand Neuro bei uns jetzt nicht als allergrößte Hürde... Und zum eigentlichen Thema: Ich konnte mit dem Trepel mehr anfangen als mit dem Kahle/Frotscher. Hab für die Krankheitsbilder eben den Duus dazu genommen und habe sowohl Klausur als auch Testat beim ersten Mal bestanden.

antalis
09.07.2012, 19:55
Ich stimme Sternenprinzessin absolut zu. Viele fallen wegen mangelnder Vorbereitung durch die Klausur und nicht, weil sie so schwer ist. 1-2 mal Physikumsfragen/Altfragen kreuzen reicht zum Bestehen locker aus, dann nochmal kurz die Bilder aus dem Kahle/Frotscher angeschaut und fertig. Testat war auch in Ordnung, ich war bei Herr R. und man musste nicht 100% wissen, um zu bestehen...